Vergangenheit. Zukunft. Familie.
22.04.2010
Pro:
einfach alles !
Kontra:
konnte ich nichts finden
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 rainbow90
Über sich:
Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne.
(Jean Paul)
Mitglied seit:04.11.2008
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Hallo liebe Leser! Heute möchte ich euch gern einen Roman vorstellen, der da heißt: Der verborgene Garten Von Kate Morton
~~~ Wie kam ich zu dem Buch? ~~~Ich hatte, wie so oft, im Internet nach schönen und interessanten Büchern gesucht, als ich dieses fand. Mir stach es sofort ins Auge. Sowohl wegen dem Titel, als auch wegen dem Klappentext. Ich hatte nämlich schon einmal ein Buch gelesen, in dem es um ein geerbtes Cottage ging („Nells geheimer Garten“). Außerdem erinnerte es mich irgendwie an „Der geheime Garten“, welches Buch ich total schön finde. Jedenfalls fühlte ich mich angesprochen und ließ es mir mal wieder schenken. Diesmal vom Osterhasen... ~~~ Zur Autorin Kate Morton ~~~(aus dem Buch) Kate Morton wuchs in den Bergen im Südosten von Queensland, Australien auf. Sie hat Theaterwissenschaften und Englische Literatur studiert und promoviert zurzeit an der University of Queensland. Ihr Debütroman „Das geheime Spiel“ wurde in 26 Sprachen übersetzt und eroberte ein Millionenpublikum. Mit „Der verborgene Garten“ stand Kate Morton erneut wochenlang auf Platz 1 der Sunday Times. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Brisbane und arbeitet an ihrem dritten Roman. ~~~ Zum Buch ~~~ ISBN: 978-3-8289-9538-3 Preis: 9,95€ Seitenzahl: 637 Seitenwww.weltbild.de Bevor das Buch beginnt ist eine Widmung vorhanden:„Für Oliver und Louis – Die mir kostbarer sind als alles im Märchenland gesponnene Gold“ Nach dieser Widmung hat die Autorin einen Ausschnitt aus dem Märchen „Der magische Zopf“ von Eliza Makepeace eingefügt: Anschließend sieht man eine Karte von dem Anwesen, um das es in dem Buch geht. Es ist alles detailgenau aufgezeichnet und man kann gut erkennen, was was ist.
~~~ Das Cover ~~~Das Cover ist eignetl8ich sehr hübsch gestaltet. Es passt wirklich gut zum Inhalt des Buches. Man sieht auf dem Buch einen Garten. Er ist sehr ordentlich angelegt mit vielen Hecken. In der Mitte steht eine Statue von einem kleinen Jungen. Im Hintergrund sieht man ein altes Steintor, das in die Mauer eingelassen wurde. Die Rückseite ist ganz schlicht in beige gehalten. ~~~ Kritiken ~~~ >Sunday Telegraph: „Ein sensationelles Buch. Sie werden alles um sich herum vergessen!“ ~~~ Der Klappentext ~~~ (auf der Rückseite des Buches)Tiefe Gefühle, dunkle Geheimnisse Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spurern der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Sch8icksal ihrer Familie bestimmt... (auf der Innenseite des Buches)Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familiensitz der Mountrachets, auf. Sie und
Bilder von Der verborgene Garten - Roman / Kate Morton
ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage – ein Ort, an den sich Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden. Zerbricht ihre einstige Vertrautheit. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten. Zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie zunächst nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung wendet sich Eliza ihrer Cousine wieder zu und so nimmt ein schicksalhaftes Unheil seinen Lauf.... ~~~ Leseprobe ~~~Teil eins London England, 1913 Es war dunkel in der Ecke, aber das kleine Mädchen tat, was man ihm befohlen hatte, und blieb in seinem Versteck hocken. Die Dame hatte gesagt, sie müssten noch warten, es sei noch gefährlich, und sie müssten sich so still verhalten wie Mäuse in der Speisekammer. Es war ein Spiel, das wusste das kleine Mädchen. Wie Verstecken oder Rundball oder Schweinchen in der Mitte. Das kleine Mädchen kauerte hinter den Holzfässern und lauschte. Machte sich ein Bild, wie sein Papa es ihm beigebracht hatte. Männer, wahrscheinlich Matrosen, riefen sich Dinge zu. Raue, laute Stimmen, die nach Meer und Salz klangen. Worte, die das kleine Mädchen nicht verstand, die ihm jedoch keine Angst machten. In der Ferne das anschwellende Geräusch von Schiffssirenen, Trillerpfeifen, ins Wasser klatschenden Rudern und von hoch oben das Kreischen von Möwen, die die Flügel ausbreiteten, um das wärmende Licht der Abendsonne aufzufangen. Die Dame würde zurückkommen, das hatte sie versprochen, und das kleine Mädchen hoffte, dass es nicht mehr lange dauern würde. Es wartete schon lange, so lange, dass die Sonne bereits über den ganzen Himmel gewandert war und jetzt so tief stand, dass sie die Knie unter seinem neuen Kleid wärmte. Das kleine Mädchen spitzte die Ohren, wartete darauf zu hören, wie die Röcke der Dame über die hölzernen Planken des Decks raschelten, lauschte auf das Klappern ihrer Absätze, die immer hierhin und dorthin eilten, ganz anders als die seiner Mama. Auf die beiläufige, unbesorgte Weise, die innig geliebten Kindern eigen ist, fragte sich das kleine Mädchen, wo seine Mama sein mochte. Wann sie kommen würde. Und es machte sich Gedanken über die Dame. Es wusste, wer die Dame war, es hatte Großmama von ihr sprechen hören. Sie wurde die Autorin genannt und wohnte in dem kleinen Haus am hinteren Ende des Anwesens, hinter dem Labyrinth. Das sollte das kleine Mädchen eigentlich gar nicht wissen. Man hatte ihm verboten, in der Nähe des Labyrinths aus Dornensträuchern zu spielen. Mama und Großmama hatten ihm eingeschärft, es sei gefährlich auf der Klippe. Aber manchmal, wenn niemand hinsah, tat das kleine Mädchen gern verbotene Dinge. Unzählige Staubpartikel tanzten in einem Streifen Sonnenlicht, der zwischen zwei Fässern hindurch fiel. Das kleine Mädchen lächelte, und die Autorin, die Klippe, das Labyrinth und seine Mama, all das war mit einem Mal vergessen. Es streckte einen Finger aus, versuchte, ein Staubkorn zu erwischen. Lachte darüber, wie nah die Körnchen dem Finger kamen, bevor sie davon schwebten. Die Geräusche in der Umgebung änderten sich. Das kleine Mädchen hörte Fußgetrappel, aufgeregtes Stimmengewirr. Es beugte sich in den Lichtschleier vor und legte die Wange an das kühle Holz des Fasses. Spähte mit einem Auge auf das Deck. ~~~ Handlung ~~~ Die Handlung ist sehr schwer zu beschreiben, da es immer mal wieder abwechselnd um die Lebensgeschichten dreier Frauen geht, die aber alle mit einander verknüpft sind.Zum einen lebt Anfang des 20. Jahrhunderts Eliza. Sie wird in den Straßen von London groß und muss sich mit Arbeit durchschlagen. Als ihre Mutter stirbt, wird sie irgendwann von einem Detektiv gefunden, der sie u ihrer entfernten Familie auf das Anwesen Blackhurst Manor bringt. Dort lernt sie Rose kennen und beide werden beste Freundinnen. Eliza entdeckt bald ihr Interesse am Schreiben und verfasst zahlreiche Märchen und Geschichten. Rose hingegen sehnt sich nach Heirat, Familie, Kinder. Sie lernt Nathaniel Walker kennen und heiratet ihn. Daraufhin zieht sich Eliza zurück. Sie wohnt fortan im Cottage. Sehnsüchtig wartet sie darauf, dass Rose sich wieder ihr zuwendet, und als sie tatsächlich eines Tages ihre Hilfe braucht, zögert Eliza nicht, alles zu tun, um Rose wieder als Freundin zu gewinnen... Als Nell an ihrem Geburtstag von ihrem Vater erklärt bekommt, dass sie ein Findelkind war und ihr bisheriges Leben eine Lüge war, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie zieht sich immer mehr zurück und entwickelt sich zu einer grummeligen Eigenbrötlerin. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer wahren Herkunft, was sich als mehr als schwierig erweist. Als ihre Enkelin Cassandra eine Weile bei ihr wohnen soll, stimmt sie zu und lernt endlich das Leben mit einer Familie kennen. Sie zieht Cassandra groß und ihr Leben besteht aus kaum mehr als ihrer Enkelin, ihrem Antikwarenladen und der Suche nach ihrer Identität. In einem hohen Alter schließlich stirbt Nell, doch lasen sie leise Erinnerungen an eine Zeit, die vergessen scheint, nicht los...Als Nell stirbt, erbt Cassandra von ihrer Großmuter nicht nur ihr Haus, sondern auch in kleines Cottage in Cornwall. Sie reist dorthin, um zu erfahren, was es damit auf sich hat. Ehe sie es sich versieht, ist sie schon mittendrin, in der Suche, nach Nells Vergangenheit und auch das Grundstück, das sie jetzt ihr eigen nennen darf, nimmt sie gefangen. Sie lernt einen besonderen Menschen kennen und vertieft sich ganz in die Vergangenheit, um alle dunklen Geheimnisse, dieses Ortes aufzudecken.... ~~~ Meine Meinung ~~~ Also, ich bin ja völlig hin und weg von diesem Buch! Schon das Cover hat mich sehr angesprochen und ich war ja wie ich schon schrieb, an zwei andere Bücher erinnert, die ich bereits gelesen hatte. Aber als ich das Buch aufschlug, da wusste ich, es hat mich bereit jetzt in seinen Bann gezogen – und ich kann nicht mal so richtig sagen, warum! Zum einen ist das Buch schön aufgemacht. Abgesehen von dem schönen Cover, sind die Blätter nahezu schneeweiß und außerdem faszinierte mich auch die Karte von dem Anwesen sehr. Ich studierte sie zunächst einmal ausführlich. Auch die Widmung hat mich angesprochen, sie war so fantasievoll geschrieben! Aber nun zum Inhalt: Ich mag erst etwas verwirrt gewesen sein, als ich merkte, dass die Autorin im Buch immer wieder von der einen Frau zur nächsten und somit viele Jahre vor oder zurück gesprungen ist. Aber nach einigen ‚Seiten hat sich diese Verwirrtheit gelegt, man konnte dem Inhalt folgen und war wie gebannt. Überhaupt, habe ich mich das ganze Buch lang, nicht von der Geschichte wegreißen können. Sogar nachts habe ich davon geträumt und tagsüber die ganze Zeit daran gedacht und gehofft, ich könne bald weiterlesen. Ich kann nicht so genau sagen, was mich an dem Inhalt so begeistert hat. Es war einfach das Zusammenspiel von allem. Aber vor allem finde ich die Schreibweise der Autorin ganz wunderbar. Sie hat so liebevoll und fantasievoll ihren Gedanken Ausdruck verliehen, dass man ganz verzaubert war. Oft gab es so schöne Redewendungen, dass ich sie mir herausgeschrieben habe. Es ist ein Buch voller Zauberei, Feen und Elfen und viel kreativen Freiraums. Das heißt nicht, dass das ein Fantasybuch ist. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte hätte sich genau so wirklich abspielen können und teilweise beruht sie sogar auf wahren Begebenheiten. Einige Personen aus dem Buch hat es sogar wirklich gegeben. Ich bin mir nur nicht sicher, ob es die Geschichtenschreiberin Eliza auch wirklich gab. Im Internet gibt es leider nicht so klare Antworten darauf. Aber das ist ja auch völlig egal, denn das spielte beim Lesen gar keine Rolle. Man wollte einfach nur wissen, wie es weiter geht, wollte die Geheimnisse aufdecken und endlich eins und eins zusammenzählen können. Spannung war wirklich von der erste Seite bis zur letzten vorhanden. Man muss auch wirklich sagen, die Autorin beherrscht die Technik eines interessanten Anfangs und eines gelungenen Endes wunderbar. Alles hat sich super beschrieben, nicht langweilig, sondern total realistisch und mit viel Liebe zum Detail. Es war teilweise traurig, dann wieder aufregend, auch romantisch und es gab auch einige wenige lustige Szenen dabei. Und natürlich besonders viel farbenprächtige Szenen, die nur so vor Leben und Fülle strotzen und die man gierig aufsog, weil sie einfach so schön zu lesen waren. Beim Lesen hat man immer wieder auf die Karte vom Anwesen zurückgeschaut und hat regelrecht geglaubt, man wäre in einer anderen Welt gelandet. Auch ein besonders schöner und erwähnenswerter Pluspunkt ist, dass die Autorin am Anfang und am Ende je einen Ausschnitt auf einem Märchen von Eliza Makepeace eingefügt hat und im Buch sogar zwei oder drei komplette Märchen eingesponnen hat. Ich könnte, glaube ich, noch stundenlang nur über dieses tolle Buch schreiben und würde nicht müde werden, es zu loben! Ich bin wirklich völlig hin und weg und habe es sofort zu meinem neuen Lieblingsbuch auserkoren. Beziehungsweise zu meinem ersten Lieblingsbuch, da ich sonst von derartigen Bezeichnungen abgesehen habe. Insgesamt kann man also sagen, dass es sich bei „Der verborgene Garten“ um ein sensationelles Buch handelt. Der Inhalt ist spannend und anziehend, die Personen sehr authentisch und lebendig und der Schreibstil unvergleichlich. Ich glaube, um das Buch von seinem Stil her zu verstehen, muss man sich nur mal die Widmung ansehen: „Für Oliver und Louis – Die mir kostbarer sind als alles im Märchenland gesponnene Gold“ - Ich glaube, das sagt alles über die Phantasie aus, die in diesem Buch vorhanden ist! ~~~ Meine Bewertung ~~~Ich kann ja gar nicht anders, als dem Buch fünf von fünf Sternen zu geben, und würde gern noch mehr vergeben, was ja leider nicht möglich ist. Natürlich empfehle ich das Buch weiter und zwar an Gartenfreunde, Geheimnisentdecker, Märchentanten und –onkel und an alle, die noch etwas Phantasie und Romantik besitzen in der heutigen Zeit. Ich bedanke mich für das Lesen und Bewerten. Liebe Grüße
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22.08.2011 17:07
SH & LG
01.12.2010 20:12
Das lese ich auch gerade. Viele Grüße!
05.07.2010 12:03
werde ich mir mal zulegen...