Allgemeine Infos zum Buch
Der dunkle Wächter
Originaltitel: Las Luces de Septiembre
Von Carlos Ruiz Zafón
Erschienen bei S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2009
ISBN 3596853885
Hardcover mit Lesebändchen, 352 Seiten, 17,95 € [D]
Empfohlen ab 12 Jahre
Inhalt
Frankreich im Jahr 1937: ... Bericht lesen
noch als Erinnerung fortlebt. Von verblassten Spuren umgeben, schreibt Ismael eben solche Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse des Sommers 1937 nieder: Die v...
Der dunkle Wächter
Nach "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel der Engel" beweist Zafon hier messerscharf, ... mehr
dass er auch als Thrillerautor zur Weltklasse zählt. Als Irene mit dem Jungen Ismael an der Blauen Bucht liegt, scheint alles perfekt. Doch der Spielzeugfabrikan...
sich Irene das Glück des Sommers. Als sie mit dem Jungen Ismael an der Blauen Bucht liegt scheint alles perfekt. Doch der Spielzeugfabrikant der Irenes Mutter auf seinen Landsitz Cravenmoore geholt hat hegt ein finsteres Geheimnis. Alle Zimmer seines gewaltigen Hauses stehen voll selbstgebauter Automaten und raffiniertem Spielzeug und einige Räume dürfen nie betreten werden. Im großen Wald rings um die Villa geht der Besitzer oft spazieren. Aber auch ein sonderbares Geschöpf treibt sich dort herum das einem Alptraum zu entstammen scheint. Bald jagen dunkle Schatten durchs Haus und im Nebel drohen vom Leuchtturm die gefürchteten Septemberlichter. Cravenmoore entpuppt sich als Ort des Schreckens. Irene und Ismael kämpfen im größten Abenteuer ihres Lebens um ihre Liebe. Und sie erfahren: Was man dem Bösen versprochen hat das wird es sich holen. Carlos Luis Zafon wurde 1964 in Barcelona geboren und wuchs im Schatten von Gaudis Kathedrale Sagrada Familia auf. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Für sein Erstlingswerk erhielt Ruiz Zafon 1993 den Edebe-Preis für Jugendliteratur.
noch als Erinnerung fortlebt. Von verblassten Spuren umgeben, schreibt Ismael eben solche Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse des Sommers 1937 nieder: Die vierzehnjährige Irene und ihr Bruder finden aufgrund der Anstellung ihrer Mutter bei Lazarus Jann nahe der normannischen Küste ein neues, sicheres Zuhause zumindest denken sie das. Denn empfängt sie der Spielzeugfabrikant nicht auf die herzlichste Weise? Lazarus märchenhaftes, von verblüffend lebendig wirkenden mechanischen Geschöpfen bevölkertes Anwesen Cravenmoore fesselt die Ankömmlinge wie ein hypnotischer Traum. Gerade, als Irene und Eigenbrötler Ismael ihre Liebe füreinander entdecken, legt sich ein wortwörtlicher Schatten über die Gegend: Der mysteriöse Mord an einem Mädchen, direkt im Wald bei Cravenmoore. Ist dies der Anfang einer Mordserie, wie sie sich vor Jahren ereignete? Hängt alles mit den Septemberlichtern der Leuchtturminsel zusammen, wo angeblich der Geist einer Ertrunkenen umherirrt? Und ist Lazarus Janns Erzählung über den Doppelgänger einen Schatten, der sich von seinem Besitzer löst und sich gegen diesen wendet wirklich nur eine Geschichte? Was Irene und Ismael bei ihren heimlichen Nachforschungen herausfinden, bringt sie fast um den Verstand und um ihr Leben Weltweit seit Der Schatten des Windes gefeiert, rückte Carlos Ruiz Zafón schon vorher durch vier Romane in den Fokus der Jugendbuchszene seines Heimatlandes: Einer davon ist der nun ins Deutsche übersetzte Titel Der dunkle Wächter. Immer tiefer lockt der spanische Schriftsteller seine Leser in den Sog jener Erzählung, hüllt sie mit wohlgeformten Sätzen ein, bis sie ganz darin verschwinden. Mit dem Rückgriff auf altbewährte Motive revolutioniert Zafón zwar keineswegs den Schauerroman; auch weisen spätere Werke zweifellos einen literarischen Reifungsprozess auf. Dennoch ist Carlos Ruiz Zafón ein veritabler Märchenerzähler, der sein Handwerk von Anfang an verstand das wird an diesem Roman bereits mehr als deutlich. Fenja Wambold
noch als Erinnerung fortlebt. Von verblassten Spuren umgeben, schreibt Ismael eben solche Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse des Sommers 1937 nieder: Die vierzehnjährige Irene und ihr Bruder finden aufgrund der Anstellung ihrer Mutter bei Lazarus Jann nahe der normannischen Küste ein neues, sicheres Zuhause zumindest denken sie das. Denn empfängt sie der Spielzeugfabrikant nicht auf die herzlichste Weise? Lazarus märchenhaftes, von verblüffend lebendig wirkenden mechanischen Geschöpfen bevölkertes Anwesen Cravenmoore fesselt die Ankömmlinge wie ein hypnotischer Traum. Gerade, als Irene und Eigenbrötler Ismael ihre Liebe füreinander entdecken, legt sich ein wortwörtlicher Schatten über die Gegend: Der mysteriöse Mord an einem Mädchen, direkt im Wald bei Cravenmoore. Ist dies der Anfang einer Mordserie, wie sie sich vor Jahren ereignete? Hängt alles mit den Septemberlichtern der Leuchtturminsel zusammen, wo angeblich der Geist einer Ertrunkenen umherirrt? Und ist Lazarus Janns Erzählung über den Doppelgänger einen Schatten, der sich von seinem Besitzer löst und sich gegen diesen wendet wirklich nur eine Geschichte? Was Irene und Ismael bei ihren heimlichen Nachforschungen herausfinden, bringt sie fast um den Verstand und um ihr Leben Weltweit seit Der Schatten des Windes gefeiert, rückte Carlos Ruiz Zafón schon vorher durch vier Romane in den Fokus der Jugendbuchszene seines Heimatlandes: Einer davon ist der nun ins Deutsche übersetzte Titel Der dunkle Wächter. Immer tiefer lockt der spanische Schriftsteller seine Leser in den Sog jener Erzählung, hüllt sie mit wohlgeformten Sätzen ein, bis sie ganz darin verschwinden. Mit dem Rückgriff auf altbewährte Motive revolutioniert Zafón zwar keineswegs den Schauerroman; auch weisen spätere Werke zweifellos einen literarischen Reifungsprozess auf. Dennoch ist Carlos Ruiz Zafón ein veritabler Märchenerzähler, der sein Handwerk von Anfang an verstand das wird an diesem Roman bereits mehr als deutlich. Fenja Wambold
noch als Erinnerung fortlebt. Von verblassten Spuren umgeben, schreibt Ismael eben solche Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse des Sommers 1937 nieder: Die vierzehnjährige Irene und ihr Bruder finden aufgrund der Anstellung ihrer Mutter bei Lazarus Jann nahe der normannischen Küste ein neues, sicheres Zuhause zumindest denken sie das. Denn empfängt sie der Spielzeugfabrikant nicht auf die herzlichste Weise? Lazarus märchenhaftes, von verblüffend lebendig wirkenden mechanischen Geschöpfen bevölkertes Anwesen Cravenmoore fesselt die Ankömmlinge wie ein hypnotischer Traum. Gerade, als Irene und Eigenbrötler Ismael ihre Liebe füreinander entdecken, legt sich ein wortwörtlicher Schatten über die Gegend: Der mysteriöse Mord an einem Mädchen, direkt im Wald bei Cravenmoore. Ist dies der Anfang einer Mordserie, wie sie sich vor Jahren ereignete? Hängt alles mit den Septemberlichtern der Leuchtturminsel zusammen, wo angeblich der Geist einer Ertrunkenen umherirrt? Und ist Lazarus Janns Erzählung über den Doppelgänger einen Schatten, der sich von seinem Besitzer löst und sich gegen diesen wendet wirklich nur eine Geschichte? Was Irene und Ismael bei ihren heimlichen Nachforschungen herausfinden, bringt sie fast um den Verstand und um ihr Leben Weltweit seit Der Schatten des Windes gefeiert, rückte Carlos Ruiz Zafón schon vorher durch vier Romane in den Fokus der Jugendbuchszene seines Heimatlandes: Einer davon ist der nun ins Deutsche übersetzte Titel Der dunkle Wächter. Immer tiefer lockt der spanische Schriftsteller seine Leser in den Sog jener Erzählung, hüllt sie mit wohlgeformten Sätzen ein, bis sie ganz darin verschwinden. Mit dem Rückgriff auf altbewährte Motive revolutioniert Zafón zwar keineswegs den Schauerroman; auch weisen spätere Werke zweifellos einen literarischen Reifungsprozess auf. Dennoch ist Carlos Ruiz Zafón ein veritabler Märchenerzähler, der sein Handwerk von Anfang an verstand das wird an diesem Roman bereits mehr als deutlich. Fenja Wambold
noch als Erinnerung fortlebt. Von verblassten Spuren umgeben, schreibt Ismael eben solche Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse des Sommers 1937 nieder: Die vierzehnjährige Irene und ihr Bruder finden aufgrund der Anstellung ihrer Mutter bei Lazarus Jann nahe der normannischen Küste ein neues, sicheres Zuhause zumindest denken sie das. Denn empfängt sie der Spielzeugfabrikant nicht auf die herzlichste Weise? Lazarus märchenhaftes, von verblüffend lebendig wirkenden mechanischen Geschöpfen bevölkertes Anwesen Cravenmoore fesselt die Ankömmlinge wie ein hypnotischer Traum. Gerade, als Irene und Eigenbrötler Ismael ihre Liebe füreinander entdecken, legt sich ein wortwörtlicher Schatten über die Gegend: Der mysteriöse Mord an einem Mädchen, direkt im Wald bei Cravenmoore. Ist dies der Anfang einer Mordserie, wie sie sich vor Jahren ereignete? Hängt alles mit den Septemberlichtern der Leuchtturminsel zusammen, wo angeblich der Geist einer Ertrunkenen umherirrt? Und ist Lazarus Janns Erzählung über den Doppelgänger einen Schatten, der sich von seinem Besitzer löst und sich gegen diesen wendet wirklich nur eine Geschichte? Was Irene und Ismael bei ihren heimlichen Nachforschungen herausfinden, bringt sie fast um den Verstand und um ihr Leben Weltweit seit Der Schatten des Windes gefeiert, rückte Carlos Ruiz Zafón schon vorher durch vier Romane in den Fokus der Jugendbuchszene seines Heimatlandes: Einer davon ist der nun ins Deutsche übersetzte Titel Der dunkle Wächter. Immer tiefer lockt der spanische Schriftsteller seine Leser in den Sog jener Erzählung, hüllt sie mit wohlgeformten Sätzen ein, bis sie ganz darin verschwinden. Mit dem Rückgriff auf altbewährte Motive revolutioniert Zafón zwar keineswegs den Schauerroman; auch weisen spätere Werke zweifellos einen literarischen Reifungsprozess auf. Dennoch ist Carlos Ruiz Zafón ein veritabler Märchenerzähler, der sein Handwerk von Anfang an verstand das wird an diesem Roman bereits mehr als deutlich. Fenja Wambold
noch als Erinnerung fortlebt. Von verblassten Spuren umgeben, schreibt Ismael eben solche Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse des Sommers 1937 nieder: Die vierzehnjährige Irene und ihr Bruder finden aufgrund der Anstellung ihrer Mutter bei Lazarus Jann nahe der normannischen Küste ein neues, sicheres Zuhause zumindest denken sie das. Denn empfängt sie der Spielzeugfabrikant nicht auf die herzlichste Weise? Lazarus märchenhaftes, von verblüffend lebendig wirkenden mechanischen Geschöpfen bevölkertes Anwesen Cravenmoore fesselt die Ankömmlinge wie ein hypnotischer Traum. Gerade, als Irene und Eigenbrötler Ismael ihre Liebe füreinander entdecken, legt sich ein wortwörtlicher Schatten über die Gegend: Der mysteriöse Mord an einem Mädchen, direkt im Wald bei Cravenmoore. Ist dies der Anfang einer Mordserie, wie sie sich vor Jahren ereignete? Hängt alles mit den Septemberlichtern der Leuchtturminsel zusammen, wo angeblich der Geist einer Ertrunkenen umherirrt? Und ist Lazarus Janns Erzählung über den Doppelgänger einen Schatten, der sich von seinem Besitzer löst und sich gegen diesen wendet wirklich nur eine Geschichte? Was Irene und Ismael bei ihren heimlichen Nachforschungen herausfinden, bringt sie fast um den Verstand und um ihr Leben Weltweit seit Der Schatten des Windes gefeiert, rückte Carlos Ruiz Zafón schon vorher durch vier Romane in den Fokus der Jugendbuchszene seines Heimatlandes: Einer davon ist der nun ins Deutsche übersetzte Titel Der dunkle Wächter. Immer tiefer lockt der spanische Schriftsteller seine Leser in den Sog jener Erzählung, hüllt sie mit wohlgeformten Sätzen ein, bis sie ganz darin verschwinden. Mit dem Rückgriff auf altbewährte Motive revolutioniert Zafón zwar keineswegs den Schauerroman; auch weisen spätere Werke zweifellos einen literarischen Reifungsprozess auf. Dennoch ist Carlos Ruiz Zafón ein veritabler Märchenerzähler, der sein Handwerk von Anfang an verstand das wird an diesem Roman bereits mehr als deutlich. Fenja Wambold
sich Irene das Glück des Sommers. Als sie mit dem Jungen Ismael an der Blauen Bucht liegt scheint alles perfekt. Doch der Spielzeugfabrikant der Irenes Mutter auf seinen Landsitz Cravenmoore geholt hat hegt ein finsteres Geheimnis. Alle Zimmer seines gewaltigen Hauses stehen voll selbstgebauter Automaten und raffiniertem Spielzeug und einige Räume dürfen nie betreten werden. Im großen Wald rings um die Villa geht der Besitzer oft spazieren. Aber auch ein sonderbares Geschöpf treibt sich dort herum das einem Alptraum zu entstammen scheint. Bald jagen dunkle Schatten durchs Haus und im Nebel drohen vom Leuchtturm die gefürchteten Septemberlichter. Cravenmoore entpuppt sich als Ort des Schreckens. Irene und Ismael kämpfen im größten Abenteuer ihres Lebens um ihre Liebe. Und sie erfahren: Was man dem Bösen versprochen hat das wird es sich holen. Carlos Luis Zafon wurde 1964 in Barcelona geboren und wuchs im Schatten von Gaudis Kathedrale Sagrada Familia auf. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Für sein Erstlingswerk erhielt Ruiz Zafon 1993 den Edebe-Preis für Jugendliteratur.
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten; Preise und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
Septemberlichter - ein herbstlicher Gruselroman für Jugendliche
Erfahrungsbericht von Campsy über Der dunkle Wächter / Ruiz Zafón, Carlos 5. Oktober 2009
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert:
sehr hoch
Humor:
durchschnittlich humorvoll
Spannung:
sehr spannend
Niveau:
durchschnittlich
Aufmachung:
schön
Pro:
Atmosphäre, Spannung, Aufmachung
Kontra:
stellenweise etwas unstimmig
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Allgemeine Infos zum Buch Der dunkle Wächter Originaltitel: Las Luces de Septiembre Von Carlos Ruiz Zafón Erschienen bei S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2009 ISBN 3596853885 Hardcover mit Lesebändchen, 352 Seiten, 17,95 € [D] Empfohlen ab 12 Jahre
Inhalt Frankreich im Jahr 1937: die verwitwete Simone zieht mit ihren beiden Kindern, der 14-jährigen Irene und dem jüngeren Dorian, von Paris aus an die Küste der Normandie, wo sie eine Stelle bei dem Spielzeugerfinder Lazarus Jann angenommen hat. Lazarus lebt vom nächsten Dorf abgelegen, auf seinem schlossartigen Anwesen Cravenmoore, das er sich mit seiner schwerkranken Frau teilt, die seit vielen Jahren niemand mehr zu Gesicht bekommen hat. Auch seiner neuen Angestellten und deren Kindern bläut der freundliche Mann ein, den Gebäudetrakt nie zu betreten, in dem seine Frau lebt. In der jungen, als Köchin bei Lazarus angestellten Hannah findet Irene bald eine Freundin, und in deren Bruder Ismael einen Freund, woraus schnell eine Liebesgeschichte wird. Mit seinem Segelboot erkundet das Pärchen die wildromantische Küstenregion, zu der auch die verlassene Leuchtturm-Insel gehört, um die sich eine tragische Liebesgeschichte rankt.
Ein plötzlicher Todesfall beendet die Idylle schlagartig. Düstere Geheimnisse rund um Cravenmoore werden lebendig und Irene findet sich in einem Abenteuer wieder, in dem es um ihr Überleben und das ihrer Lieben geht.
Kritik Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Es beginnt mit einem wehmütigen Brief, in dem die traurigen Überreste vergangener Zeiten beklagt werden, Ruinen und Verfall eine düstere Herbstzeitstimmung erzeugen, und der Briefschreiber sich schmerzvoll an die glücklichen Tage des längst vergangenen Sommers 1937 zurück erinnert. So beginnt der Rückblick auf die Geschichte, die hauptsächlich aus der Sicht der jungen Irene erzählt wird (jedoch nicht aus der Ich-Perspektive). Typisch für einen Roman von Zafón, kann die Stimmung niemals wirklich heiter sein, und so beginnt der eigentlich schöne erste Teil mit einem traurigen Ereignis, nämlich dem Tod von Irenes Vater und dem Schuldenberg, mit dem sich seine Frau konfrontiert sieht und der sie schließlich dazu zwingt, eine Stelle außerhalb von Paris anzunehmen. So kommt die kleine Familie also in das Dorf Baie Bleue an der Küste der Normandie, wo es ihr den Umständen entsprechend erst mal sehr gut zu gehen scheint. Sie können in einem eigenen kleinen Haus mit Blick auf das Meer und den verlassenen Leuchtturm wohnen, und der Arbeitgeber Lazarus ist zwar etwas sonderbar, aber sehr nett. Das Schlosses wirkt so düster wie sein Name: Cravenmoore. Bei ihrem ersten Besuch im Schloss begegnet die Familie den befremdlichen Geschöpfen von Lazarus, mechanischen Raben, und wird von dem Roboter namens Christian empfangen. Das Schloss ist voll mit weiteren mechanischen Figuren und Robotern, auf schaurige Weise phantasievollen Kreaturen, die eine schwarz-romantische Stimmung erzeugen, wie man sie in Gothic-Romanen findet. Für einen Jugendroman ganz schön düster, aber als 12-jährige hätte ich es geliebt (ich tue es jetzt noch)!
Die quirlige Hannah und die zarte Liebesgeschichte zwischen Irene und Ismael lockern die Stimmung erheblich auf und füllen die raue, düstere Szenerie mit Leben. Die poetische Sprache der Erzählung ist schön und eindrücklich, bleibt dem Altersniveau der anvisierten Leserschaft entsprechend aber auch einfach zu verstehen und ist flüssig lesbar. Ich bin wirklich sehr angetan davon, wie Zafón mit seinen Beschreibungen von Landschaften und kleinen Geschehnissen so viel Atmosphäre erzeugen kann. Das ist in diesem Buch nicht anders als in seinem Meisterwerk „Der Schatten des Windes“.
In der zweiten Hälfte des Romans kippt die zwar dunkle, aber idyllische Sommerferien-am-Meer-Stimmung in eine noch dunklere, neblige Grusel-Horror-Stimmung. Für die heutige Jugend ist das wahrscheinlich gar nichts (ich sag nur: Harry Potter!), aber ich war doch ganz schön erschüttert von dem Todesfall in der Mitte des Buches. Von hier ab erlebt man mit Irene eine spannende Gruselgeschichte mit Horrorelementen, die es wirklich in sich haben. Man fühlt die Angst um das eigene Leben, aber auch um das der geliebten Menschen, spürt das Grauen und auch das Leid, das mit dem Aufdecken lang vergrabener Geheimnisse erwacht. Ich will hier nicht zu viel verraten, deshalb belasse ich es dabei.
Was mich nur manchmal etwas gestört hat, hätte ich als 12-jährige wahrscheinlich gnädig ignoriert, aber als Erwachsene führte das leider zu einem Sternabzug, und zwar sind das manche kleine Ungereimtheiten in der Geschichte. Es ist mir zum Beispiel unvorstellbar, wie man so viele sportliche Abenteuer bestehen kann, ohne etwas zu essen oder zu trinken. Naja, die Energie der Jugend vielleicht. Manchmal handelten die Personen auch nicht so, wie ich es in der Situation plausibler gefunden hätte und insgesamt ist die Handlung sehr einfach. Und es wurden mir etwas zu viele stumme und durchdringende Blicke gewechselt, aber das könnte auch ein Übersetzungsproblem sein, oder ich bin vielleicht nur etwas überempfindlich. Diese kleinen Makel sollten jedoch niemanden davon abhalten, dieses Buch zu lesen, denn es ist wirklich schön!
Fazit Ein toller, spannender Jugendroman mit wunderbar dichter Atmosphäre, prima für Liebhaber von Gruselgeschichten mit düsteren Geheimnissen, tragischromantischen Hintergründen und einer kräftigen Prise übernatürlicher Mystik. Absolut lesenswert auch für erwachsene Fans der Bücher von Carlos Ruiz Zafón, denn auch wenn die Horrorelemente aus diversen Gruselfilmen schon bekannt scheinen mögen, so ist die poetische Schreibweise und die dadurch erzeugte Stimmung doch wieder einzigartig und typisch für den Autor von „Der Schatten des Windes“. Man sollte aber nicht vergessen, dass es sich hier um einen Jugendroman handelt und die Handlung und die Figuren dadurch etwas flacher wirken, als man das von seinen anderen Romanen kennt.
Ein paar Worte noch zur Aufmachung des Buches, denn das trägt doch auch zum Lesegenuss bei: diese Hardcover-Ausgabe mit schwarzem Lesebändchen (wie passend!), einem sich immer wiederholenden Drachenornament und einer Leseflussfördernden Typografie (großer Zeilenabstand) wirkt hochwertig und eignet sich damit auch sehr gut als Geschenk.
Zum Autor Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und wuchs in der phantasieanregenden Atmosphäre eines gotischen Schlosses auf, in dem die von ihm besuchte Jesuitenschule untergebracht war. In Barcelona war er als Texter in einer Werbeagentur tätig, bis er 1994 nach Los Angeles zog und mit dem Schreiben begann. Außer Romanen arbeitet er auch an Drehbüchern und als Journalist. Seine ersten vier Romane waren Jugendbücher. „Der dunkle Wächter“ ist der dritte Teil der „Nebel-Trilogie“ und erschien bereits 1995 in Spanien. Der erste Teil dieser Trilogie erschien zwar schon 1996 in Deutschland unter dem Titel „Der Fürst des Nebels“, wird aber im Februar 2010 im Fischer Verlag neu aufgelegt.
International bekannt wurde Zafón mit seinem Bestseller „Der Schatten des Windes“, der 2001 in Spanien und 2003 in Deutschland erschien.
Der Fischer Verlag hat auch eine Abteilung, die für Jugendbücher zuständig ist (FJB) und hier bin ich fündig geworden. Wer kennt nicht Carlos Ruiz Zafon? Er ist bekannt von seinen Bestsellern, wie z. B. "Der Schatten des Windes" oder "Das Spiel des Engels". Zafon wurde 1964 in Barcelona geboren. Heute lebt er in Los Angeles. Er begann seine schriftstellerische Karriere schon im Alter von 10 Jahren. Immer schon haben ihn die Schauerromane fasziniert. ... ...in ein kleines Dorf an der Küste. Ein Spielzeugfabrikant stellt sie ein. Das Anwesen heißt Cravenmoore, schon der Name wirkt irgendwie unheimlich. Irene lernt Ismael kennen. Zuerst ist alles in Ordnung, aber schon bald erkennen sie, das hier nicht alles normal sein kann. Verschiedene Zimmer dürfen keinesfalls betreten werden. Angeblich hat der Fabrikant eine Frau, die sehr krank ist, aber niemand hat sie je zu Gesicht bekommen. Ein Leuchtturm sendet ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Unterhaltungswert:
Humor:
Spannung:
Niveau:
Aufmachung:
sehr hilfreich
28.10.2009
Vergleichen Sie ähnliche Produkte mit Der dunkle Wächter / Ruiz Zafón, Carlos
Der Carlos, Der dunkle Carlos, Der Wächter Carlos, Der Ruiz Carlos, Der Zafón Carlos, Der dunkle Wächter Carlos, Der dunkle Ruiz Carlos, Der dunkle Zafón Carlos, Der Wächter Ruiz Carlos, Der Wächter Zafón Carlos, Der Ruiz Zafón Carlos, Der dunkle Wächter Ruiz Carlos, Der dunkle Wächter Zafón Carlos, Der dunkle Ruiz Zafón Carlos, Der Wächter Ruiz Zafón Carlos
Sind Sie Hersteller/Anbieter von Der dunkle Wächter / Ruiz Zafón, Carlos? Klicken Sie hier