... So stolperte ich auf Empfehlung über den Autor Max Goldt und dessen Werk "Der Krapfen auf dem Sims".
Zum Autor
Im ersten Moment, als ich den Namen hörte, klang er mir vertraut. Und wirklich, der ist mir doch bekannt. Max Goldt hat vor Jahren für die Titanic (das Satire-Magazin) geschrieben. ... Bericht lesen
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Der Krapfen auf dem Sims
Dieses Buch vereinigt 22 Prosatexte der Jahre 1998 bis 2000 sowie drei Tagebuchtexte, die ... mehr
Max Goldt für das unvergessene jetzt-Magazin schrieb. Sechzehn kunstreich untertitelte Farbfotos sollten ebenfalls nicht vergessen werden.Max Goldt, geboren 1958 in Göttingen, siedelt 1977 nach dem Abitur nach Berlin über, wo er eine Fotografenausbildung beginnt. Er bricht diese jedoch ab und widmet sich der Musik. Auf den Wogen der Neuen Deutschen Welle schwimmt er als Frontmann der Gruppe »Foyer des Arts«, die er zusammen mit Gerd Pasemann 1981 gründet. Er ist als Musiker ebenso erfolgreich wie als Autor: Als Musiker hat er zahlreiche Schallplatten veröffentlicht, teils im Duo, teils solo. Als Autor schreibt er seit 1989 für das Satire-Magazin Titanic. 2006 erhielt er den »Max und Moritz-Preis« in der Kategorie »Bester Szenarist« und 2008 den »Kleist-Preis«.
"Krapfen" in der deutschen Umgangssprache tatsächlich Verwendung finde. Meine bejahende Antwort stieß auf, gelinde gesagt, ungläubiges Unverständnis, wenn nicht blankes Entsetzen: Wie das schon klinge, ein so hässliches Wort -- "Krpf" --, aber naja, das Deutsche eben. Und was will man auch von einem erwarten, der seinen Büchern Titel wie Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau, Die Kugeln in unseren Köpfen oder 'Mind-boggling' -- Evening Post gibt. Dass also der Titel Der Krapfen auf dem Sims nichts, aber auch gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, versteht sich da von selbst. Ebenso, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt, sondern um eine Sammlung von Betrachtungen, Essays und anderes, wobei dieses "und anderes" vor allem diverse absurde Fotos nebst erheiternder Bildunterschriften sowie Auszüge aus dem Jetzt-Tagebuch des Autors umfasst. Unnötig anzumerken, dass nicht nur die erwähnten Bildunterschriften, sondern auch sämtliche der in diesem Buch versammelten Texte sehr erheiternd sind. Und das, obwohl der Herr Goldt vieles, was man als Mainstream-Normalo vielleicht sogar schätzt, ziemlich schlechtmacht oder gar explizit: verachtet. Den Jungmänner-Massenzynismus zum Beispiel, oder Leute, die sich mit schlechter Handschrift und der 999 DM Montblanc-Füllfederhalteredition an Büttenpapier zu schaffen machen. Deutsche Art Stylisten (im Gegensatz zu türkischen Friseuren), Gerhard Schröder, Faxe, Diplome auf dem Klo und scheinbar auch Inge Meysel (obwohl er das nicht so deutlich sagt). Immerhin finden sich auch praktische Verbesserungsvorschläge. Kuchen backen sollte man, Barbies und Playmobilmännchen endlich aus der modernen Kunst verbannen, und vor allem: Schulen bloß nicht voreilig mit internetfähigen Computern ausstatten, sondern erstmal wieder das Sprechen und Schreiben üben. Denn: "Wer eine gute Allgemeinbildung hat, sich auch in Fremdsprachen gut ausdrücken kann, der wird mit dem Internet keine Schwierigkeiten haben. Wer nichts weiß und schlecht spricht, wird kaum in Verlegenheit kommen, im Berufsleben seine Internet-Kenntnisse unter Beweis zu stellen." Das Buch müsste dringend ins Tschechische übersetzt werden. Allein schon wegen des Titels. --Anneke Hudalla
"Krapfen" in der deutschen Umgangssprache tatsächlich Verwendung finde. Meine bejahende Antwort stieß auf, gelinde gesagt, ungläubiges Unverständnis, wenn nicht blankes Entsetzen: Wie das schon klinge, ein so hässliches Wort -- "Krpf" --, aber naja, das Deutsche eben. Und was will man auch von einem erwarten, der seinen Büchern Titel wie Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau, Die Kugeln in unseren Köpfen oder 'Mind-boggling' -- Evening Post gibt. Dass also der Titel Der Krapfen auf dem Sims nichts, aber auch gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, versteht sich da von selbst. Ebenso, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt, sondern um eine Sammlung von Betrachtungen, Essays und anderes, wobei dieses "und anderes" vor allem diverse absurde Fotos nebst erheiternder Bildunterschriften sowie Auszüge aus dem Jetzt-Tagebuch des Autors umfasst. Unnötig anzumerken, dass nicht nur die erwähnten Bildunterschriften, sondern auch sämtliche der in diesem Buch versammelten Texte sehr erheiternd sind. Und das, obwohl der Herr Goldt vieles, was man als Mainstream-Normalo vielleicht sogar schätzt, ziemlich schlechtmacht oder gar explizit: verachtet. Den Jungmänner-Massenzynismus zum Beispiel, oder Leute, die sich mit schlechter Handschrift und der 999 DM Montblanc-Füllfederhalteredition an Büttenpapier zu schaffen machen. Deutsche Art Stylisten (im Gegensatz zu türkischen Friseuren), Gerhard Schröder, Faxe, Diplome auf dem Klo und scheinbar auch Inge Meysel (obwohl er das nicht so deutlich sagt). Immerhin finden sich auch praktische Verbesserungsvorschläge. Kuchen backen sollte man, Barbies und Playmobilmännchen endlich aus der modernen Kunst verbannen, und vor allem: Schulen bloß nicht voreilig mit internetfähigen Computern ausstatten, sondern erstmal wieder das Sprechen und Schreiben üben. Denn: "Wer eine gute Allgemeinbildung hat, sich auch in Fremdsprachen gut ausdrücken kann, der wird mit dem Internet keine Schwierigkeiten haben. Wer nichts weiß und schlecht spricht, wird kaum in Verlegenheit kommen, im Berufsleben seine Internet-Kenntnisse unter Beweis zu stellen." Das Buch müsste dringend ins Tschechische übersetzt werden. Allein schon wegen des Titels. --Anneke Hudalla
"Krapfen" in der deutschen Umgangssprache tatsächlich Verwendung finde. Meine bejahende Antwort stieß auf, gelinde gesagt, ungläubiges Unverständnis, wenn nicht blankes Entsetzen: Wie das schon klinge, ein so hässliches Wort -- "Krpf" --, aber naja, das Deutsche eben. Und was will man auch von einem erwarten, der seinen Büchern Titel wie Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau, Die Kugeln in unseren Köpfen oder 'Mind-boggling' -- Evening Post gibt. Dass also der Titel Der Krapfen auf dem Sims nichts, aber auch gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, versteht sich da von selbst. Ebenso, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt, sondern um eine Sammlung von Betrachtungen, Essays und anderes, wobei dieses "und anderes" vor allem diverse absurde Fotos nebst erheiternder Bildunterschriften sowie Auszüge aus dem Jetzt-Tagebuch des Autors umfasst. Unnötig anzumerken, dass nicht nur die erwähnten Bildunterschriften, sondern auch sämtliche der in diesem Buch versammelten Texte sehr erheiternd sind. Und das, obwohl der Herr Goldt vieles, was man als Mainstream-Normalo vielleicht sogar schätzt, ziemlich schlechtmacht oder gar explizit: verachtet. Den Jungmänner-Massenzynismus zum Beispiel, oder Leute, die sich mit schlechter Handschrift und der 999 DM Montblanc-Füllfederhalteredition an Büttenpapier zu schaffen machen. Deutsche Art Stylisten (im Gegensatz zu türkischen Friseuren), Gerhard Schröder, Faxe, Diplome auf dem Klo und scheinbar auch Inge Meysel (obwohl er das nicht so deutlich sagt). Immerhin finden sich auch praktische Verbesserungsvorschläge. Kuchen backen sollte man, Barbies und Playmobilmännchen endlich aus der modernen Kunst verbannen, und vor allem: Schulen bloß nicht voreilig mit internetfähigen Computern ausstatten, sondern erstmal wieder das Sprechen und Schreiben üben. Denn: "Wer eine gute Allgemeinbildung hat, sich auch in Fremdsprachen gut ausdrücken kann, der wird mit dem Internet keine Schwierigkeiten haben. Wer nichts weiß und schlecht spricht, wird kaum in Verlegenheit kommen, im Berufsleben seine Internet-Kenntnisse unter Beweis zu stellen." Das Buch müsste dringend ins Tschechische übersetzt werden. Allein schon wegen des Titels. --Anneke Hudalla
"Krapfen" in der deutschen Umgangssprache tatsächlich Verwendung finde. Meine bejahende Antwort stieß auf, gelinde gesagt, ungläubiges Unverständnis, wenn nicht blankes Entsetzen: Wie das schon klinge, ein so hässliches Wort -- "Krpf" --, aber naja, das Deutsche eben. Und was will man auch von einem erwarten, der seinen Büchern Titel wie Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau, Die Kugeln in unseren Köpfen oder 'Mind-boggling' -- Evening Post gibt. Dass also der Titel Der Krapfen auf dem Sims nichts, aber auch gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, versteht sich da von selbst. Ebenso, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt, sondern um eine Sammlung von Betrachtungen, Essays und anderes, wobei dieses "und anderes" vor allem diverse absurde Fotos nebst erheiternder Bildunterschriften sowie Auszüge aus dem Jetzt-Tagebuch des Autors umfasst. Unnötig anzumerken, dass nicht nur die erwähnten Bildunterschriften, sondern auch sämtliche der in diesem Buch versammelten Texte sehr erheiternd sind. Und das, obwohl der Herr Goldt vieles, was man als Mainstream-Normalo vielleicht sogar schätzt, ziemlich schlechtmacht oder gar explizit: verachtet. Den Jungmänner-Massenzynismus zum Beispiel, oder Leute, die sich mit schlechter Handschrift und der 999 DM Montblanc-Füllfederhalteredition an Büttenpapier zu schaffen machen. Deutsche Art Stylisten (im Gegensatz zu türkischen Friseuren), Gerhard Schröder, Faxe, Diplome auf dem Klo und scheinbar auch Inge Meysel (obwohl er das nicht so deutlich sagt). Immerhin finden sich auch praktische Verbesserungsvorschläge. Kuchen backen sollte man, Barbies und Playmobilmännchen endlich aus der modernen Kunst verbannen, und vor allem: Schulen bloß nicht voreilig mit internetfähigen Computern ausstatten, sondern erstmal wieder das Sprechen und Schreiben üben. Denn: "Wer eine gute Allgemeinbildung hat, sich auch in Fremdsprachen gut ausdrücken kann, der wird mit dem Internet keine Schwierigkeiten haben. Wer nichts weiß und schlecht spricht, wird kaum in Verlegenheit kommen, im Berufsleben seine Internet-Kenntnisse unter Beweis zu stellen." Das Buch müsste dringend ins Tschechische übersetzt werden. Allein schon wegen des Titels. --Anneke Hudalla
"Krapfen" in der deutschen Umgangssprache tatsächlich Verwendung finde. Meine bejahende Antwort stieß auf, gelinde gesagt, ungläubiges Unverständnis, wenn nicht blankes Entsetzen: Wie das schon klinge, ein so hässliches Wort -- "Krpf" --, aber naja, das Deutsche eben. Und was will man auch von einem erwarten, der seinen Büchern Titel wie Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau, Die Kugeln in unseren Köpfen oder 'Mind-boggling' -- Evening Post gibt. Dass also der Titel Der Krapfen auf dem Sims nichts, aber auch gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, versteht sich da von selbst. Ebenso, dass es sich hier nicht um einen Roman handelt, sondern um eine Sammlung von Betrachtungen, Essays und anderes, wobei dieses "und anderes" vor allem diverse absurde Fotos nebst erheiternder Bildunterschriften sowie Auszüge aus dem Jetzt-Tagebuch des Autors umfasst. Unnötig anzumerken, dass nicht nur die erwähnten Bildunterschriften, sondern auch sämtliche der in diesem Buch versammelten Texte sehr erheiternd sind. Und das, obwohl der Herr Goldt vieles, was man als Mainstream-Normalo vielleicht sogar schätzt, ziemlich schlechtmacht oder gar explizit: verachtet. Den Jungmänner-Massenzynismus zum Beispiel, oder Leute, die sich mit schlechter Handschrift und der 999 DM Montblanc-Füllfederhalteredition an Büttenpapier zu schaffen machen. Deutsche Art Stylisten (im Gegensatz zu türkischen Friseuren), Gerhard Schröder, Faxe, Diplome auf dem Klo und scheinbar auch Inge Meysel (obwohl er das nicht so deutlich sagt). Immerhin finden sich auch praktische Verbesserungsvorschläge. Kuchen backen sollte man, Barbies und Playmobilmännchen endlich aus der modernen Kunst verbannen, und vor allem: Schulen bloß nicht voreilig mit internetfähigen Computern ausstatten, sondern erstmal wieder das Sprechen und Schreiben üben. Denn: "Wer eine gute Allgemeinbildung hat, sich auch in Fremdsprachen gut ausdrücken kann, der wird mit dem Internet keine Schwierigkeiten haben. Wer nichts weiß und schlecht spricht, wird kaum in Verlegenheit kommen, im Berufsleben seine Internet-Kenntnisse unter Beweis zu stellen." Das Buch müsste dringend ins Tschechische übersetzt werden. Allein schon wegen des Titels. --Anneke Hudalla
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Erfahrungsbericht von robii über Der Krapfen auf dem Sims / Goldt, Max 12. Januar 2004
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
sehr anspruchsvoll
Unterhaltungswert:
sehr hoch
Spannung:
ziemlich spannend
Humor:
sehr humorvoll
Aufmachung:
sehr schön
Pro:
Wortwitz, Schreibstil
Kontra:
-
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Gute Literatur ist Geschmackssache, das kann wohl jeder vorbehaltlos zugeben. Jedoch gehen die Meinungen schon weit auseinander, wenn jeder seinen Geschmack zum Besten gibt. Endlose Diskussionen sind meist die Reaktion auf eine belanglose Frage in vertrauter Runde. Vorraussetzung ist natürlich, der Bekanntenkreis hat eine Beziehung zur Literatur.. welche auch immer. Gerät man jedoch in eine Runde, welche Bücher nur aus der Schule kennen und geschenkt bekommene Exemplare nur als Unterlage für den wackelnden Schank benutzen, ist meist nach dem Einwurf: "Was habt ihr eigentlich zuletzt gelesen ?" Totenstille angesagt. Meist wird man dann belächelt oder als Freak abgestempelt. Glücklicherweise besitzen meine Freunde mehr Bücher als den Shell-Atlas und die mittlerweile als Schmuckgegenstand verkommenen drei Teile von "Herr der Ringe". So stolperte ich auf Empfehlung über den Autor Max Goldt und dessen Werk "Der Krapfen auf dem Sims".
Zum Autor
Im ersten Moment, als ich den Namen hörte, klang er mir vertraut. Und wirklich, der ist mir doch bekannt. Max Goldt hat vor Jahren für die Titanic (das Satire-Magazin) geschrieben. Nachdem ich die erste Story dann verschlungen habe, wusste ich es genau... dieser Schreibstil kommt dir bekannt vor. Aber Max Goldt steht für mehr.
Im Jahre 1958 in Göttingen geboren zählt er noch zu der jungen Garde der deutschen Schriftsteller. Seit 1977 lebt er in Berlin (Hat das etwa mit dem Wehrdienst zu tun ?? .. wir wissen ja die Westberliner waren davon verschont worden). Seine Talente sind vielfältig. Schon 1983 erschien sein erstes Buch und in den weiteren Jahren widmete er sich verstärkt der Musik. So erschienen Soloplatten, sein bekanntestes Musikabenteuer ist jedoch "Foyer des Art". Hier in den Wirren der NDW textete und sang Goldt was das Zeug hält. Wer kennt nicht den Song "Wissenswertes über Erlangern "?
Parallel zur Musik präsentierte er sein literarisches Talent in mehreren Büchern sowie als Comictexter im bis heute perfekten Duo mit Stephan Katz als "Katz und Goldt". Ende der Achtziger entdeckten wir Goldt als Kolumnist. Im regelmäßigen jedoch künstlerisch wie humoristischen wertvollem Trott veröffentlichte Goldt von 1989 bis 1998 die Kolumnenreihen "Onkel Max' Kulturtagebuch" oder "Informationen für Erwachsene". So entstanden viele brilliante, geschliffen formulierte, humorvolle, stilvolle Geschichten die Beschreibungen unserer ach so trostlosen und doch so informativen Umwelt.
Die gesammelten Kolumnen verfeinert mit zusätzlichen Essays und anderen philosophischen Betrachtungen kommen im Laufe der Jahre in Buchform in den Handel. Derzeit kann man so fast zwanzig verschiedene Veröffentlichungen des Berliners käuflich erwerben.
Zum Buch
Ja das Geschrei war groß, als Max Goldt im Jahre 1998 seinen Rückzug aus dem Kielwasser der Titanic verkündete. War er doch schon eine Institution geworden. Allen Nichtwissern sei hier ein Vergleich mit dem Weggang Harald Schmidts als Verlust für die deutsche Fernsehlandschaft geboten. Zum Glück wird dem geneigten Leser der Abschiedsschmerz gelindert. Alle jene die nicht sämtliche Titanic-Ausgaben ihr eigen nennen können, haben aufgeatmet als im Jahre 2001ein Auszug der besten Kolumnen des Herrn Goldt in Buchform veröffentlicht wurde. Hier ist die witzige Feierabendlektüre wohlverpackt und gut gemischt mit weiteren literarischen Ergüssen des Meisters in ein schmuckvolles, sammelfreundlicheres Medium gezwängt worden.
Beim Verzehr dieser Geschichten wird das abgestumpfte Leserhirn mit Lesestoff der ganz besonderen Art verwöhnt. Die Alltagsbeobachtungen des Herrn Goldt, verpackt dieser in kunstvolle deutsche Sprache ohne gekünstelt oder abgehoben daherzukommen. Die Verbindung von fundiertem Grundwissen der deutschen Sprache, deren Herkunft und deren Gebrauch mit stilvollem, wortgewandtem Humor ist schon eine Klasse für sich. Oft erwischte ich mich laut lachend oder leise schmunzelnd beim Gebrauch dieses Buches. Mut will ich allen professionellen Übersetzern machen, denn diese Werke in ein nichtdeutsches Sprachgewand zu stecken, ist sicherlich eine Lebensaufgabe. Jedoch lohnenswert !!
Außer den schon erwähnten Beiträgen der Titanic sind in diesem Buch Goldt-Kolumne-Beiträge der Zeischriften "jetzt" (Gott hab es selig und sende den Verlegern für die Einstellung Schmerzen!) sowie "Der Rabe" und dem Tagesblatt "Berliner Zeitung".
Fazit
Mit diesem Buch kann man die Goldt-freie Zeit gut überbrücken. Hoffen wir alle, dass der Autor bald ein neues Projekt in Angriff nimmt!
In diesem Band wird Goldt in seiner reinsten Form geboten. Kreative Wortschöpfung gepaart mit originellem Satzbau das zeichnet diese Geschichten aus. Nicht überstrapaziert lang sondern aufrüttelt kurz werden Themen des Alltags angesprochen, bei denen sich wohl jeder schon einmal erwischt hat, es aber nie zugeben würde. Im Gegensatz zu den langweiligen immer gleichen Alltagserzählungen von Stuckrad-Barre und Co werden hier die Leser immer wieder mit einer neuen Idee konfrontiert.
Die Aufsätze sollten jedoch, und das ist eine Empfehlung von mir, nicht am Stück gelesen werden. Das Buch ist perfekt geeignet um in der Wohnung rumzuliegen. Ab und zu fällt es einem so in die Hände und bei der Gelegenheit sollte man dann auch gleich eine Geschichte lesen. Jedoch nicht verkrampfen und weiterlesen .. jeder Humor wird ab 100 Seiten langweilig!! Also in kleinen Portionen genießen, so hält das Buch auch länger!
Fakten
Titel : Der Krapfen auf dem Sims Genre : Betrachtungen, Essays u.a. Verlag: Rowohlt Seiten: 176 Erscheinungsdatum: April 2003 ISBN: 3499233495 Gebundene Ausgabe: EUR 14,90 Taschenbuch: EUR 7,90
Weiterführende Infos:
www.maxgoldt.de www.max-goldt.de.v u
weitere Erfahrungsberichte
Kein Meilenstein Bewertung fürDer Krapfen auf dem Sims / Goldt, Maxvon
Raileigh
Pro: Unterhaltsam Kontra: Aber nichts neues
Jahrelang war er Kolumnist der Titanic. Nebenher verbrach er munter Texte für verschiedene andere Zeitschriften. Irgendwann, so sagte er, hatte er es satt, erwartungsgemäß zu erscheinen und belächelt zu werden. Die Zusammenarbeit mit der Titanic beendete er und wer die recht wunderliche Entwicklung von Max Goldt mitverfolgen konnte, erwartete nun eine Wandlung hin zu einer neuen Stilistik. Seit einiger Zeit macht er 50% des Cartoon-Duos Katz & Goldt ... ...vielleicht in ihrem Witz. Der ist sparsamer geworden. Es ist durchaus unterhaltsam, seinen Betrachtungen zu folgen, aber alles in allem hat er in diesem Buch wenig zu sagen, das von Wert wäre. Es ist ein Buch der Kategorie: "Klobuch" geworden, also etwas, das man Stückchenweise und zusammenhangslos auf dem Klo lesen kann, wenn es mal etwas länger dauert. Lediglich seine Betrachtung über des Künstlers Verweigerung von Interviews hat etwas, das kurz ...
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...G / Max Goldt
Der Autor spannte einen Bogen seiner bisherigen Werke
Er braucht keine Freunde mehr, nur Käufer für seine Bücher. - Diese subtile Botschaft blieb hängen - trotz der zum Teil herrlichen Gedankengänge und phantasievollen Ausflüge in die Welt des (neuen) Wortschatzes, in die der Kolumnist und Szene-Autor Max Goldt sein Publikum am 10. Februar 2001 in der Geislinger Rätsche entführte.
Max Goldt on tour. Anfang der Achtziger, in Zeiten ... ...zusammen mit Gerd Pase-mann und der Formation "Foyer des Arts". Doch zeichnete sich schon damals ab, dass Goldt wohl mehr Talent zum Schreiben hat, denn die Texte der Songs stammten in erster Linie aus seiner Feder. Dann folgte ab 1989 eine steile Karriere als Kolumnist für das Satire-Magazin "Titanic". Die ersten Jahre regelmäßig, heute nur noch sporadisch: Anmerkungen von Goldt und wie er die Welt sah und sieht. Wobei, die Musik-Branche hat ihn ...
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...auch Hörbücher des Autors gibt, der mich nun schon zweimal durch seine Texte und Comics vergessen ließ mein Titanic Abonnement zu kündigen.
Übereilt bestellte ich.
Wenige Tage später traf bei mir das Ereignisse "Zeit haben" auf die inzwischen durch bequemen "Bis an die Haustür gebracht"-Service (Roter Benachrichtigungszettel) bei mir eingetroffene CD "Der Krapfen auf dem Sims".
Doch schon hier muß ich eingestehen, dass ich ein wenig unangenehm ... ...eben grade Herr Goldt einer der wenigen Autoren, der es schafft selbst aus Themen, wie sie etwa aus der Inhaltsauflistung mexikanischer Tütensuppen entstehen könnten, Geschichten zu schmieden, die seinesgleichen nur schwer zu finden hätten.
Festhören hingegen ist schwer. Ich neige neuerdings durch die, an melodisch vor sich hin brabbelnde Dickbauch Mönche erinnernde Stimme sogar dazu bereits nach wenigen Minuten Müdigkeitserscheinungen zu bekommen. ...
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...ohne ausreichende humoristische Abfederung.
Deshalb der Tipp:
Mit "Alter und Aussehen egal" anfangen und die ersten beiden Geschichten später lesen.
Auch dieses Buch wird der Max-Goldt-Forschung Argumente liefern, ihm posthum eien Platz in der Hochkultur zu erstreiten.
Ein Anspruc, den der lebendige Autor im Januar in einem seiner raren Interviews vorsorglich schon mal selbst unterschrieben hat.
Der "Karpfen auf dem Sims" ist Pflichtlektüre ...
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Pro: Schnelle Unterhaltung, bissig, witzig und stellenweise überraschend nett Kontra: das dichten sollte er lassen
...Fall ein großer Schritt nach vorn ist. Vielleicht liegt es an einer von ihm kreierten Wortverbindung, die er aus seiner persönlichen Entwicklung ableitete: "das Hormonische ging über ins Harmonische".
Zwar giftet er Leute, deren Worte und Taten er nicht über den Weg traut, gewohnt böse an, was nachvollziehbar ist, doch sind auch ein paar Liebeserklärungen zu lesen. Für Johnny Cash z. B., für die Reiserestaurants der Deutschen Bahn, für Dylan, für Lissabon und - mein Lieblingstext im Buch - für den singenden irischen Gott Van Morrisson, der (Zitat Droste) "...in seinen besten Momenten mit den Sternen spielt!"
"Die Rolle der Frau" ist eine gelungene Sammlung kurzer, bissiger, aber eben auch liebevoller Texte. Wer MaxGoldt mag und sein letztes Buch "Der Krapfen auf dem Sims" höchstens begähnenswert fand, findet an Drostes letzten...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
hilfreich 18.07.2001
(22.07.2001)
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