Dieses Rezept wurde von 55 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Liebe Leser/innen und Bewerter/innen
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Heute gibt es etwas typisch Norddeutsches :/) Kohl-und-Pinkel Da läuft mir schon das Wasser im Munde zusammen. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
3 Beutel je 1000g GEFRORENER GRÜNKOHL 2 Pinkelwürste (gibt’s nur in Norddeutschland) 700 g Kasseler Rippenspeer 4 Geräucherte Kochwurst (Mettenden) 250 g Frischen Bauchspeck 100 g Schweine-, Gänse- oder Entenschmalz (es geht auch Margarine) Salz und Pfeffer 1 EL Gekörnte Brühe 3 – 4 ELHaferflocken 2 Zwiebeln
2,5 kg Grünkohl frisch ½ l Fleischbrühe 100 g Schwein-, Gänse- oder Entenschmalz, 2 EL Haferflocken 500g Rippchen oder Bauchspeck 500g Kassler 500g Pinkelwurst 3 Zwiebel 1 Tl Salz,
dazu werden Salzkartoffeln gereicht
Als Variation wäre eine Zugabe von einer Gänsekeule (ist aber nicht typisch) Es gibt viele Abwandlungen
Zwischenbemerkung: Meine Pinkelwurst bekomme ich immer, wenn meine Verwandtschaft hier bei mir zhu Besuch kommt. Meine Bestellung habe ich natürlich vorher abgegeben.
Der Grünkohl hat viel Vitamin C das auch bei der Zubereitung teilweise erhalten bleibt. Als Vitamin-C-Spender besonders im Winter sehr gut geeignet.
Als traditionsbewusste und Heimatverbundene Bremerin muss ich feststellen, das der Kohl auch außerhalb von Bremen gegessen und hoch geschätzt wird. Der Grünkohl wird wie von den Ostfriesen, den Braunschweigern, den Holsteinern, im Solling, in Hamburg und im Oldenburg’schen hat er seine kulinarischen Freunde gefunden. Aber die Bremer haben ihn, den Grünkohl, als Nationalgericht gemacht.
Er wird auch schon mal von, uns Bremern, als Braunkohl bezeichnet. Die Behauptung dass der Grünkohl nach langem Kochen seine grüne Farbe einbüßt, kann nicht jeder teilen. Natürlich verändert der Grünkohl seine Farbe, wenn der Kohl mit der berühmten Pinkelwurst gekocht wird. Und nun bin ich bei dem Hauptbestandteils des zukünftigen Kohl-und-Pinkel-Essens, nämlich dem Pinkel. Liebe Nichtbremer ich weiß der Name ist nicht gerade schön, aber aber aber. Etwas Unanständiges ist es nicht durchaus nicht. Nase rümpfen brauchen Sie nicht.
~~Erklärung dieser Pinkelwurst: Pinkel besteht aus reichlich Speck und Zwiebeln, als Flomen, Hafergrütze, Piment, Pfeffer und Salz. Alles gut vermengt und vermischt wird diese Masse in den Mastdarm des Rindes gestopft, der ja auch Pinkeldarm genannt wird. Nun wissen Sie wo sich dieser Name ableitet.
~~Erklärung Flomen: Flomen ist das weiche Bauchspeck vom Schwein (nicht zu verwechseln mit fettem Speck). Meistens muß man es extra beim Schlachter vorbestellen.
~~Braunkohl: ist eine Sorte aus blauen, halbkrausen Kohl, der beim Kochen braun wird. Da der blaue Kohl, keinen Massenblätterbringer ist, wird heute nur noch der grüne Kohl angebaut.
Meistens beginnt die Kohl-und-Pinkel-Zeit am 21. November, weil es bis dahin schon richtig schöne frostige Nächte gegeben hat. Denn der Frost gibt dem Grünkohl erst den kulinarischen Geschmack.
Zur Tradition gehört zur Winterzeit, dass viele Vereine oder Kegel- und Kartenclubs zum Kohl-und-Pinkel-Essen einladen. Man trifft sich zum geselligen Beisammensein, oft nach kleinen Wanderung mit einem Bollerwagen. Der Inhalt des Bollerwagens ist hochprozentig. Liköre und Schnäpschen werden schon mal auf dem Weg zum Essen vernichtet. Wer dann nach dem Einverleiben des Grünkohls kein Ende finden kann und als letzter übrig bleibt, wird zum diesjährigen Kohlkönig oder -königin ernannt. Der Kohlorden wird vom vorherigen Kohlkönig oder-königin feierlich, sehr feierlich überreicht. Oha, oha , das ist nicht für Miesepeters und Leute die zeitig ins Bett gehen wollen. Es kann schon mal bis in die Morgenstunden gehen. Dies nur am Rande bemerkt.
Den so genannte Kohlorden gibt es in vielen Ausführungen: Ich kenne den Orden aus einem Kuhknochen. Dieser Kuhknochen ist gereinigt und vielen kleinen Minifläschen Schnaps verziert. Die andere Variante ist ein Kohlstrunk mit Silberpapier umwickelt und mit einem Palmzweig verziert und ebenfalls mit kleinen Minifläschen Schnaps befestigt.
Dies war meine Ausführung in groben Zügen über die Grünkohlgeschichte.
In einem hohen großen Topf lässt man das Fett aus und dünstet die Zwiebeln an., Es geht auch ohne Zwiebel. Jetzt folgt schichtweise der Kohl mit Gewürzen, Kassler, Mettwürsten, Bauchspeck und Pinkel, danach die zweite Lage Kohl mit Gewürzen, Kassler Mettwürsten, Bauchspeck und Pinkel. Zum Schluß gieße ich Wasser hinzu. Nach kurzer großer Hitze ca. 5 Minuten, dünstet der Grünkohl auf kleiner Flamme, ~bei meiner Scala von 1-12 ~, auf 5 weiter so circa 1 – ½ Stunden. Gelegentliches umrühren nicht vergessen. Da der Grünkohl aufgewärmt am Besten schmeckt koche ich ihn immer einen Tag vor dem Genuss.
hier ist die Variante mit dem frischen Kohl. Der Kohl sollte kräftigen Frost abbekommen haben. Der frische Kohle wird nun von den Stielen und Strünken bereit und mehrmals gründlich gewaschen. Danach kommt er für 5 Minuten in kochendes Salzwasser. Nach dem Aufwallen holt man ihn heraus und schneidet den Grünkohl auf einem Brett klein. Die restliche Zubereitung ist wie im Vortext zu lesen.
18.03.2012 10:06
Grünkohl mag ich leider weniger.LG
16.12.2009 06:45
IS NICH GRAD WIEDER SAISON ? GREETZ FROM WALLCITY BEARTOWN
14.12.2009 15:45
Ja - ein Winter ohne Grünkohl geht gar nicht - lecker!! LG Karen