Der Mönch / Taylor, Simon

Der Mönch / Taylor, Simon

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... Kommentar: Der Autor hat sich einer grossen Aufgabe gestellt. Er hat versucht, historische Fakten einer alten Chronik (mit der er sich offensichtlich sehr ausführlich beschäftigt hat) in einem Roman zu verpacken. Diese Herausforderung ist ihm gut gelungen. In seinem Roman lässt der Autor ... Bericht lesen





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Die Lebensgeschichte eines Mönchs
Erfahrungsbericht von goswin über Der Mönch / Taylor, Simon
22. September 2001


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: durchschnittlich 
Unterhaltungswert: hoch 
Spannung: ziemlich spannend 
Humor: wenig humorvoll 
Aufmachung: schön 

Pro: starke Lebensgeschichte
Kontra: schwache Rahmenhandlung

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Inhalt
Im Jahre 1224 wird der junge Mönch Martin in die schottische Priorei Inchcolm geschickt, um die Machenschaften des dortigen Priors aufzudecken. Aus privaten Gründen ist er jedoch mehr an dessen Vorgänger Simon de Quincy interessiert. Er trifft den alten und blinden Augustinermönch Micheal an. Dieser erklärt sich bereit, ihm über Simon de Quincy Auskunft zu erteilen. Jedoch nur, wenn sich Martin Michaels Lebensgeschichte anhört. Dieser stimmt zu.
Bruder Michaels Geschichte:
Michael wurde 1160 als Duscath Mac Flathbertaich geboren. In jungen Jahren wurde er Knappe des Ritters Sir William de Mortimer. Er wurde von diesem schlecht behandelt und wiederholt sexuell missbraucht. Als Duscath dies nicht länger ertragen konnte, floh er unter Lebensgefahr nach Inchcolm, einer kleinen Priorei auf einer Insel in der Nähe von Edinburgh.
Wiederstrebend nahmen ihn die Mönche als Novizen auf. Sein weiteres Leben verbringt Duscath, der sich von nun an Michael nennt, auf Inchcolm. Die politische Situation in Schottland ist gespannt. Die Könige von England, Schottland und der Klerus streiten sich. Um den Streit zu schlichten, wird eine Abordnung der Kirche zum Papst nach Rom gesandt. Michael nimmt daran teil. In Rom lernt er Simon de Qunicy kennen und beginnt eine sexuelle Beziehung mit diesem. Er muss jedoch bald feststellen, dass dieser ihn nur ausgenutzt und verraten hat. Zurück in Inchcolm kann Michael aber auch keinen Frieden finden. Zu sehr verzehrt er sich nach der "spirituellen Liebe" zu Edgar, einem Mönch einer anderen Abtei und seiner "leidenschaftlichen Liebe" zu Simon. Als Simon eines Tages in Inchcolm um Aufnahme als Mönch bittet, sieht sich Michael grössten seelischen Qualen ausgesetzt. Schnell erklimmt Simon die Karriereleiter der Priorei, während Michael sich langsam mit der Situation abfindet. Doch immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden. Schliesslich wird Edgar, Michaels "grosse Liebe", zum neuen Prior von Inchcolm und somit auch Vorgesetzter von Simon. Eine Situation die nicht gut enden kann...

Zum Autor:
Simon Taylor wurde 1950 geboren und lebt in Endinburgh. Er studierte Romanistik und Germanistik. Er ist Herausgeber der grössten schottischen Chronik des Mittelalters, des "Scotichronicons". Diese wurde im 14. Jahrhundert vom Augustinermönch Walter Bower auf der Klosterinsel Inchcolm niedergeschrieben.

Kommentar:
Der Autor hat sich einer grossen Aufgabe gestellt. Er hat versucht, historische Fakten einer alten Chronik (mit der er sich offensichtlich sehr ausführlich beschäftigt hat) in einem Roman zu verpacken. Diese Herausforderung ist ihm gut gelungen. In seinem Roman lässt der Autor den Leser am klösterlichen Leben des Mittelalters teilhaben. Neben der eigentlichen Handlung erfährt man nebenbei vieles über die politischen Zustände des damaligen Schottland. Zudem erhält man einen Einblick in die damalige Kirchenpolititk und wie wenig christlich diese damals zuweilen war. Auch philosophische Fragen darüber, was Sünde sei und ob man sich davon wieder befreien könne, kommen nicht zu kurz. Insbesondere die Frage der Homosexualität steht hier im Mittelpunkt.
Der Roman hat gerade zu Beginn einige Längen, so dass man sich auf den Roman einlassen und der Handlung etwas Zeit geben muss.
Durch Buchrücken und Klappentext wird man als Leser stark auf Simon de Quincy fixiert. Dieser taucht jedoch erst relativ spät auf und ist auch ansonsten keineswegs die Hauptfigur des Romans. Dies ist vielmehr Michael. Dessen Lebensgeschichte ist spannend und unterhaltsam erzählt und besonders die seelischen Qualen der Figur sind auch heute noch gut nachvollziehbar. Um so unverständlicher ist es, dass um diese sehr starke Lebensgeschichte die schwache Rahmenhandlung mit Bruder Martin gestrickt wurde. Dies hat zur Folge, dass auch das Ende des Romans nicht sonderlich gelungen ist, da hier Rahmenhandlung und Lebensgeschichte zu einem gemeinsamenen Ende gezwungen werden.

Positiv:
In der von mir gelesenen Ausgabe ist eine Karte Schottlands abgedruckt, auf der die wichtigsten im Roman erwähnten Orte verzeichnet sind. Zudem gibt es ein Personenregister, in dem sehr gut die Grenze zwischen Fiktion und historischen Fakten gezogen wurde. An der Schriftart kann man dort erkennen, welche Erkenntnisse über die handelnden Personen historisch gesichert sind und welche der Phantasie des Autors entsprangen.

Negativ:
Da sich die historischen Fakten schlecht verändern lassen, tauchen im Roman viele Personen gleichen Vornamens auf. Dies kann dem Autor zwar eigentlich nicht zum Vorwurf gemacht werden, jedoch führt es im Laufe der Handlung zuweilen zu Verwirrungen.

Fazit:
Wer sich für schottische, englische oder kirchliche Geschichte jener Zeit interessiert, sollte sich den Roman auf jeden Fall zu Gemüte führen. Aber auch für alle anderen Leser, die sich von "dicken Wälzern" nicht abschrecken lassen, ist dieses Werk sehr emfehlenswert. 
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Wer ist Simon de Quincey
Bewertung für Der Mönch / Taylor, Simon von Mandypsilon

Pro: spannend
Kontra: keine

...So beginnt die Einleitung auf der Rückseite. Dies ist die Geschichte von Martin de Dunfermline. Martin ist ein Findelkind, das von Mönchen aufgezogen worden ist. Niemand weiß wer sein Vater ist, seine Mutter ist ist bei sein Geburt gestorben, sie war eine Zofe bei der schottischen Königin Ermengard gewesen. Der Name Simon de Quincey hat Martin ständig begleitet. Simon de Quincy, Prior eines Klosters, stirbt beim Brand des Kloster. Martin ist als ...
...war zeit seines Lebens auf der Suche nach der „wahren Freundschaft“. Er wurde das Opfer seiner Gefühle für seinen Freund Edgar und der Intrigen, die um ihn herum gesponnen wurden. Durch die Geschichte des alten Mönches erfährt Martin schließlich, wer sein Vater ist. Simon Taylor führt excellent in das Schottland des 11. / 12. Jahrhunderts ein. Dieses Buch ist bei weitem nicht nur ein Roman, der im Kloster spielt, sondern der Autor beschreibt ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

27.10.2000
(19.05.2001)
Der Mönch
Bewertung für Der Mönch / Taylor, Simon von Kenny121

Pro: Spannend
Kontra: Man kann wegen der Spannung nicht mit dem Lesen aufhören

Sommer 1224 : ein junger Mönch soll im Auftrag einer Kirchenkommission die geheimnisvollen Machenschaften de Priors Simon de Quincy im schottischen Augustinkloster Incolm aufklären... Simon Taylers facettenreiches Mittelalter - Epos schildert das klösterliche Leben , das von Mord Verrat und finsteren Intriegen erschüttert wird . Die dramatischen Konflikte spiegeln die großen , geistigen , politischen und religiösen Ausernandersetzungen einer Welt ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
hilfreich

29.12.1999

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