Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
ernstes Thema, regt zur Auseinandersetzung damit an,sensibilisiert das Miteinander |
| Kontra: |
man sollte nicht leichtfertig mit diesem Thema umgehen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Der Frühling steht vor der Tür, die Blumen stecken so langsam ihre zarten Köpfe aus der Erde und überall in der Natur entdeckt man neues Leben. Auch hier bei Ciao, denn wenn man sich so die Kurzprofile durchliest, erfährt man, das der Klapperstorch in den letzten Monaten doch einiges an Überstunden zu leisten hatte und auch noch nicht alle Landungen von ihm beendet sind.
Es gibt aber auch die andere Seite, die , die einem das Herz schwer macht und uns immer wieder schmerzlich damit konfrontiert, dass das Leben zwei Seiten hat, es uns nicht immer nur Freude sondern auch Leid und Trauer beschert und für jeden von uns ein unausweichliches Ende bereit hält, das bei den Zurückgebliebenen Ohnmacht und Verzweiflung hinterläßt.
Auch wenn ich sonst eher diejenige bin, die um Fragebögen einen großen Bogen macht, so hat mich dieser hier doch sehr nachdenklich gestimmt und mich dazu bewogen, die enthaltenen Fragen als Grundlage für meinen heutigen Erfahrungsbericht zu verwenden . Sorry, das er so lang geworden ist, aber die Intensität der einzelnen Fragen ließen sich nicht oberflächlich und kurz abhandeln.
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1. In welcher Form bist Du dem Tod schon einmal begegnet ?
Wohl ein jeder von uns hat schon einmal die schmerzliche Erfahrung machen müssen, das das Leben nur geborgt ist und immer wieder werden wir uns in solchen Situationen fragen
warum, warum gerade der , warum gerade jetzt ...
Meine erste Begegnung mit dem Tod war für mich auch die einschneidenste, denn im Alter von fünf Jahren habe ich meinen Großvater verloren.
Er starb mit 56 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs, sein Tod war sehr qualvoll, aber auch eine Erlösung für ihn.
Durch seinen frühen Tod habe ich eine sehr wichtige Bezugsperson verloren, er war ein genialer Großvater, ein Komiker, ein Märchenerzähler, ein Tröster, ein wandelndes Lexikon, ein sehr liebenswerter und verständnisvoller Mensch , der immer und zu jeder Zeit für mich da war und sein früher Tod hat in meiner damals jungen Kinderseele ein tiefes Loch hinterlassen.
Während meiner Schulzeit , meiner Studienzeit und späteren Arbeit im Krankenhaus wurde ich auch immer wieder mit dem Tod konfrontiert.
War es nun der Schulfreund, der an einer aggressiven Leukämie starb, der Studienkollege, der bei einem Motoradunfall ums Leben kam oder die vielen Patienten, die trotz aller medizinischer Versorgung und therapeutischen Hilfe an ihren Krankheiten oder Unfallfolgen verstarben, jeder einzelne war ein Verlust und löste bei mir tiefe Trauer aus.Mich hat der Tod aber auch wütend gemacht und zum Nachdenken angeregt, ich habe ihn als hoch erhobenen Zeigefinger erlebt, als Mahnung dafür, endlich wach zu werden und sein Leben anders, besser, wieder in den Griff zu bekommen...
Mein Schwager wurde zum Alkoholiker, als er vor den Scherben seiner Ehe stand. Er durfte seine Tochter nicht mehr sehen, verlor seine Arbeit und der hinterlassene Schuldenberg fraß ihn psychisch auf. Jegliche Hilfe von außen hat er verweigert, er kapselte sich immer mehr von seinem Umfeld ab, ließ keinen seiner vielen Geschwister mehr an sich heran , Medikamente und Alkohol wurden für ihn zur Grundnahrung und er verwahrloste immer mehr.
Letztes Jahr im Sommer ließen mein Mann und ich dann seine Wohnung von der Polizei aufbrechen, wir hatten seit fast zwei Wochen nichts mehr von ihm gehört und machten uns sehr große Sorgen,wie sich herausstellte mit Recht...denn er lag , mit dem Gesicht nach unten - in Blut und Erbrochenem., völlig aufgedunsen , starr und Steif, der Körper grünlich-braun verfärbt - zwischen Bad und Küche...und war bereits seit einer Woche tot.
Dieses Bild verfolgt mich noch heute , ja...und es macht mich wütend, besonders dann, wenn ich sehe, das in den Familien seiner Geschwister zum Teil sehr locker und haltlos mit Alkohol umgegangen wird,und ich ertappe mich dann immer wieder, selbst den Zeigefinger mahnend zu erheben und an den unnötigen und grausamen Tod des Bruders zu erinnern.
Ich bin dem Tod also in vielerlei Hinsicht begegnet, mit seinem Nachgeschmack an Trauer und Verzweiflung konfrontiert worden, und nicht selten hat er ein Gefühl der Ohnmacht in mir hinterlassen.
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2. Hast Du Angst vor dem Tod ?
Ja, habe ich, denn er ist endgültig und nicht immer vorhersehbar.
Ich habe Angst davor, weil ich nicht weiß, wie er sein wird .
Ich habe Angst davor, das er quälend und lang sein könnte.
Aber meine Angst vor dem eigenen Tod war nicht immer vorhanden. Ich habe - als ich noch sehr jung war- zweimal versucht, mir das Leben zu nehmen. Ich fühlte mich damals unverstanden, nutz - und wertlos, fühlte mich nicht geliebt und allein gelassen und niemand war zu der Zeit da, mit dem ich über meine Ängste, Sorgen und Nöte hätte reden können.
Beim ersten Suizidversuch schnitt ich mir die Pulsadern auf, ich empfand dabei überhaupt keine Schmerzen und auch keine Angst, im Gegenteil, ich war sehr ruhig in diesem Moment und schrie später sogar die Ärzte an, war wütend auf sie, weil sie mich gerettet hatten und auch meine WG-Mitbewohnerin machte ich dafür verantwortlich.
Mit einem heftigen Medikamentencocktail versuchte ich dann , mir ein zweites Mal das Leben zu nehmen. Auch diesesmal empfand ich keinerlei Angst und Schrecken vor dem Tod, denn ich hegte ja den Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, doch auch diesmal rettete man mich. Eine Freundinn ließ die Wohnung aufbrechen, sie machte sich Sorgen um mich und kam gerade noch rechtzeitig.Heute bin ich ihr dafür sehr dankbar.
Ich habe viele Monate gebraucht, mich wieder selbst zu finden, meine Eltern waren dabei keine Unterstützung, denn sie hielten mir immer wieder vor, das ich sie damit nur bestrafen wollte. Sie machten mir schlimme Vorwürfe , erkannten nicht, das meine Suizidversuche einfach nur stille Hilfeschreie gewesen sind und erst als ich mich von ihnen losgesagt hatte, fand ich in mein Leben wieder zurück.
Der Kontakt ist noch heute nicht wieder hergestellt, aber meine Einstellung zum Tod hat sich seitdem grundlegend geändert, wobei mein Beruf sicherlich eine große Rolle dabei gespielt hat.
Während meiner beruflichen Tätigkeit habe ich sehr viele Patienten behandelt, die im Koma lagen, die an Geräten angeschlossen wurden um die Körperfunktionen aufrecht zuerhalten und ich habe sehr viel Leid und Schmerzen beim sterben gesehen , auch bei den Angehörigen.
Daher habe ich für mich den Entschluß gefaßt, schriftlich zu hinterlegen, das ich mit solchen Maßnahmen nicht am Leben erhalten werden möchte.
Ja, ich habe Angst vor dem Tod, aber auch Angst davor, wie es dann meiner Familie ergehen wird...meinem Mann und meinen Kindern.
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3. Glaubst Du an ein Leben nach dem Tod ?
Nun, als Kind bekommt man ja immer wieder erzählt, das die Seele des Verstorbenen als Engel in den Himmel fliegt, man als Stern am Himmel blinkt und durch die Wolken hindurch auf die Erde und seine Lieben blicken kann.
Dies ist eine sehr schöne, friedliche und beruhigende Vorstellung und wenn meine Kinder mit einem Trauerfall in der Familie konfrontiert wurden, erzählte ich es ihnen genauso, um ihnen die Angst zu nehmen und die Möglichkeit zu geben, ihre Trauer anders aussprechen und verarbeiten zu können.Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, habe bislang aber nur vage Vorstellungen, wie es sein könnte.
Meine Gründe zu dieser Annahme, erfahrt ihr bei den nächsten Fragen.
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4. Was ,glaubst Du, geschieht mit Dir, wenn Du tot bist ?
Als Kind habe ich es mir immer wieder vorgestellt, wie es ist, wenn man im Sarg liegt,tief in der Erde vergraben, alles ist dunkel um einen herum, es ist absolut still, man ist völlig alleine und dann kommen diese ekligen kleinen Krabbeltierchen , die sich langsam und gierig von meinem Körper ernähren wollen...
Ich fand und finde diese Vorstellung noch heute sehr gruselig und kann mir daher auch nicht wirklich einen Horrorfilm ansehen, in dem Zombis über den Friedhof laufen, da sind schlaflose Nächte vorprogramiert...Ich kann mir nicht sicher sein, was mit meinen - eventuell nicht sterblichen - Überresten nach meinem Tod passiert, ich möchte auch nicht wirklich wissen, wie sich das anfühlt, ich hoffe aber zumindest, das man meine sterblichen Überreste mit Würde behandelt , mich also nicht einfach nackt in eine kalte Aufbewahrungskammer schiebt .
Da ich im Hinterstübchen immer noch die eklige Vorstellung der Würmer habe, möchte ich auf jedenfall verbrannt werden, so nach dem Motto : Wenn schon tot, dann bitte aber auch richtig.
Mir ist es wichtig, keine Grabstelle zu haben, die ewig von den Angehörigen gepflegt werden muß, aber es sollte eine Anlaufstelle geben, an der meine Familie trauern oder sich erinnern und Abschied nehmen kann und daher ziehe ich eine Baumbestattung allem anderen vor.
Zum Glück kann man ja heute schon sehr frühzeitig Testamentarisch solche Dinge festlegen und damit auch seinen Angehörigen Streß abnehmen und somit Freiraum für die Trauer schaffen .
Außerdem ist es ein gutes Gefühl, zumindest zu wissen, was mit meinem Körper nach meinem Abtreten auf dieser Welt geschieht.
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5. Glaubst Du, das Du in den Himmel oder in die Hölle kommst ?
Also, mit meiner Höhen- und Flugangst klammere ich den Himmel schon mal aus, und da ich eh ständig am frieren bin, wäre die Hölle - rein wärmetechnisch gesehen - wohl der geignetere Ort für mich.
Außerdem haben meine Eltern mich als Kind oft genug darauf hingewiesen, das mich meine Verhaltensweisen eher in die Hölle als in den Himmel führen ließen...aber nein, ich glaube nicht an den Himmel und an die Hölle.
Sicherlich, ich bin schon religiös erzogen worden ( meine älteste Schwester ist sogar Pastorin...), empfinde einige Geschichten aus dem Bestseller Bibel auch als sehr wirklich - zumindest was die Naturkastatsrophen so angeht - und natürlich habe ich als Kind aufmerksam den Erzählungen meiner Großeltern, meiner Eltern und auch Lehrer zugehört, die immer wieder viel zu diesem Thema zu erzählen hatten.
Heute sind mir aber die Vorstellungen aus anderen Religionen da doch irgendwie sympathischer.
Außerdem, wenn an dieser Theorie wirklich etwas wahres dran wäre, dann hätten uns sicherlich unsere Astronauten, Flugpiloten oder Bergbauarbeiter schon längst dazu aufgeklärt...oder etwa nicht ?!
Ich gehöre nicht zu den Zeugen Jehovas, glaube also nicht an die Auserwählten, die nach dem Weltuntergang dort hinkommen sollen und ich bin auch kein regelmäßiger Kirchgänger.
Ich glaube also nicht daran, in den Himmel oder die Hölle zu kommen, wohl aber daran, das nach dem Tod noch etwas auf mich wartet, so eine Art andere Welt, in der ich alle meine Lieben wieder sehen werde...
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6. Wenn Du an ein Leben nach dem Tod glaubst, was meinst Du, als was hast Du wohl schon einmal gelebt ?
Das ist eine schwierige Frage, aber ich bin mir ziemlich sicher, das ein Mensch seine körperliche Hülle verlassen und anderweitig weiter existieren kann. Schließlich haben uns sehr viele Menschen glaubhaft von solchen Erfahrungen erzählt und selbst Wissenschaftler sind diesen Phänomenen ja bereits nachgegangen.
Ich bin mir auch sicher, das ein vorheriges oder zukünftiges Leben immer wieder in menschlicher Gestalt stattgefunden hat oder stattfinden wird, kann mir also - im Gegensatz zu manchen Religionen - nicht vorstellen, als Tier oder Kakerlake wieder zu existieren, obwohl ich das dem ein oder anderem sicherlich wünschen würde...Mehr zu dieser Frage erfahrt ihr in meiner nächsten Antwort.
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7. Hast Du Dich schon einmal hypnotisieren lassen, um festzustellen, ob Du schon einmal gelebt hast ?
Nein , nicht hypnotisieren, aber auspendeln...
Ich habe mich eine lange Zeit sehr intensiv mit übersinnlichen Kräften beschäftigt, habe die Kunst des Rheiki erlernt und diese Heilungskräfte sehr intensiv angewendet.
Je tiefer ich in diese Technik hineinkam, desto mehr konnte ich Energien ( Aura ) anderer sehen und auch spüren und ich wurde immer empfänglicher, sensibler für negative und positive Schwingungen.
( Mit Schwingungen bezeichnet man das Gefühl, was man zum Beispiel in einem Raum voller unbekannter Menschen empfinden kann,_also ein vertrautes und gutes Gefühl oder ein unheimliches_,_ungutes Gefühl_ )
Zu dieser Zeit zog ich in eine neue Wohnung, sie war sehr kalt und blieb trotz vieler Dekorationen immer ungemütlich.
Nach einigen Wochen wurde ich immer depressiver, mich plagten plötzlich unerklärliche Suizidgedanken und die Wohnung wurde mir langsam unheimlich.
Eine Freundinn...sie ist Heilpraktikerin (
sie kommt aus einer Familie,
in denen das seit Generationen Tradition ist ) ...besuchte mich und gemeinsam suchten wir nach dem Grund dieser heftigen und für mich unerklärbaren Stimmungsschwankungen.
Sie pendelte die Wohnung und auch mich aus und kam zu folgendem Ergebnis :
In dieser Wohnung sollte eine alte,
schwerkranke und depressive Frau gewohnt haben,
die sich dann auch im Wohnzimmer das Leben genommen hat.
Die negativen Gedanken und Schwingungen dieser armen Frau waren noch in den Räumen vorhanden und haben sich langsam auf mich übetragen.
Ich kündigte und zog kurz darauf aus dieser Wohnung wieder aus und binnen kürzester Zeit war ich wieder ein fröhlicher und ausgeglichener Mensch.
Ein späteres Gespräch mit meiner ehemaligen Vermieterin bestätigte alles, was meine Freundinn gesagt hatte...
Meine Freundinn und ich haben viele Gespräche über den Tod und was danach kommt geführt.
Bei einem weiteren Auspendeln hat sie mir gesagt, das ich schon mehrere Male gelebt habe. Sie konnte mir sogar sagen, in welchem Zeitalter, in welchem Land, in welcher Geschlechterrolle und auch in welchem Beruf ich gearbeitet haben soll.
Es gab sehr viele erklärbare Parallelen zu meinem heutigen Ich, viele Ereignisse, die ich als sogenanntes Dejavue-Erlebnis abgetan hatte, konnte ich mir durch die Pendelungen und Erzählungen von ihr erklären und noch heute kommt mir dies als sehr Wirklichkeitsnah vor .
Es klingt unheimlich und auch irgendwie Angst einflößend, andererseits aber auch beruhigend, denn für mich ist dadurch nach wie vor klar, das es nach dem Tod noch etwas anderes gibt, was auf uns wartet.
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8. Glaubst Du an Gott ?
Nun, als ich noch klein war, habe ich daran geglaubt, denn als Kind bekommt man viele Geschichten erzählt, in denen dieser nette alte Herr in weißem Gewand und mit Rauschebart in vielen Variationen und zu den unterschiedlichsten Themen vorkommt.
Später, in der Schule und natürlich auch im Konfirmandenunterricht, wurden diese Themen immer wieder aufgegriffen und man wurde dazu angeleitet, ausführlich in der Bibel zu lesen, den Geboten zu folgen , zu beten und so weiter.
Es tut sicherlich gut, an jemandem zu glauben, bei dem man Schutz suchen und um Hilfe bitten kann, oder an dem man sich wenden kann, wenn einen die Trauer auffrißt. Und sicherlich spricht man gerade dann auch sehr oft den Namen Gott aus.
Mir fällt es aber extrem schwer, der Schöpfungsgeschichte und allem was dazu gehört, Glauben zu schenken.
Also, das eine Person allein dafür gesorgt haben soll, das die Erde existiert. Das diese einzelne Person alle Lebewesen und Pflanzen erschaffen hat und aus einer Handvoll Erde und einer abgebrochenen Rippe die Menschen geformt haben soll...das klingt für mich eher nach einem phantastischen Märchen, das - je mehr man es liest oder davon erzählt bekommt - sich irgendwann in den Hirnen der Menschen festbrennt und es dadurch glaubhaft erscheinen läßt .
Ich glaube an das, was wissenschaftlich hinterlegt und bewiesen ist, an das, was die Geologen, Archäologen und sonstige Forscher bisher festgestellt haben, denn das ist für mich greif-, sicht - und spürbar und vor allem anderen nachvollziehbar.
Gerade die unterschiedlichen Religionen und Meinungen der Kirchen zu Gott haben schon immer dazu geführt, das es Hass und Kriege unter den Menschen gibt, die zu viel Leid, Schmerz und Trauer geführt haben.
In keiner anderen Institution - außer vielleicht der Regierung - wird soviel gelogen- und gegen die Zehn Gebote gelebt - , wie gerade in der Kirche.
Wenn es also wirklich einen Gott geben sollte, so hat er - meiner Meinung nach - seine Aufgabe nicht zur Zufriedenheit der Allgemeinheit geleistet.
Klar ist also, das ich selbst nicht an Gott glaube, wohl aber an eine andere Macht, die uns lenkt...
Aber ich respektiere jeden der glaubt und würde auch niemals jemanden wegen seines Glaubens an Gott diskriminieren.
Dennoch erzähle auch ich meinen Kindern Geschichten , in denen Gott eine große Rolle spielt, erkläre ihnen bestimmte Ereignisse , in denen der Himmel, Engel und ähnliches eine Rolle spielen und ich leite sie auch zum beten an...die eigene Wirklichkeit und den eigenen Glauben daran entwickeln sie irgendwann eh für sich selbst.
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9. Glaubst Du, dass mit dem Tod alles vorbei sein wird oder glaubst Du, dass danach noch etwas kommt ?
Nun, das ist eine Frage, die man nicht so einfach beantworten kann, denn der Tod kann ja durchaus auch Leben spenden, sofern sich der Verstorbene im Vorfeld dazu bereit erklärt hat, seine Organe zu spenden.
Außerdem fände ich es interesant zu wissen, ob unser Gehirn der alleinige Träger und Motor all unserer intellektuellen , geistigen und emotionalen Fähigkeiten ist.
Was wäre, wenn ein Teil dieser Fähigkeiten oder Erinnerungen auch in den anderen Organen verankert ist ?!
Was würde dann derjenige Sehen, der durch eine Transpantation durch meine Hornhäute sieht, oder was würde derjenige emotional spüren, in dessen Brust ein Teil meines Herzens schlagen würde ?
Und , wenn alle meine Organe verwendet werden könnten bzw. würden, wäre es dann nicht falsch zu sagen, das mit meinem Tod alles weitere vorbei ist ?Nun, ich denke eher, das für die Angehörigen eines Verstorbenen alles vorbei ist, sie sich also nur noch mit den gemeinsamen Erinnerungen befassen und um den etwaigen Verlust trauern können.
Für einen selbst ist mit dem Tod aber sicherlich noch nicht alles vorbei, auch dann nicht, wenn er kein Organspender ist.
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10. Hast Du schon einmal Todesträume gehabt ?
Todesträume direkt nicht, aber doch sehr viele Alpträume, die dafür gesorgt haben, das die Nacht für mich beendet war.
Man sagt ja immer, das man in seinen Träumen bestimmte Ereignisse des Tages verarbeitet , egal, ob es sich dabei nun um selbt erlebtes , in der Zeitung gelesenes oder im Fernsehen gesehenes handelt.
Gerade nach Horrorfilmen - die für mein Hasenherz nicht geeignet waren - sind solche Träume bei mir besonders heftig,und ich wache dann schweißgebadet auf und mein Mann liegt dann grinsend neben mir und lacht sich darüber kaputt., bevor er mich dann tröstend in die Arme schließt.Es gibt aber auch so einige emotionale Begebengheiten aus meiner Kindheit, die ich noch heute in solchen Träumen aufarbeite und dann ist mir im Anschluß nicht zum lachen.
Am besten ist es also, wenn man sich vor dem einschlafen fröhliche Bilder vor das innere Augen holt, dann haben solche Todes - oder Alpträume erst gar keine Chance...
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1 1. Was hälst Du von den Aussagen der Menschen, die ins Leben zurückgeholt wurden und erzählen, was sie erlebt haben ? Glaubst Du, dass der Tod so sein könnte ?
An solchen Aussagen ist sehr viel wahres dran...
Meine Mutter war dabei, als meine Oma im Krankenhaus starb. Immer wieder hörte ihr krankes Herz auf zu schlagen und immer wieder versuchten die Ärzte, sie ins Leben zurückzuholen, ganze sieben Mal.
In dem letzten klaren Moment den sie noch hatte, sagte sie zu meiner Mutter : Laß mich gehen, es ist alles gut, Papa wartet auf mich, er sieht gut aus und trägt seinen Anzug.
Sie starb kurz darauf mit einem Lächeln auf ihrem grauen und eingefallenem Gesicht.
Mich hat damals dieser Satz sehr getröstet und auch ein wenig Angst vor dem Tod genommen.
Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit habe ich öfters solche oder sehr ähnliche Äußerungen von Patienten gehört, die nach mehrmaligen Wiederbelebungsversuchen irgendwann wieder aus dem Koma erwacht sind, und sich daran erinnern konnten.
Sicherlich, man glaubt nicht wirklich daran und spricht den Patienten dann doch Mut zu, damit sie ihre Erinnerungen an dieses schreckliche Erlebniss besser verarbeiten können, aber ich habe das an meinem eigenen Körper erlebt und seitdem hat sich meine Einstellung zum Thema Tod und ob es danach noch etwas gibt, sehr stark geändert.
Ich erlitt aufgrund eines Anaphylaktischen Schocks (
heftige allergische Reaktion auf ein Medikament ) einen Kreislaufzusammenbruch und kam erst einige Tage später auf der Intensivstation wieder zu mir.
Was in dieser Zeit genau mit mir passiert ist, erzählte mir keiner. Jede Nacht plagten mich Alpträume, in denen ich immer wieder die gleiche Situation wie einen Film vor mir sah.
...Ich lag in einem Krankenbett, mehrere Ärzte und Schwestern standen um mich herum und waren fieberhaft bemüht, mich medizinisch zu versorgen. Drei mal hörte mein Herz auf zu schlagen, immer wieder wurde versucht, in meine kollabierten Venen Infusionsnadeln zu stecken. Ich sah auch meine Eltern, die mit Entsetzen auf den Gesichtern zuschauten, und immer wieder zusammen zuckten, wenn der Defibrilator seine klackenden Geräusche von sich gab.
Ich wollte etwas sagen, konnte dies aber nicht, es war keine Stimme zu hören, obwohl ich sprach. Also stand ich neben dem Bett und schaute weiter zu, ich hatte keine Angst, war nur schrecklich müde und dann ...
endete der Traum immer wieder an der selben Stelle und ich wachte schweißgebadet auf.
Eine Freundinn von mir, die in dem Krankenhaus arbeitete, besorgte sich meine Krankenakte - wegen des Reha-Antrages für mich - und gab sie mir.
In ihr konnte ich dann lesen, das man mich dreimal wiederbelebt hatte, weil das Herz immer wieder stehen blieb. Auch hatte ich ein komplettes Nierenversagen., welches sehr bedrohlich für mich war.
Natürlich war ich erschüttert über das, was ich hier las, aber es erklärte meine Alpträume und machte mir auch bewußt, das es keine waren, sondern Erinnerungen an etwas, was ich am eigenen Körper erlebt und erfahren hatte.
Dies hat mich sehr nachdenklich gestimmt und auch meine heutige Einstellung zu diesem Thema erheblich geändert.
In gewisser Hinsicht hat es mir die Angst vor dem Tod genommen, denn ich glaube, das es wirklich etwas gibt, was danach kommt bzw. auf uns wartet.
Nur die Angst vor einem schmetrzlichen und qualvollen Tod, die ist geblieben.
Eine Freundinn hat mir mal gesagt, man kommt sooft auf die Welt zurück, bis man all seine irdischen Aufgaben erledigt hat.
Meine Aufgaben hier sind demnach noch nicht alle erledigt...
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=12. Möchtest Du gerne wissen, wann Du stirbst ?
=
Nein, nein und nochmals nein, denn es würde mich verrückt machen, mir Angst einflößen, mich rastlos machen mit einem schrecklichen Gefühl, nicht alles gesehen und erlebt zu haben.
Andererseits mag es sinnvoll erscheinen, denn man würde die restliche Zeit sicherlich bewußter mit den Dingen füllen, die man gerne tut und man würde natürlich auch alles weitere planen, damit es für die Angehörigen, die man ja zurückläßt, nicht so schwer wird.Dennoch, für mich wäre es ein grauenvoller Gedanke...
Meine Schwägerin erkrankte an Lungenkrebs, die Ärzte gaben ihr keine Hoffnung mehr und sagten, sie hätte noch maximal drei Monate zu leben. Die Angst hat sie fast verrückt gemacht, planlos machte sie sich an die Erledigung bestimmter Dinge, immer wieder mit einem Angsterfüllten Blick auf den Kalender.
Dann waren die drei Monate rum, Tag um Tag wartete sie - fast wie gelähmt vor Angst - auf den Moment X und als dieser auch nach vier weiteren Monaten nicht eintraff, gewann sie wieder etwas an Lebensfreude, bekam Spaß an sozialen Veranstaltungen und Treffen mit der Familie.
Vor zwei Monaten haben wir sie dann beerdigt, fast eineinhalb Jahre nach der durch die Ärzte festgesetzten Zeit und die Beerdigung war das reinste Chaos, trotz vorheriger Planung.
Sicherlich, als Angehöriger hat man vielleicht mehr Zeit, sich von demjenigen zu verabschieden, wenn man weiß, wann es soweit sein soll, dennoch, auch dann ist der Abschied genauso schmerzvoll, nur das Empfinden der Trauer ist dann vielleicht etwas anders.
Für manche Betroffenen mag es gut sein, den Zeitpunkt des Todes zu wissen, um selbst planen und in Ruhe von seinen Lieben Abschied nehmen zu können, für manche Angehörige mag es gut sein, um eben die letzte gemeinsame Zeit nocheinmal intensiv genießen zu können.
Für mich wäre es aber ein Angsteinflößender Termin, der immer bedrohlich im Raum stehen und meine letzten Aktivitäten erheblich einschränken würde.
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Ja, das waren sie also, meine nachdenklich stimmenden Antworten und Erfahrungen zu und mit diesem Thema. Und wer von Euch bis zum Ende mitgelesen hat, der bekam hiermit einen tiefen Einblick in mein Innerstes.
Ich finde es aber auch wichtig, sich mit diesem unausweichlichem Thema zu beschäftigen, denn es macht uns sensibler für das Leben , für das gemeinsame Miteinander und es sorgt dafür, das man mit seinem und dem Leben anderer sorgfältiger umgeht.
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein weiteres positives , bedachtes und aufmerksames durchs Leben gehen und bedanke mich im voraus für das Interesse an diesem Erfahrungsbericht.
Bis zum nächsten Bericht auf meiner Seite sage ich Tschau bei Ciao,
Eure Andrea5464
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