Über sich:Nach langer langer Zeit mal wieder ein bericht von mir:))
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Dieses Rezept wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leser und weil es so schön ist endlich einmal Zeit zu haben, folgt heute doch glatt noch ein Bericht vom Corsalein. Heute gibt es mal wieder ein Rezept und einiges Wissenswertes dazu. Ich möchte euch heute mein Grünkohl/Braunkohl Rezept verraten. Das war übrigens unser Weihnachtsessen, wie die Überschrift ja verrät. Wie einige wissen wohnt das Corsalein hoch im Norden in Schlicktown*grins* Wilhelmshaven und dort gibt es Grünkohl mit Pinkel. Allerdings stamme ich ja nicht aus dem hohen Norden, sondern aus dem südlichen Niedersachsen, nämlich aus Hildesheim und dort gibt es Braunkohl und Bregenwurst. Der Kohl ist der Gleiche, nur die Würste sind verschieden. Womit ich dann gleich einmal den Grünkohl und die verschiedenen Würste erklären könnte:
Grünkohl: ***************
Grünkohl (Brassica oleracea convar. acephala var. sabellica) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist ein typisches Wintergemüse, welches fertig zubereitet dem Spinat optisch etwas ähnlich ist. Es handelt sich jedoch um eine Zuchtform des Kohls (Brassica oleracea). Der Grünkohl ist von allen verbreiteten Kohlformen der Wildform der Kohlpflanze am ähnlichsten. Grünkohl hat seinen Ursprung wahrscheinlich in Griechenland. Dort wird 400 v. Chr. ein krausblättriger Blattkohl beschrieben, der später bei den Römern als Sabellinischer Kohl bezeichnet wurde. Dieser Kohl ist wohl der Vorläufer des heutigen Grünkohls. Grünkohl zählte in der römischen Küche zu den Delikatessen. Bauern, die Grünkohl anbauten, brachten es dadurch oft zu Wohlstand. Typische Anbaugebiete heute sind Mittel- und Westeuropa, Nordamerika und Ost- sowie Westafrika. Im Norden Deutschlands streiten sich alle Jahre wieder die Städte Bremen und Oldenburg darum, wessen "Spezialität" der Grünkohl denn nun ist. Die längste Tradition können die Bremer nachweisen, die seit 1545 ein öffentliches Grünkohlessen zelebrieren. In Deutschland wird Grünkohl auf einer Fläche von etwa 10 km² angebaut.
(Quelle Wikipedia)
Pinkel: ************
Pinkel (ostfriesisch von pink, "kleiner Finger", "Geschlechtsglied", auch "kleine Wurst") ist eine geräucherte Grützwurst, die in Norddeutschland, besonders in der Gegend um Oldenburg, Bremen und Osnabrück sowie in Ostfriesland zu Grünkohl gegessen wird. Sie besteht im wesentlichen aus Speck, Grütze von Hafer oder Gerste, Rindertalg, Schweineschmalz, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und anderen Gewürzen. Die genaue Zusammensetzung der Rezeptur wird von den jeweiligen Schlachtern als Betriebsgeheimnis gehütet und ist von Dorf zu Dorf durchaus unterschiedlich. Qualitativ hochwertigere Pinkel werden auch als Fleisch-Pinkel bezeichnet. Grünkohl mit Pinkel ist ein sehr nahrhaftes Essen, da in den Grünkohleintopf zusätzlich noch Bauchspeck und andere Würste gegeben werden. Tradition haben die Kohl-und-Pinkel-Touren (auch "Kohlfahrten" genannt), winterliche Ausflüge zu Landgasthöfen.
(Quelle Wikipedia)
Bregenwurst **************
Bregenwurst oder Brägenwurst ist eine rohe oder leicht geräucherte Mettwurst aus magerem Schweinefleisch, Schweinebauch, Hirn vom Rind oder Schwein, Zwiebeln, Salz und Pfeffer. Sie ist eine Spezialität in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und wird meist zu Grünkohl gegessen - dazu lässt man sie etwa 30 Minuten zusammen mit dem Kohl garen. Ihren Namen hat die Bregenwurst vom plattdeutschen Bregen oder Brägen, was ,Hirn' oder auch ,Kopf' bedeutet. Heute wird sie wegen der BSE-Gefahr ohne Hirn zubereitet.
(Quelle Wikipedia)
Mett oder Kochwurst **************************
Mettwurst (seit dem 16. Jahrhundert aus dem Niederdeutschen als metworst bekannt) ist eine Rohwurst aus Schweinemett, einem kräftig gewürzten Hackfleisch, die meist durch Räuchern oder Trocknung haltbar gemacht wird. Je nach Rezept und Region variieren Größe, Feinheit des Hackfleischs, Würzung und Dauer der Trocknung. Frischem Mett am ähnlichsten sind Zwiebel- oder Streichmettwurst. In Süddeutschland und Österreich wird unter Mettwurst eine streichfähige, der Teewurst geschmacklich und sensorisch ähnliche Wurst verstanden. In Nord- und Ostdeutschland ist Mettwurst durch längeres Räuchern oder monatelange Lufttrocknung härter und kaum mehr streichfähig. Geräuchert wird sie dort auch Knackwurst bzw. Knacker genannt oder in einer kleineren, weicheren und schwächer geräucherten Variante Mettende. Bekannte luftgetrocknete Mettwürste sind z. B. die Eichsfelder Kälberblase oder der Feldgieker. Mettwürste werden je nach Art direkt aus der Hand gegessen (z. B. Knacker oder Landjäger), als Brotbelag verwendet (z. B. Streichmettwurst, Ahle Wurst, Aalrauchwurst) oder in Eintöpfen und anderen würzigen, einfachen Gerichten als Einlage gegart (z. B. Mettenden, Knacker, Bregenwurst).
(Quelle Wikipedia)
So dann kommen wir mal zu meinem eigentlichen Rezept. Dazu nehme ich, für 3-4 Personen: 3 - 4 Dosen Grünkohl a 500 gr. von Lipperland, 4 Zwiebeln, 1Kg Kassler, 3 Eßlöffel Griebenschmalz, 6 Pinkel, 6 Kochwürste, Pfeffer, Salz, Kartoffeln
Den Grünkohl, die kleingeschnittenen Zwiebeln, das Schmalz , das in kleine Stücke geschnittene Kassler, Pfeffer und Salz gebe ich in einen großen Topf. Ich lasse den Grünkohl dann erst einmal auf großer Hitze warm werden. Dann lasse ich das Ganze ca. 50 Minuten bei mittlerer Hitze kochen, wobei ich ab und zu umrühre damit das Essen nicht anbrennt. Nach 50 Minuten gebe ich die Würste dazu und koche diese dann nochmals 20 Minuten mit. In den letzten 20 Minuten koche ich auch meine Kartoffeln, die ich dann zu dem Grünkohl reiche.
Das ist unser aller Lieblingsessen, egal mit welcher Wurst dazu. Meistens reicht diese von mir gekochte Menge für 2 Tage. Wobei ich sagen muß, das mir der Grünkohl aufgewärmt fast noch besser schmeckt, wie frisch gekocht. Allerdings ist Grünkohl kein billiges Essen. Allein für die Menge Fleisch und Wurst zahlt man ca. 25 Euro, aber wenn es einem schmeckt, zahlt man das ja gern. Achja ein paar Bilder von den Würsten usw. seht ihr auch noch unter dem Bericht. Ich wünsche allen Guten Appetit beim nachkochen.
Auf den Wehnachtsbaum konnte ich verzichten, aber nicht auf Grünkohl zum Fest. Schon meine Oma, später meine Mutter bereiteten ihn köstlich zu. Meine Frau und Tochter essen das nicht, folglich speisen sie mich mit dem Gemisch aus Gläsern ab. So geht eine Tradition den Bach runter. BG Gunter
03.02.2009 11:32
Ich weiß noch nicht, ob ich meinen Grünkohl heute so bereite, aber geholfen hast Du mir wirklich sehr.
03.01.2007 10:49
Auf den Wehnachtsbaum konnte ich verzichten, aber nicht auf Grünkohl zum Fest. Schon meine Oma, später meine Mutter bereiteten ihn köstlich zu. Meine Frau und Tochter essen das nicht, folglich speisen sie mich mit dem Gemisch aus Gläsern ab. So geht eine Tradition den Bach runter. BG Gunter
28.12.2006 18:14
Gar nicht mein Fall! LG, Daniela