Wird es einen fünften Band geben ???
05.05.2012
Pro:
spannend und historisch interessant
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 HEIDIZ
Über sich:
Bücher sind dickere Briefe an Freunde (Jean Paul) Wenn viele gute Menschen nichts tun, wächst das B...
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Oliver Pötzsch hat den 4. Teil seiner Romane um das Kloster Andechs und die Kuisls geschrieben. HEIDIZ hat ihn mit Interesse, Spannung und bester Unterhaltung gelesen. Daten zum Buch: =============• Gebundene Ausgabe: 624 Seiten • Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. April 2012) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 354828115X • ISBN-13: 978-3548281155 • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,4 x 3,6 cm PREIS: 14,99 EuroGestaltung: edel mit schwarzem Leinenrücken und Leinenrückseite des Buches. Leseprobe: ======== Trotzdem hatte Coelestin beschlossen zu reden. Gleich morgen würde er dem Klosterrat melden, was er gesehen hatte, und sein Gewissen wäre endlich wieder rein. Ein mächtiger Donner rollte über das Land, und der fröstelnde Novize spürte erste kühle Regentropfen im Gesicht. Er raffte seine Kutte und beschleunigte seine Schritte. Schon bald hatte er die letzten Häuser von Erling hinter sich gelassen. Felder und Weiden breiteten sich vor ihm aus, hinter einem kleinen Waldstück, umgeben von Zäunen und Buschwerk, lag der Karpfenweiher. Als Coelestin sich umdrehte, sah er über sich auf dem Berg, überragt von dunklen Gewitterwolken, das Kloster stehen – sein Zuhause, das er vielleicht schon bald würde verlassen müssen. Er seufzte und schlurfte die letzten Meter zum Weiher wie zu seiner eigenen Hinrichtung. Mittlerweile fielen die Tropfen immer schneller vom Himmel, die Oberfläche des Teichs brodelte wie eine giftige Brühe. Coelestin sah die fetten grauen Leiber der Karpfen, die sich zu Dutzenden in dem trüben Wasser wanden. Ihre hungrigen Mäuler schnappten nach den Regentropfen, so als wären sie göttliches Manna, das vom Himmel fiel. Coelestin schüttelte sich vor Abscheu. Er hatte Karpfen noch nie leiden können. Sie waren dumme schleimige Aasfresser, deren Fleisch nach Moos und Verwesung schmeckte. Die Fische erinnerten ihn an die Ungetüme, die er von Bildern mit Jonas und dem Wal kannte. Grässliche Wesen aus der Tiefe, die alles schluckten und fraßen, was vor ihnen im Wasser zappelte.Wie heißen die drei Vorgänger vom diesjährigen Buch? Die Henkerstochter: Teil 1 der Saga Die Henkerstochter und der schwarze Mönch: Teil 2 der Saga Die Henkerstochter und der König der Bettler: Teil 3 der Saga Über den Autor Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitet seit Jahren als Filmautor für den Bayerischen Rundfunk, vor allem für die Kultsendung "quer". Er ist selbst ein Nachfahre der Kuisls, die 300 Jahre lang die berühmteste Henker-Dynastie Bayerns waren. Quelle: amazon.de Wir steigen in Erling bei Andechs am Samstag, den 12. Juni des Jahres 1666 in die Handlung ein. Wie immer geht es gleich gewaltig und bildhaft los. Eine Gruppe Pilger kämpft sich durch den Regen. Der Medicus Simon Fronwieser und seine Frau Magdalena (Sie ist die Henkerstochter) sind nach Andechs unterwegs. Es könnte alles so schön sein, aber es passiert ein Mord (ein Novize wird getötet) und dann auf einmal ist Vigilius – der Uhrmacher - verschwunden. Die beiden versuchen gemeinsam mit Magdalenas Vater, dem Henker, den Mörder zu finden, der wahnsinnig zu sein scheint. Sie haben es nicht leicht, weil alle an Hexerei glauben. Man verhaftet Johannes den Apotheker, alles spricht dafür, dass er der Täter ist. Magdalena allerdings glaubt nicht, dass Johannes es wirklich war – Johannes der Freund von ihrem Vater ….Es ist wieder der Beruf des Henkers, der hier im Fokus steht. Anmerkung: Sehr schön ist das doppelseitige historische Bild vom Kloster Andechs zu Beginn des Buches. Danach folgt die Auflistung der handelnden Personen. Nach dieser Auflistung sieht man noch einmal das Kloster Andechs mit den Erklärungen der Gebäude doppelseitig und danach einseitig eine Karte mit dem Gebiet rund um das Kloster Sehr schön ist die Aufmachung. Jedes Kapitel beginnt mit einem geschwungenen Buchstaben und die Seitenangaben sind jeweils mit einer geschwungenen Ranke versehen. Nun zu meiner Meinung zum Buch: ========================== Die drei Vorgänger hatte ich schon mit großer Spannung und bester Unterhaltung gelesen. So war mir klar, dass ich diesen vierten Band lesen muss, weil ich einfach wissen wollte, wie es weiter geht mit den Personen, die mir schon irgendwie ans Herz gewachsen waren.Auch in diesem weiteren Teil sind die Charaktere wieder sehr schön herausgearbeitet und man kann sich sehr gut mit ihnen – egal ob gut oder böse – identifizieren. Besonders die Bildhaftigkeit und das Ausschweifende, wo es für das Verständnis notwendig ist und die vielen Infos rund um den Beruf des Henkers und die Gegebenheiten der damaligen Zeit – machen das Buch für mich rundum lesenswert. Die fiktive Geschichte zeigt zwischen den Zeilen sozusagen sehr viel Historisches, was mich sehr angesprochen hat. Sicher ist es nicht leicht, wenn man schon drei Teile geschrieben hat, immer noch einen draufzusetzen, aber ich finde, das hat der Autor gut gemeistert. Er hat seine handelnden Personen wieder super in die neue Handlungsgeschichte eingebunden, sie weiter entwickelt und ihnen wieder eine spannende Handlung zu Füßen gelegt, in der sie super taktieren können. Ich finde, dass dieses Buch genau wie Band 2 und 3 wieder ein Höhepunkt ist nach dem 1. Band und das Leser, die die drei Vorgänger gern gelesen haben, auch hier wieder bestens unterhalten sein werden.Pötzsch hat einen Schreibstil, der für meine Begriffe super zum historischen Roman passt und man spürt als Leser, dass er weiß, wovon er schreibt, dass er recherchiert und nicht einfach erfindet, dass er historische Fakten einfließen lässt und diese mit der fiktiven Geschichte immer weiter spinnt. Ein Spannungsbogen ist gespannt vom Beginn bis zum Ende, immer wieder passiert etwas, immer wieder können sich die handelnden Personen gerade in letzter Minute retten und immer wieder wird man von Seite zu Seite, von Kapitel zu Kapitel getragen und nicht aufhören zu lesen. So soll es sein und so hat es der Autor auch geschafft. Und in einem perfekten Finale lässt er uns zurück – vielleicht in der Hoffnung auf einen fünften Band ??? Ich empfehle das Buch wärmstens !!!
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Der Hexer und die Henkerstochter - Oliver Pötzsch
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06.05.2012 12:45
Habe ich mal auf "vormerken" gesetzt. Ich habe zur Zeit die Ami-Thriller satt----
06.05.2012 10:55
sh
06.05.2012 00:57
5. Band muss nicht sein