Über sich:Man soll ja immer positiv denken. Doch das Licht am Ende des Tunnels ist oftmals auch der entgegenko...
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Dieses Rezept wurde von 124 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vorwort:
Wer sich ein wenig für Politik und Geschichte interessiert wird wissen, das es zwischen Griechenland und der Türkei immer mal wieder Konflikte gab, die manchmal hart an der Grenze zum Krieg waren. Nicht nur in dunkler Vergangenheit, nein auch in der Neuzeit. Es wird mir manch Grieche übel nehmen meine Zutaten für diesen hier zu beschreibenden Salat bei einem Türken zu kaufen, doch sollte man sich darüber keinerlei Gedanken machen, auch griechische Läden bieten eine Vielzahl von gesunden und frischen Lebensmitteln an um diesen Salat zu machen. Nur für mich kommt einzig der hier ansässige türkische Gemüseladen in Betracht, da ich dort stets die besten und frischesten Zutaten bekomme die ich benötige um einen griechischen Salat zaubern zu können.
Warum man diesen Salat eigentlich griechisch nennt frage ich mich bis heute, da es im Endeffekt nur ein Gemüsesalat mit Käse ist. Doch waren es die Griechen die Ihren Feta, den Schafkäse also mit nach Deutschland brachten, der sich im Laufe der Jahre wachsender Beliebtheit erfreute. Kannte man von den Italienern vor allen Dingen die Pasta und Pizzen war es eben ein Salat den unsere Nachbarn aus Griechenland mitbrachten.
Vor der Zubereitung des Salates steht wie immer der Einkauf, den ich wie gesagt nur bei unserem türkischen Gemüsehändler vornehme. Wo sonst bekomme ich frische Oliven in grün und schwarz, spitze gelbe Paprika und eben den richtigen Schafkäse, der sich auch so nennen darf. In vielen, eigentlich den meisten Supermärkten wird Schafkäse aus Kuhmilch hergestelltes Produkt in Salzlake verhökert. Furchtbar sage ich euch, wer einmal richtigen Schafkäse gegessen hat wird wissen wovon ich rede. Die genaue Zutatenliste gibt’s am Ende des Berichtes, zunächst einmal die Zubereitung.
Beginnen wir mit Paprika, dem Gemüse in verschiedenen Farben und Formen. Für meinen Salat wähle ich grüne, rote und spitze gelbe Paprika, je nach Saison ein recht teures Vergnügen. Ich mache meinen Salat recht grob, also wird der gewaschene und entkernte Paprika in mundgerechte Stücke geschnitten. Die Anteile der verschiedenen Sorten kann man frei nach Geschmack bestimmen, doch sollte Paprika die Grundlage des ganzen Salates sein. Als nächstes schneide ich kleine Gemüsegurken mit Schale auf etwas dickere Scheiben und ab damit zu den Paprika. Kleine Gurken nehme ich weil sie erstens noch nach etwas schmecken und zweitens der Wasseranteil weit geringer als bei den normalen Schlangengurken ist.
Wir haben nun also eine Schüssel mit viel grün, etwas rot und etwas gelben Zutaten, fehlt also noch ein richtiger Farbakzent, den ich durch einige Stücke gegarter Aubergine setze. Die Aubergine darf allerdings nicht richtig kochen, sondern sollte langsam ziehen, was ruhig etwas Zeit in Anspruch nehmen darf. Ebenfalls geschnitten geht’s ab in die Schüssel. Radieschen, Mais und Ringe von roten Zwiebeln erweitern mein farblich interessantes Gemälde, doch etwas fehlt noch. Genau, der Schafkäse, und zwar richtiger in aromatisiertem Öl eingelegt. Man kann aber auch Käse in Lake nehmen, doch geschmacklich gefällt mir ein Käse in Knoblauchöl viel besser. Nicht zu vergessen sind Oliven in beiden Farben die man bereits entkernt und ebenfalls eingelegt kaufen kann. Von gefüllten Oliven würde ich abraten sondern empfehle naturbelassene Früchte entsteint, gibt es überall zu kaufen, am besten frisch natürlich. Meine Schüssel hat sich nun schon gut gefüllt und bedarf nun noch der Abrundung durch frische Kräuter. Schnittlauch eignet sich hervorragend, aber auch ein wenig glatte Petersilie oder Zitronenmelisse stimulieren die Geschmacksnerven.
Was nun noch fehlt ist das Dressing, doch braucht man an sich überhaupt keines herstellen, da man bereits alles fertig da hat. Ein Gemisch aus dem Öl des Käses und der Oliven mit ein paar Spritzern Zitronensaft sowie Pfeffer und Salz aus der Mühle reichen völlig aus. Kurz ein Wort noch zum Pfeffer: Man sollte sich wirklich nicht mit gemahlenem Pfeffer zufrieden geben, sondern diesen stets selbst mahlen. Eine Pfeffermühle kostet nicht die Welt und ein frisch gemahlener Pfeffer aus roten weißen grünen und schwarzen Körnern schmeckt einfach viel besser. Auch Salz mahle ich selber, kein Luxus, sondern einfach eine Frage der Kochkultur.
Der Salat wird nun mit der Marinade vermengt und zur Seite gestellt um ihn ziehen zu lassen, was sehr wichtig ist, da Salz Wasser zieht und der Salat geschmacklich ausreift. Nur für Hardcore Freunde empfohlen seien noch einige eingelegte Knoblauchzehen, als auch ein Schuss Balsamico um dem Salat noch einen italienischen Touch zu geben. Nach etwa einer bis zwei Stunden ist der Salat gut durchgezogen und kann serviert werden, doch ist er als Beilage fast schon zu schade. Mir reicht es völlig aus den Salat mit einem Stück frischem Pide zu genießen. Pide, das türkische Fladenbrot, frisch gebacken in Kombination mit dem Salat ist wahrlich ein Gedicht. Ansonsten darf es auch ein Steak sein, dass man frisch gegrillt mit dem Salat genießt. Nachfolgend nun noch die Zutatenliste und die Kurzanleitung.
Zutaten in Gewichtsanteilen nach Geschmack:
Paprika grün, rot, gelb, spitz Radieschen Mais Rote Zwiebel Schafkäse Oliven schwarz und grün Frische Kräuter Kleine Gurken
Kurzanleitung:
Alle Zutaten in Menge nach Geschmack in mundgerechte Stücke schneiden, mit der Marinade des Käses und der Oliven mischen, salzen pfeffern und eine Zeit ziehen lassen.
Und hinterher einen griechischen oder türkischen Kaffee? Da gibt es meines Wissens auch keine Unterschiede, denn nach über 500 Jahren Oberherrschaft durch die Türken ist vermutlich, von klassischen Ruinen abgesehen, nicht viel an griechischer Kultur übrig geblieben.
25.10.2002 07:07
...den muss ich mal ausprobieren.
15.09.2001 18:16
Und hinterher einen griechischen oder türkischen Kaffee? Da gibt es meines Wissens auch keine Unterschiede, denn nach über 500 Jahren Oberherrschaft durch die Türken ist vermutlich, von klassischen Ruinen abgesehen, nicht viel an griechischer Kultur übrig geblieben.
28.07.2001 21:17
Toller Bericht! Ich wußte gar nicht, daß Rezepte so schön zu lesen sein können. Gruß, Miow.