14,9 cm, Taschenbuch, DeutschWünschen will gelernt sein! Felix leidet unter \"Wunschverstopfung\"". Sosehr er sich auch bemüht, es fällt ihm nichts mehr ein, was er...
Sein Stündchen auf der Bühn und dann nicht mehr / Vernommen wird." Sprechen solche Verse, wie hier aus Macbeth, nicht für sich selbst? Sollte man also statt über...
eine Inhaltsangabe und eine Personenliste, einen Überblick über die Genese, die Quellen, die Aufnahme durch die Zeitgenossen und die späte Kritik liefert und den...
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Sein Stündchen auf der Bühn und dann nicht mehr / Vernommen wird." Sprechen solche Verse, wie hier aus Macbeth, nicht für sich selbst? Sollte man also statt über Shakespeare nicht wieder einmal etwas von ihm lesen? Nun, wer sich von Ulrich Suerbaums Shakespeare Führer unterweisen lässt, dürfte sehr bald selbst auf Erkundungstour im dramatischen Kosmos des Elisabethaners gehen. Denn viel mehr -- und das ist keineswegs abwertend gemeint -- als eine Art Gebrauchsanweisung mitsamt einigen Appetithäppchen wird den Lesern nicht geboten. In groben Zügen werden zunächst die Epoche, Shakespeares Person sowie die oft recht unterschiedliche Aufnahme seines Werks beim Publikum und in der Wissenschaft skizziert. Dann folgen kurze Inhaltsangaben zu allen 38 Dramen, denen sich jeweils ein Überblick über die Rezeptionsgeschichte und die wichtigsten Positionen der Literaturkritik anschließt. Interpretatorische Kabinettstückchen darf man dabei nicht erwarten. Wie ein diskreter Fremdenführer hält Suerbaum sich mit persönlichen Wertungen zurück, rekapituliert lediglich den Stand der Forschung -- gewissenhaft, gründlich, aber nicht unbedingt mitreißend. Stille Sympathie hegt er offensichtlich für die Theatermacher. Wo die Kritiker weniger gelungene Stücke oft links liegen lassen, machen Erstere das Beste daraus und versuchen, ganz im Sinne des Meisters, ihrem Unterhaltungsauftrag nachzukommen. Ins Bild passt da Suerbaums gänzlich unakademischer Stil mit kurzen, prägnanten Sätzen, der dieses umfassende Nachschlagewerk dann doch noch zu einem Lesebuch macht. Doppelter Kaufanreiz für Anglistikstudenten und andere Zielgruppen: Hier kann man nicht nur lernen, was sich über Shakespeare sagen lässt, sondern auch, wie man es am besten in Worte fasst. --Patrick Fischer
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