Das alljährliche Treffen der Martellos endet unerwartet, als eine Leiche auf dem Landsitz entdeckt wird. Plötzlich bricht die heile Welt der Familie in sich zusammen, denn bei der... mehr
Erfahrungsbericht von Carmelita2905 über Der Glaspavillon - Roman / Nicci French 23.07.2002
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert
durchschnittlich
Spannung
ziemlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
sehr ergreifend
Pro:
leichtverständlich, relativ spannend, einfühlsam erzählt, günstig
Kontra:
Spannung flaut zwischendurch ab
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
„Ich schließe die Augen. In meinem Kopf ist alles noch da. Der morgendliche Dunst, der sich den Konturen des Bodens anschmiegt. Die beißende Kälte, die mir in der Nase schmerzt. Ich muß alle Kraft aufbieten, wenn ich mir ins Gedächtnis zurückrufen will, was sich an jenem Tag, an dem wir die Knochen – ihre Knochen – entdeckten, sonst noch zugetragen hatte. ...“
So beginnt der erste Roman von Nicci French. Die Ich-Erzählerin ist die erfolgreiche Architektin Jane Martello. Als Abschiedsgeschenk an ihren Schwiegerpapa Alan Martello, ihrem zukünftigen Exmann Claud Martello und der Restfamilie plante sie ein Glaspavillon, der nicht gerade auf das typisch-englische Gut der angesehenen Familie.
Man merkt schnell, daß die bevorstehende Scheidung für Jane, obwohl es von ihr aus ging, schwer zu verarbeiten ist. Sie hat Angst, daß ihre Familie und die Martellos im Streit auseinandergehen könnten und sie am Bruch Schuld sein könnte. Fast unvorstellbar ein Zerwürfnis, da Janes Vater und Alan soweit sich die Familien erinnern Freunde sind. Die ganze Familie lebt von dieser Freundschaft und dem Zusammenhalt.
Jane möchte, wie jeder Architekt es gerne möchte, den ersten Spatenstich tun. Sie genießt diesen Moment in vollen Zügen und schaut den Aushebungsarbeiten noch eine Weile zu. Geht dann aber ins Haus, wo das alljährliche Familietreffen stattfindet. Janes und Clauds Eltern, Geschwister, deren Partner und Kinder versammeln sich auf dem Landsitz zur Pilzsuche, das immer zu einer großen Familiefeier wird.
Doch diesmal kommt es nicht dazu. Nicht, daß die Scheidung die Festlichkeiten stört, die alten Martellos lieben Jane, wie ihre eigene Tochter. Kein Wunder, denn diese verschwand im zarten Alter von 16 Jahren spurlos. Sie – Natalie Martello - verkörperte Schönheit, Gewandtheit und war der Stolz der Familie. Der Einschnitt vor 25 Jahren hat die Familie schwer getroffen, aber auch zusammengefügt.
Als die Knochen gefunden werden, ist für alles klar, daß es nur die von Natalie sein können.
Damals war Jane nicht die Schwägerin von Natalie, sie fühlte sich mehr zu Theo, Clauds Bruder, hingezogen und war die beste Freundin – fast sogar Schwester von Natalie. Jane hat immer unter dem Verlust gelitten und kam nie richtig darüber hinweg.
Der Schock sitzt so tief, daß es Jane jetzt zum Psychogen Alex Dermot-Brown führt. Der versucht Jane zu helfen. Jane war damals ganz in der Nähe, wo Natalie zum letzten Mal gesehen wurde. Vielleicht hat Jane was gesehen? Sie zermartert sich mehr und mehr den Kopf. Durch Alex’ Hypnose und Zuspruch begibt Jane sich in die Vergangenheit, die sie allzu sehr verdrängt hat und entdeckt Entsetzlichen.
Mein Eindruck:
Da das Buch aus Sicht einer Frau geschrieben wurde, konnte ich mich sehr schnell in die Lage von Jane, der Hauptdarstellerin, reinversetzen. Sie kam damals nicht über den Verlust der besten Freundin hinweg. Niemals ließ sie eine Person wieder an sich ran. Wahrscheinlich aus Angst wieder verletzt zu werden und einen Verlust erleiden zu müssen.
Jane zweifelt aber an der Freundschaft. Kannte sie die beste Freundin wirklich? Natalie war schwanger als sie starb und sie wusste nicht von wem – als beste Freundin...
Anfangs konnte ich nicht glauben, daß der Psychologe was bewegen könnte. Man ist ja eher den Seelenklempnern negativ und abweisend gegenüber eingestellt. Alex ist aber nicht der typische Psychiater mit roter Couch. Er ist eher der Arzt, dem die Frauen vertrauen... Er ist ein warmherziger Sonnyboy, so richtig zum Verlieben. Auch Jane geht es ähnlich, sie entwickelt schnell Vertrauen.
So öffnet sie sich mehr und mehr. Und wie Ihr am Titel unschwer erkennen könnt, weiß Jane was. Es ist tief in ihr verborgen, aber durch das Vertrauen zu Alex befördert er es zunehmend ans Tageslicht und das Bild vor Janes Augen wird klarer. Damit auch das Gesicht...
Leider ist das Buch nicht von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Dies kann man auch nicht immer erwarten. Die Spannung wird aber auch nicht aufgebaut und schwächt in der Mitte sehr stark ab. Der Anfang war schnell zu lesen und das Buch fesselte mich.
Anfangs Probleme bei der riesengroßen Familie hatte. Wer hatte was mit wem und wessen Bruder was das noch mal?! Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich auch daran. Seite 17 letzter Absatz ist da ganz hilfreich. Hier sind die Namen der Kinder noch mal mit dem dazugehörenden Vater abgetippt. So als kleiner Tipp!
Autorin
Die Autorin Nicci French ist von Beruf Journalistin. Da sie in London lebt, bringt sie die typische Londoner Adelsschicht irgendwie in den Roman. Man fühlt sich wie in einer Kulisse zu einem Miss-Maple-Krimi ohne eben Miss Maple. Obwohl nicht geschrieben ist, wann die Geschichte spielen soll, habe ich gleich den Eindruck wie in einem Schwarzweiß-Film gehabt: leicht historisch! Heute kann man sich solche Familientreffen kaum noch vorstellen. Vielleicht ist dieser historische Touch auch Wunsch der Autorin.
Der Glaspavillon ist ihr erstes Werk und auch das erste, was ich von ihr gelesen habe. Man sagt Nicci French nach, daß sie in die Fußstapfen von Minette Walters tritt. Dies ist aber meiner Meinung nach bei ihrem ersten Werk nicht so gelungen. Sie muß wohl noch am Anfang des Weges sein.
Fazit:
Das Buch ist recht spannend, wenn auch nicht durchgehend und ist recht verständlich geschrieben. Es zeigt die gehobene Schicht Englands in all ihren Klischees und mit ihren Problemen. Außerdem lernt man, daß Psychologen doch etwas drauf haben und widerlegt die Vorurteile. Alles in allem ein recht gutes Buch, aber vom Hocker riß es mich nicht.
Allgemeines:
Verlag: Goldmann
Preis der Taschenbuchausgabe: 8 € ISBN-Nr.: 3-442-44798-4 Seitenzahl: 382
Pro: leicht lesbar, teilweise spannend Kontra: zu viele Personen, oft abschweifend
Neulich habe ich mal wieder meinen vierteljährlichen Club-Einkauf getätigt und dabei dieses Buch entdeckt, welches mich schon allein deshalb interessierte, weil die Autorin mit Minette Walters verglichen wurde...
=
Die Story
=
Jane Marte ...
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Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
13.03.2003
(16.05.2003)
Erinnerungen Bewertung für Der Glaspavillon - Roman / Nicci Frenchvon
butterfly76
Pro: spannendes, überraschendes Ende Kontra: zieht sich, flache Handlung
...Jane Martello ist Architektin. Sie hat sich von ihrem Mann Claud scheiden lassen, ohne dass sie genau sagen kann warum. Sie beschreibt ihre Ehe wie eine Sandburg, die sich im Laufe der Jahre abgetragen hat und jetzt ist nichts mehr davon übrig. Ihr Mann l ...
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Pro: Liest sich sehr flüssig Kontra: Ende kommt zu abrupt
Der Glaspavillon ist ein Buch der leichten Unterhaltung. Ich werde gleich noch näher auf die Story und den Erzählstil der Schriftstellerin Nicci French eingehen, doch meiner Meinung nach hinkt der Vergleich mit Minette Walters. Weshalb, dazu komme ich gle ...
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Pro: Spannung, psychologische Dichte Kontra: nicht völlig überzeugend
Der Glaspavillon Nicci French (1997 Memory Game) ::::::::Vorbemerkungen:::::::::: Den Bericht zu diesem Buch entwarf ich vor einigen Tagen, denn nach der Terror-Katastrophe in New York wäre ich dazu momentan nicht in der Lage gewesen. Da mir m ...
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Ich liebe psychologische Thriller über alles. Ständig durchforste ich On- und Offline Buchhandlungen nach neuem, angenehme Lesestunden versprechenden Schmökerstoff. Das Buch „Der Glaspavillon“ von Nicci French verfolgte mich schon Wochen v ...
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Pro: - Kontra: langweilig, wenig spannend, schlechter Schreibstil
...NICCI FRENCH - "EIN SICHERES HAUS" / "DER GLASPAVILLION"
Zwei Romane in einem Band
DAS BUCH
Titel: "Ein sicheres Haus" / 1998 (Original: "A Safe House" / 1998); "Der Glaspavillion" / 1997 (Original: "Memory Games" / 1997) - dieser Doppelband ist eine einmalige Sonderausgabe / erschienen im Juni 2008
Autor: hinter "Nicci French" verbirgt sich ein Autorenduo - Nicci Gerrad und Sean French
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: "Ein sicheres Haus": 348; "Der Glaspavillion": 381
Verlag: Goldmann / Original: Michael Joseph / London bzw. William Heinemann / London
Übersetzung aus dem Englischen: "Ein sicheres Haus": Elke von Scheidt; "Der Glaspavillon": Petra Hrabak, Barbara Reitz und Christine Strüh
ISBN-Nr: 978-3-442-13429-8
Preis: 7,00 Euro
DIE AUTOREN
"Nicci French" ist...
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...Nachdem der Prüfungsstress erst einmal ein Ende hat, kam ich mal wieder dazu ein paar Bücher zu lesen. Eins davon ist das Werk von Nicci French: „Ein sicheres Haus“.
*Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde*
Da ich bereits ein anderes Werk von der Autorin gelesen habe („Der Glaspavillon“) und es mir gefiel, interessierte ich mich nun auch für dieses Buch. Das Umschlagmotiv passte in die Jahreszeit: Die Zeichnung zeigt ein Haus in einem herbstlichen Wald. Irgendwie gruselig und doch wirkt es auch freundlich...
Der Preis ist auch wichtig für mich. Ich kaufe es letzten Herbst für 16,90DM. Welch Wunder: bei www.amazon.de gibt es das Buch für 8,45€. Mal etwas, was nicht teurer wurde!!!
Der Klappentext sagt kaum was aus, aber er sprach mich irgendwie an. Ich mag es nicht, wenn die ganze Handlung darauf...
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Pro: in Maßen spannend, gute Geschichte, Detail der Gedächtnisübungen sind interessant Kontra: in Maßen spannend, offenes Ende
...Voriges Jahr las ich nach einer Empfehlung hier auf der Plattform mein erstes Buch von Nicci French und war begeistert. Deshalb schien es mir nur natürlich, nach einer kleinen Pause wieder mal ein anderes von ihr zu probieren, zumal der Umschlagtext vielversprechend klang.
Und damit will ich natürlich noch einen Beitrag zum Bücherfrühling leisten, bevor er zu Ende geht.
** Inhalt **
Dr. Samantha Laschen ist Fachärztin für posttraumatische Medizin. Nach dem tragischen Selbstmord ihres Mannes will die Witwe nicht mehr in der Stadt bleiben und zieht mir ihrer 5jährigen Tochter Elsie in ein einsam stehendes Haus auf dem Lande, das Elm House in Essex. Das hat sie allerdings nicht mit ihrem Freund Danny abgesprochen, der darüber recht sauer ist.
Sam will hier zur Ruhe finden und an ihrem Buch über Traumata als Krankheitsbild (sie ist...
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