Ich habe bei Weltbild noch zwei andere Weihnachtskriminalromane von Anne Perry entdeckt. Und auch wenn jetzt Weihnachten schon vorbei ist, wollte ich die Reihe zu Ende lesen. Darum handelt der heutige Buchbericht von mir von dem Buch „Der Weihnachtsbesuch“ von Anne Perry.
Aussehen des Buches
Auch dieses Exemplar ist eine Hardcover-Ausgabe. Allerdings handelt es sich bei meinem Buch dieses Mal nicht um die Erstausgabe. Der Unterschied zu den bereits vorher von mir erstanden Weihnachtskriminalromanen dieser Serie ist, dass dieses Buch eine gelbe Buchdeckelfarbe hat, während die anderen Bücher bisher immer in einem weihnachtlichen Rot daher kamen. Das Rot hätte ich auch besser gefunden. Aber dieses Buch ist früher erschienen wie die bereits gelesenen, also denke ich, dass der Heyne-Verlag erst später auf die rote Buchdeckelfarbe kam. Außerdem hat auch dieser Buchdeckel wieder diese Rillen, was zunächst einmal den Anschein hat als wäre das Buch älter und zum anderen ist es auch griffiger zu halten.
Genau wie die anderen Ausgaben hat auch dieses Exemplar einen farbigen Umschlag. Dadurch fällt das mit dem andersfarbigen Buchdeckel im Bücherregal auch nicht mehr so stark auf. Das Bild auf der Vorderseite zeigt eine Essenszene einer Familie im 19. Jahrhundert. Was recht passend ist, da sich die Geschichte auch um ein Problem einer Familie dreht.
Text von der Buchvorderseite:
Heyne
Anne Perry
Der Weihnachtsbesuch
Preis
Alle Bücher dieser Weihnachtsserie von Anne Perry habe ich bisher beim Weltbild Verlag erstanden. Jedes Buch ist ein Hardcover-Exemplar und kostet 12,00 Euro. Wenn man das Buch im Internet bestellt kommen allerdings noch 3,95 Euro an Portokosten dazu. Weltbild macht ab und zu ein besonderes Angebot und erlässt die Versandkosten. Das habe ich genutzt und konnte so wenigstens die Portokosten sparen.
Buchdaten allgemein
Meine Ausgabe des Buches ist die vollständige deutsche Ausgabe 11/2006 und erschien im Wilhelm Heyne Verlag in München. Der Titel der Originalausgabe war „A Christmas Visitor“.
Die Übersetzung aus dem Englischen ist von Usch Pilz.Das Buch hat 172 Seiten.
Es hat die Maße 12 x 18,7 cm.
Die ISBN-Nummer lautet: 978-3-453-81083-9
Über die Autorin
(Personen-Daten sind aus dem Buch und Wikipedia entnommen)Anne Perry wurde am 12. Oktober 1938 in Blackheath, London als Juliet
Bilder von Der Weihnachtsbesuch - Roman / Anne Perry
Marion Hulme geboren. Ihr Vater war Physiker. Mit 6 Jahren erkrankte Juliet an Tuberkulose und musste darum in wärmeres Klima umziehen. Zuerst schickten ihre Eltern sie zu einer Familie auf den Bahamas, später zog sie mit ihren Eltern nach Neuseeland um. Als sie 15 Jahre alt war, standen ihre Eltern kurz davor sich scheiden zu lassen. Juliet hoffte mit ihrer Freundin Pauline Parker und ihrem Vater nach England zurückkehren zu können. Paulines Mutter war gegen die enge Freundschaft, da Pauline anfing in einer Traumwelt zu leben. Und darum entwickelten die beiden Mädchen einen Mordplan und erschlugen Juliet's Mutter mit einem Stein. Sie hat es anscheinend überlebt aber es kam zu einem Gerichtsprozess. Wegen ihres jungen Alters entgingen die beiden Mädchen nur knapp der Todesstrafe. Allerdings wurden sie zu Gefängnis verurteilt und nach 5 Jahren Haft freigelassen, mit der Bedingung sich nie wiedersehen zu dürfen.
Die Geschichte wurde 1994 mit dem Titel "Heavenly Creatures" mit Kate Winslet in der Rolle der Juliet Hulmes verfilmt.
Anne Perry lebt heute in Portmahomack in Schottland. Sie ist vor allem durch ihre historischen Kriminalromane bekannt, die im viktorianischen England spielen.
Weltweit haben sich die Bücher von Anne Perry bereits über 10 Millionen Mal verkauft.
Zuletzt erschienen diese Bücher im Heyne-Verlag von ihr: - Die Frau aus Alexandria
- Nebel über der Themse
- Flammen über Scarborough Street
- Feinde der Krone
- Die Verschwörung von Whitechapel
- Eine Weihnachtsreise
- Der Weihnachtsgast
- Das Weihnachtsrätsel
und noch viele mehr...
Text auf der Buchrückseite
Mord unterm Weihnachtsbaum
Als Henry Rathborne Mitte Dezember zum Landsitz der Dreghorns aufbricht, ist dies trotz der festlichen Jahreszeit und der idyllisch verschneiten Landschaft kein erfreulicher Anlass. Er kommt, um der Familie nach dem mysteriösen Tod des Hausherrn, seines engen Freundes Judah Dreghorn, beizustehen. Doch Henry muss erkennen, dass der Kummer der Witwe nicht die einzige Aufgabe ist, der er sich zu stellen hat.
Spannend. Die WeltEine faszinierende Mordgeschichte aus dem spät-viktorianischen England. Süddeutsche Zeitung
Es gibt auch noch eine Buchbeschreibung auf der Innenseite des Umschlag:
Als der Londoner Henry Rathborne kurz vor Weihnachten von dem mysteriösen Tod seines engen Freundes, Richter Judah Dreghorn, erfährt, macht er sich unverzüglich auf den Weg, um der Witwe Antonia beizustehen und Licht in die Angelegenheit zu bringen. Nach und nach treffen die ahnungslosen engsten Verwandten des Richters zum vermeintlich beschaulichen Familienfest ein und müssen vom Tod Judahs erfahren. Zu allem Überfluss beschmutzt der vor kurzem aus dem Gefängnis entlassene Ashton Gower den ehrenwerten Namen des Verstorbenen. Er warf Judah noch zu Lebzeiten vor, er habe ihn vor elf Jahren zu Unrecht wegen Urkundenfälschung verurteilt. Nun verlangt er nicht nur Genugtuung, er erhebt auch noch Ansprüche auf den Besitz der Dreghorns. Für Antonia, Henry und die Angehörigen des Opfers steht außer Zweifel, dass Ashton Gower Judah ermordet hat. Gemeinsam versuchen sie den Fall aufzurollen und den Verdächtigen zu überführen. Doch plötzlich erscheint nicht nur Judahs makelloser Ruf in einem anderen Licht.
Meine eigene Beschreibung des Buchinhalts
Henry Rathborne ist auf dem Weg von London ins schottische Hochland. Dort möchte er seiner Patentochter Antonia beistehen, deren Mann Judah Dreghorn vor einer Woche gestorben ist. Es ist Mitte Dezember und die Reise ist alles andere als angenehm. Judah Dreghorn war Henry’s bester Freund aus Jugendtagen und so ist es auch für Henry schwer mit dem Tod von Judah fertig zu werden.
Als Henry bei Antonia ankommt, muss er feststellen, dass Judahs mysteriöser Tod nicht das einzige Problem ist. Nicht nur das Judah an einer seichten Stelle im Fluss ertrunken ist, was sich keiner erklären kann, nein jetzt taucht auch noch ein gewisser Ashton Gower auf und bezichtigt Judah des Betrugs. Judah war Richter und hat vor über zehn Jahren Ashton Gower wegen Urkundenfälschung hinter Gittern gebracht. Alle aus dem schottischen Dorf beschwören dass das Urteil gerecht war. Doch Ashton Gower behauptet die Dreghorns wussten das auf dem Grund und Boden seines Vaters ein Wikingerschatz verborgen war. Bei der Urkundenfälschung ging es um das Testament von Ashton Gowers Vater und durch die Verurteilung von Ashton bekam sein Cousin sein Land als Erbe. Dieser Cousin hat Judah Dreghorn sowohl Land als auch das Herrenhaus verkauft und kurze Zeit später fanden die Dreghorns den Wikingerschatz. Für Ashton ist es klar, dass das alles geplant war.
Die vier Dreghorn-Brüder haben bislang gut von den Einnahmen des Wikingerschatzes gelebt. Judah und Antonia lebten im Herrenhaus, während seine drei Brüder ihren Vorlieben in aller Welt nachgingen. Ein Bruder begab sich nach Israel um im heiligen Land Ausgrabungen zu tätigen. Der mittlere Bruder ging nach Afrika um die Tierwelt zu erforschen und der letzte Bruder reiste mit seiner Frau nach Amerika und ist dort aber bereits verstorben.
Zu Weihnachten kehren nun die Verwandten ins Herrenhaus der Dreghorns zurück. Und alle wissen noch nichts von Judah Dreghorns Tod. Henry holt die Brüder und die Schwägerin von Judah vom Bahnhof ab und bringt es jeder Person sehr schonend bei. Für die verbliebenen beiden Brüder ist sofort klar, dass Judah von Ashton ermordet wurde. Doch wie sollen sie das beweisen? Der Totenschein lautet auf Unfalltod. Judah soll ausgerutscht sein. Dabei hat er sich den Kopf aufgeschlagen und ist dann im seichten Wasser ertrunken.
Doch als sich die Brüder Dreghorn und Henry am Fluss umsehen, stellen sie fest, dass es tatsächlich Mord war. Jetzt gilt es nur noch Ashton Gower zu überführen. Da kommt Henry einer unglaublichen Geschichte auf die Spur, die alle Fakten ändert!
Wird der wahre Mörder von Judah Dreghorn doch noch überführt? War es wirklich Ashton Gower? Oder ist er wirklich unschuldig?
Meine eigene Meinung
Auch diese Weihnachtskriminalgeschichte ist Anne Perry wieder gut gelungen. Sie beschreibt wieder zum Einen sehr überzeugend die Personen und Gegenden des 19. Jahrhunderts. Die Ehrgefühle und Situationen dieser Zeit werden sehr ausschmückend und glaubhaft geschildert.
Obwohl ja nur ein Mord geschieht und der noch nicht mal detailliert beschrieben wird, da er ja schon vor Beginn des Romans begangen wurde, ist das Buch sehr spannend geschrieben. Zunächst einmal lernt man jede Person der Familie kennen. Man erfährt sehr viel über das Leben der „daheimgebliebenen“ aber auch über das der im Ausland lebenden Personen.
Interessant fand ich auch wie abhängig die Brüder doch von dem Geld welches der Landsitz abwirft sind. Das ganze aufgebaute Leben hängt davon ab. Und genau deswegen wollen sie alle mit aller Gewalt beweisen, dass Ashton Gower im Unrecht ist, ja sogar Judah Dreghorn umgebracht hat. Damit wäre das Problem erledigt. Doch am Ende sieht der ganze Sachverhalt komplett anders aus und das Ehrgefühl jedes Mitglieds der Familie siegt.
Es ist ein absolut unblutiges Buch und darum kann ich es für jeden Leser empfehlen der gern Romane liest, die in der Vergangenheit spielen und keine Brutalität benötigen um die Spannung zu halten. Dieses Buch kommt wirklich ohne viel Gewalt aus ohne langweilig zu werden.
Das Buch ist sehr schön verarbeitet. Schade finde ich eigentlich nur, dass das Buch eine gelbe Buchdeckelfarbe bekommen hat. Es würde mit der roten Farbe viel besser zu den anderen Exemplaren dieser Weihnachtsreihe passen. Allerdings gibt es ja ohnehin einen farbigen Umschlag. Daher fällt das nicht so schwer ins Gewicht.
Auch hier ist der Preis einfach zu hoch. 12,00 Euro für so ein kleines Buch, das noch nicht einmal die Erstausgabe ist, ist einfach zu teuer. Wenn ich die Bücher bisher nicht alle so überzeugend und gut geschrieben gefunden hätte, wäre es wohl nicht in meinem Weltbild-Warenkorb gelandet. Aber da die Geschichten wirklich alle sehr liebevoll geschrieben und sehr glaubwürdig sind, habe ich eben alle Bücher dieser Weihnachtsreihe erstanden. Als Geschenk ist es auf jeden Fall eine schöne Idee.
Es gibt keine Kapitel im Buch, sondern nur größere Unterabschnitte bei denen man das Lesen unterbrechen kann. Die Seitenabstände zwischen den einzelnen Unterabschnitten ist nicht zu groß. Die Buchstaben sind genau richtig, also nicht zu klein gedruckt. Das garantiert ein sehr bequemes Lesen.
Mir hat die Geschichte wirklich wieder sehr gut gefallen und das einzige Manko an diesem Buch ist eigentlich nur der Preis. Obwohl ich den sehr hoch finde, vergebe ich doch 5 Sterne als Gesamtwertung. Einfach deshalb, weil die Geschichte sehr überzeugt und gut geschrieben ist.
19.04.2010 22:32
bh
12.03.2009 18:24
toller Bericht- LG
11.03.2009 09:58
Verdientes BH nachgereicht, lG Chrissy