Der amerikanische SF-Schriftsteller und Anthologist Robert Silverberg hat aus dem Thema geschickt eine stimmungsvolle psychologische Studie eines Herrschers gemacht. Vor 1980 hätte er wahrscheinlich actiongeladenes, aber wesentlich kürzeres Heldenepos daraus gemacht. Der Autor muss sich für ... Bericht lesen
Der amerikanische SF-Schriftsteller und Anthologist Robert Silverberg hat aus dem Thema geschickt eine stimmungsvolle psychologische Studie eines Herrschers gemacht. Vor 1980 hätte er wahrscheinlich actiongeladenes, aber wesentlich kürzeres Heldenepos daraus gemacht. Der Autor muss sich für das Studium der Roma viel Zeit genommen haben. Es hat sich positiv auf das Buch ausgewirkt.
Handlung °°°°°°°°°°°°°
Der Zigeunerkönig Yakoub Nirano, seines Zeichens des zweitwichtigste Herrscher im Sternen-Reich nach dem Imperator, ist das Oberhaupt der Roma (vulgo 'Zigeuner'), einer in der Geschichte häufig verfolgten Minderheit. Silverberg stellt die Roma als außerirdische Rasse dar, die ihre Heimat verlassen musste, weil ihre Sonne für Jahrtausende zu verheerenden Eruptionen neigen würde, die jegliches Leben auf ihrer Welt unmöglich machen würden.
Da die Roma über die Gabe des Geistreisens verfügen, erlebt der Leser mit, wie Yakoub in die Tiefen der zeit eintaucht, und kann so den Werdegang der Rasse mitverfolgen. Die Roman spielen in der Welt der Zukunft deswegen eine bedeutende Rolle, weil sie als einzige in der Lage sind, die Sprungschiffe ohne geistige Schäden zu steuern (das erinnert an die Navigatorengilde in DUNE). Naturgemäß kommt dem Herrn der Roma eine Schlüsselrolle zu, als der Kaiser stirbt, ohne einen Nachfolger ernannt zu haben und zwischen den drei Kandidaten der offene Konflikt um die Macht ausbricht.
Unterm Strich °°°°°°°°°°°°°
Der umfangreiche Roman (655 Seiten) besticht vor allem durch seine Liebe für Details. Jede Einzelheit ist liebevoll hervorgehoben, um einen weiteren Mosaikstein in das Bild dieser verwirrenden Zukunftswelt zu setzen. Diese Welt wirkt dadurch jedoch so vertraut, dann aber, wenn neue Aspekte auftauchen, wieder recht fremdartig.
Besonders gut ausgefeilt ist die in zahlreichen Rückblenden geschilderte Lebensgeschichte der Hauptfigur, die an ihre Bestimmung glaubt, dass sie es sein wird, unter deren regentschaft die Roma wieder den planeten ihres ursprungs betreten können. Und auch die 'Zigeuner', ihre Art zu leben, einst, jetzt und in der Zukunft, sind hervorragend dargestellt.
"Zigeunerstern" ist ein ausgezeichneter Roman, womöglich Silverbergs bis dato bester. Er macht neugierig auf die nächsten Bücher. Als letzter Roman erschien von Silverberg "Die Jahre der Aliens" bei Heyne (2000). Update: Inzwischen ist eine neue Trilogie über Majipoor erschienen.
Info: Star of gypsies, 1986, Heyne 1988, Nr. 06/4541, München; 655 Seiten,aus dem US-Englischen übertragen von Roland Fleissner; ISBN 3-453-03130-X
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Lesenswertes SF Buch Bewertung für Der Zigeunerstern / Robert Silverbergvon
Bay_2k
Pro: Kontra:
...Die Handlung des Buches ist schnell erzählt. Die Menschheit hat sich auf den Weg zu den Sternen gemacht
und hatte dabei Erfolg. Der Planet Erde existiert nur noch in Erinnerungen und Erzählungen. Eine große
Rolle bei der Erforschung des Universums spiel ...
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