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"Der Mann, der lächelte" ist ein Kriminalroman von Henning Mankell. Die schwedische Originalausgabe erschien 1994 unter dem Titel "Mannen som log". Die deutsche Übersetzung stammt von Erik Gloßmann.
Dieser Roman erzählt den vierten Fall von Henning Mankells Krimihelden Kommissar Kurt Wallander.
Inhalt ******* Nachdem Kommissar Kurt Wallander während seines letzten Falles einen Menschen getötet hatte, ist er nun schon seit einem Jahr nicht mehr im Dienst. Die psychologische Behandlung zeigt nur mäßigen Erfolg und so fasst er eines Tages den Entschluss, endgültig aus dem Polizeidienst auszusteigen. Doch da sucht ihn eines Tages ein alter Bekannter, der Rechtsanwalt Sten Torstensson auf. Dessen Vater ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen, doch Sten Torstensson glaubt nicht an einen Unfall. Wallander verweist ihn an seine alten Kollegen von der Polizei in Ystad. Als Wallander aber kurze Zeit später erfährt, dass Sten Torstensson ermordet wurde, packt ihn doch das Jagdfieber, er kehrt an seinen alten Arbeitsplatz zurück und übernimmt zur Verwunderung seiner Kollegen, die ihn schon abgeschrieben hatten, sofort die Leitung der Ermittlungen in diesem Fall. Dies stellt sich jedoch schon bald als nicht ungefährlich heraus. Im Garten der Sekretärin der Anwaltskanzlei der Torstenssons entdeckt Wallander gerade noch rechtzeitig eine vergrabene Tretmine und schließlich entgehen auch er selbst und seine junge Kollegin Ann-Britt Höglund nur haarscharf einem hinterhältigen Sprengstoffanschlag. Als Hauptverdächtiger erweist sich recht schnell der schwedische Großindustrielle Alfred Harderberg, der über ein weltweites Netz von Firmen und Verbindungen verfügt. Er gilt als Paradebeispiel des schwedischen Wirtschaftsaufschwungs und engagiert sich für viele soziale Projekte, gilt aber als sehr kamerascheu. Nirgendwo scheint ein Bild von ihm zu existieren. Und ausgerechnet diesen Mann hat Wallander sich - zum anfänglichen Unmut seines Vorgesetzen - als Hauptziel für seine Ermittlungen auserkoren, schließlich war Alfred Harderberg der wichtigste Klient von Sten Torstenssons Vater. Wallander vermutet, dass Gustaf Torstensson und schließlich auch sein Sohn Sten umgebracht wurden, weil Gustaf Torstensson etwas über Harderberg herausgefunden hat, das er nicht hätte wissen dürfen. Doch die Ermittlungen gegen Alfred Harderberg erweisen sich als schwierig.
Meine Meinung ********************* Ich finde, der Einstieg in diesen Roman ist dem Autor sehr gut gelungen. Man befindet sich gleich mitten im Geschehen und ein längeres Vorgeplänkel wird einem erspart. Dies hat zugleich aber auch einen gravierenden Nachteil. Offenbar ist nämlich im vorherigen Fall Kurt Wallanders etwas passiert, was dessen Leben auf den Kopf gestellt und dazu geführt hat, dass der Kommissar ein ganzes Jahr krank geschrieben war. Nun habe ich den vorigen Fall leider nicht gekannt, wodurch die Situation zu Beginn der Geschichte etwas verwirrend und unklar war. Hier wäre vielleicht ein kleiner Hinweis ganz nett gewesen, welches Ereignis genau zu dieser Krankschreibung geführt hat.
Doch nun wieder zurück zum Positiven. Der Roman beginnt sehr spannend, verläuft auch in der Folgezeit spannend und bleibt spannend bis zum Schluss. Dies ist um so erstaunlicher, als mit dem Industriellen Alfred Harderberg der Hintermann der Morde an Gustaf und Sten Torstensson und der Mordversuche an Wallander und seiner sympathischen neuen Kollegin Ann-Britt Höglund eigentlich schon von Anfang an fest steht, auch wenn die Polizei zuerst auch noch in andere Richtungen ermittelt. Hier hat Henning Mankell ganz bewusst auf einen wirklichen Überraschungseffekt bei der Überführung des Täters verzichtet. So besteht die Spannung eben darin zu beobachten bzw. zu lesen, wie Kommissar Wallander es schafft, die Fassade des scheinbar so tugendhaften Alfred Harderberg zum Einsturz zu bringen bzw. überhaupt erst einmal an diesen mächtigen und einflussreichen Mann heranzukommen, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben
Alles in allem ist "Der Mann, der lächelte" ein kurzweiliger, unterhaltsamer Kriminalroman, den ich zwar jetzt nicht unbedingt als herausragend empfunden habe, der mir aber dennoch gut gefallen hat. Aus diesem Grund vergebe ich für diesen Roman gute vier Sterne und empfehle ihn gerne weiter.
Autor ********* Henning Mankell wurde am 3. Februar 1948 in Härjedalen/Schweden geboren. Im Alter von 20 Jahren arbeitete er als Autor und Regisseur. 1972 reiste er erstmals nach Afrika. Zwischen 1980 und 1990 arbeitete Mankell an verschiedenen schwedischen Theatern als Regisseur, Autor und Intendant. Mit "Mörder ohne Gesicht" erschien 1991 der erste Roman über seinen Krimihelden Kurt Wallander. Bis 1999 folgten zahlreiche weitere Roman dieser Reihe. Im Jahr 1996 wurde der Autor Leiter des Theaters "Teatro Avenida" in Maputo, Mosambik. Seit 2001 ist Henning Mankell Eigentümer eines eigenen Verlags.
Die Informationen zu der obigen kurzen Biographie stammen aus dem hier rezensierten Roman und von der Internetseite http://www.schwedenkrimi.de/mankell_biografie.htm. Die offizielle (englisch- und schwedischsprachige) Homepage des Autors findet man unter http://www.henningmankell.com.
Daten ******** Der Mann, der lächelte / Mankell, Henning Deutscher Taschenbuch Verlag, 2003 Taschenbuch, 377 Seiten ISBN: 3-423-20590-3 Preis: 9,95 Euro
kaufen dreht. Die Ermittlungen führen diesmal ins Herz eines internationalen Verbrecherrings. Wallanders fünfter FallLänger als ein Jahr ist Kurt Wallander dem Kommissariat ...
quittieren, als ihn ein neuer Fall aus seiner Depression reißt. Ein befreundeter Anwalt bittet ihn um Hilfe, weil sein Vater nachts mit dem Auto tödlich verunglückt ist...
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09.11.2011 22:31
könnte was für mich sein... lg.
09.11.2011 21:08
lg