Der Todestrieb ist die Autobiographie von Jaques Mesrine, er war bis zu seinem Tod 1979 Staatsfeind Nr.1 in Frankreich und Kanada. Er brach mehrmals aus den sichersten Gefängnissen aus und war auch noch so abgebrüht in eins einzudringen um seine Kumpels zu befreien.
Das Buch wurde von ihm ... Bericht lesen
meistgesuchten Verbrechers im Frankreich der 70er-Jahre. Geschrieben hat er sein Buch 1977 im Hochsicherheitsgefängnis von La Santé, aus dem er ein Jahr später ausbrach. Nach einer abenteuerlichen Flucht wurde er im November 1979 von einem Sondereinsatzkommando der Polizei erschossen. In seinem Buch, das sich spannender als 99 Prozent aller gängigen Kriminalromane liest, schildert Mesrine, was ihn dazu trieb, vom einfachen Einbrecher zum mehrfachen Mörder zu werden. In einer offenen Auseinandersetzung mit seiner eigenen Biografie fragt er nach den Gründen seines Todestriebs. Mesrines Jugend war keineswegs verkorkst. Er konnte mit der bestehenden Gesellschaft schlicht nichts anfangen und wollte nicht das Leben eines Normalbürgers führen. Zu dieser Erkenntnis kam er endgültig während des mörderischen und korrupten Algerien-Krieges, wo ihn eine scheinheilige Gesellschaft das Morden lehrte. Kurz nach seiner Rückkehr aus Algerien tötete er einen Zuhälter, der eine befreundete Hure brutal misshandelt hatte. Damit ist sein Weg vorgezeichnet: Die wenigen halbherzigen Versuche, die er später unternimmt, sich in einem normalen Leben einzurichten, scheitern kläglich. Er will frei sein und findet diese Freiheit nur in einem gesetzlosen Leben. Allerdings erkauft er sich dieses Freiheitsgefühl mit einer Reihe von Raubüberfällen und zahlreichen Toten. Aus diesem Teufelskreis kann Mesrine nicht mehr ausbrechen. Mesrines aufrichtiges Plädoyer für eine uneingeschränkte, individuelle Freiheit und gegen die Produktion des Bösen in Gefängnissen und Hochsicherheitstrakten ist beeindruckender als alle Baader-Meinhof-Protokolle oder Nachrichten über den gnadenlosen Dandy-Killer Carlos. Seine Kampfansage an eine in Hochhäusern, Fabriken und Gefängnissen kasernierte Zivilisation ist sicher nicht frei von einer gewissen Bonnie-und-Clyde-Romantik und einem fragwürdigen Gangsterethos. Zum Teil wirkt sein schwarz-weißes Weltbild von Flics, Spießbürgern und Gaunern pathetisch und selbstgerecht. Das alles ist auf irritierende Art und Weise lesenswert: Mesrine bleibt ein Typ, bei dem man froh ist, dass man ihm nie begegnet ist --- aber der Faszination seines Lebensberichtes kann man sich nicht entziehen. --Christian Koch
meistgesuchten Verbrechers im Frankreich der 70er-Jahre. Geschrieben hat er sein Buch 1977 im Hochsicherheitsgefängnis von La Santé, aus dem er ein Jahr später ausbrach. Nach einer abenteuerlichen Flucht wurde er im November 1979 von einem Sondereinsatzkommando der Polizei erschossen. In seinem Buch, das sich spannender als 99 Prozent aller gängigen Kriminalromane liest, schildert Mesrine, was ihn dazu trieb, vom einfachen Einbrecher zum mehrfachen Mörder zu werden. In einer offenen Auseinandersetzung mit seiner eigenen Biografie fragt er nach den Gründen seines Todestriebs. Mesrines Jugend war keineswegs verkorkst. Er konnte mit der bestehenden Gesellschaft schlicht nichts anfangen und wollte nicht das Leben eines Normalbürgers führen. Zu dieser Erkenntnis kam er endgültig während des mörderischen und korrupten Algerien-Krieges, wo ihn eine scheinheilige Gesellschaft das Morden lehrte. Kurz nach seiner Rückkehr aus Algerien tötete er einen Zuhälter, der eine befreundete Hure brutal misshandelt hatte. Damit ist sein Weg vorgezeichnet: Die wenigen halbherzigen Versuche, die er später unternimmt, sich in einem normalen Leben einzurichten, scheitern kläglich. Er will frei sein und findet diese Freiheit nur in einem gesetzlosen Leben. Allerdings erkauft er sich dieses Freiheitsgefühl mit einer Reihe von Raubüberfällen und zahlreichen Toten. Aus diesem Teufelskreis kann Mesrine nicht mehr ausbrechen. Mesrines aufrichtiges Plädoyer für eine uneingeschränkte, individuelle Freiheit und gegen die Produktion des Bösen in Gefängnissen und Hochsicherheitstrakten ist beeindruckender als alle Baader-Meinhof-Protokolle oder Nachrichten über den gnadenlosen Dandy-Killer Carlos. Seine Kampfansage an eine in Hochhäusern, Fabriken und Gefängnissen kasernierte Zivilisation ist sicher nicht frei von einer gewissen Bonnie-und-Clyde-Romantik und einem fragwürdigen Gangsterethos. Zum Teil wirkt sein schwarz-weißes Weltbild von Flics, Spießbürgern und Gaunern pathetisch und selbstgerecht. Das alles ist auf irritierende Art und Weise lesenswert: Mesrine bleibt ein Typ, bei dem man froh ist, dass man ihm nie begegnet ist --- aber der Faszination seines Lebensberichtes kann man sich nicht entziehen. --Christian Koch
meistgesuchten Verbrechers im Frankreich der 70er-Jahre. Geschrieben hat er sein Buch 1977 im Hochsicherheitsgefängnis von La Santé, aus dem er ein Jahr später ausbrach. Nach einer abenteuerlichen Flucht wurde er im November 1979 von einem Sondereinsatzkommando der Polizei erschossen. In seinem Buch, das sich spannender als 99 Prozent aller gängigen Kriminalromane liest, schildert Mesrine, was ihn dazu trieb, vom einfachen Einbrecher zum mehrfachen Mörder zu werden. In einer offenen Auseinandersetzung mit seiner eigenen Biografie fragt er nach den Gründen seines Todestriebs. Mesrines Jugend war keineswegs verkorkst. Er konnte mit der bestehenden Gesellschaft schlicht nichts anfangen und wollte nicht das Leben eines Normalbürgers führen. Zu dieser Erkenntnis kam er endgültig während des mörderischen und korrupten Algerien-Krieges, wo ihn eine scheinheilige Gesellschaft das Morden lehrte. Kurz nach seiner Rückkehr aus Algerien tötete er einen Zuhälter, der eine befreundete Hure brutal misshandelt hatte. Damit ist sein Weg vorgezeichnet: Die wenigen halbherzigen Versuche, die er später unternimmt, sich in einem normalen Leben einzurichten, scheitern kläglich. Er will frei sein und findet diese Freiheit nur in einem gesetzlosen Leben. Allerdings erkauft er sich dieses Freiheitsgefühl mit einer Reihe von Raubüberfällen und zahlreichen Toten. Aus diesem Teufelskreis kann Mesrine nicht mehr ausbrechen. Mesrines aufrichtiges Plädoyer für eine uneingeschränkte, individuelle Freiheit und gegen die Produktion des Bösen in Gefängnissen und Hochsicherheitstrakten ist beeindruckender als alle Baader-Meinhof-Protokolle oder Nachrichten über den gnadenlosen Dandy-Killer Carlos. Seine Kampfansage an eine in Hochhäusern, Fabriken und Gefängnissen kasernierte Zivilisation ist sicher nicht frei von einer gewissen Bonnie-und-Clyde-Romantik und einem fragwürdigen Gangsterethos. Zum Teil wirkt sein schwarz-weißes Weltbild von Flics, Spießbürgern und Gaunern pathetisch und selbstgerecht. Das alles ist auf irritierende Art und Weise lesenswert: Mesrine bleibt ein Typ, bei dem man froh ist, dass man ihm nie begegnet ist --- aber der Faszination seines Lebensberichtes kann man sich nicht entziehen. --Christian Koch
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Erfahrungsbericht von Frank1970 über Der Todestrieb / Mesrine, Jacques 4. März 2001
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
anspruchsvoll
Stil:
sehr nüchtern
Unterhaltungswert:
hoch
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Informationsgehalt:
mittelmäßig
Aufmachung:
ok
Pro:
Alles echt und nichts beschönigt !
Kontra:
Nichts für Kinder u . schwache Nerven ! ! !
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Der Todestrieb ist die Autobiographie von Jaques Mesrine, er war bis zu seinem Tod 1979 Staatsfeind Nr.1 in Frankreich und Kanada. Er brach mehrmals aus den sichersten Gefängnissen aus und war auch noch so abgebrüht in eins einzudringen um seine Kumpels zu befreien. Das Buch wurde von ihm selbst im Gefängnis geschrieben.
Er begann als kleiner Ganove im Pariser Milieu und wurde zum meist gesuchtesten Killer, Einbrecher und Bankräuber in Kanada und Frankreich. Als Algerienkämpfer beherrschte alle arten des Tötens.
Ich möchte nun nicht allzuviel über die Handlung des Buches verraten, um denen nicht die Spannung zu nehmen die das Buch noch lesen möchten.
Das Buch ist so Spannend und fesselnd das selbst ich der als bekennender Lesemuffel geradezu verschlungen habe.
Man ist ständig hin- und her gerissen zwischen Bewunderung und Entsetzen. Mesrine war kein gefühlloser wild um sich ballernder Killer sondern ein berechnender und schlauer Gangster der einen unüberwindbaren Willen besaß und für seine Familie und engsten Freunden alles aber auch wirklich alles getan hat.
Es ist sehr spannend zu lesen wie ein solcher Mensch denkt und handelt. Vor allem sein Erfindungsreichtum ist genial. Interessant ist auch mitzubekommen wie er im laufe seines Verbrecherlebens vom zögernden zum abgebrühten Killer wird.
Der Französische Staat erließ wegen diesem Buch ein Gesetz ("Loi Mesrine"), nach dem ein verurteilter Verbrecher an einem Buch nichts verdienen darf. Das war aber auch nie sein Ziel sondern er wollte nur aufzeigen welchen Teil die Gesellschaft dazu beigetragen hat das er zu dem geworden ist was er war, ohne die Schuld für seine Verbrechen von sich zu weisen den er stand zu allem was er tat.
Das Buch ist im ro ro ro Verlag erschienen (ISBN 3-499-19667-0) und kostet 14,90 DM.
Noch etwas sehr wichtiges, ich würde dafür sorgen das daß Buch nicht in Finger von Kindern und zu jungen Menschen gerät, da es teilweise zu sehr deutlichen Schilderungen kommt.
Pro: Ehrlicher Mörder? Kontra: Nichts für Kinder oder Herzkranke
...eines Staatsfeindes Der Todestrieb
Von Jacques Mesrine
Für dieses Buch wurde in Frankreich extra ein Gesetz erlassen: Die „Loi Mesrine“ . Es besagt, daß kein Verbrecher der ein Buch schreibt daran Gewinn erzielen darf. Ein unsinnigeres Gesetz hab ich selten gesehn.
Es ist ein selbstkritisches Buch vom Staatsfeind Nummer 1 in Kanada und Frankreich. Schon der erste Satz sagt einiges über den Autor aus: GOTT SCHÜTZE MICH VOR MEINEN FREUNDEN....MIT ... ...westlichen Gesellschaft von einem Mann, der ohne Skrupel seine Feinde tötet aber auch alles was möglich ist für seine Freunde tut. Selten wurde so ehrlich über das Milieu der Gangster und Verbrecher geschrieben ( außer :Der Minusmann von Svoboda ) wie hier. Minutiös lässt uns der Erzähler miterleben wie ein Mensch hingerichtet wird. Auch tiefe Einblicke in seine Psyche kommen nicht zu kurz. Es ist ein Bericht über ein Monster; aber auch über ein ...
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