Der beste Schokoladenkuchen

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Der beste Schokoladenkuchen

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... Der hohe Kakaogehalt entspricht einem niedrigen Zuckergehalt und ist maßgeblich verantwortlich für den opulenten Schokoladengeschmack, auf den es ja bei diesem Kuchen ankommt. Die Schokolade ist auch die teuerste Zutat bei diesem Kuchen - für 200g sollte man schon 3 - 4 € ansetzen. (Und ... Bericht lesen





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Dieses schokoladige Objekt der Begierde......
Ein Rezept von marcellina für Der beste Schokoladenkuchen
28.11.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: sieht gut aus, schmeckt edel, absolut einfach zu machen, hält sich lange
Kontra: das kleine Wort, das mit K anfängt und mit n aufhört, vergessen wir ganz schnell wieder .  .  .  .  .

Empfehlenswert? ja 

Das ganze Rezept

Manchmal bin ich ungeduldig. Sagen wir mal beim Kochen - wenn ich Tausende von Kleinteilen schnippeln soll, alle möglichst mit der gleichen Kantenlänge oder wenn das Rezept 128 Vorbereitungsarbeiten verlangt, damit man überhaupt mal anfangen kann. Zum Thema Backen sind mir bisher immer solche schönen Dinge in den Sinn gekommen wie aufs Zehntelgramm abgewogene Zutaten, Stricknadeln, mit denen man in Kuchen herumbohren muss, um die ideale Konsistenz zu erwischen, Backwerke, die hartnäckig am Rand festkleben und dann langsam in der Mitte durchbrechen, wenn ich sie vollendet gelassen und in aller Ruhe ablösen will.......

Aber es gibt Hoffnung, sogar für einen relativen Backmuffel wie mich. Vor einiger Zeit habe ich nämlich ein Rezept entdeckt (nein, es ist nicht selbst erfunden, schade eigentlich!), das mich von allen Backnöten erlöst: DER ultimative Schokoladenkuchen, the one and only, den ich seither fast jede Woche mit routiniertem Griff aus dem Ofen ziehe und den ich allen, die davon essen dürfen, ganz stolz als Musterbeispiel der marcellina'schen Backkunst präsentiere........

Genug der Vorrede, kommen wir zum Wesentlichen -

Die kleine Backschule für Banausen

Wir stellen uns jetzt einfach mal ganz dumm und legen folgende Dinge schön ordentlich vor uns hin:

1 größere Schüssel (möglichst nicht aus Plastik)

1 Topf oder 1 Pfanne mit etwas Wasser drin (ca. 1/8l oder einfach ein bis zwei Tassen voll) - ach ja, die Schüssel sollte da reinpassen.....)

1 Kochlöffel oder 1 Löffel oder irgendetwas zum Rühren

1 Springform von 26 cm Durchmesser (Springformen sind die Teile mit Boden und Rand ---> ohne den Rand hat man nicht viel davon....)

Backpapier ( Trick 17: wir legen ein Stück etwas überlappend auf den Boden der Form, geben den Springformrand wieder drüber und klemmen das Papier gleich mit ein). Den Rand der Kuchenform ruhig schon vorab mit ein wenig Butterpapier einfetten.

Nun die Zutaten. Ein Durchschnittsmensch hat wahrscheinlich einiges sowieso bei sich herumliegen. Wie immer beim Herstellen einer essbaren Sache sollte man kurz aber intensiv bedenken, dass es nicht immer nur auf den Preis ankommt, sondern vielleicht auch auf die Qualität.....
Wir reihen frohen Mutes vor uns auf:

4 Eier (so frisch und gut wie möglich, also nicht die 5 Wochen im Schrank gelagerten Käfigeier....

200 g Butter, das ist etwas weniger als ein normales Päckchen (auch frisch, und bitte auf gar keinen Fall auf Margarine umsteigen, hier geht es um Genuss und nicht um seltsame Ersatzfette).

200 g Zucker (weniger nehmen bringt nichts, der Kuchen ist trotzdem nicht übermäßig süß)

200 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse (Mandeln schmecken relativ neutral, nimmt man die Haselnüsse, was ich meistens tue, dann wird der Geschmack nussiger). Tipp: bei Lidl gibts kalifornische gemahlene Mandeln, sind besonders gut!)

und nun das Allerwichtigste: die SCHOKOLADE!
Die Menge auch hier 200g. Aber: der Kuchen wird nichts mit Vollmilchschoki, und er wird auch nichts mit billiger Block-, Koch- oder Sparschokolade. Dies ist die einzige Zutat, bei der man nicht knausern darf - es MUSS eine gute Qualität sein, und zwar von 60% Kakaogehalt an aufwärts. Meine backtechnischen Experimente habe ich mit 60%, 70 und 75%-Schokolade durchgeführt - was im Kakaogehalt darüber liegt, kann man natürlich auch probieren, drunter gehts überhaupt nicht. Der hohe Kakaogehalt entspricht einem niedrigen Zuckergehalt und ist maßgeblich verantwortlich für den opulenten Schokoladengeschmack, auf den es ja bei diesem Kuchen ankommt. Die Schokolade ist auch die teuerste Zutat bei diesem Kuchen - für 200g sollte man schon 3 - 4 € ansetzen. (Und auch hier der Spartipp: Amazonas Plantagenschokolade, auch bei Lidl, mit 60% Kakao, 125 g so etwas 89 Cent, ist von Rausch, aber mit Deckname...)

So, nun noch 1 gutes Esslöffelchen Mehl, 1 kräftige Prise Salz, ein halbes Päckchen Backpulver und - hier beschreiten wir wieder das Feld der wilden Experimente - je nach Geschmack ein bisschen geriebenen Muskat, Bourbonvanille aus der Schote gekratzt, oder ganz einfach ein Päckchen Vanillinzucker, vielleicht ein Löffelchen Kakao......Demnächst werd ich mal ein paar Kokosraspel dazumischen, aber hier und heute lassen wir so was erstmal sein.

Wen meine langen Ausführungen langsam zur Ungeduld reizen - gemach! Der Kuchen ist nachher ruckzuck fertig, also ganz ruhig bleiben....

So, wir schreiten zum Vorgang der Teigbereitung.
Schüssel in den Topf mit dem Wasser stellen, die Butter und die Schokolade in kleinen Stücken hineingeben und das Ganze dem Schmelzpunkt zuführen - Wasser sollte nicht wild kochen, aber doch so heiß werden, dass sich die Butter und die Schoki zu einer wunderschön glänzenden, dunkel flüssigen Mischung vereinen.
Wenn das geschehen ist, die Schüssel aus dem Topf nehmen, Zucker in die Masse geben, umrühren, dann die geriebenen Nüsse, umrühren (jetzt wird es ein bisschen weniger flüssig), das Löffelchen Mehl, Backpulver, Salz (ist wichtig!) und der Vanillezucker oder, wenn man schon ein wenig mutiger geworden ist, die sonstigen Würzzutaten. Zum Schluss die Eier schön eins nach dem anderen unterrühren , es darf nichts mehr vom Eierglibber zu sehen sein, bevor das nächste drankommt - et voilà, schon ist der Teig fertig. Mir gefällt es total gut, dass ich keine Eier trennen muss und Eiweisse steif schlagen , extra Creme herstellen, danach keine zehn verkleckerten Schüsseln rumstehen hab......

Das Ganze nun hurtig in die Springform einfüllen -sogar das ist unkompliziert, denn die Masse verteilt sich fast von selbst. Den Backofen haben wir weise vorausschauend auf 160° vorgewärmt, dahinein - und zwar am besten auf mittlere Höhe - stellen wir unser Objekt und holen es nach exakt 40 Minuten wieder heraus. Wir müssen keinerlei Gedanken an Stricknadelproben und ähnliche Zumutungen verschwenden! Einfach was Schönes machen und warten und den sich in der Wohnung verbreitenden Schokoladenkuchenduft schnuppern..... Den Springformrand aufschnappen lassen, das ca. 6 cm hohe Teil so stehen lassen.Der extrem gute Duft macht es einem nicht leicht, das Ding unberührt zu lassen, aber das würde sich nicht lohnen: dieser edle Kuchen schmeckt nämlich erst dann richtig gut, wenn er
mindestens einen Tag Zeit zum Ruhen hatte, das am besten gut verpackt in Folie, und noch besser an einem kühlen Ort - schwierige Sache, wenn man grad wahnsinnig Lust auf ein leckeres Stückchen Schokokuchen hat, aber hier lohnt die Beherrschung der niederen Instinkte unbedingt!

Mir kommt es immer so vor, als würde dieser Edelkuchen mit jedem Tag Lagerung noch besser werden - frisch aus dem Ofen ist er zwar perfekt (besonders wenn er innen noch ein bisschen feucht-klebrig ist), aber die Zutaten verdichten sich sozusagen beim Lagern noch, das wunderbare Schokoladenaroma wird immer konzentrierter, nach ein paar Tagen ist der Kuchen wie ein Stück Marzipan - kompakt, saftig, feucht-schmelzig, ach ja, einfach perfekt......Was mich an diesem Kuchen auch begeistert: gut verpackt hält sich das Ding mindestens eine Woche, und das ohne trocken zu werden, im Gegenteil, es schmeckt von Tag zu Tag besser.

Schön sieht es aus, wenn man auf den ausgekühlten Kuchen noch ein wenig Puderzucker streut - und wenn man jemanden kennt, den man ziemlich bis sehr gern hat, kann man ein Puderzuckerherz oder sonst etwas Liebes aufstreuen, das Ganze dann in Cellophan verpacken und überreichen........Dies ist natürlich auch ein ganz dezenter Hinweis auf die tolle Geschenketauglichkeit dieses Backwerks - ich sage nur: Weihnachten, Geburtstag, Kennenlerntag........

Der Kuchen schmeckt extrem lecker als Nachtisch, zum Beispiel mit ein wenig selbstgemachter Orangen- oder Vanillesauce umgossen.......aber auch die Freunde einer Nachmittagskaffeerunde und alle, die beim Thema Schokolade schwach werden, haben bestimmt ihre Freude an dem Teil.

Nährwerttechnische Überlegungen und Bestimmungen des Fettgehalts wollen wir hier gar nicht erst in Erwägung ziehen, ich wüsste auch sowieso nicht, wen das überhaupt interessieren würde - Männer vielleicht? ;-)

Viel Spaß beim Backen und ganz genüssliches Kuchenessen wünsch ich!

marcellina2004

   

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