der Hexer von Salem - Wie alles begann
9. Feb 2002
Pro:
spannend, unterhaltsam
Kontra:
900 lange Seiten ;o)
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
mehr
 soulangel
Über sich:
Mitglied seit:07.07.2001
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Vertrauende:49
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 110 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Okay ich gebe es ja zu: Mit der Reihenfolge hab ich’s nicht so. Zuerst habe ich den „Dagon - Zyklus“ und dann „Der Sohn des Hexers“ aus der „Hexer“ – Reihe von Hohlbein gelesen und nun muss doch auch mal den ersten Teil herhalten. Obwohl man die anderen Teil auch allein verstehen konnte, hat es mich doch schon interessiert, wie es mit dem Hexer angefangen hat. Daten: *** Autor: Wolfgang Hohlbein Titel: Der Hexer von Salem Genre: Fantasy Verlag: Bastei Lübbe Format: Taschenbuch Seitenzahl: 906 Preis: 16,00 DM ISBN 3-404-14336-1
Autor: **** Da ich mich schon im Bericht über „Der Magier-Tor ins Nichts“, den ich letzte Woche geschrieben habe, kurz zu Wolfgang Hohlbein geäußert habe, habe ich den Absatz einen so gelassen. Ich hoffe es ist nun nicht langweilig ;o): Der am 15. August 1953 geborene Wolfgang Hohlbein gehört zu den meistgelesensten Autoren Deutschlands. Seine Bücher erreichten eine Auflage von über 8 Millionen. Mit dem Schreiben fing er recht spät an, erst im Jahre 1980 veröffentlichte er seine erste Science Fiction - Story "Hamlet 2007" im Transgalaxis-Magazin. Ein Jahr später erschien sein erster Heftroman im Bastei-Verlag in der Serie "Professor Zamorra" (Band 273 Zombiefieber). Aber richtige Anerkennung erhielt er erst im Jahr 1982. Denn in diesem Jahr nahm er zusammen mit seiner Frau und oftmaligen Co-Autorin Heike Hohlbein an einem Fantasy- und Science Fiction - Wettbewerb des Wiener Ueberreuter - Verlags teil. Sie sendeten den Roman "Märchenmond" ein und gewannen vor 1000 anderen Bewerber und das auch verdient :o). Dieses Buch wurde bis jetzt über 100.000mal gelesen und bildete den Anfang einer erfolgreichen Karriere. Kurz nach diesem Wettbewerb gab er seinen Beruf als Industriekaufmann auf und arbeitete als freier Schriftsteller. Seitdem erfreut er seine Leser mit wundervollen, spannenden und unterhaltsamen Büchern von Science Fiction über Fantasy bis hin zu historischen Romanen. Inhalt **** Das neunhundert Seiten dicke Buch wurde zum Erleichtern des Lesens noch in 8 kleinere Bücher unterteilt. Da diese zwar zusammengehören, aber doch eine eigene kleine Geschichte erzählen, dachte ich mir, dass es besser ist, wenn ich zu jedem den Inhalt
ganz kurz zusammen zu fassen. Ich weiß es sieht ziemlich viel aus, aber da jedes Buch über 100 Seiten lang ist, hätte man es meines Erachtens nicht kürzer zusammenfassen können... :o) 1. Buch – Als der Meister starb ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Robert Craven, ein junger Mann, der in den Elendsvierteln New Yorks aufgewachsen ist, trifft im Jahr 1883 auf einen eigenartigen Mann, der sich ihm als Montague vorstellt. Dieser lädt ihn ein, mit ihm nach London mitzukommen. Schlimmer als das Leben auf der Straße in New York kann es nicht werden und so beschließt Robert mit zu kommen. Alles geht gut, bis das Schiff kurz vor der Schottischen Küste von einem Seeungeheuer angegriffen.
Als ihre Lage aussichtslos zu werden scheint, erzählt Montague Robert, wer er wirklich ist. Nämlich Roderick Andara – der Hexer und Vater von Robert. Er ist der einzige, der weiß um was es sich bei diesem Ungeheuer wirklich handelt, nämlich um einen der Großen Alten, der Dämonen, die lange vor der Zeit der Menschen, die Erde bewohnt hatten. Seine Kräfte als Hexer sind zwar sehr stark, reichen aber trotzdem nicht aus, um dieses Wesen zu vernichten und das Schiff zu retten. Zusammen mit dem Kapitän Bannermann und einigen wenigen Männern seiner Mannschaft reichen Andara und sein Sohn die Küste.
2. Buch – Tyrann aus der Tiefe ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Angekommen an der einsamen schottischen Küste sind die Männer aber noch lange nicht in Sicherheit. Um sich nach den anstrengenden letzten Tagen auszuruhen, wollen sie nichts mehr, als in ein gemütliches Hotel im nächsten Ort.
Doch dass dort etwas nicht stimmt, bemerkt Robert schon als er den ersten Blick auf Goldspie warf. Nicht nur der Ort allein, sondern auch die Bewohner hatten alle etwas sehr merkwürdiges an sich und schienen nicht besonders gut auf Fremde zu sprechen sein... Aber was war wirklich mit diesem Ort? Was stimmte hier nicht? Die Antwort darauf, findet Robert schneller als ihm lieb ist. Doch zusammen mit Bannermann und Priscylla - die scheinbar die einzige aus Goldspie ist, die auf seiner Seite steht – gelingt es ihm auch dieses Dorf heil zu verlassen.
3. Buch – Die Hexe von Salem ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Auf Wunsch seines verstorbenen Vaters reiste Robert sofort weiter nach London, um sich an Howard (einen Freund Andaras) zu wenden. Dieser erklärt ihm von dem Mythos der Großen Alten und Roberts Erbe. Denn neben einem enormen Vermögen hat Andara Robert auch seine Fähigkeiten als Hexers hinterlassen. Das wäre ja noch ganz erfreulich, wenn es nicht bedeuten würde, dass er damit auch dem Fluch der Großen Alten ausgesetzt ist.
Hilfe erhielt er in dieser Zeit nicht nur von Howard und seinem Leibwächter Rowlf sondern auch von Priscylla, dem Mädchen aus der Stadt Goldspie, in die er sich unsterblich verliebt hat. Aber ist sie wirklich das unschuldige Mädchen, was sie zu sein vorgibt? Aber warum geschehen in Howards Haus erst nach ihrem Auftauchen diese geheimnisvollen Dinge? Birgt sie die dunkle Macht in sich? Diese Fragen werden sich auf unerwartete Weise in diesem 3. Buch auflösen. 4. Buch – Das Haus am Ende der Zeit ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Howard, Rowlf und Robert, die sich schon öfter bei dem Kampf gegen die Dämonen aus der Vorzeit bewiesen haben, werden durch so eine Lappalie, wie das Liegenbleiben ihrer Kutsche aufgehalten.
Und nun sind sie gezwungen mit diesem eigenartigen Mister Lennon Boldwinn mit zu seinem Haus zu kommen, da die nächste Stadt über 5 Meilen entfernt ist. Aber nicht nur er, sondern auch der Butler Carradine und eigentlich das gesamte Haus, wirkt merkwürdig. Aber es ist kein Zufall, dass gerade der Hexer Robert Craven in dieses Haus kommt. Denn es dient den großen Alten als Durchgang von ihrer Zeit in die unsere. Und nun muss Robert allein gegen einen der großen Alten kämpfen. Kann er den ungleichen Kampf gewinnen?
5. Buch – Im Schatten der Bestie ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Auf dem Schiff, das Robert und seinen Vater von New York nach London bringen sollte und das im ersten Buch untergegangen ist, befindet sich noch eine Truhe von Andara. Darin befinden sich wichtige Bücher über die großen Alten. Um diese Bücher zu bekommen sind Howard, Rowlf und Robert wieder nach Schottland gereist, dorthin wo dieses Schiff untergegangen ist. Aber sie sind nicht die einzigen, die die Truhe wollen. Auch von der gegnerischen Seite – die großen Alten selbst – wird alles versucht, um sie zu bekommen.
Aber das sind nicht die einzigen Gegner, mit denen die drei zu kämpfen haben. Die Bürger der kleinen Ortschaft in der sie sich aufhalten, sind misstrauisch geworden, denn erst seit Robert und seine zwei Freunde im Ort sind, geschehen seltsame Dinge... 6. Buch – Bücher, die der Satan schrieb ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Nur so am Rande, warum es die Unterteilung zwischen dem fünften und dem sechsten Buch gibt, weiß ich selbst nicht so genau. Denn handlungsmäßig geht es dort weiter, wo das Buch 5 aufhört.
Da immer mehr unerklärliche Dinge geschehen, die die Bürger der kleinen Ortschaft sich selbst nicht erklären können, beginnen sie über die drei eigenartigen Fremden zu reden. Es gab für sie nur eine Möglichkeit, wieder alles normal werden zu lassen: Howard, Rowlf und Robert müssen sterben. Und so bleibt für die drei nur die Chance zu fliehen. Aber die Flucht wird nicht gerade einfach. Denn nicht nur die Einwohner sind hinter ihnen her, sondern auch die großen Alten schicken ihre Helfer um den Hexer zu vernichten.
7. Buch – Der Baumdämon ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Ihre Flucht steht unter einem schlechten Stern, denn die Kutsche bleibt in denen vom Regen ausgespülten Wurzeln stecken und so müssen sie zu Fuß weiter. Hilfe erhalten sie von Mister McMudock, denn dieser kennt eine Hütte auf einer Lichtung mitten im Wald. Doch das Gefühl, dort erst mal sicher untergekommen zu sein, trügt. Denn die großen Alten haben viel mehr Macht und Möglichkeiten als Robert zuvor vermutet hat. Und so müssen sie sogar gegen ein Monster aus Holz kämpfen....
8. Buch – Tage des Wahnsinns ~~~~~~~~~~~~~~~~~ Priscylla, die von Howard in eine Klinik ( klingt doch besser als Irrenanstalt ;o)) geschickt wurde, schickt eine Nachricht an Robert und bittet ihn um Hilfe. Dieser kann ihr diese Bitte natürlich nicht abschlagen, weil er immer noch hals über kopf in sie verliebt ist und so reist er nach Lowgreen. Seine beiden Freunde Howard und Rowlf können da natürlich nicht einfach zu sehen und folgen ihm, um ihn vor einer Dummheit zu bewahren. Denn sie halten Priscylla für böse und gefährlich. Doch ist sie das wirklich? Kann Robert sie aus der Klinik herausholen? Will sie es überhaupt?
Eigene Meinung ********** Wie bestimmt schon in meinen anderen Berichten über Bücher von Hohlbein deutlich geworden ist, mag ich seinen Schreibstil sehr gern. Und auch dieses Buch hat mich nicht nur inhaltlich sondern auch wieder sprachlich überzeugt. Als erstes, schon allein durch die Ich-Perspektive wird man in die Lage des Robert Craven versetzt und kann mit ihm mitfühlen. Dadurch, dass seine eigenen Gefühle, Gedanken verdeutlicht worden sind, wirkt alles viel persönlicher und verständlicher.
Außerdem ist das Buch noch sehr ansprechend durch die ausschweifenden Beschreibungen der Umgebung (die aber im Gegensatz zu denen von Stephen King interessant sind). So kann sich der Leser das alles ziemlich bildlich vorstellen, was meiner Meinung nach, das Schönste am Lesen ist. Schon nach wenigen Seiten wird man in den Bann gezogen, denn es wird immer angedeutet, dass was passieren wird, aber nicht was und so muss man einfach weiterlesen...Spannend von Anfang an, eigentlich typisch für diesen Autor.
Eine der besten Personen in diesem Buch ist Rowlf, denn durch seinen Dialekt, wird die Story etwas aufgelockert und witziger. Schade nur, dass er nicht so oft zu Wort kommt ;o). Apropo andere Personen, das Buch wird nicht nur aus der Sicht Robert Cravens erzählt, sondern ab und zu erscheinen auch andere Personen, deren Zusammenhang erst später klar wird. Dadurch werden die 900 Seiten dieses Buches nicht zu langweilig und monoton.
Fazit *** Als Fan von Hohlbein ist die „Hexer“ – Saga ein Muss und auch für alle anderen empfehlenswert. Zwar ziemlich lang, aber trotzdem durchgehend spannend. Kurz gesagt: Auf jeden Fall lesenswert!
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01.02.2003 13:13
Unglaublich genialer, überaus gruseliger Zyklus vom Vielschreiber der Fantasy -Szene. Und nen Klasse Berichgt obendrein. greetz Smoke
12.12.2002 14:03
Toller Bericht obwohl ich die Bücher äußerlich eher ablehne, weil sie viel zu dick sind. Aber mal schauen. CU BANQUO
01.10.2002 08:26
Nochmal meine Prdigt: Ich kann so viel in meinem ganzen Leben nciht schaffen, und erst recht nicht in dieser komischen Reihenfolge, die du vorziehst;)))) LG Sjucen2