Federweißer mit Zwiebelkuchen-oder andersrum?!

5  29.09.2006

Pro:
Nur lecker

Kontra:
man ist viel zu schnell satt

Empfehlenswert: Ja 

Myra11

Über sich:

Mitglied seit:30.01.2006

Erfahrungsberichte:25

Vertrauende:15

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Dieses Rezept wurde von 82 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Einleitung
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Mein gestriger Abend ging folgendermaßen los: meine Mitbewohnerin und ich sitzen in der Küche und stoßen mit zwei schönen Weißweingläsern an..erster Schluck...bäh, viel zu süß, diese helle Flüssigkeit im Glas. Aber ja, ich muss ein Paar Minuten vorher ansetzen. . . 5 Minuten früher meine Mtbewohnerin nimmt einen wahnsinnig hammerlecker duftenden Zwiebelkuchen aus dem Backofen. . .Magenknurren, aufschneiden, dieser Duft. Tja, aber der Anstand gebietet, vor dem ersten Bissen anzustoßen. Wir sind leider Proseccotrinkerinnen und daher auf trockene Getränke eingestellt. Nach dem Anstoßen..Mitbewohnerin "das müssen wir nicht austrinken, wir haben noch genug Bier im Kühlschrank", ich: "ich glaub nach dem ersten Bissen schmeckt der viel besser. Sonst nehmen wir doch das Bier". Gesagt, getan..erster Biss..ein absoluter Traum, Schluck Federweißer...wow, ganz anders, sehr gute Kombination, halt wie Traubensaft.
So, damit haben wir die Zwiebelkuchenzeit eingeläutet. Unser Eisfach ist nun voll mit den Resten..aber jetzt zum Kuchen: Es ist ein altes Hausrezept von der Urgroßmutter einer Freundin und ich werde es nun hier hereinstellen, da ich es Euch nicht vorenthalten möchte und meine Freundin damit einverstanden war.

Rezept
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Das Rezept ist für eine normalgroße Springform, ich schätze für etwa 4 Leute...

Teig:
°375 g Mehl
°20 g Hefe
°1 Ei
°125 ml lauwarme Milch
°Pfeffer, Salz
°50 g zerlassene Butter

Hefe in lauwarmer Milch auflösen. In das Mehl schütten. Das Ganze mit Butter, Ei und den Gewürzen mischen und so lange kneten, bis eine glatte Teigmasse entsteht.
Den Teig 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Ich wärme dafür immer den Backofen leicht auf und schalte ihn dann wieder aus, das funktioniert super). DAnach noch einmal durchkneten und weitere 30 Minuten gehen lassen. Nach dieser Zeit den Teig durchkneten und ausrollen, auf ein Blech oder in eine Auflaufform geben.

Belag:
°700-1000 g Zwiebeln (also lieber 1000 Gram, denn man schneidet ja viel Schale weg...)
°200 g Schmand
°250 g saure Sahne
°4 Eier
°1 Paket Speck (geht auch fabelhaft mit Schinkenwürfeln)
°Muskat
°Kümmel (den lass ich ehrlichgesagt immer weg, da es eines der wenigen Gewürze ist, die ich nicht mag)

Zwiebeln kleinschneiden nach Belieben, ich mache immer halb Würfel und halb geviertelte dünne Ringe. DAnn mit dem Speck in einer Pfanne braten. In der Zwischenzeit Schmand und saure Sahne mischen, EIer hinzufügen und würzen.
Zwiebeln und Speck auf dem Teig verteilen, das SAhnegemisch oben drüber schütten und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 30-35 Minuten auf unterster Schiene backen. Die letzten 10 Minuten auf der 2. Schiene von oben backen. Dann rausnehmen und warm servieren.

Tipps und Fazit
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In Bezug auf den Speck geht es mir so, dass ich diese Würfel immer wenig ansehnlich finde und daher lieber auf kleine Schinkenwürfel (z.B. bei Plus) zurückgreife. Der Geschmack ändert sich kaum, weshalb ich dies allen Speckabgeneigten empfehlen kann. Vegetarier? Dann lasst das Fleisch einfach ganz weg, muss bestimmt nicht unbedingt sein, is ja ZWIEBELkuchen:-)
Was die Figur betrifft bevorzuge ich für den Belag eine Schmand-Sahne-Mischung mit noch größerem Schwerpunkt auf saurer Sahne, die hat weniger Fett. Auch diese Variation fällt geschmacklich nicht auf.
Und zur Abrundung meiner Variation kann ich sagen, der Zwiebelkuchen schmeckt auch ohne Kümmel:-) ich will nur einfach das Ursprungsrezept wiedergegeben haben, da es ja eigentlich so gedacht war...
Der Kuchen ist ein Traum, wie ich ja oben bereits schrieb. Unsere Zwiebeln stammten dann auch noch größtenteils aus Mamas Garten, was ja auch nochmal so ein besonderes Gefühl verleiht. Cool war, dass wir teilweise rote Zwiebeln hinzugefügt haben, die Farbe aber nach dem Backen überhaupt nicht mehr aufgefallen ist...also kann man sich so ne Variation auch sparen. Ich finde, Zwiebelkucken ist eines der Gerichte, welches so etwas Besonderes an sich hat, weil es etwas Saisonales ist. Würde man ihn öfter essen, verlöre er an Anziehung. Aber diese Tradition, Zwiebelkuchen mit Federweißer zu konsumieren ist in meinen Augen etwas total tolles...gerade weil ja Federweißer allein nicht so viel her macht...
Ich hoffe ich konnte Euren Appetit anregen und werde Fotos von unserem Kuchen in den nächsten Tagen hochladen...
Liebe Grüße,
Eure Myra
Bilder von Der beste Zwiebelkuchen
Der beste Zwiebelkuchen Bild 21361253 tb
So sieht er aus...
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Kommentare zu diesem Rezept
Sesamkorn

Sesamkorn

30.09.2007 12:29

Das ist was absolut leckeres, Zwiebelkuchen und den Federweißen dazu. Aber nur fränkischen Federweißen, der ist richtig lecker.. LG harry

Annie1985

Annie1985

27.09.2007 20:15

Hört sich echt lecker an! :-)

PokerToni

PokerToni

20.03.2007 08:42

Informativ und lecker geschrieben. Aber trotzdem nix für mich. LG Tim

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