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Jetzt aber genug „allgemeines Gelaber“, jetzt noch einiges über „Der Zorn Gottes“:
Wieder einmal ist es Harding gelungen, eine Vielzahl von Handlungssträngen in einem Buch unterzubringen. Die Hauptstory, auf die sich auch der Titel bezieht, handelt von einem ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Emty über Der Zorn Gottes / Harding, Paul 31. Juli 2001
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
durchschnittlich
Unterhaltungswert:
sehr hoch
Spannung:
sehr spannend
Aufmachung:
ok
Pro:
spannend, viele kleine historische Details
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Schon wieder ein historischer Krimi aus dem mittelalterlichen London? Diejenigen, die häufiger Berichte von mir lesen, werden gemerkt haben, dass der Autor Paul Harding doch recht häufig in meinen Berichten auftaucht. Doch seine Romane, und davon ganz speziell seine Reihe um den Londoner Untersuchungsrichter Cranson und seinen Schreiber, den Mönch Athelstan, die im 14. Jahrhundert spielt, haben es mir angetan.
Auch auf die Gefahr hin, mich zu meinen früheren Berichten zu wiederholen, will ich auch hier nochmals kurz schildern, was aus meiner Sicht das besondere an seinen Büchern ist. Man kann ja nicht davon ausgehen, dass alle meine alten Berichte lesen (auch wenn es schön wäre :-) ):
Paul Harding ist ein Pseudonym des englischen Historikers Paul Doherty. Mittlerweile veröffentlich er auch die Romane der hier besprochenen Reihe unter seinen richtigen Namen. Wenn man etwas recherchiert, erfährt man aber auch, dass er ein echter Vielschreiber ist und zumindest mir sind 3 weitere Pseudonyme bekannt. Aber trotz des Massenausstoßes von Büchern leidet die Qualität meiner Ansicht nicht darunter.
Durch sein Beruf als Historiker kann er natürlich sehr viele Details und Informationen in seinen Geschichtsromanen unterbringen. Das Besondere ist aber die Tatsache, dass diese Fakten nicht einfach „doziert“ werden, sondern das sich auch Informationen über die damals aktuelle politische Situation oder Regeln das Zusammenlebens immer quasi selbstverständlich aus der erzählten Geschichte ergeben. Man hat nie das Gefühl, der Autor würde erst einmal eine Art Grundlage „herunterbeten“, wie ich es schon bei anderen Geschichtsromanen erlebt habe, und darauf dann seine Erzählung aufbauen. In Hardings Büchern erfährt man dies ganz nebenbei aus Unterhaltungen oder bei der Recherche für die Fälle.
Wie auch schon früher mehrmals geschrieben, sind die Romane selbstverständlich keine Geschichtsbücher und haben auch nicht diesen Anspruch. Aber für Unterhaltungsliteratur wird erstaunlich viel an Fakten vermittelt. Und gerade ich als alter London-Fan amüsiere mich auch über viele Anspielungen über mir bekannte Orte.
Jetzt aber genug „allgemeines Gelaber“, jetzt noch einiges über „Der Zorn Gottes“:
Wieder einmal ist es Harding gelungen, eine Vielzahl von Handlungssträngen in einem Buch unterzubringen. Die Hauptstory, auf die sich auch der Titel bezieht, handelt von einem Geheimbund, der den Mächtigen der Stadt den Kampf angesagt hat und dessen rätselhafter Führer „Ira dei“, Der Zorn Gottes genannt wird. Der uns schon aus den vorherigen Büchern bekannte Regent Englands, Gaunt, versucht sich mit den reichen Gildenherren der Stadt zu verbünden. Doch dann werden der Sheriff Londons und einer der Gildemeister ermordet und der Goldschatz, der von beiden Seiten in einer mehrfach verschlossenen Truhe hinterlegt wurde, verschwindet. Da natürlich auch wieder die Rivalität zwischen dem Regenten und dem eigentlichen König, der noch ein Kind ist und von seinen Beratern gesteuert wird, eine große Rolle spielt, bleibt für unsere Helden wieder viel zu tun. Und so ganz nebenbei klären sie noch den Tod eines der besten Freunde des Coroners, untersuchen ein angeblich besessenen Mädchen und Athelstan versucht in seiner Gemeinde eine Heirat von zwei Kindern aus verfeindeten Familien zu deichseln. Neben all der Spannung bleibt aber auch wieder genügend Zeit für viele nette Nebenepisoden; wenn ich nur an die Art und Weise denke, wie der griesgrämige, manchmal fast wilde Coroner an einen neuen Diener und zwei Riesenhunde kommt und dann Angst wie ein Schulkind hat, dies seiner kleine, aber resoluten Frau beizubringen, lache ich jetzt noch.
Wieder einmal ein absolutes Lesevergnügen, dass sowohl die Fans dieser Buchreihe als auch Neueinsteiger zu begeistern weiß. Denn obwohl dieser Bücher eine Art Serie darstellen, ist jedes in sich abgeschlossen und auch wenn viele handelnde Personen immer wieder auftauchen, werden sie in jedem Buch so ausreichend charakterisiert und ihr Verhältnis untereinander dargestellt, dass man es auch ohne Kenntnis der Vorgängerwerke genießen kann.
Pro: die beiden Hauptpersonen, die sehr lebhaften Beschreibungen, ... Kontra: ein etwas schwächerer Teil und vielen sehr, sehr guten
...die weiteren Bücher:
Die Galerie der Nachtigallen
Das Haus des roten Schlächters
Die Sakristei des Todes
Der ZornGottes
Tod auf der Themse
Das Parlament der Toten
Tödliches Rätsel
Der ZornGottes
Der Autor
PaulHarding ist das Pseudonym, unter dem Paul Charles Doherty schreibt. Dieser wurde am 21. September 1946 in Middlesbrough als viertes von neun Kindern geboren.
Die Schulzeit absolvierte er in einem katholischen Internat. Anschließend jobbte er mit geringem Erfolg als Müllmann, Straßenkehrer, Busfahrer, Kellner und sogar als Knecht Ruprecht. Danach wollte er eigentlich Priester werden, verwarf dies aber nach drei Jahren und studierte dann Geschichte in Liverpool und Oxford, wo er auch seine Frau Carla, eine Amerikanerin, kennenlernte.
Nach dem Studium unterrichtete er in Berkeshire, Nottinghamshire und West...
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Pro: Historisches und Poetisches aus London Kontra: nichts
...Ich lese gern und viel - vor allem auch historische Romane. Ganz besonders mag ich solche, die im alten England spielen, da mir dieses Land durch verschiedene Reisen sehr ans Herz gewachsen ist.
Der Roman "Sakristei des Todes" (Originaltitel : Murder must Holy, Erstausgabe erschienen 1993), über den ich heute schreibe, ist Teil einer bisher neun Titel umfassenden Reihe und soll laut Verlag im April als Neuauflage erscheinen. So wird er aktuell in den Buchhandlungen präsent sein.
= Romane dieser Reihe =
Die Galerie der Nachtigallen
Das Haus des roten Schlächters
Sakristei des Todes
Der ZornGottes
Tod auf der Themse
Das Parlament der Toten
Tödliches Rätsel
= Allgemeines zum Taschenbuch =
Autor...........................PaulHarding
Übersetzer................Rainer Schmidt
Dt. Erstausgabe.......1994...
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hilfreich 31.03.2004
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