... Der Regisseur und Schauspieler konnte durch seine Filme "Heinrich V." (1989), "Viel Lärm um nichts" (1993) und "Hamlet" (1996) überzeugen, während seine Adaption des Stoffes "Verlorene Liebesmüh" (2000) allerdings als nicht besonders gelungen anzusehen ist. Daneben erwähnenswert ist sicherlich ... Bericht lesen
menschliches Fleisch, das Spielbrett eine verschwenderische Gesellschaft. Shylock ist Jude und darf Geld verleihen. Man braucht ihn, denn ständig hat einer Ebbe in der Kasse. Aber man verachtet ihn dafür. Als er auf sein Recht pocht, fällt die Maske der Gesellschaft ... Shakespeares Komödie verursacht Gänsehaut. Die Figur des Shylock, gnadenloses Opfer, wirft ihren Schatten weit über das Stück hinaus. Ein Regisseur des Stücks - Peter Zadek hat es erfahren müssen - kommt wegen Shylocks Zwiespältigkeit leicht in Verruf. Der Vorwurf: Antisemitismus. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK, und den Beiträgen zu beiden Werken aus der dritten, völlig neu bearbeiteten Auflage von Kindlers Literatur Lexikon.
derart üppig ausgestattet gesehen wie in dieser Adaption unter der Regie von Michael Radford (Il Postino). Ein junger Adliger namens Bassanio (Joseph Fiennes, Shakespeare in Love) möchte in einer dekadenten Version von Venedig zur Zeit der Renaissance der lieblichen Portia (der Schauspiel-Neuling Lynn Collins) den Hof machen, aber ihm fehlt das Geld, um zu ihrem Landsitz zu reisen. Er bittet seinen Freund, den Kaufmann Antonio (Jeremy Irons, Die Affäre der Sunny von B.) um Hilfe. Antonios Vermögen ist in Schiffshandelsgeschäften angelegt, daher bietet der Kaufmann an, das Geld von dem jüdischen Geldverleiher Shylock (Al Pacino, Hundstage) zu besorgen. Aber Shylock ist über Antonio verärgert, da dieser den Juden für gewöhnlich voller Verachtung behandelt hatte, und daher fordert er, dass - sollte die Schuld nicht in drei Monaten beglichen sein - der Preis dafür ein Pfund von Antonios Fleisch sein soll. Der Kaufmann von Venedig ist als "problematisches" Stück bekannt - die Thematik um Geldverleiher und Antisemitismus verträgt sich nur schwer mit den märchenhaften Elementen der Romanze zwischen Portia und Bassanio, und einige Wendungen der Handlung wirken ein wenig willkürlich oder sogar grausam. Die Stärke von Radfords intelligenter und leidenschaftlicher Umsetzung liegt darin, dass er und die exzellente Besetzung die gegensätzlichen Facetten des Theaterstücks mit voller emotionaler Tiefe versehen, wodurch jede Frage, die das Stück aufwirft, aktuell und unausweichlich wirkt. Irons spielt besonders überzeugend: in seiner Brust wohnen sowohl Freundlichkeit als auch blinde Vorurteile - dadurch erscheinen die Auseinandersetzungen seines Charakters ebenso lebendig wie jene innerhalb des gesamten Stücks. --Bret Fetzer
derart üppig ausgestattet gesehen wie in dieser Adaption unter der Regie von Michael Radford (Il Postino). Ein junger Adliger namens Bassanio (Joseph Fiennes, Shakespeare in Love) möchte in einer dekadenten Version von Venedig zur Zeit der Renaissance der lieblichen Portia (der Schauspiel-Neuling Lynn Collins) den Hof machen, aber ihm fehlt das Geld, um zu ihrem Landsitz zu reisen. Er bittet seinen Freund, den Kaufmann Antonio (Jeremy Irons, Die Affäre der Sunny von B.) um Hilfe. Antonios Vermögen ist in Schiffshandelsgeschäften angelegt, daher bietet der Kaufmann an, das Geld von dem jüdischen Geldverleiher Shylock (Al Pacino, Hundstage) zu besorgen. Aber Shylock ist über Antonio verärgert, da dieser den Juden für gewöhnlich voller Verachtung behandelt hatte, und daher fordert er, dass - sollte die Schuld nicht in drei Monaten beglichen sein - der Preis dafür ein Pfund von Antonios Fleisch sein soll. Der Kaufmann von Venedig ist als "problematisches" Stück bekannt - die Thematik um Geldverleiher und Antisemitismus verträgt sich nur schwer mit den märchenhaften Elementen der Romanze zwischen Portia und Bassanio, und einige Wendungen der Handlung wirken ein wenig willkürlich oder sogar grausam. Die Stärke von Radfords intelligenter und leidenschaftlicher Umsetzung liegt darin, dass er und die exzellente Besetzung die gegensätzlichen Facetten des Theaterstücks mit voller emotionaler Tiefe versehen, wodurch jede Frage, die das Stück aufwirft, aktuell und unausweichlich wirkt. Irons spielt besonders überzeugend: in seiner Brust wohnen sowohl Freundlichkeit als auch blinde Vorurteile - dadurch erscheinen die Auseinandersetzungen seines Charakters ebenso lebendig wie jene innerhalb des gesamten Stücks. --Bret Fetzer
verschuldeten Aristokraten Bassanio lässt sich Kaufmann Antonio auf einen ungewöhnlichen Handel mit dem jüdischen Geldverleiher Shylock ein. Für einen Kredit von 3.000 Dukaten bürgt Antonio, der sich baldiger Einnahmen durch ausgelaufene Handelsschiffe sicher ist, mit einem Pfund seines eigenen Fleisches. Mit diesem Geld kann Bassanio jetzt angemessen um die Hand von Portia, der reichen Erbin von Belmont, werben. Die Schönheit und ihr Verehrer lieben sich, doch der Besiegelung des Glücks steht eine Klausel von Portias verstorbenem Vater im Wege. Nur den darf Portia heiraten, der aus drei verschlossenen Schatullen die richtige wählt, die ihr Bild enthält. Wie andere Bewerber aus ganz Europa, ja sogar Afrika, tritt Bassanio an, das Rätsel zu lösen. Während er dem Glück ganz nahe kommt, verliert Antonio auf See sein Vermögen und kann seine Schulden nicht begleichen. Jetzt sieht der verbitterte Shylock seine Stunde gekommen, sich für ein Leben der Demütigungen und Diskriminierungen zu rächen ...
verschuldeten Aristokraten Bassanio lässt sich Kaufmann Antonio auf einen ungewöhnlichen Handel mit dem jüdischen Geldverleiher Shylock ein. Für einen Kredit von 3.000 Dukaten bürgt Antonio, der sich baldiger Einnahmen durch ausgelaufene Handelsschiffe sicher ist, mit einem Pfund seines eigenen Fleisches. Mit diesem Geld kann Bassanio jetzt angemessen um die Hand von Portia, der reichen Erbin von Belmont, werben. Die Schönheit und ihr Verehrer lieben sich, doch der Besiegelung des Glücks steht eine Klausel von Portias verstorbenem Vater im Wege. Nur den darf Portia heiraten, der aus drei verschlossenen Schatullen die richtige wählt, die ihr Bild enthält. Wie andere Bewerber aus ganz Europa, ja sogar Afrika, tritt Bassanio an, das Rätsel zu lösen. Während er dem Glück ganz nahe kommt, verliert Antonio auf See sein Vermögen und kann seine Schulden nicht begleichen. Jetzt sieht der verbitterte Shylock seine Stunde gekommen, sich für ein Leben der Demütigungen und Diskriminierungen zu rächen ...
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Erfahrungsbericht von Posdole über Der Kaufmann von Venedig 26.04.2005
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"Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?" (Shylock)
Für die filmische Adaption von Shakespeares Bühnenstücken gab es bislang einen "Experten": Kenneth Branagh, der derzeit an Shakespeares "Wie es euch gefällt" arbeitet, ein Film, der 2006 in die Kinos kommen soll. Der Regisseur und Schauspieler konnte durch seine Filme "Heinrich V." (1989), "Viel Lärm um nichts" (1993) und "Hamlet" (1996) überzeugen, während seine Adaption des Stoffes "Verlorene Liebesmüh" (2000) allerdings als nicht besonders gelungen anzusehen ist. Daneben erwähnenswert ist sicherlich noch Roman Polanskis großartiger Film "Macbeth" (1971). An den Stoff von "Der Kaufmann von Venedig" trauten sich bislang nur wenige Regisseure. Außer einer Stummfilmadaption von Phillips Smalley aus dem Jahr 1914 und einer weiteren von 1923 (Regie: Peter Paul Felner) wurde das Stück von Otto Schenk 1968 für das Fernsehen inszeniert.
Michael Radford, dessen Streifen "Der Postmann" 1994 viel Lob erntete, hielt sich in der 2004 produzierten Kinoversion zum einen stark an den Urtext Shakespeares, versuchte jedoch andererseits das aus heutiger Sicht "kritische" Stück einer zeitgenössischen Interpretation zugänglich zu machen. Die Diskriminierung der Juden in fast ganz Europa zu Shakespeares Zeit lässt natürlich verschiedene Deutungen des Textes zu. Stellt man Shylock als ausschließlich skrupellosen, auf seinen eigenen Vorteil bedachten Juden dar, während man die Nicht-Juden als ehrbare Bürger präsentiert? Radford "befreit" in seiner Adaption das Stück Shakespeares von dieser potentiell antisemitischen Stoßrichtung und konzentriert sich auf die Darstellung des Konflikts zwischen den venezianischen Edelleuten und den diskriminierten Juden in Gestalt von Shylock.
Venedig 16. Jahrhundert. Den Juden ist es verboten, "normalen" Beschäftigungen nachzugehen. Als Geldverleiher werden sie von den Machthabern geduldet; nur fanatische Christen greifen die Juden wegen ihrer "Wuchergeschäfte" immer wieder an. Die Juden müssen rote Kopfbedeckungen tragen und sich nachts in "ihrem" Bezirk aufhalten, der abgeschlossen wird. Dieser Bezirk heißt "Ghetto". Der Name entstammt der gleichnamigen venezianischen Insel, der wiederum auf eine Gießerei zurückgeführt wird. "Getto" bedeutet umgangssprachlich eigentlich: Guss. Am 29.3.1516 entschied die venezianische Regierung, alle Juden in diesem Teil der Stadt unterzubringen.
I N H A L T
Shakespeare erzählt die Geschichte des jüdischen Geldverleihers Shylock (Al Pacino), der von dem Kaufmann Antonio (Jeremy Irons) darum gebeten wird, ihm 3.000 Dukaten auf drei Monate zu leihen. Antonio benötigt dieses Geld nicht für sich selbst, sondern für seinen engsten Freund Bassanio (Joseph Fiennes), einen Edelmann, der jedoch kein Vermögen mehr besitzt und das Geld braucht, damit er um die schöne Portia (Lynn Collins) werben kann, die in Belmont lebt und um deren Gunst Dutzende von Freiern werben. Portia ist wählerisch und abergläubisch. Sie hat drei Truhen aufgestellt und geschworen: Nur denjenigen, der die richtige Truhe öffnet, nimmt sie zum Ehemann. Weder einem geckenhaften spanischen Adligen namens Aragon (Antonio Gil-Martinez), noch einem dunkelhäutigen Prinz von Marokko (David Harewood) gelingt es - zur Erleichterung von Portia - die richtige Truhe auszuwählen.
Shylock leiht Antonio die 3.000 Dukaten - allerdings nicht für den normalen Zinssatz für drei Monate, sondern unter folgender Bedingung: Wenn Antonio zum Fälligkeitstermin das Geld nicht (zinslos) zurückzahlen kann, hat Shylock das Recht, ihm ein Pfund Fleisch nahe des Herzens aus dem Leib zu schneiden. Shylock stellt diese Bedingung, weil er von Antonio während antijüdischer Missfallenskundgebungen der Venezianer schon mehrfach beschimpft und sogar bespuckt worden ist. Antonio lässt sich auf eine notarielle Beurkundung dieses Vertrags ein, denn er ist sich sicher, dass eines seiner vielen Handelsschiffe, die derzeit alle unterwegs sind, ihm schon bald weit mehr als 3.000 Dukaten zurückbringen werden.
Bassanio kann nun um die Gunst der schönen und reichen Portia werben. Für Shylock und Antonio allerdings laufen die Dinge nicht so, wie sie sich erhofft hatten. Denn Jessica (Zuleikha Robinson), die Tochter Shylocks, verlässt heimlich, unterstützt durch ihren christlichen Geliebten Lorenzo (Charlie Cox), den Diener Shylocks Launcelot (Mackenzie Crook) und Bassanios Freund Gratiano (Kris Marshall) ihren Vater und nimmt etliches an Geld mit. Launcelot wechselt in die Dienste von Antonio. Und Antonio auf der anderen Seite verliert sämtliche seiner Schiffe und ist am Fälligkeitsdatum zahlungsunfähig.
Shylock besteht darauf, den Vertrag einzuhalten. Es kommt zu einer Verhandlung vor dem Dogen. Nach den Rechtsbestimmungen Venedigs sieht es so aus, als ob Shylock auf seinem Recht bestehen kann. Antonios Freunde und andere versuchen verzweifelt, das Schlimmste zu verhindern ...
I N S Z E N I E R U N G
Ohne Zweifel versetzt einen der in Venedig gedrehte Film angesichts der Kostüme, der Ausstattung usw. in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurück. Visuell ist Radfords Inszenierung also gelungen.
Auch in bezug auf die Interpretation des Stoffes gelingt es Radford, einen im Stück selbst angelegten, der damaligen Zeit entsprechenden Antisemitismus weitgehend zu vermeiden. Im Gegenteil. Radford und Al Pacino präsentieren Shylock als einen zwar harten Geschäftsmann, aber eben auch als einen, der sich nicht anders verhält als christliche Kaufleute auch: Er ist auf Gewinn bedacht. In dem Moment allerdings, als einer derjenigen, die Shylock bespuckt und beschimpft haben, ihn um Geld bittet, sieht Shylock die Möglichkeit, den christlichen Bewohnern Venedigs den Spiegel ihres Verhaltens und Denkens vor Augen zu halten: Er besteht - wie alle anderen Kaufleute auch - auf Einhaltung des Vertrags. Hinter der oberflächlich gesehen ausschließlich skrupellosen Mentalität Shylocks steckt sicherlich auch ein gutes Stück Rache (zumal er Christen auch dafür verantwortlich macht, dass ihn seine Tochter klammheimlich nachts samt seinem Geld verlassen hat), aber eben vor allem, dass Shylock darauf besteht, dass er und die anderen Juden in Venedig genauso Menschen sind wie die Christen und sich außer im Glauben durch nichts voneinander unterscheiden.
In dieser Hinsicht hat Al Pacino einen wahrhaft großen Moment, als er seinen christlichen Widersachern, die um allen Preis Antonios Tod verhindern wollen, in einer engagierten Rede ihren verwerflichen Antisemitismus vorhält. Gleichzeitig gerät Bassanio angesichts der Zahlungsunfähigkeit Antonios in einen schweren Gewissenskonflikt. Denn er wollte Portia nicht gewinnen auf Kosten des Lebens seines besten Freundes.
Durch diese Interpretation des Stoffs erscheint auch die Gerichtsverhandlung, die durch eine List zum Scheitern Shylocks führt, in einem anderen Licht. Denn: Anstatt dass Shylock sein Recht durchsetzt, wird ihm gegenüber skrupellos (aufgrund einer List) verfahren: Er verliert fast sein gesamtes Vermögen und muss sich taufen lassen.
So weit so gut. Allerdings muss ich dennoch Bedenken anmelden. Radford inszenierte den Film weitgehend wie ein Bühnenstück. Der Film spielt allerdings nicht auf der Bühne, und das macht die Angelegenheit problematisch. Dramatik und Theatralik, die Zuspitzung mancher Konflikte, das "Vorführen" von Personen usw. funktioniert auf der Theaterbühne anders als auf der Kinoleinwand. Wer eine Theaterführung live erlebt und dann eine Aufzeichnung einer solchen Aufführung im Fernsehen verfolgt hat, merkt schon hier deutliche Unterschiede in der Wirkung des Gezeigten. Noch deutlicher sind die Unterschiede, wenn es sich um einen eigenständigen Film handelt, der sich fast schon streng an die Regeln des Bühnenstücks halten will. Der Film verliert hier zusehends an Dramatik und Glaubwürdigkeit des Gezeigten.
Hinzu kommt anderes. Obwohl Radfords Film über zwei Stunden lang ist, wirken manche Szenen allzu gehetzt, als ob sie schnell abgedreht werden mussten, um die Zeit einzuhalten, die zur Verfügung stand. Und obwohl Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes und vor allem auch Lynn Collins als Portia ihr bestes geben, wirken sie eben nicht wie Bühnenschauspieler, sondern wir Filmschauspieler, die sich als Bühnenschauspieler "ausgeben".
Besonders drastisch kommt dies in der Schlusssequenz zum Ausdruck, der Gerichtsverhandlung. Einiges wirkt hier wie gehetzt, anderes zu bedächtig inszeniert. Als Shylock verurteilt wird, sein Vermögen abzugeben und sich taufen zu lassen, sinkt Pacino auf den Boden. Aber gerade diese Szene wirkt kaum tragisch, nicht in der Weise, wie es auf einer Theaterbühne in Szene gesetzt werden könnte, sondern unbeholfen, mangelhaft. Überhaupt fehlt - trotz der schauspielerischen Bemühungen - eine tiefergehende Charakterdarstellung. Zudem wird sowohl der Tragik, als auch der Komik des Stücks durch diese Art der Inszenierung - eng an einem Bühnenstück - des öfteren die Spitze genommen.
Und selbst die zeitgenössische Um-Interpretation eines zweifellos Antisemitismus enthaltenen Stücks wie diesem kann Zweifel an der Richtigkeit solchen Ansinnens aufkommen lassen. Denn wenn man sich einerseits fast schon streng an das Stück halten will, sollte man dann andererseits von der Intention des Autors derart viel Abstand nehmen? Das könnte von einem "böswilligen" Betrachter als unzulässige Reinwaschung des Stoffs erscheinen. Vielleicht wäre es besser gewesen, sowohl textlich, als auch dramaturgisch in diesem Fall zu Shakespeare auf Distanz zu gehen, also eine wirklich freie Adaption des Stoffes zu liefern à la "nach Motiven aus Shakespeares ,Der Kaufmann von Venedig'". Das hätte der Inszenierung auf ehrliche Weise jede Freiheit der Interpretation bzw. der eigenen Darstellung dieser Geschichte gelassen, und die Distanz zu Shakespeare wie zur Theaterinszenierung wären klarer und verständlicher geworden.
Wertung: 6 von 10 Punkten.
Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice) USA (Italien, Luxemburg, Großbritannien) 2004, 138 Minuten Regie: Michael Radford
Drehbuch: Michael Radford, nach William Shakespeare Musik: Jocelyn Pook Director of Photography: Benoît Delhomme Montage: Lucia Zucchetti Produktionsdesign: Bruno Rubeo
Darsteller: Al Pacino (Shylock), Jeremy Irons (Antonio), Joseph Fiennes (Bassanio), Lynn Collins (Portia), Zuleikha Robinson (Jessica), Kris Marshall (Gratiano), Charlie Cox (Lorenzo), Mackenzie Crook (Launcelot Gobbo), Heather Goldenhersh (Nerissa)
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0379889
Pro: anspruchsvoll, sehr ansprechend, gelungen Kontra: nichts
...Wer kennt sie nicht, die Spitznamen und Schmähbezeichnungen für jenen Stand, der wie kaum ein mal hoch geehrt und heiß begehrt, mal tief verdammt und kalt geschmäht, durch den Alltag der Gesellschaft wandelt. Die "Winkeladvokaten", "Rechtsverdreher" und " ...
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Pro: Tolle Kostüm-Literaturverfilmung, super Darsteller. Kontra: Inszenierung, Dialoge nicht jedermanns Sache.
[Einleitung]
Mit dem Film "Der Kaufmann von Venedig" (Originaltitel: The Merchant Of Venice) erscheint von Regisseur Michael Radford (Die Letzten Tage in Kenya) eine Verfilmung eines bisher von Filmemachern eher gemiedenen Stücks von William Shakespeare. ...
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...Als großer Fan von Shakespeare war ich sehr gespannt auf die mit Schauspielgrößen Verfilmung des mir noch unbekannten "Merchant of Venice" (dt. "Der Kaufmann von Venedig"). Das einzige, was mir bekannt war, war ein kurzer Abriß der
Geschichte
Der ju ...
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Quelle: DVD, engl. Original
Cast: Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes, Lynn Collins,...
Regie: Michael Radford
Buch: William Shakespeare
Musik: Jocelyn Pook
Sprache: English
Laufzeit: 127 min
kurz zur Story:
"If it will feed nothing else ...
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...Vorwort:
Ein Film an dem jemand mit meinen Vorlieben eigentlich nicht vorbeikommt.
Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes und der erstklassige Regisseur Michael Radford (Il Postino, 1994) - ein Stück von Shakespeare - kann da noch was schiefgehen? Eigentlich nicht.
Wenn es sich nicht um das Stück Der Kaufmann von Venedig handeln würde...
Daten:
Darsteller: Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes, Lynn Collins
Zuleikha Robinson
Regisseur: Michael Radford
Komponist: Jocelyn Pook
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
Spieldauer: 126 Minuten
DVD Features:
Sind etwas knapp...
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Pro: Britischer schwarzer Humor vom Feinsten, geniales Drehbuch Kontra: nichts...
...Persönlich kenne ich so gut wie kein komplettes Stück von Shakespeare. dieser Film brachte mich jedoch dazu, bereits im Vorfeld die Kurzzusammenfassungen der "schönsten" Werke zu lesen, die dann allesamt in diesem genialen Film "abgearbeitet werden.
Herrlicher britischer Humor, ein Kritiker nach dem Anderen wird fein säuberlich nach Shakespeares Vorlage aus dem Weg geräumt. Klasse Schauspieler, erstklassige Dialoge. Herrlich, wie ein Stück (Der Kaufmann von Venedig), das in der Originalfassung ohne Mord auskommt extra umgeschrieben wird, um seinen Zweck zu erfüllen. Es wird alles so perfekt dargestellt und gezeigt, mich fesselte die Handlung.
Auch für Shakespearelaien unbedingt zu empfehlen, gerade diese Art Film bringt einen dazu, sich für den großen Schriftsteller zu interessieren, oder sogar zu begeistern....
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Pro: recht spannend, schnurrig, gemächlich, passabler Sound, gutes Bild Kontra: keine Bonusmaterial (nur Werbung), keine Untertitel
..., etwa Schwierigkeiten mit Konzepten wie Autorität und Treue. Doch Dorian hat ein weiteres Problem: So schön es auch sein mag, mit Einfallsreichtum Geld zu verdienen, so sehr schuldet er doch seiner Muse Treue und Gehorsam. Als er sie verrät, ist es aus mit ihm.
Handlung von Episode 2: Mörder in eigener Regie
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Die Theater-Truppe der Oxforder Universität führt unter der Leitung der Regisseurin Emma Golding den Shakespeare-Klassiker "Der Kaufmann von Venedig" auf. Doch die Vorpremiere endet, als man hinter den Kulissen den Darsteller des Shylock, Richard Scott, mit einem Messer in der Brust tot auffindet. (Verleihinfo)
Mein Eindruck
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"Der Kaufmann von Venedig" ist sicherlich eines der besten, aber nicht der meistgespielten Stücke des Barden von Stratford. Aber es geht...
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