Dresdner Christstollen, ein Deutscher Klassiker..

5  12.11.2001

Pro:
Was wären die Feiertage ohne ihn .  .

Kontra:
Man muß etwas Zeit investieren und nicht jeder mag Rosinen, Zitronat und Orangeat .  .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Arbeits- und Zeitaufwand:

Kostenaufwand:

Gut für welchen Anlass:


MiguelX

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Erfahrungsberichte:17

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Jedes Land hat sein spezielles Festgebäck. Bei uns sind es zum Beispiel die Stollen. Eine Adventszeit oder ein Weihnachtsfest, bei dem nicht diese traditionellen Kuchen gebacken werden, sind für viele nur das halbe Fest.

Der Dresdner Stollen entwickelt sein Aroma am besten, wenn man ihn in Klarsicht- oder Alufolie verpackt mindestens zwei Wochen an einem nicht zu warmen Ort reifen läßt.

Hier das Rezept für Dresdner Christstollen:

1. Wir brauchen

500 g Rosinen
125 g Korinthen
100 g Zitronat
100 g Orangeat
250 g gehackte süße Mandeln
2 Gläschen Rum
1 kg Mehl
120 g Hefe
1/4 l Milch
375 g Butter
175 g Zucker
Backpapier
125 g Butter zum Bestreichen
1 Backpinsel
100 g Puderzucker zum Bestäuben
Alufolie

Anmerkung: auch Kalorienbewußten empfehle ich, die Butter nicht durch Margarine zu ersetzen. Der Geschmack ist dann einfach nicht der gleiche. Dann liber kleinere Stücke vom Stollen genießen.


2. Und so gelingt er auch weniger Erfahrenen

Rosinen, Korinthen, Zitronat, Orangeat, gehackte Mandeln einen Tag vor dem Backen mit dem Rum übergießen und zugedeckt über Nacht stehen lassen.
Am Backtag Mehl in eine Rührschüssel geben.
Hefe in die handwarm erwärmte Milch bröckeln, etwas Zucker zugeben (Hefe ist hungrig!) und mit dem Schneebesen gut auflösen.
Mit weicher Butter (ich lasse sie vorsichtig auf kleinster Flamme im Topf schmelzen) und Zucker zum Mehl geben.
Mit dem Handrührgerät bitte mindestens 7 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Backwaren danken den Zeitaufwand mit wesentlich lockererer Krume.
Zugedeckt an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.
Dann die im Rum eingeweichten Früchte zugeben und nochmals kräftig und geduldig durchkneten.
Wieder 30 Minuten gehen lassen.
Danach nochmals durchkneten.
Arbeitsplatte oder Küchentischplatte mit etwas Mehl bestäuben (geht am besten durch ein Küchensieb).

Den Teig in zwei Hälften teilen und nach einander zu zwei ovalen etwa drei Zentimeter dicken Platten ausrollen. Die Mitte der Teigplatten längs mit einem Nudelholz etwas eindrücken und eine Hälfte jeweils über die andere klappen, so, daß von der unteren Plattenhälfte noch zwei bis drei zentimeter frei bleiben (gibt die traditionelle Stollenform).

Die Stollen quer nebeneinander auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech setzen und einen nicht zu breiten zusätzlichen Backpapierstreifen zwischen ihnen anbringen, damit sie nicht aneinanderbacken können. Dann nochmals 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Im vorgeheizten Backofen auf der mittleren Schiene bei 175° (Umluft) / 200° (Standardherd) 20 Minuten backen. Temperatur dann auf 150° bzw. 175° reduzieren und 35 - 40 Minuten fertigbacken. (Mit einer Strick- oder Häkelnadel in die Stollen stechen. Wenn kein Teig mehr an der Nadel klebt, von geringfügigen Krümelchen abgesehen, dann sind sie gelungen.
Achtung, hinundwieder nachschauen! Sollten die Stollen zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken.

Gleich nach dem Backen die Stollen mit flüssiger Butter bepinseln und dick mit Puderzucker bestäuben (gelingt am besten, wenn man den Puderzucker in kleinen Portionen in ein Kaffeesieb füllt und mit einem Löffel gegen den Rand des Siebs klopft).

Stollen auskühlen lassen. Dann einzeln in Alufolie einwickeln und in Haushaltsmüllbeutel oder Plastiktüten verpacken. Beutel oder Tüten gut zuknoten. Stollen anschließend für mindestens zwei Wochen zum Reifen am besten auf dem Schlafzimmerschrank oder einem vergleichbaren Möbel lagern.

Wir hatten schon Stollen zu viel gebacken, die auf diese Weise bis Ostern (!) lecker und völlig verzehrfähig dort gelagert haben.

Guten Appetit wünsche ich nach dem Anschneiden am 1. Advent.

Mit fröhlichem Gruß

Euer MiguelX


P.S. Habe schon über einen Monat einfach aus Zeitmangel hier nichts mehr veröffentlichen können. Aber jetzt drei Wochen vor dem 1. Advent da gab es kein Halten mehr. Zumal vier von den leckeren Stollen jetzt auf unserem Kleiderschrank der Weihnachtszeit entgegenreifen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Manuelaf

Manuelaf

03.11.2006 21:03

Habe nun bereits das 3. Jahr den Stollen nach diesem Rezept gebacken. Einfach lecker und trotzdem recht einfach nachzumachen. An alle die Angst vor dem Hefeteig haben: Keine Panik, ist wirklich nicht schwer und schon fast mit Gelinggarantie wenn man sich an einige Grundregeln für Hefe hält. Danke für dieses tolle Rezept. Einfach köstlich!

isalein

isalein

14.02.2002 20:20

Schade das die Weihnachtszeit schon vorüber ist. isa

carnuntum

carnuntum

03.12.2001 03:26

Mmm...mmm...lecker!

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