Über sich:Ich schaue selten ins Gästebuch - für BHs braucht sich keiner bedanken, die waren dann verdient und ...
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Da ich derzeit Jerry- Cotton- Romane geradezu verschlinge, ersteigere ich über ebay immer mal wieder einige Romanpakete. In einem der letzten waren nun auch ein paar Western von G. F. Unger dabei, die ich wohl sonst nie gelesen hätte. Früher habe ich ja nächtelang voller Begeisterung Karl May gelesen, aber einen „Unger“ hatte ich noch nie in den Händen. Mein Premierenroman aus Ungers Feder war „Der Schmied von Gunnison“, um den es in meinem heutigen Bericht geht.
Aber gut, schnell die allgemeinen
Informationen zum Buch
- Taschenbuch: 176 Seiten - Verlag: Bastei Lübbe, Februar 2009; Nr. 43 459 - ISBN-10: 3404434595 - ISBN-13: 978-3404434596 - Größe: 17,6 x 11,4 x 1,4 cm
Neupreis 3,95 Euro, für ein Taschenbuch dieser Aufmachung ist das in Ordnung.
G. F. Unger?
„G. F. Unger wird zu Recht als der beliebteste und erfolgreichste deutschsprachige Western-Autor gefeiert. Mit einer Rekordauflage von über 250 Millionen Exemplaren gehört er zur internationalen Spitzenklasse der Spannungsliteratur. Seine Epoche ist das späte 19. Jahrhundert, seine Schauplätze sind die unermesslichen Weiten des amerikanischen Westens, deren Grenzen von unerschrockenen Frauen und Männern immer weiter nach Westen verschoben werden, bis sie schließlich die Küste des Pazifiks erreichen.“ (Quelle: Bastei-Verlag). Auf den Romanen selbst wird gar eine Weltauflage von über 300 Millionen angegeben.
Inhalt / eigene Meinung
Der ich- Erzähler Ben Coltrane kommt aus dem Krieg zurück und findet die Coltrane- Ranch niedergebrannt wieder. Seine ganze Familie, sprich die Eltern, zwei Schwestern und der kleine Bruder, hinterhältig ermordet. Verantwortlich für den Überfall ist der einstige Guerillaführer Jerry Jenkins mit seinen Reitern. Klar, das Coltrane auf Rache sinnt. Und da die Bande über den Pecos gezogen ist (denn jenseits des Pecos gibt es kein Gesetz, „selbst die berühmten Texas Rangers, sie passten am Pecos wie Spieler mit schlechten Karten.“), zieht es Ben unter dem Namen Ben Miller auch hierher. Er hat Glück – der Schmied des Örtchens Gunnison wurde erschossen, er kann die Schmiede übernehmen. Bald bahnt sich auch eine Beziehung zur Witwe, Patricia Lane an. Und nicht zuletzt deswegen bekommt Ben Probleme mit Alvah Gannaway, dem Cattle King (Rinder- bzw. Vieh- König), der in der Gegend das Sagen und außerdem ein Auge auf Pat geworfen hat.
Unser Held, der gute Ben, legt sich mit zwei „Coltrittern“ Gannaways an und transportiert diese – wie im Wilden Westen üblich – gefesselt auf ihren eigenen Pferden zu ihrem Herrn zurück. Dort trifft er nicht nur auf Gannaway, sondern auch auf Jenkins...
Geht es zunächst nur um Coltranes Rache an Jenkins (die er natürlich bekommt), wird Gannaway bald das größere Problem von Ben. Zwar besiegt er diesen im fairen Kampf Mann gegen Mann, doch nun geht es um mehr: Die Bürger Gannaways wollen ihn als Marshal, später als Sheriff. Und das würde Krieg mit Gannaway bedeuten...
Das übliche Western- Schema also: ein einsamer, aufrechter Mann kämpft allein gegen die übermächtig scheinenden Bösewichte und hält viel von der Ehre. Niemand wird von ihm einfach erschossen, jeder erhält in einem Duell eine faire Chance. Ordentliche Schlägereien, Duelle und Kugelhagel gehören zum Western dazu und werden von Unger plastisch geschildert – man sieht faktisch die Szenen wie einen Film ablaufen, „sieht“ den Pulverdampf und „hört“ den Pistolenknall.
Die Sprache Ungers ist weit weg von dem geschliffenen Stil Karl Mays; am Anfang ist der Stil arg holperig, an vielen Stellen geradezu gestelzt. Aber man gewöhnt sich ziemlich bald daran. Da die Geschichte spannend (wenn auch vorhersehbar) ist, liest man über solche Stolperstellen schließlich hinweg, sie stören nicht mehr wirklich. Die Aufmachung als Taschenbuch ist gefällig, auf jeden Fall bedeutend besser als die Heftform, das Cover selbst gelungen.
Fazit: eine gefällige, durchaus spannende Geschichte mit gewöhnungsbedürftigen Stil (aber schließlich war das auch mein erster Unger). Für Westernfans und für „Zwischendurch“ eine vollkommen geeignete Lektüre. Leichte Kost, aber ganz nett zu lesen. Drei Sterne.
Danke fürs Lesen! Mars
Bilder von Der Schmied von Gunnison. / G. F. Unger
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12.01.2013 12:16
Für den Urlaub genau das richtige :)
03.08.2012 06:23
BH und LG von mir :-))
02.08.2012 05:13
Klasse! BH bringe ich morgen früh vorbei. LG