"Der Scharlatan" von Ulrich Kiesow ist der 1. Roman aus der Reihe "Das Schwarze Auge" (DSA), benannt nach dem gleichnamigen Fantasy-Rollenspiel.
Der Roman spielt in Aventurien, der Welt des Rollenspiels "Das Schwarze Auge". Nähere Kenntnisse über "Das Schwarze Auge" sind zum Verstehen des ... Bericht lesen
muss auch der nicht mehr ganz junge, in einem schäbigen Wagen umherreisende Jahrmarktzauberer Gerion machen, als ihn die Magd Algunde flehentlich bittet, ihre unschuldige Herrin, die Lanzerin Selissa von Jergenquell den Klauen der KGIA zu entreissen. Das Auftauchen des Grafen Arvids von Geestwindskoje, Selissas Verlobtem, trägt nicht gerade dazu bei, die Ereignisse zu beruhigen, und die gerettete Baronin denkt auch nicht an Flucht, sondern brennt darauf, Rache am Mörder ihrer Familie zu nehmen...
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Erfahrungsbericht von orlan über Der Scharlatan / Ulrich Kiesow 10.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Niveau
leichte Kost
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
ziemlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
spannend, sympathische Charaktere
Kontra:
kleinere Längen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
"Der Scharlatan" von Ulrich Kiesow ist der 1. Roman aus der Reihe "Das Schwarze Auge" (DSA), benannt nach dem gleichnamigen Fantasy-Rollenspiel.
Der Roman spielt in Aventurien, der Welt des Rollenspiels "Das Schwarze Auge". Nähere Kenntnisse über "Das Schwarze Auge" sind zum Verstehen des Romans zwar nützlich, aber nicht unbedingt erforderlich.
Für alle, die sich in dieser Rollenspielwelt nicht oder nicht so gut auskennen, enthält das Buch einen kurzen Anhang, in dem die wichtigsten aventurischen Begriffe kurz erläutert werden.
Inhalt ***** Die Baronin Selissa von Jergenquell ist eine der berühmten Ferdoker Lanzerinnen und bei dieser Eliteeinheit auch sehr beliebt (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die heimische Baronie ihres Vaters gehört zu den reicheren im Land, da sie einige ertragreiche Erzvorkommen ihr eigen nennt. Auf diese hat es der Graf Erlan von Wengenholm abgesehen, dem die reiche Baronie in seinem Herrschaftsbereich seit jeher ein Dorn im Auge war. Mit Hilfe der Magierin Ismene bringt er den alten Baron dazu, einige (rückdatierte) Dokumente zu unterschreiben, die ihn und seine ganze Familie als Verräter dastehen lassen. Anschließen bringt er den Baron und seinen ältesten Sohn um. Selissa wird unter dem Verdacht des Hochverrats von einer Agentin des mittelreichischen Geheimdienstes gefangen genommen, verhört und gefoltert, auch wenn ihre Kameradinnen von den Ferdoker Lanzerinnen nicht an die Schuld Selissas glauben wollen. Dank des Einsatzes ihrer Stallmagd Algunde und des Jahrmarktzauberers und Scharlatans Gerion gelingt es Selissa, aus ihrem Gefängnis zu entkommen. Bald bekommen sie auch noch weitere Unterstützung, denn Selissas Verlobter, der hünenhafte Graf Arvid von Geestwindskoje, steht ihnen tatkräftig zur Seite. Schon bald ist die übertölpelte Agentin mit ihren Schergen den Flüchtenden auf der Spur und hat sie auch bald eingeholt. Doch sie hat nicht mit der Treue von Selissas (ehemaligen) Kameradinnen gerechnet. Statt sich endgültig in Sicherheit zu bringen, beschließt Selissa, sich an dem niederträchtigen Grafen von Wengenholm zu rächen. Obwohl er mit dieser Vorgehensweise ganz und gar nicht einverstanden ist, bleibt auch Gerion bei ihr, denn die beiden sind sich inzwischen recht nah gekommen. Der Graf von Wengenholm hat aber nur darauf gewartet, Selissa in ihre Hände zu bekommen, um auch sie zu beseitigen. Schließlich kommt es zum Kampf zwischen dem Grafen und seinen Schergen und Selissa und ihren Freunden, denen sich eine Gruppe von aufrechten Jergenquellern angeschlossen hat...
Meine Meinung ************* "Der Scharlatan" ist vielleicht nicht unbedingt ein Höhepunkt in der Romanreihe des "Schwarzen Auges", er gehört aber sicherlich zu den guten und damit besseren Romanen dieser Reihe.
Das Buch weist zwar die ein oder andere kleinere Länge auf, ist insgesamt gesehen aber spannend geschrieben und wird eigentlich nie langweilig. Dafür sorgen nicht nur die wilde Flucht Selissas und ihrer Freunde und die Aussicht darauf, dass die Bösewichte schließlich ihre verdiente Strafe bekommen.
Der Roman enthält viele überaus sympathische Charaktere, die sich nahezu perfekt ergänzen, deren Auseinandersetzungen und Reibungspunkte aber auch für viel Unterhaltung sorgen.
Allen voran natürlich der Scharlatan Gerion Rottnagel, der mit seinem alten (stinkenden) Hund Gurvan so ein bisschen an ein altes Ehepaar erinnert. Sie können einfach nicht ohne einander auskommen, auch wenn Gerion es nicht lassen kann, seinen manchmal etwas schwerfälligen Begleiter zu beschimpfen. Daneben scheint der Scharlatan auch nicht unbedingt das zu sein, was er zu sein vorgibt. Dies muss zu guter Letzt auch die hochmütige Magierin Ismene erfahren. Denn der von ihr so verachtete Scharlatan stellt sich als jemand heraus, der für vielerlei Überraschungen gut ist.
Die Beziehung zwischen Selissa und ihrem Verlobten, dem gutmütigen, hünenhaften Grafen Arvid von Geestwindskoje, und ihre aufkeimende Sympathie zu Gerion scheinen nahezu dazu vorherbestimmt, für Probleme zu sorgen. Aber es gibt eben nichts, was echte Kumpel auseinanderbringen kann ;-).
Autor ***** Ulrich Kiesow wurde am 3. Juni 1949 geboren. Er ist sozusagen der Vater des Fantasy-Rollenspiels "Das Schwarze Auge". Bevor er in die Welt der Rollenspiele einstieg, arbeitete Kiesow als Kunstlehrer in Nordrhein-Westfalen. Nebenbei arbeitete er als Übersetzer englischsprachiger Fantasyliteratur, insbesondere auch des englischsprachigen Rollenspiels "Dungeons & Dragons". Zusammen mit Werner Fuchs und Hans Joachim Alpers gründete Ulrich Kiesow 1983 die Firma "Fantasy Productions", die mit "Schwerter und Dämonen" das erste deutsche Rollenspiel auf den Markt brachte. Das von Ulrich Kiesow maßgeblich entwickelte Rollenspiel "Das Schwarze Auge" wurde im Jahr 1984 aus Kostengründen allerdings zuerst von der Firma "Schmidt Spiele" veröffentlicht. Erst seit 1997 werden die Publikationen des Schwarzen Auges von der Firma "Fantasy Productions" herausgegeben. Kiesows erster Roman wird 1987 unter dem Titel "Die Gabe der Amazonen" veröffentlicht, der später auch in der DSA-Romanreihe des Wilhelm HeyneVerlages als Roman Nr. 18 erscheint. Nach einem Herzinfarkt 1995 erholte sich Kiesow wieder so weit, dass er seinen umfangreichsten Roman, "Das zerbrochene Rad", fertig stellen konnte. Die Veröffentlichung erlebt er allerdings nicht mehr. Am 30. 01.1997 starb er im Alter von 47 Jahren.
(Die Informationen zu dieser kurzen Biographie stammen von den Internetseiten http://www.marianswelt.de/DSA/kiesow.htm und http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Ulrich_Kiesow.html)
Fazit ***** "Der Scharlatan" ist ein guter Roman von Ulrich Kiesow, der bisher leider nicht mehr neu aufgelegt wurde. Für DSA-Fans ist er sicherlich ein Muss, handelt es sich beim Autor doch sozusagen um den Urvater des "Schwarzen Auges". Aber auch allen anderen Leser kann ich diesen Roman guten Gewissens weiterempfehlen. Er gehört sicherlich nicht zu den schlechtesten.
Daten ***** Der Scharlatan / Kiesow, Ulrich Wilhelm Heyne Verlag, 1995 (3. Auflage) Originalpreis: 12,90 DM ISBN: 3-453-08676-7
Anmerkung ************ Wer erfahren möchte, was aus Selissa, Gerion, Arvid und Algunde geworden ist, sollte den Roman "Das zerbrochene Rad" von Ulrich Kiesow lesen, der ursprünglich als Hardcoverausgabe erschienen ist, inzwischen aber in der DSA-Romanreihe des Heyne-Verlages auch als Zweiteiler unter den Titeln "Das zerbrochene Rad - Dämmerung" (ISBN: 3-453-18805-5) und "Das zerbrochene Rad - Nacht" (ISBN: 3-453-18810-1) veröffentlicht wurde.
Pro: Tiefer Bezug zur DSA-Hintergrundwelt Kontra: Tiefer Bezug zur DSA-Hintergrundwelt
Nach vielen Jahren des Sträubens und Weigerns ist es nun doch endlich geschehen: ich habe mich dazu hinreißen lassen, einen DSA-Roman von meinem eigenen guten Geld teuer zu erwerben, und habe mich vorläufig für den vielfach als besten DSA-Roman gerühmten ...
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Pro: Preis, altertümliche Dialoge, überraschendes Ende der Story Kontra: Typischer "Gut gg. Böse"-Roman
"Der Scharlatan" ist der erste Band der DSA(Das Schwarze Auge)-Serie und handelt von einer Kriegerprinzessin, die ihr Erbe einfordert.
Selissa ist eine Lanzerin bei den Ferdoker Lanzerinnen. Ferdok liegt im Mittelreich, dem größten Staat in Aventurien, ...
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Pro: geradlinige aber spannende Handlung, tolle Atmosphäre, gut ausgearbeitete Charaktere Kontra: ---
Der Roman "Der Scharlatan" spielt in der Stadt Ferdok. Die Heldin heißt Selissa, ist eine Soldatin der Ferdocker Kavallerie und außerdem die Baronin von Jergansquell. Bei einer Schlägerei lernt sie den Scharlatan Gerion kennen und freundet sich mit dem M ...
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Pro: Spitzen Story, gelungene Mischung aus allem, was ein gutes Werk ausmacht Kontra: ???
Der Scharlatan ist wohl eines der gelungensten Bücher aus der DSA Reihe. Es erzählt die Geschichte von einer Ferdoker Lanzenreiterin, Selissa, die aufgrund einer Intrige des Mordes und des Hochverrats bezichtigt wird. Gemeinsam mit ihrem Verlobten aus de ...
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Ich kann der Meinung nur zustimmen "Der Scharlartan" ist eines der besten DSA-Bücher, die ich bis jetzt gelesen hab. Hier hat Ulrich Kiesow wirklich eine sehr gute Arbeit geleistet, doch sollte man, falls einem das Buch gefällt ruhig auch einmal, "Die Gab ...
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Pro: spannend, interessante Geschichte Kontra: kleinere Längen
..., der Magier Gerion Rottnagel und die Söldnerin Selissa von Jergenquell eine Hauptrolle in dem Roman "Der Scharlatan".
Bei der Vielzahl der in diesem Roman vorkommenden Personen, erweist sich das zu Beginn des Buches abgedruckte Personenverzeichnis manchmal als recht nützlich. Dort werden alle wichtigen in dem Roman vorkommenden Personen aufgeführt, und zwar jeweils zu dem Lager, zu dem sie gehören. Dabei ist allerdings zu beachten, dass dieses Verzeichnis beide Teile dieser Chronik umfasst, also sowohl "Das zerbrochene Rad - Dämmerung" als auch "Das zerbrochene Rad - Nacht". Im zweiten Teil dieser Chronik ist das Verzeichnis dann leider nicht mehr enthalten.
Autor
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Ulrich Kiesow wurde am 3. Juni 1949 geboren. Er ist sozusagen der Vater des Fantasy-Rollenspiels "Das Schwarze Auge".
Bevor er in die Welt der Rollenspiele einstieg...
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...seit 1997 werden die Publikationen des Schwarzen Auges von der Firma "Fantasy Productions" herausgegeben.
Kiesows erster Roman wird 1987 unter dem Titel "Die Gabe der Amazonen" veröffentlicht, der später auch in der DSA-Romanreihe des Wilhelm HeyneVerlages als Roman Nr. 18 erscheint. Das erste Buch dieser Roman-Reihe "Der Scharlatan" (1995) stammt ebenfalls von Ulrich Kiesow.
Nach einem Herzinfarkt 1995 erholte sich Kiesow wieder so weit, dass er seinen umfangreichsten Roman, "Das zerbrochene Rad", fertig stellen konnte. Die Veröffentlichung erlebt er allerdings nicht mehr. Am 30. 01.1997 starb er im Alter von 47 Jahren.
Sein letztes Werk erschien zuerst als Hardcoverausgabe, wurde aber im Jahr 2001 zweigeteilt und unter den Titeln "Das zerbrochene Rad - Dämmerung" und "Das zerbrochene Rad - Nacht" ebenfalls in die DSA...
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