Es geht ums Prinzip - um welches denn ???!

5  31.05.2012

Pro:
Mal ein Fragebogen der etwas anderen Art, der zum Nachdenken anregt

Kontra:
Ist ein bisschen philosophisch angehaucht, dieser Fragebogen, und nicht jedermanns Sache

Empfehlenswert: Ja 

Miraculix1967

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Erfahrungsbericht Der Prinzipien-Fragebogen

Einleitung:

Bei Hollgo, der ihn auch erfunden hat, habe ich diesen mal etwas anderen Fragebogen entdeckt und wurde neugierig. Wenn ihr ebenfalls mitmachen wollt: Kopiert euch die Fragen und setzt eure eigenen Antworten hinein.

1. Hast Du selbst ein oder mehrere Prinzipien, nach denen Du handelst? Wenn ja, welche?

Mein erstes Prinzip lautet:

"Zieh' Dein Ding durch!"

Was ich damit meine, ist: Wenn ich einmal von etwas überzeugt bin und mit einer Sache angefangen habe, dann ziehe ich sie auch bis zum Schluss durch. Und hinterher, wenn man ein Vorhaben erfolgreich beendet oder ein kniffliges Problem gelöst hat, dann fühlt man sich auch innerlich besser, nämlich entspannter und gelöster. Zumindest ist das bei mir so.

Das zweite Prinzip, das sich bei mir allerdings erst im Laufe meines Lebens entwickelt hat, lautet:

"Man muss auch mal nein sagen können!"

Bestimmt kennt ihr das auch: Man wird von dieser oder jenen Person aus seinem näheren Umfeld gebeten, ihr einen Gefallen zu tun. Auch wenn ich dazu eigentlich keine Lust hatte, ließ ich mich früher stets breitschlagen. Man wollte dieser Person, die einen ja auch irgendwie mochte, bloß nicht wehtun.

Doch war es bei mir stets so, dass dann in kürzester Zeit gleich mehrere Leute zeitgleich etwas von mir wollten. Was passierte dann? Ich Depp nahm alles brav an und war dann irgendwann völlig überfordert. Und wenn ich dann einmal nicht schnell genug war, dann war derjenige meist auch noch tödlich beleidigt!

Aus meiner Lebenserfahrung heraus sage ich heute klipp und klar meine Meinung. Wenn ich dann sage: "Nein, ich mach' das nicht, ich will das nicht!" - dann ist derjenige zwar für den Moment eventuell kurz beleidigt, aber meist nicht lange. Oftmals habe ich dann später gehört: "Na, wenigstens warst Du ehrlich!"

Mein drittes Prinzip - auch aus meiner Lebenserfahrung heraus entstanden - lautet:

"Die spontanen Ideen sind für mich die besten!"

Es war in meinem Leben stets so: Wenn ich zwischen zwei Entscheidungen auswählen sollte und begann, großartig darüber nachzudenken, dann gab das meistens nichts. Aber immer dann, wenn ich eine spontane Idee hatte und die sofort begann, in die Tat umzusetzen, dann erwies sich meine Entscheidung stets als goldrichtig. Begann ich allerdings zu zögern, habe ich die Idee oder die jeweiligen Alternativen besser direkt verworfen. Und so lebe ich nach diesem Prinzip bis auf den heutigen Tag.
2. Kennst Du andere Menschen, die nach einem solchen leben, und wie findest Du das?

Wenn man den Begriff "Prinzip" mit "strukturiertem Lebensrhythmus" gleichsetzen wollte, dann waren meine Eltern in meiner Kindheit dafür geradezu ein Paradebeispiel:

Mein Vater, der in der Mittagspause immer nach Hause kam, verlangte immer, dass Punkt 13 Uhr das Mittagessen auf dem Tisch zu stehen habe. Und eine BILD-Zeitung musste er als Mittagslektüre natürlich auch jeden Tag haben.

Bei meiner Mutter war das sogar noch extremer, zumindest in ihren letzten Lebensjahren: Punkt 8.30 Uhr stand sie auf, und Punkt 23 Uhr ging sie stets zu Bett. Und abends um 20 Uhr standen immer Tomaten, Apfelsinen und eine Scheibe Brot mit Wurst belegt, dazu eine Tasse Milch, bei ihr auf dem Tisch. Soviel bekam ich jedenfalls immer mit, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch war.

Meine Ex-Freundin, mit der ich bis vor einem Jahr zusammen war, hatte ein ganz anderes Prinzip, das hieß Laissez-faire: Sie kümmerte sich um nichts. Rechnungen wurden einfach nicht bezahlt, Mahnungen wurden einfach ignoriert, und GEZ-Gebühren zahlte sie auch aus Prinzip nicht. Das Ergebnis bekam ich dann mit: Sie musste irgendwann die Hand heben!

Nun könnte man natürlich an mich die Frage richten: "Wieso hast Du ihr denn nicht geholfen?" Dazu muss ich sagen: Das Kind war schon in den Brunnen gefallen, als ich sie kennenlernte, denn 30.000 Euro Schulden waren für mich beim besten Willen nicht zu bewältigen! Ich habe sie dann mehrmals zusammengeschissen und zumindest im administrativen Bereich versucht, ihr zu helfen. Aber letztendlich war da nichts mehr zu machen, was übrigens der Hauptgrund für meine Trennung von ihr war. Also: So ganz ohne Prinzip geht es nun auch wieder nicht!

3. Welche 3 Prinzipien kannst Du nennen, die Du respektieren würdest?

1. "Jeder soll nach seiner Fasson leben." So sagte es einst Friedrich der Große (1712-1786): Man soll jeden so leben lassen, wie er es möchte. Daraus folgt auch das zweite Prinzip:

2. Man sollte einander mit Respekt und Würde begegnen.

Das fällt mir nicht immer leicht, ist doch jeder Mensch unterschiedlich tolerant. Ich selber handhabe es stets so, dass ich mich zurückhalte, wenn mir jemandes Meinung oder jemand selbst nicht gefällt. Nur wenn man mich direkt darauf anspricht, dann sage ich auch ganz ehrlich: "Du, das gefällt mir nicht, weil....Aber das musst Du ja selber wissen!"

3. Wer nach einem bestimmten Rhythmus leben will, der sollte das ruhig tun, wenn er davon überzeugt ist.

Ich selber bin da eher spontan und lebe manchmal in den Tag hinein. An anderen Tagen habe ich mir dagegen einen bestimmten Plan erstellt, nachdem ich dann vorgehe. Aber ich lebe halt jeden Tag anders, denn an manchen Tagen ereignet sich auch einmal nichts, und man ist alleine und hat viel Zeit zum Nachdenken.
4. Könntest Du Dir vorstellen, Dich von anderen von Deinem bislang respektierten Prinzip abbringen zu lassen?

Da müsste schon etwas Gravierendes passieren, z. B. eine Krankheit oder ein Unfall, die nur deswegen eingetreten wären, weil ich an einem bestimmten Prinzip festgehalten habe und das sich nun als falsch herausgestellt hätte. Da käme ich dann schon schwer ans Nachdenken.

5. Wie prinzipientreu schätzt Du Dich ein?

Die Prinzipien, nach denen ich lebe, sind ja zum großen Teil erst im Laufe meines Lebens entstanden. Und da sie für mich persönlich gut waren und mir auch seelisch gut tun bis zum heutigen Tag, weiche ich nach Möglichkeit auch nicht davon ab, höchstens in Ausnahmefällen. Außerdem sagen mir die Menschen, die mich näher kennen, nach: "Du bist ein sturer Hand; das hast Du von Deiner Mutter geerbt!" Und ich muss sagen: Die Leute haben Recht!
6. Was hältst Du von "Prinzipienreiterei"?

Wie in Frage 5 schon angedeutet: Wenn es mir selber gut tut, dann finde ich Prinzipienreiterei sehr gut.

Schadet man aber anderen Menschen, weil man aus Sturheit an einem Prinzip festhält, dann greife ich - so ich das denn mitbekomme - auch schon einmal ein und sage dann sinngemäß: "Hören Sie mal, das kann aber, so wie Sie das möchten, niemals hinhauen, weil...." Und dann begründe ich meinen Standpunkt auch. Und da ich meistens logisch vorgehe, finde ich auch oftmals Gehör. Nur, dann, wenn ich auf einen sturen Hand, also einen "Prinzipienreiter" stoße - dann ist Hopfen und Malz verloren:-(!
7. Was würdest Du aus Prinzip nie tun?

* Undurchsichtige Dinge, von denen ich nicht weiß, ob sie illegal sind, oder die mit einem hohen Risiko verbunden sind, wie: "Kannst Du mal für mich dieses Päckchen mitnehmen, wenn Du in Urlaub fährst!" Nix da!

* Glücksspiele an Geldautomaten oder in der Lotterie: Da kann man auf Dauer nur verlieren und sich eventuell in den Ruin treiben.

* Sex ohne Verhütungsmittel: Erstens einmal weiß ich bei einer neuen Partnerin nichts über ihr Vorleben, und sie könnte ja AIDS oder irgendeine ansteckende Geschlechtskrankheit haben. Und außerdem möchte ich nicht mit 45 Jahren noch einmal Vater werden oder schlimmstenfalls irgendwelche Unterhaltsverpflichtungen haben, ohne mein Kind sehen zu können. Ist alles irgendwo auf der Welt schon mehrfach vorgekommen!

* Etwas essen, was eklig aussieht: Da kriege ich einen Würgereiz. Sieht das Essen hingegen optisch schön aus (auch wenn ich nicht weiß, was es ist), dann lange ich schon aus Neugier zu.
8. Welche Ciao-Berichtsthemen würdest Du aus Prinzip nie angehen?

Ganz ehrlich: Das sind die Bereiche, von denen ich absolut keine Ahnung habe!

Von mir wird es also niemals Berichte über Tampons, Babybekleidung und Kindersitze geben, aber auch nicht über Damenbekleidung wie BHs, Röcke oder Kleider, und werde auch nicht über Mascara, Wimperntusche, Lippenstifte oder sonstige Dinge aus dem Beauty-Bereich schreiben ganz einfach, weil es Dinge sind, die nur Frauen benutzen (okay, ein paar schwule Männer vielleicht auch).
9. Sollte jeder Mensch ein Prinzip haben, nach dem er handelt - Deiner Meinung nach?

Ich sag' einmal so: Leben heißt Erleben. Und damit man etwas erleben kann, braucht der Mensch etwas, dass ihn antreibt. Und das kann dann nur eine Motivation sein, also ein Prinzip, nach dem man lebt.

10. Nach welchem Prinzip hast Du diesen Fragebogen ausgefüllt?

Hier kann ich es ausnahmsweise einmal kurz machen: Ich habe bei Frage Nummer 1 angefangen und bei Frage Nummer 10 ganz einfach aufgehört:-)!
Abschließendes Fazit

Das war doch einmal ein Fragebogen der so ganz anderen Art: Man begann, einmal in sich zu gehen und über sich nachzudenken. Dabei habe ich doch so einiges entdeckt, was ich unbewusst schon immer getan, aber worüber ich bisher nie so richtig nachgedacht habe. Da wird man richtig zum Philosophen.

Wer das auch möchte, dem kann ich zwar diesmal keine Kaufempfehlung geben, aber eine Empfehlung, bei diesem Fragebogen mitzumachen, natürlich schon. Dafür gebe ich gerne 5 Sterne:-)!

In diesem Sinne verfolge ich jetzt ein weiteres Prinzip, nämlich jeden meiner Berichte mit meinem typischen Schlussgruß zu beenden, der da lautet:

Liebe Grüße an alle Ciao-Mitglieder und an alle Gäste von draußen:-)!

Euer "oller" Druide Miraculix1967 aus dem gallischen Dorf:-)

Düsseldorf, den 31. Mai 2012

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Calafornells

Calafornells

21.06.2012 20:47

Gut geschrieben. Ich kann auch nicht ohne Prinzipien leben, aber auf denen reiten tue auch ic h nicht. Viele Grüsse.....Marga

Antonia007

Antonia007

19.06.2012 09:24

Glückwunsch zu Gold.

target1312

target1312

16.06.2012 20:04

Sh und einen Gruß aus dem Schbg.-Land

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