Erfahrungsbericht über

Der Koran / Reclam

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Der Koran / Reclam

 

Alle Der Koran / Reclam Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Allahu akbar....(Gott ist der Größere)

5  06.12.2002

Pro:
Verständnis, Glaube, Liebe, Hoffnung, Vorurteile abbauen  - > Frieden?

Kontra:
kompliziert, zäh, ohne Vorinformation hart zu verstehen

Empfehlenswert: Ja 

supervizor1

Über sich: Wohin soll ich mich wenden, Wenn Gram und Schmerz mich drücken ? Wem künd' ich mein Entzücken, We...

Mitglied seit:19.11.2001

Erfahrungsberichte:139

Vertrauende:33

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet


Liebe Leserinnen und Leser,

es trifft sich gut, dass mein Produktvorschlag von Ciao schon angenommen wurde, da ich heute auf einer Tagung am Rande auch mit dem Islam befasst wurde und ich feststellte, dass ich die Einzige war, die sich damit auseinandergesetzt hat. Ja, ich habe ihn gelesen, den Koran. Ich habe ihn durch, nach über einem Jahr.
Hinweis an alle Muslime, die diesen Text lesen: Ich möchte auf keinen Fall religiöse Gefühle verletzen. Sollte ich etwas falsch darstellen, bitte ich um umgehende Kommentare, damit ich es richtig stellen kann.

Wie kam ich zum Koran? (Reine Informationssuchende bitte zum nächsten Kapitel scrollen)
*********************

Ich war immer ein gläubiger Mensch, allerdings nie die streng Katholische, schon aus dem Grunde nicht streng, weil ich immer Ministrantin und Priesterin werden wollte, mir das aber verwehrt blieb. Heute gibt es ja Ministrantinnen und bei den Evangelen auch Pastorinnen, aber heute ist das kein Thema mehr für mich.

Da die Bibel schon von der ersten Klasse an mein „Lieblingsmärchenbuch“ war, habe ich mich früh damit auseinandergesetzt, was Glaube für mich bedeutet. Ich war aber auch immer offen für Neues und so haben mich in der Schule am meisten die Unterrichtsthemen interessiert, die sich mit den anderen Religionen beschäftigten.
Früh schon, zog ich Vergleiche, bezog bestimmte Teile anderer Religionen in meinen Glauben mit ein.

Dann kam die Kollegstufe, Abiturfach Deutsch. Eine Lektüre, die bis heute mein Lieblingsbuch ist: „Nathan der Weise“. Wer es nicht kennen sollte, dem sei gesagt, dass es sich hierbei um ein Drama handelt, dass sich damit beschäftigt, was denn nun die wahre Religion sei. Judentum, Christentum oder der Islam.

Damals, mit 17, begann ich zum ersten Mal den Koran zu lesen. Und hab ihn in die Ecke gepfeffert, weil ich nur Bahnhof verstand und mich den Vorurteilen Vieler blind anschloss: Der Koran ist Frauenfeindlich.

Damit war das Thema für mich erledigt. Für den Islam habe ich mich weiterhin interessiert, aber vorwiegend das aufgenommen, was mir bereits vorgekaut serviert wurde.

Erste Erfahrungen mit Muslimen machte ich 1999 in Tunesien, da habe ich mich wieder etwas intensiver damit beschäftigt.

Dann kam der Urlaub in Tunesien 2001, nach dem 11. September. Die genaueren Umstände habe ich ausführlich in meinem 8teiligen Reisebericht beschrieben. Kurz gesagt, ich hatte Angst. Dschihad und Koran als Grundlage für Terror? Ich konnte es nicht glauben, kannte ich doch wundervolle Muslime. Keine Anzeichen eines Heiligen Krieges. Dennoch Angst. In Tunesien fing ich dann an zu diskutieren mit den Leuten, die ich kennenlernte. Bekam Einblick in den Glauben, verstand aber vieles nicht.

So habe ich mir im Oktober 2001 den Koran gekauft. Mein Spruch damals: Du kannst die Angst nur besiegen, wenn Du Deine vermeintlichen Feinde kennen- und lieben lernst.

Gewählt habe ich die Reclamausgabe aus zwei Gründen. Sie ist günstiger und klein und handlich. Daher gut zum überall hin mitnehmen, wollte ich doch alle Stellen kommentieren, die ich nicht verstand, um diese zu diskutieren.

Wie der Koran entstand
*********************

Der Koran, das Heilige Buch des Islam, sind die Worte Gottes aus dem Munde Mohammeds, seines Propheten.
Mohammed war ein Spätberufener Prophet (sag ich jetzt mal so), da er erst mit ca. 40 Jahren (610) die Erleuchtung hatte. Als Prophet (er starb 632) hatte er viele Jünger, die seine Worte, also das Wort Gottes, auswendig lernten und zum Teil auch auf verschiedenes Schreibmaterial (Knochen, Leder) niederschrieben. Vorwiegend nach seinem Tod.
Ähnlich dem neuen Testament, existierten also viele Fragmente der Gottesworte in verschiedenen Händen.
Diese wurden nun im Koran zusammengefasst. Das Problem dabei war, dass eine chronologische Ordnung der Suren nicht erfolgte, sondern eine einfache, im Orient nicht unübliche Reihenfolge verwendet wurde: Die Ordnung in absteigender Länge. Das zerstörte aber zum Teil die Logik, was nach unserem „ungläubigen“ Verständnis zu Problemen der Interpretation führen kann. Denn es gibt zu bestimmten Dingen unterschiedliche Aussagen, die sich widersprechen. In den Islamischen Glaubensrichtungen werden diese dann aus unserer Sicht je nach „Gusto“ herangezogen. Die Muslime, mit denen ich diskutierte, empfinden diese Unlogik keineswegs, denn Gott widerspricht sich nicht.
Dies soll auch nur zur Information genannt sein, weil man sich sonst wundert, warum die Koransuren von vorn nach hinten immer kürzer werden (Es war mir persönlich ein Ansporn, weil ich wusste, die hinteren werden kürzer und daher vielleicht verständlicher für mich).


Vor dem Lesen des Koran
***********************

Beim ersten Mal hatte ich den Fehler gemacht, den Koran ohne jegliche Vorinformation zu lesen. Natürlich nicht ganz, weil mich schon einmal die Länge abschreckte. Durch die Vorurteile und die fehlenden Diskussionspartner kam ich schnell zu der Meinung, dass der Koran vorwiegen ein Buch war, dass die Unterdrückung der Frau erleichterte. Inzwischen weiß ich, dass das Nonsens ist.

Dieses mal ging ich anders an die Sache heran. Ich las Vorinformationen, ein Teil davon ist übrigens in der Einleitung der Reclam-Ausgabe enthalten, wofür ich sehr dankbar war.
Diese Vorinformationen beinhalteten auch die Zeit, in der Mohammed lebte und sein Leben in Auszügen.
Ich denke für uns in der westlichen Welt ist es notwendig, Vorinformationen zu erhalten, da es sonst schnell zu Vorwegurteilen kommt, die sich dann durch Ereignisse wie den 11.September 2001 schnell in Vorurteile umwandeln. Und Vorurteile revidiert man sehr schwer.

Hier also die wichtigsten, die für mich zum Verständnis relevant waren in Kürze:

- Mohammed lebte 40 Jahre als Kaufmann im Orient. Er suchte nach der Offenbarung in der Meditation, weil viele Götzendiensten verfallen waren
- 610 hatte er Visionen und Auditionen, seine geliebte und einzige Frau (damals) Hadiga unterstützte ihn treu in dem Glauben, der Welt als „Warner vor dem jüngsten Gericht“ geschickt worden zu sein.
- 619 starb seine geliebte Ehefrau, danach hatte er viele Frauen
- Er lebte in einer Zeit, wo die Frau als Besitztum des Mannes galt und ansonsten nichts wert war. Konsequenz war, dass unverheiratete Frauen Freiwild bzw. Beute waren und Mädchen kurz nach der Geburt im Wüstensand eingegraben wurden, weil ihr Leben nichts wert war.
- Er lebte in einer sehr heißen Region.

Das waren meiner Erinnerung nach die wesentlichen Vorinformationen, die ich zum Lesen und Verstehen des Koran und des darauf basierenden Glaubens benötigte.


Aufbau und einige Inhalte des Koran
*******************************

114 Suren hat der Koran, jeweils unterteilt in sogenannte Rakats, die mit Nummern gekennzeichnet sind. Ähnlich wie in der Bibel.
Ebenso Ähnlich sind die Namen der jeweiligen Suren. So trägt die erste Sure den Namen „Die Öffnende“, die 2. zum Beispiel „Die Kuh“ und die 4., die mich natürlich am meisten interessierte, den Titel „Die Weiber“.

Die erste Sure fällt etwas aus dem Rahmen, denn sie ist sehr kurz und wird auch zum Beten, insbesondere für Konvertierte, verwendet. Der konvertierte Muslim (also nicht von Geburt an) lernt einige Suren auswendig, denn zum Pflichtgebet gehört das Beten diverser Rakats aus dem Koran dazu.

Der Koran wird oft auch als Koranverse bezeichnet. Es handelt sich hier eher um eine Art Reimprosa, was auch bei der Übersetzung ins Deutsche beachtet wurde. Daher ist er nicht einfach zu lesen. Wahrscheinlich hat es deshalb über ein Jahr gedauert, bis ich für mich befriedigend damit durch war. Ähnliche Schwierigkeiten beim Lesen hatte ich mit der Bergpredigt, aber die ist nicht 607 Seiten lang.

Jede Sure beginnt mit der sogenannten Fatiha, ein schlichtes Gebet, das jeder Muslim beim Pflichtgebet und beim freien Gebet aufsagt.

„Bismillah rahmanir rachim“ – Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen! wird oft als das Vaterunser des Islam bezeichnet. Ich finde das nicht okay, man sollte jedem Glauben das Seine lassen.
Es ist eben einfach Gottes Anrufung der Muslime.

Einige Inhalte des Koran (natürlich aus meiner weiblichen Sicht)
*********************
Sure 2, Rakat 222: „ Und sie werden Dich über die Reinigung befragen. Sprich: „Sie ist ein Schaden“. Enthaltet Euch daher Eurer Weiber während der Reinigung und nahet ihnen nicht eher als bis sie rein sind. Sind sie jedoch rein, so suchet sie heim, wie Allah es Euch geboten hat. Siehe, Allah liebt die sich Bekehrenden und die sich Reinigenden“.

Dieses Rakat ist im Zusammenhang mit Heiden und Ungläubigen zu sehen. Daher fand ich es besonders interessant. Woher wusste er, dass ich „Ungläubige“ fragen würde, was Reinigung bedeutet?

Es war gar nicht so einfach, das herauszubekommen, da ich nur mit Männern diskutierte und die Frauen gegenüber bei gewissen Themen eine gewisse Prüderie an den Tag legten. Wenn ich ehrlich bin, muss ich aber sagen, dass es auch sehr angenehm sein kann, wenn noch Schamgrenzen vorhanden sind; fehlen mir diese doch zu oft bereits im Fernsehen.

Hier aber seien die Schamgrenzen fallengelassen, denn die Reinigung kommt öfter vor, darf man doch währenddessen nicht beten, weil man als unrein gilt.
Zurück zum Rakat:

Reinigung ist die Menstruation der Frau. Und damit habe ich dann auch schon verstanden, was es bedeutet.
Der Schaden kann vieles bedeuten (meine Deutung): Schmerzen, Blut, dadurch Bakterien, keinen Beischlaf und so weiter.

Am Anfang war ich wütend über diese Aussage, so wie auch über eine der weiteren Rakats, wo man dann eben in dieser Zeit nicht beten darf. Ehrlich gesagt, ich fühlte mich verletzt, herabgesetzt als Frau.
Schon in der Bibel der Erbsünde bezichtigt, dazu verdammt, Kinder unter Schmerzen zu bekommen war ich nun auch noch unrein? Was war ich wütend. Doch wie so oft, war meine Wut, das Nicht-Umsetzen vorhandener Vorinformationen.

Wo und wann lebte Mohammed? Wir wissen es nun. Was ist die Konsequenz für dieses Rakat?

Frauen hatten früher ebenso wenig Unterwäsche im Orient, wie sie es auch im Mittelalter bei uns noch nicht hatten.

Blut ist tabu im Koran. Frauen bluten aber nun mal während der Menstruation.
Dass sie so also nicht zum Beten in die Moschee gehen konnten ist klar. Dass der Mann ihnen so besser nicht beiwohnen sollte, bei den Hygienebedingungen damals und der Hitze, auch klar.

Die Essenz des Ganzen war für mich plötzlich eine Andere: „Allah liebt die Frauen“.
Wenn ich islamische Frauenrechtlerin wäre, würde ich das gegen das Patriarchat verwenden. *smile*


Sure 4, Die Weiber: Eine ewiglange Sure, sehr kompliziert, die sich mir noch nicht in allen Feinheiten erschlossen hat. Hierzu erst mal nur soviel: Mehrere Frauen zu nehmen bezog sich vorwiegend auf Waisen oder Sklavinnen, aber nur bei Gleichbehandlung aller Frauen. Mit den Vorinformationen gepaart kann man sagen, dass die Vielweiberei, die von manchen belächelt wird, zum damaligen Zeitpunkt ein Segen für alleinstehende Frauen (ohne Eltern oder Witwen) sowie für die Sklavinnen war. Die Frau wurde dadurch geschützt vor irgendwelchen Vandalen. Hierhienein fällt auch das Kopftuch-Tragen. Bedeckte Frauen kennzeichneten sich damit als verheiratet und waren so geschützt, da das Kopftuch eine ehrbare Frau ausmacht. Kopftuch ist also Schutz vor irgendwelchen Wegelagerern und Wüstlingen.

Zudem gibt es in Sure 4 noch einen Teil einer Rakat, die ich mir im Zusammenhang mit Dschihad, dem heiligen Kireg angemarkert habe (Rakat 90): „Wenn sie jedoch von Euch scheiden, ohne Euch zu bekämpfen, so gibt Euch Allah keinen Weg wider sie“.

Mir wurde mit einem Mal klar, warum diverse Machthaber wie Hussein immer wenn es ihnen passte, vom Angriff auf den Islam gesprochen haben. Und warum islamistische Terroristen in der Regel versuchen, ihre Taten mit der Verteidigung ihres Glaubens zu rechtfertigen. Denn ohne Angriff, keine legitime Verteidigung nach dem Koran und damit kein Paradies für die Eiferer. Mein lieber Herr Busch, vielleicht sollten Sie einmal den Koran lesen, um zu verstehen, dass ein Saddam sie nur zum Angriff reizen möchte, weil er dann vielleicht die Legitimation des Koran erhält. Im Prinzip definiere ich dieses Rakat, wie die Stelle aus der Bibel „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ definiert wird.
Was aber wenn es heißen würde: „So gebe Auge um Auge und Zahn um Zahn“ und nicht „nimm“?
Würde das die Alttestamentarische Weltordnung durcheinander bringen? Das aber nur am Rande.

Ihr seht, was passieren kann, wenn man den Koran liest. Man fängt an, alles in Frage zu stellen, weil man verstehen will. Und wenn man offen und ohne Vorurteile heran geht, dann geht es einem wie Goethe, der auf der Rückseite des Buchdeckels zitiert wird: „Der Stil des Koran ist seinem Inhalt und Zweck gemäß streng, groß, furchtbar, stellenweis wahrhaft erhaben; so treibt ein Keil den andern, und darf sich über die große Wirksamkeit des Buches niemand verwundern.“

Warum der Reclam-Koran?
***********************

Diese Reclam- Übersetzung des Koran ist vor 60 Jahren erschienen. Übersetzer war Max Henning, sie wurde auch von islamischen Spezialisten als die beste deutsche Übertragung ins Deutsche bezeichnet.
Es ist eine unkommentierte Ausgabe, die aber an manchen Stellen, die zu kompliziert sind, weil sie im Arabischen Bezüge enthalten, die im Deutschen unverständlich sind, mit Fußnoten versehen.

Zudem ist sie handlich (ich kenne auch andere Ausgaben) und man kann sie gut kommentieren.
Allah möge mir verzeihen, ich habe erfahren, dass man den Koran nur nach einer Waschung in die Hände nehmen darf und nicht darin herumkritzeln soll. Da ich aber eine Ungläubige bin, die verstehen wollte, hoffe ich, dass mir verziehen ist.

Auch die Einleitung ist sehr hilfreich, anderen Ausgaben fehlt eine solche.

Und last, but not least, der unschlagbare Preis von 9,60 Euro (damals 19 DM), den die Hardcoverausgaben nicht schaffen.

Meine persönliche Erfahrung
*************************

Der Koran ist ein absolut faszinierendes Werk, das in einer Zeit, in der der Mensch oft nach Werten im Alltag sucht auch viele praktische Hinweise dafür liefern kann. Nimmt man die Hadith dazu, die noch konkreter Handlungsmaximen für den Alltag aus dem Leben Mohammeds ableiten, so kann man verstehen, warum der Islam im Gegensatz zum Christentum immensen Zulauf erfährt.

In vielen Diskussionen mit Muslimen habe ich aber festgestellt, dass die Erziehung dahin geht, dass alles auf den Koran gestützt wird, auch wenn es dort gar nicht drin steht. Insbesondere die patriarchalischen Aspekte des Islam sind vielfach aus Traditionen abgeleitet, die dem Koran angedichtet werden. Dadurch entstehen spannende Diskussionen, wenn man sagt, das steht aber nicht im Koran. Hier sei meinem Tunesischlehrer Chicco für die Geduld gedankt, mit der er sich immer wieder Diskussionen mit mir liefert was denn nun wo steht?

Der Koran an sich macht mir Hoffnung für islamische Geschlechtsgenossinen, die ja nach dem Koran sich auch bilden sollen. Daher gibt es vermutlich auch eine fundierte Frauenbewegung im Islam, denn eine Unterdrückung der Frau, wie es in manchen islamischen Ländern praktiziert wird, konnte ich dem Koran nicht entnehmen.

Ansonsten macht es mir viel Freude über den Koran zu diskutieren. Und ein Totschlagargument zu entkräften ist eines meiner Lebensziele: Wenn die Männer nicht mehr weiterkommen, weil ich Koran-fit bin, dann sagen sie. Deine Übersetzung ist falsch. Daher habe ich mir zum Ziel gemacht, den Koran in diesem Leben noch im Original zu lesen. Denn wie sagte ein islamischer Gelehrter in Ankara schon 1955 an der Universität: „Aber der Koran ist doch nicht arabisch! er ist doch Gottes Wort – wie könnt ihr ihn nach der arabischen Grammatik messen wollen?“

Kennt man die Bibel, so wird man feststellen, dass viele Dinge im Koran identisch mit dem Alten Testament sind.
Und so haben wir in Judentum, Christentum und Islam dann doch die gleichen Wurzeln.

Für die, die Nathan der Weise’s Ringparabel kennen „Und irgendwann in hundert Mal hundert Jahren wird ein anderer Richter hier auf diesem Stuhl sitzen, um zu beurteilen, welcher Ring nun der Wahre war“.

Wir alle haben die gleichen Wurzeln, den gleichen Gott zum Vater, wenn wir an ihn glauben.
Wie geht es wohl einem Vater, dessen 3 Kinder sich gegenseitig bekämpefen?

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Nikolausabend und nehmt Euch Zeit für den Koran, wenn Ihr ihn lesen wollt. Er ist sie wert, auch wenn man nicht an Gott glaubt, kann man vieles verstehen.

Gott schütze uns alle. Salam, Shalom, Der Friede sei mit Euch!

Eure Suvi

P.S. Zu meinem Ausspruch oben noch: Der vermeintliche Feind ist durch Verständnis schon lange ein Seelenverwandter geworden. Die Angst wurde dadurch zu Toleranz.

P.P.S. Danke fürs Lesen und Bewerten. Er war lang, aber notwendig war eben diese Länge, um zu interessieren.
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tester4all

tester4all

01.06.2011 23:12

Naja, das mit den Frauen stimmt

grantlsack

grantlsack

14.12.2002 13:19

du hast recht! während meines aufenthalts in ägypten traf ich dr. sonia dabbous, einer der bekanntesten frauenrechtlerinnen der islamischen welt, und sie 'verteidigt' die modernisierung des frauenbildes auch aus dem koran heraus! grüsse vom *grantl*

PSEUDO-PLAGIATOR

PSEUDO-PLAGIATOR

13.12.2002 20:40

Was mich ja nun noch interessieren würde, woher kommen die Begriffe wie "Islam", "Moslem" etc. ursprünglich? Werden sie überhaupt im Koran erwähnt?

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Der Koran: (Reihe Reclam)
Der Koran: ​(Reihe Reclam)
Amazon.de Bücher
€ 14,90 *
Versandkosten: Kostenlose Lieferung
mehr
 zum Shop
Amazon.​de Bücher
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Der Koran / Reclam - Testbericht von MmeDracula Der Koran
  sehr hilfreich
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 675 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (98%):
  1. nicki28
  2. janina_hirdler
  3. miriam152
und weiteren 49 Mitgliedern

"hilfreich" von (2%):
  1. tester4all

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.