FRIEDRICH SCHILLER, Der Verbrecher aus verlorener Ehre
DER DICHTER
Friedrich Schiller wurde am 10.November 1759 in Marbach/Neckar geboren und erlebte eine sehr harte Lehr- und Studienzeit in der "Militärpflanzschule" in Stuttgart, wohin ihn im Alter von gerade 14 Jahren sein absolutistischer ... Bericht lesen
den frühen Erzählungen Friedrich Schillers. Er kannte die Geschichte vom Sonnenwirt durch seinen Lehrer Jakob Friedrich Abel, dessen Vater als Vaihinger Amtmann den Sonnenwirt festgenommen hatte. In dieser überraschend aktuellen und modernen Geschichte will Schiller den Sonnenwirt weder heroisieren noch verurteilen, sondern ihn aus Anlage und äußeren Umständen, aus Charakter und Situation erklären.Zu diesem Hörbuch erhalten Sie das CD-Booklet als pdf-Datei, das nach dem Kauf Ihrer Bibliothek hinzugefügt wird.
widrige Umstände dazu treiben, dem Schicksal abzutrotzen, was es ihm verwehrt. Selbst vor Mord schreckt er nicht zurück ...Entdecken Sie mehr Hörbücher aus dem Argon-Verlag!
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten; Preise und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
CreditPlus Bank - der Spezialist für die Finanzierung von Wünschen. CreditPlus Bank SofortKredit: Variable Beträge von 500 - 50.000 Euro, ab 3,59% effekt. Jahreszins
Erfahrungsbericht von uweBeelitz39 über Der Verbrecher aus verlorener Ehre / Schiller, Friedrich 4. Januar 2007
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
sehr anspruchsvoll
Unterhaltungswert:
hoch
Spannung:
durchschnittlich spannend
Humor:
kein Humor
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Aufmachung:
schön
Pro:
Schillers Gedanken sind auch heute noch modern
Kontra:
Sprachlich nicht unsere Zeit
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
FRIEDRICH SCHILLER, Der Verbrecher aus verlorener Ehre
DER DICHTER
Friedrich Schiller wurde am 10.November 1759 in Marbach/Neckar geboren und erlebte eine sehr harte Lehr- und Studienzeit in der "Militärpflanzschule" in Stuttgart, wohin ihn im Alter von gerade 14 Jahren sein absolutistischer Landesherr, Herzog Karl Eugen von Württemberg, befohlen hatte. Dort musste er Jura, später Medizin studieren. Er litt sehr unter dem strengen Drill und dem von der normalen Welt abgeschnittenen Kasernenleben und entfloh 1781 dem Herrschaftsbereich des Herzogs. Sein Leben verlief sehr bewegt. Er wohnte in verschiedenen Städten, darunter für ein Jahr in Mannheim, ab 1787 in Weimar, dann noch mal in Stuttgart und in Jena, ab 1799 bis zu seinem Tode in Weimar. Er schrieb Dramen und andere Dichtungen und wurde mit 35 Jahren ein enger Freund Goethes. Mit bewunderungswürdiger Energie widmete sich der an Lungentuberkulose Erkrankte auch intensiven philosophischen Studien. Er wurde geadelt (Friedrich "von" Schiller) und starb recht früh mit 46 Jahren (9.Mai 1805) an Lungenschwindsucht.
DAS WERK
Schiller hat ein sehr umfangreiches Werk hinterlassen, das auch heute noch zu der klassischen deutschen Literatur überhaupt zählt. Er war Denker und Philosoph, was sich in seiner Lyrik äußert. Das "Lied von der Glocke" , oder sein vielleicht bekanntestes Gedicht, die "Ode an die Freude", die einst sogar zur deutschen Hymne wurde: "Freude, schöner Götterfunke, Tochter aus Elysium …" Aber ebenso bekannt dürften seine Balladen sein: Der Taucher; Der Ring des Polykrates; Der Handschuh; Die Kraniche des Ibykus … Sein Werk umfasst ferner eine Reihe historischer und philosophisch-ästhetischer Schriften, z.B. Geschichte des 30jährigen Krieges; Über Anmut und Würde; Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen; u.a. Seine größte Leistung sind seine Dramen. Man kann seine Bedeutung für die deutsche Literatur mit der Shakespeares für die englische gleichsetzen. Manche seiner Tragödien werden auch heute noch auf deutschen Bühnen aufgeführt, weil sie wirklich "dramatisch", d.h. spannungsgeladen sind und weil er Personen nicht konstruiert, sondern sie als lebendige, blutvolle Menschen zeichnet. Ich erinnere dabei nur an Figuren wie Maria Stuart, Karl Moor aus den "Räubern" oder auch Wilhelm Tell. Schließlich versinnbildlichen alle Dramen Schillers das hohe Ideal der Freiheit: Entweder dem Willen zur Befreiung von der Gewaltherrschaft (Wilhelm Tell!), oder die persönliche Befreiung von einer Schuld (Die Räuber). Aus diesen Gründen blieb Schillers Denken immer aktuell; er war und ist einer der Lieblingsdichter der Jugend. Titel weiterer Dramen: Fiesco; Maria Stuart; Die Braut von Messina; Don Carlos; Die Jungfrau von Orleans.
DER VERBRECHER AUS VERLORENER EHRE
Hier handelt es sich um eine nicht allzu umfangreiche Erzählung, die erstmals 1786 im 2. Heft der "Thalia", einer vom Dichter selbst herausgegebenen und weitgehend selbstverfassten Zeitschrift, erschien. Zunächst lautete der Titel noch "Verbrecher aus Infamie", doch wurde der jetzt benutzte Titel schon wenig später in einer Sammlung "Kleinere prosaische Schriften von Schiller" verwendet.
Schiller hat sich hier mit einem wirklich geschehenen Vorfall beschäftigt und diesen bearbeitet. Ihn interessierte es weniger, eine Sensation darzustellen, die die Neugier der Leser befriedigen könnte, sondern ihn bewegten die Hintergründe der Tat. Warum wird ein normaler, unbescholtener Mensch zum Verbrecher? Hier klingt auch Schillers Kritik am Verhalten der "Gesellschaft" durch, die dem Einzelnen letztlich keine Chance lässt. Christian Wolf, die Hauptfigur der Erzählung, empfindet den Druck der übrigen Dorfbewohner, "mithalten" zu können, und wird, um zu Geld zu kommen, zum Wilddieb. Dreimal wird er erwischt und jedes Mal härter bestraft. Zuletzt wird ihm sogar das Zeichen des Galgens in den Rücken gebrannt. Nach seiner dreijährigen Festungshaft möchte er gerne wieder ein bürgerlich "anständiges" Leben führen, was jedoch durch den Widerstand der Dorfbewohner verhindert wird. Sein Ansehen, seine Ehre sind verloren, und weil er den Forstgehilfen Robert für den Hauptschuldigen hält, erschießt er diesen. Danach wird er Räuber, bringt es sogar bis zum Anführer der Bande, und ist doch angewidert von deren verbrecherischem Treiben. Nun will er seine Schuld als freiwilliger Soldat sühnen, wird jedoch nicht zugelassen. In der Hoffnung auf einen gerechten Richter stellt er sich schließlich den Behörden, die ihn aber nur nach seinen Taten, nicht nach deren Hintergründen verurteilen. Er "starb durch des Henkers Hand".
FAZIT
Als Leser habe ich es nicht leicht, dem Christian Wolf ständig Sympathie entgegen zu bringen. Zunächst kenne ich ihn als Dorfbewohner und fühle mit ihm. Ich selbst muss meine eigene Gedanken- und Gefühlswelt außer Acht lassen und versuchen, Wolfs Denkweise zu verstehen. Auch bei uns gibt es mitunter starken gesellschaftlichen Druck, dem der Einzelne oft nicht ausweichen kann - das beginnt für die Kinder und Jugendlichen schon mit den Trends in Mode, Musik, Nikotingenuss, Drogen ihrer Clique. Schwächere Persönlichkeiten können dem kaum entgehen, wollen sie doch "dazugehören". Was daraus werden kann, wissen wir alle. Insofern ist diese Erzählung Schillers durchaus auch heute noch lesbar und bedenkenswert. Sie enthält Gedanken, über die nachzudenken sich lohnt. Dies erfordert aber auch eine gefühlsmäßige Distanz zum Helden. Schiller selbst sagt dazu in einem längeren Vorwort: "…Die Belehrung geht durch die Beziehung verloren, und die Geschichte, anstatt eine Schule der Bildung zu sein, muss sich mit einem armseligen Verdienste um unsre Neugier begnügen …"
LESEPROBE
"Ich will anschlagen und abdrücken - aber plötzlich erschreckt mich der Anblick eines Hutes, der wenige Schritte vor mir auf der Erde liegt. Ich forsche genauer, und erkenne den Jäger Robert, der hinter dem dicken Stamm einer Eiche auf ebendas Wild anschlägt, dem ich den Schuss bestimmt hatte. Eine tödliche Kälte fährt bei diesem Anblick durch meine Gebeine. Just das war der Mensch, den ich unter allen lebendigen Dingen am grässlichsten hasste, und dieser Mensch war in die Gewalt meiner Kugel gegeben…"
Danke fürs Lesen, Bewerten und eventuell Kommentieren des Berichtes! Uwe
weitere Erfahrungsberichte
IT'S ÖDE TO BE BLÖDE...?! Bewertung fürDer Verbrecher aus verlorener Ehre / Schiller, Friedrichvon
-lany-
Pro: Hat den Deutschunterricht lebendiger gemacht, nicht zu viele Seiten *g* Kontra: sehr altmodische Sprache und es ist ein Reclam Heft... :-)
...Arrest und Schreibverbot wegen Aufführung der "Räuber" in Mannheim. Er flüchtet über Mannheim (1783), Leipzig (1785), Dresden nach Weimar (1787). 1789 Ernennung zum Prof. der Geschichte und Philosophie in Jena. 1799 erneute Übersiedelung nach Weimar. Friedrich von Schiller starb am 9.5.1805 in Weimar.
^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^
2. Inhaltsangabe
Die Erzählung „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ von Friedrich von Schiller basiert ... ...aus Ebersbach.
In der Einleitung belehrt Schiller den Leser , dass er wie der Held erkalten muss. Man muss denken wie der Täter, um eine gerechte Verurteilung zu erreichen. Der Protagonist Christian Wolf muss seiner Mutter bis zu seinem 20. Lebensjahr in der Wirtschaft helfen, da sein Vater tot ist.
In der Schule gilt er als loser Bube. Seine Frechheit empört die Mädchen und sein Erfindungsreichtum beeindruckt die Jungs. Körperlich ist Wolf auch ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Literaturklassiker, den man kennen sollte Kontra: Der Schreibstil ist halt nicht jedermanns Fall
Der Verbrecher aus verlorener Ehre..... Was soll man zu diesem Buch schreiben? Eine Inhaltsangebe, eine Biographie Schillers? Vor allem zweites dürfte ja bekannt sein, oder. Na, vielleicht sollte man auf Nummer sicher gehen und jedem das Bildungserlebnis zu Teil werden lassen. Bau Nichtbedarf die Daten einfach überlesen. Ich habe mal nur die Daten chronologisch aufgeführt: (weiss ich natürlich nicht aus dem Kopf, sondern von der Seite der Uni Karlsruhe):
... ...*1766
Übersiedlung der Familie nach Ludwigsburg
*1767
Lateinschule in Ludwigsburg; Sch. soll später Geistlicher werden
*1773
auf Geheiß des Herzogs Carl Eugen von Württemberg Eintritt in die "Militär-Pflanzschule" (der späteren Hohen Karlsschule) auf der Solitude bei Stuttgart (1770 für Kinder unbemittelter Eltern gegründet); innere Auflehnung gegen den militärischen Zwang; heimliche Lektüre der Sturm-und-Drang-Dramatik, Lessings, Klopstocks
...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: wenige Seiten Kontra: ein Reclamheft, mit dem Lehrer gern ihre Schüler quälen
Vor Beginn der eigentlichen Geschichte findet man als Leser dieses Werks einführende Worte Schillers. Wer das Buch nach dem Lesen der ersten Seite wieder weglegt, ist nur zu verstehen, denn dieses Vorwort ist einfach das grauenhafteste am ganzen Werk. Schiller schreibt es in langen Sätzen und benutzt viele Fremdwörter, womit er jeden Schüler abschreckt. Dennoch, wie es im Unterricht so ist – da muss man durch. Die Geschichte selber ist nämlich ... ...dem Vorwort will und der Autor darauf aufmerksam machen, dass man sich sein eigenes Urteil über den Verbrecher bilden soll und er sagt dem Leser sogar, wie er mit der Geschichte umgehen soll.
Die Story:
Christian Wolf war 20 Jahre und musste seiner Mutter viel helfen, denn der Vater war tot. Er galt in der Schule als loser Bube und seine Frechheit empörte die Mädchen. Außerdem hatte er einige äußere Mängel. Um seiner angebeteten Johanna zu imponieren ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: nette und vor allem kurze (!) Schullektüre! Kontra: vielleicht nicht jedermanns Sache!?!?
...haben wir im Deutsch-GK in der 12.Klasse gelesen und ich fand es als Einstieg in unser Thema "Ehre" nicht schlecht.
Um das Wissen, das ich im Unterricht darüber erhalten habe mit Euch zu teilen, kommt nun eine Inhaltsangabe der Kurzgeschichte.
***Inhaltsangabe*** Christian Wolf war Sohn eines Gastwirtes. Da sein Vater früh verstorben ist, half er seiner
Mutter beim Betreiben der Wirtschaft bis er 20 Jahre alt war.
Er ist hässlich und unscheinbar, ... ...werden, wurde er zum Wilddieb. Der Ertrag aus seiner Wilderei kam
Johanne zu.
Robert, der Jägerbursche des Försters, hatte es ebenfalls auf Johanne abgesehen. Er war
neidisch und eifersüchtig auf Christian Wolf, dem Johanne mehr Aufmerksamkeit entgegen
brachte als ihm. Er stellte Nachforschungen darüber an.
Er ertappt Christian Wolf auf frischer Tat und bringt ihn ins Gefangnis. . Unter Aufopferung
seines gesamten kleinen Vermögens kaufte Christian ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Wie ergreifend ist die ...
Aufmachung:
hilfreich
29.09.2005
Vergleichen Sie ähnliche Produkte mit Der Verbrecher aus verlorener Ehre / Schiller, Friedrich
Der Schiller, Der Verbrecher Schiller, Der aus Schiller, Der verlorener Schiller, Der Ehre Schiller, Der Verbrecher aus Schiller, Der Verbrecher verlorener Schiller, Der Verbrecher Ehre Schiller, Der aus verlorener Schiller, Der aus Ehre Schiller, Der verlorener Ehre Schiller, Der Verbrecher aus verlorener Schiller, Der Verbrecher aus Ehre Schiller, Der Verbrecher verlorener Ehre Schiller, Der aus verlorener Ehre Schiller
Sind Sie Hersteller/Anbieter von Der Verbrecher aus verlorener Ehre / Schiller, Friedrich? Klicken Sie hier