Eine Affäre, die das ganze Leben prägt
13.04.2009
Pro:
Kate Winslet, Story
Kontra:
zu viele Nacktszenen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Anspruch
Action:
Romantik:
mehr
 gamzef
Über sich:
Auf den Geist muß man schauen. Denn was nützt ein schöner Körper, wenn in ihm nicht eine schöne Seel...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 122 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Ciao-User! Erst einmal wünsche ich euch allen frohe Ostertage. Mein erster Ostertag war jedoch ziemlich traurig, weil ich mir im Kino einen sehr ernsten und traurigen Film angeschaut habe. Die Verfilmung von Bernhard Schlinks "Vorleser" ist was die Tragik und Ernsthaftigkeit angeht,nicht minder erfolgreich als die Buchvorlage. Das die Hauptrolle von Kate Winslet besetzt war, war natürlich auch ein Grund, wieso ich den Film nicht verpassen durfte.
.....Filminfo.....
Film: Der Vorleser / The Reader Genre: Drama
Drehort: Deutschland Erscheinung: 26.2.2009
Altersfreigabe: ab 12 Jahren Dauer: 124 Minuten
Verleih: Senator Darsteller: Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes,
Romanvorlage: "Der Vorleser" von Bernhard Schlink zurzeit in allen dt. Kinos! ;-)
.....Handlung.....
Der 15jährige Michael Berg macht, als ihm auf Grund einer Gelbsucht übel wird, die Bekanntschaft mit der 36jährigen Schaffnerin Hanna Schmitz. Es entsteht eine leidenschaftliche Affäre zwischen den beiden und Michael liest ihr bei jedem Treffen was vor. Er kann sich kein Leben mehr ohne Hanna vorstellen, doch diese verschwindet sehr bald. Jahre später sieht Michael, der inzwischen Jurastudent ist, sie vor Gericht auf der Anklagebank. Hanna soll für den Tod von 300 jüdischen Frauen verantwortlich sein. Michael ist der Einzige, der weiß, dass Hanna unschuldig ist, doch wird er ihr Geheimnis, das ihr zur Freiheit verhelfen würde, preisgeben?
.....Umsetzung.....
Der Film hat keine Spezialeffekte und ist in eher dunklen Farben gehalten. Auch am Anfang, als Hanna und der junge Michael glücklich zu sein scheinen, sieht man nicht viel Farbe. Auch kräftige Töne wie gelb und orange sind hier eher blass.In der ersten Hälfte des Filmes sieht man sehr viel Haut und Sexszenen. Dennoch ist der Film kein Erotikfilm. Es geht mehr um die Innigkeit und die Zärtlichkeit zwischen dem Paar mit dem hohen Altersunterschied und darum, wie der pubertierende Junge sich mit dem anderen Geschlecht vertraut macht. Statt Erotik sind diese Szenen errötend, beschämend, aber das ist auch die Intention des Buchautoren Schlink gewesen. Warum sollte das im Film anders sein? Der Film wurde der Zeit, in dem er spielt, sehr gut angepasst. Sei es die Garderobe von Hanna, oder die Straßen. Alles erinnert an die Mitte des 20. Jahrhunderts. Da der Film einen Zeitraum von etwa 35 Jahren widerspiegelt, mussten sich natürlich auch die Charaktere optisch verändern. Kate Winslet wurde z.B. im Laufe des Filmes zu einer ziemlich glaubwürdigen 66jährigen gemacht. David Kross wurde durch Ralph Fiennes ersetzt, was ebenfalls nicht unglaubwürdig ist.
.....Meine Meinung.....
Ich muss zugeben, dass die ersten 30 Minuten mich ziemlich enttäuscht haben. Es gibt viel zu viele Nacktszenen und es wird auch alles gezeigt, auch Sachen, die man nicht sehen will, wie zum Beispiel unübersehbare Behaarung im Intimbereich. Es war auch enttäuschend, dass Kate Winslet so viel von sich gezeigt hat. So eine erfolgreiche Schauspielerin wie sie braucht das doch nicht. Doch das sind auch nicht wirklich wichtige Szenen für den Film. Der Stein gerät erst ins Rollen, als Michael schon Jurastudent ist und Hanna vor dem Richter sprechen sieht. Das sind wirklich oscarreife Szenen. In den Szenen habe ich Kate Winslet noch viel mehr schätzen gelernt, als ich es ohnehin schon tat. Die Dame spielt wirklich perfekt und spricht Bände mit ihren Gesichtsausdrücken. Was mich wunderte war, dass sie trotz ihres Hausfrauenlooks und erschöpftem, ungeschminkten Gesicht eine Schönheit und so viel Ausstrahlung hat. Der Charakter der souveränen und starken Hanna Schmitz, die so viel Stolz hat, dass sie auf Grund ihres Geheimnis' die Schuld von dreihundert verstorbenen Seelen aufsich nimmt, überzeigt sehr. David Kross ist als Charakter meiner Meinung nach nicht besonders am Glänzen. Ständig raucht er und tut nichts besonderes. Erst als er durch Ralph Fiennes ersetzt wird, erscheint mir der Charakter konturenreicher, stärker und auch emotionaler. Alles in einem ist der Film durch die Geschichte und Topbesetzung mit Kate Winslet und Ralph Fiennes sehr sehenswert. Wer Kate Winslet liebt und auch am 2. Weltkrieg interessiert ist und nicht vor Filmen mit tränenreichem Ende abschreckt, sollte so schnell wie möglcih ins Kino.
4 von 5 Sternen vergebe ich für den "Vorleser" !
eure gamze(f)
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02.05.2009 21:31
Danke für Deinen Bericht. Ich werde wahrscheinlich noch warten bis er im Fernsehen ausgestrahlt wird. Gruß P7
14.04.2009 13:59
Den haben wir uns mit der Schule angesehen, da wir das Buch dazu als Klassenlektüre hatten. Normalerweise gefallen mir die Bücher besser als die Verfilmungen, hier war es aber umgekehrt :-)
13.04.2009 23:07
Werd ich mir vielleicht morgen anschauen :-)