Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
absolut toll umgesetzt; tolle Musik, großartige Sprecherleistung (besonders von Matthias Haase und Manfred Steffen); viel Liebe zum Detail |
| Kontra: |
Manche Sprecher klingen etwas zu alt |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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„Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.
Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.“
Diese Zeilen haben wahrlich Weltberühmtheit erlangt; sie stammen aus dem wunderbaren Werk „Der Herr der Ringe“ des Engländers John Ronald Reul Tolkien (1892-1973). – Ja, liebe Ciao-Freunde, der HerzogvonBerg gesteht: Er ist im Herr-der-Ringe-Fieber. Das mag zum einen an den tollen ersten beiden Teilen des Films liegen, zum anderen ist es aber die „Schuld“ meiner lieben Freundin Ari_one, die es geschafft hat, mich nach längerer Pause wieder voll mit dem Ringe-Fieber anzustecken!! Ich sage nur: 5 Stunden...; nicht wahr, Ari?? :-)
Wie dem auch sei. Dies war der Grund, mir neben den Filmen von Peter Jackson und dem Roman auch das wirklich erstklassige HÖRSPIEL zum Herrn der Ringe mal wieder zu Gemüte zu führen. Über dieses Hörspiel möchte ich Euch heute berichten. Ich hoffe, der Bericht wird Euch gefallen.
I. Kurzinfo zum Roman
Ich möchte zunächst darauf hinweisen, dass es hierbei wirklich nur um eine Kurzinformation handeln kann, denn im Ganzen ist „Der Herr der Ringe“ ein äußerst vielschichtiges und tiefgehendes Werk, das sich nicht so leicht KURZ zusammenfassen lässt; im Folgenden werde ich es dennoch versuchen.
Fast jeder kennt die Geschichte. Viele sind mit ihr aufgewachsen. Der Hobbit Frodo bekommt den Auftrag, den Großen Ring des Dunklen Herrschers Sauron zu vernichten, der Unheil nach Mittelerde bringt. Zusammen mit seinen Freunden Sam, Merry, Pippin (später kommen noch der Waldläufer Aragorn, der Elbe Legolas, der Zwerg Gimli und der Mensch Boromir hinzu, nicht zu vergessen sei natürlich der große Zauberer Gandalf!) macht sich Frodo auf den beschwerlichen Weg zum Schicksalsberg, um den Großen Ring in den Schlund zu werfen. Unterwegs müssen schwierige Abenteuer bestanden werden; so schickt Sauron seine Schwarzen Reiter aus, erst auf Pferden, dann auf vogelähnlichen Wesen, um die Gemeindschaft aufzuhalten; zudem macht ihnen das undefinierbare Wesen Gollum das Leben schwer, selbst Gandalfs Ordensbruder Saruman wird zum Verräter.
Schlussendlich schaffen es Frodo und Sam unter großen Entbehrungen, den Ring zu vernichten. Sie können in ihre Heimat, das schöne Auenland, zurückkehren und müssen dann dort für Ordnung sorgen, denn Saruman sorgt dort für Unruhe.
II. Zum Hörspiel
Premiere hatte das 30teilige Hörspiel um die Geschichte des Herrn der Ringe Ende 1992 auf dem Sender EINS Live, der damals noch WDR 1 hieß. Mit der Produktion hatte das Team um den Regisseur Bernd Lau im September 1991. 1200 Romanseiten wurden auf 700 Hörspielseiten umgearbeitet; rund 60 Hauptrollen mussten besetzt, vier Stunden Musik mussten komponiert werden. Jede der 30 Folgen hat 25 Minuten Länge. In drei verschiedenen Studios des SWR und WDR wurde zeitgleich produziert – das heißt: Text gesprochen, Musik eingespielt und am Ende alles abgemischt und bearbeitet. Die Besetzung der Hauptrollen sieht folgendermaßen aus:
Erzähler: Ernst Schröder
Frodo Beutlin: Matthias Haase
Bilbo Beutlin: Klaus Herm
Gandalf: Manfred Steffen
Aragorn: Hanspeter Hallwachs
Sam: Edgar Hoppe
Pippin: Rufus Beck
Merry: Tobias Lelle
Gollum: Dietmar Mues
Legolas: Matthias Ponnier
Gimli: Walter Renneisen
Maggot: Günther Kasch
Galadriel: Gustl Halenke
Boromir: Christian Redl
Eomer: Rainer Schmitt
Denethor: Heinz Schimmelpfennig
Theoden Walter Rundshagen
Baumbart: Friedrich Schütter
Eowyn/Goldbeere: Donata Höffer
u.v.a.
Hörspielbearbeitung: Peter Steinbach
Regie: Bernd Lau
Musik: Peter Zwetkoff
III. Mein Eindruck
Oh, wo soll ich da anfangen? Generell gesehen ist die Hörspielproduktion überdurchschnittlich gut gelungen. Wenn man einmal mit dem Hören angefangen hat, kann man nur schwer wieder damit aufhören; jedenfalls ergeht es mir immer wieder so. Das Team um Bernd Lau hat sich verblüffend nah am Roman orientiert – von den ein oder anderen Abweichungen in den Dialogen einmal abgesehen, die jedoch nicht allzu arg ins Gewicht fallen. Die Kürzungen am Original wurden so behutsam vorgenommen, dass der Sinn des Ganzen nicht verloren geht, was ich ganz besonders wichtig finde.
Ganz besonders hervorheben muss ich jedoch ganz besonders die Sprecherleistung von Manfred Steffen und Matthias Haase. Beide hauchen mit viel Liebe, Freude und Überzeugung ihren Figuren Gandalf und Frodo Leben ein; man könnte fast denken, sie SEIEN WIRKLICH Gandalf und Frodo. Man muss sich vorstellen: Manfred Steffen war zu dem Zeitpunkt der Produktion 1991/92 bereits 75 Jahre alt, und seine Stimme passt wie die Faust aufs Auge. Und Matthias Haase? Er bringt vor allem den leidenden Frodo auf dem Schicksalsweg nach Mordor SEHR überzeugend rüber – man leidet mit ihm mit, man möchte ihm zu gern seine schreckliche Last abnehmen. Absolut klasse, Herr Haase! Überragend ist im Übrigen auch Dietmar Mues als Gollum. Er bringt ihn erschreckend echt rüber. Gollums Murmeln und Glucksen, seine verzweifelte Bösartigkeit, seine innere Zerrissenheit zwischen dem Wesen Gollum und dem Hobbitähnlichen Wesen Sméagol kommen frapant zum Ausdruck!!
Das kann man eigentlich auch zu Hanspeter Hallwachs als Aragorn und Edgar Hoppe als Sam sagen, muss es aber leider leicht modifizieren, denn obwohl sie ihre Arbeit sehr gut und überzeugend machen, haben sie einen Fehler, für den sie aber nichts können: Ihre Stimmen klingen für ihre Charakter einfach etwas zu ALT. Sam im Roman ist jünger als Frodo im Roman – im Hörspiel ist es umgekehrt. Sam klingt älter als Frodo, und das stört leicht.
Ich habe natürlich einige Lieblinge unter den 30 Folgen; besonders gut gefällt mir die Folge „In die Tiefen der Welt“, in der die Gefährten Moria betreten und schließlich entsetzt mit ansehen müssen, wie der tapfere Gandalf beim Kampf mit dem Balrog in den Abgrund stürzt. Jedes Mal höre ich voller Spannung zu, und Ernst Schröder gerät beim Erzählen völlig außer Atem... Zu nennen sei auch die vorletzte Folge „Am Schicksalsberg“. Dietmar Mues als Gollum rastet völlig aus und bemächtigt sich von Frodo des Rings – doch für Gollum ist es zu spät: Er stürzt in den Schlund, und der Ring ist vernichtet. Dies seien nur zwei Beispiele für hervorragende Folgen und Produktion.
Zu der gelungenen Gesamtproduktion trägt auch die Musik des Komponisten Peter Zwetkoff (immerhin ein Schüler des großen Carl Orff!!) ihren gewichtigen Teil bei, denn sie passt PERFEKT zu der jeweiligen Situation: drohendes Brummen der Streicher beim Auftauchen der Schwarzen Reiter, lustig-gemütliche Musik, wenn zu Beginn über die Hobbits berichtet wird. Von Beginn bis zum Schluss ist die Musik gut konzipiert und toll umgesetzt.
IV. Kurzes Fazit zum Schluss
Nun, wer den Bericht aufmerksam gelesen hat, der kann sich leicht denken, dass dieses großartige Hörspiel meine volle Empfehlung und damit fünf Sterne verdient. Die dreizehn Stunden „Herr der Ringe“ sind ein großartiges und wahres Hörvergnügen. Man merkt sofort, dass das Team ein halbes Jahr mit viel Liebe zu Detail gearbeitet hat. Ein Werkstattbericht, in dem man hinter die Kulissen der Produktion blicken (bzw. hören) kann, rundet das Ganze perfekt ab. Ich kann ruhigen Gewissens festhalten: Wer nicht unbedingt die Geduld aufbringt sich lesend durch drei dicke Bände zu arbeiten, der ist mit dem Hörspiel SEHR GUT bedient; es ist eine Investition, die sich wahrlich lohnt! Neben dem Hörspiel zu „Die Säulen der Erde“ ist das Hörspiel zum „Herrn der Ringe“ die beste Produktion, die ich bislang hörte.
Liebe Grüße
HerzogvonBerg
© 14. 08. 2003
| weitere Erfahrungsberichte |
Eine hervorragende Produktion!!
Bewertung für Der Herr der Ringe (Hörbuch) / John Ronald Reuel Tolkien von
outsider777
Pro: Tolle Leistung der Beteiligten, nette Gestaltung, alles nahezu perfekt.
Kontra: Zwei Szenen langweilig, eine schlecht abgemischt. Sonst nichts.
...Endlich kann ich einen Bericht hier einstellen, der mir schon lange am Herzen liegt. :-) Bis die Spielfilm-Trilogie kam, kannte ich den "Herrn der Ringe" inhaltlich überhaupt nicht. Mir war klar, dass es eine Fantasy-Geschichte von J.R.R.Tolkien ist ...
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sehr hilfreich
10.11.2005
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"Herr der Ringe" kann man auch hören ...
Bewertung für Der Herr der Ringe (Hörbuch) / John Ronald Reuel Tolkien von
mr.matze
Pro: Gut, spannend, tolle Sprecher, rundum gelungene Umsetzung der Romanvorlage
Kontra: Abstriche bei einigen Sprechsequenzen, relativ hoher Preis
..."In a hole in the ground there lived a hobbit." Diesen Satz soll der Literaturwissenschaftler John Ronald Reuel Tolkien auf die Rückseite einer langweiligen Examensarbeit geschrieben haben. Aus diesem ersten Satz enstand der Überlieferung nach um die Jahr ...
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sehr hilfreich
14.12.2001
(17.12.2001)
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Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn...
Bewertung für Der Herr der Ringe (Hörbuch) / John Ronald Reuel Tolkien von
Espionne
Pro: gut umgesetztes Hörspiel, größtenteils gute Sprecher
Kontra: die Befreiung des Auenlandes wurde leider weggelassen, etwas teuer
Der Herr der Ringe. Vermutlich kein Buch hat mich mehr fasziniert als dieses. Immer wieder nehme ich es aufs Neue aus dem Regal, um mich zusammen mit Frodo in ein Abenteuer zu stürzen, das seines Gleichen sucht. Allerdings muss ich gestehen, dass auf das ...
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sehr hilfreich
18.07.2001
(07.03.2002)
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Mittendrin statt nur dabei?
Bewertung für Der Herr der Ringe (Hörbuch) / John Ronald Reuel Tolkien von
Epaminondas
Pro: gute Sprecher, keine harten Brüche in der Geschichte, tolle Geräuschkulisse
Kontra: Lautstärke der Stimmen nicht immer optimal, teilweise unnötige Stimmenverzerrung, stellenweise grausame Musik
...Kommt Zeit, kommt ein Sonderangebot. Derzeit gibt’s so eines bei Amazon.de im Bereich der Audiobooks: den „Herrn der Ringe“ von J.R.R. Tolkien als Hörbuch auf nicht weniger als 10 CDs + 1 CD mit Werkstattbericht für nur noch schlappe 88,99 DM. Bei meiner ...
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sehr hilfreich
05.09.2001
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Die Ikone der Fantasyliteratur - Refernzklasse
Bewertung für Der Herr der Ringe (Hörbuch) / John Ronald Reuel Tolkien von
subersivesElement
Pro: Nähe am Original, Sprecher, Stimmung
Kontra: nix
...„Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,“ Kein anderes Werk hat dieses Genre tiefgreifender verändert und geprägt als John Ronald Reul Tolkiens 1954 erschienene Triologie „Der Herr der Ringe“. Er erschuf eine eigene Welt mit dreitausendjähriger Ges ...
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sehr hilfreich
25.03.2002
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