Der endlose Knoten / Lawhead, Stephen

Der endlose Knoten / Lawhead, Stephen

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... Der Autor °°°°°°°°°°°°° Stephen Lawhead, geboren 1950 in den USA, wurde bei uns mit seinem "Pendragon"-Zyklus bekannt, der ebenfalls bei Piper herauskam. Inzwischen erschienen von ihm die Fantasy-Trilogie "Das Lied von Albion" (Brendow/Bastei-Lübbe) und drei SF-Romane (Bastei). Die ... Bericht lesen





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Seiten: 510, Ausgabe: 3., Aufl., Taschenbuch, Lübbe
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Albion 3: Heroic Fantasy mit christlichem Touch
Erfahrungsbericht von mima17 über Der endlose Knoten / Lawhead, Stephen
16. Juni 2000


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: leichte Kost 
Unterhaltungswert: sehr hoch 
Spannung: ziemlich spannend 
Humor: kein Humor 
Aufmachung: sehr schön 

Pro: spannend, actionreich, romantisch, stilecht, greift viele keltische Mythen auf
Kontra: sehr konservativ, kein Glossar, keine Aussprachehilfe, keine Landkarte(n)

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Die Fantasy-Trilogie "Das Lied von Albion" von Stephen Lawhead erzählt die Geschichte zweier Oxforder Studenten, die in Schottland mysteriösen Phänomenen auf den Grund gehen wollen und dabei in eine andere Welt geraten. Lewis und Simon stehen auf verschiedenen Seiten des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse und werden zu erbitterten Gegnern.

Im Abschlussband der Trilogie wird erzählt, wie sich die Weissagung der Seherin von Ynys Sci erfüllt. Nachdem Llew Silberhand (= Lewis) in den vorhergehenden Büchern der keltischen Parallelwelt Albion schon Frieden und Erlösung von den Übeltaten des Königsmörders Meldron gebracht hat, eint er nun sein Königreich und ehelicht eine wunderschöne Frau. Doch der Friede ist trügerisch.

Der Autor
°°°°°°°°°°°°°

Stephen Lawhead, geboren 1950 in den USA, wurde bei uns mit seinem "Pendragon"-Zyklus bekannt, der ebenfalls bei Piper herauskam. Inzwischen erschienen von ihm die Fantasy-Trilogie "Das Lied von Albion" (Brendow/Bastei-Lübbe) und drei SF-Romane (Bastei). Die fünf Bände des "Pendragon"-Zyklus sind avon sicherlich die besten. Sie werden auch keineswegs von Lawheads allererstem Zyklus übertroffen, "Saga des Drachenkönigs", die bereits 1985 in England erschien und in fast allen englischsprachigen Buchhandlungen mit Fantasy-Regal zu finden ist. Lawhead lebt mit seiner Familie in Oxford, England.

Die Trilogie "Das Lied von Albion":

1) Krieg im Paradies
2) Die Rückkehr der Helden
3) Der endlose Knoten

Vorgeschichte aus Band 1 und 2
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Ein Wolf streift durch die nächtlichen Straßen von Oxford. Im schottischen Hochland geht ein "Grüner Mann", ein mythisches Wesen, um, und ein Bauer findet einen frisch erlegten Auerochsen auf seinem Feld. Die neugierigen Oxforder Studenten Lewis und Simon machen sich auf den Weg nach Schottland, um diesen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Sie kriechen in einen finsteren Cairn, ein Grabhügel - und gelangen auf der anderen Seite in eine andere Welt.

Doch durch ihre Ankunft ist das Gleichgewicht zwischen unserer und der paradiesischen Anderwelt gestört, und zwar nicht nur in spiritueller, sondern bald auch in politischer Hinsicht. Mit ihren Kenntnissen über moderne Waffen, Kampftaktiken und Strategien können sie jedem Stamm, der sie aufnimmt, zur Vorherrschaft verhelfen. Falls sie die Aufnahmeprüfung überleben. Aber sie landen nicht im gleichen Stamm und werden so zu erbitterten Gegnern. An der Festung Dun na Porth kommt es zur Schlacht…

Der große König Meldryn Maur ist tot, und sein Reich liegt in Trümmern. Verrat, Gewalt und Not gehen in Prydain (= Wales) um, als Prinz Meldron unter dem Einfluss des verschlagenen, machthungrigen Siawn Hy (= Simon) das Königtum an sich reißt.

Lewis ist nach Albion zurückgekehrt, um Simon alias Siawn Hy nach Oxford zurückzuholen. Auf Lewis liegt jedoch die Prophezeiung einer Seherin, dass am "Tag des Ringens" ein Held erscheinen werde, der ganz Albion vereinen und dem Land Frieden bringen werde. Doch Meldron und Siawn Hy tun alles, um die Erfüllung der Prophezeiung zu verhindern…

Der Barde Tegid und Lewis, sein Freund aus der anderen (unseren) Welt, müssen viel erleiden, bevor sich Silberhand, der Held der Prophezeiung, erhebt und die Herrschaft des Bösen überwindet. Ist er der wahre König Albions?

Handlung
°°°°°°°°°°°°°°

Meldrons Horden sind besiegt, und Llew Silberhand, der Wanderer Lewis aus einer anderen Welt, herrscht in Dinas Dwr, der Stadt auf dem See, als König von Albion. Doch noch ist seine Aufgabe nicht erfüllt.

Denn es steht nicht alles zum Besten in Albion. Denn eigentlich hätte Llew längst in seine eigene Welt, das heutige England, zurückkehren müssen. An bestimmten Orten vermischen sich die zwei Welten, und das Chaos herrscht dort. Demnach ist für den Leser nicht verwunderlich, als sich gegen Schluss herausstellt, dass Llews Gegenspieler Simon aus England nach Albion zurückgekehrt ist, um dort wieder - nachdem er zwischenzeitlich vertrieben worden war - seine Herrschaft zu errichten. Simon regiert jedoch nicht in Albion selbst, sondern auf den öden Inseln jenseits davon, wohin auch ein Scherge des Königsmörders Meldron durch Llew verbannt worden ist.

Erst als seine Ehefrau entführt wird, entdeckt Llew bei der langwierigen und gefahrvollen Verfolgung der Kidnapper die furchtbare Wahrheit: Simon hat auf den Inseln Menschen versklavt, um sie in frühindustriellen Minen arbeiten zu lassen, aus denen er Erz fördert, um daraus Metall für Waffen herzustellen. (Klingt stark nach Saruman, nicht wahr?) Llew muss sich dem "Ehernen Mann" stellen, damit sich die Prophezeiung der Seherin Banfaith vollends erfüllt. Erst dann kann Albion Ruhe finden - und Llew.

VORSICHT SPOILER

In einer Schlacht wird Simon besiegt und Llews Frau befreit. Doch nach seiner Rückkehr nimmt Llew Abschied von Albion, um die kosmische Ordnung zwischen den beiden Welten nicht länger zu stören. In Oxford wird er an Körper und Seele - schließlich musste er ja seine geliebte Frau zurücklassen - von einer jungen Frau gesund gepflegt, bis er seine Geschichte niederschreiben kann.

Mein Eindruck
°°°°°°°°°°°°°°°°°°

In "Der endlose Knoten" bringt Lawhead die Saga von Albion zu einem befriedigenden Abschluss, wofür allein es sich bereits lohnt, das Buch zu kaufen. Allerdings erscheint die Schilderung der Verfolgung der Kidnapper überlang und künstlich ausgedehnt, wie etwa durch den Kampf mit einer Art Drachen.

Mit der Darstellung der Minen und des Hüttenwerks führt Lawhead zudem ein unpassendes Stück industrieller Kultur ein - einen Engländer würde es jedoch an William Blakes "dark satanic mills" gemahnen, die in "England's pastures" einen Frevel darstellen. Hier trifft sich Lawhead mit Tolkiens rückwärtsgewandter Utopie vom idyllischen Auenland, das ja auch fast industrialisiert worden wäre ("Herr der Ringe", Bd. 3). Lawhead erweist sich als erzkonservativ, sowohl in seiner Einstellung zum Königtum und zu der idealen Gesellschaftsform, als auch in seiner Kritik von Technik: Wassermühlen sind in Ordnung, aber Metallverhüttung nicht. Nun, die Ökologen freut's bestimmt.

Für den Kenner der keltischen Sagenwelt und Dichtung bieten sich allerdings wenig Überraschungen - zuviele Topoi wurden hier verarbeitet. Wer weder mit Gälisch noch Walisisch etwas anfangen kann, wäre für ein Glossar mit Hinweisen auf die Aussprache der Namen dankbar gewesen. Immerhin eine kurzweilige Geschichte.

Michael Matzer ©1994/2006ff

Info: The endless knot, 1993; Brendow Verlag, Moers; 439 Seiten, aus dem Englischen von Christian Rendel, ISBN der Leinenausgabe: 3-87067-607-8. 
weitere Erfahrungsberichte
Ende der Heldensage
Bewertung für Der endlose Knoten / Lawhead, Stephen von llew

Pro:
Kontra:

...sich um den dritten Band der Trilogie Das Lied von Albion. Losgelöst von den beiden ersten Bänden sollte man dieses Buch eher nicht lesen. In der Sage geht es um zwei Engländer, die duch besondere Umstände in die Anderswelt, Albion, hinüberkommen und dort zu Kriegern ausgebildet eine wichtige Rolle in der Geschichte und der Verknüpfung zwischen dieser und der Anderswelt spielen. Der erste Band wird aus der Sicht des einen Engländers erzählt (Llew), ...
...Albion und der dritte wieder aus der Sicht von Llew. Die Geschichte ist insteressant erzählt mit streckenweise etwas langatmigen Beschreibungen und leider manchmal einer vorhersehbaren Geschichte. Vergleichbar ist es vielleicht mit einer Mischung aus Herr der Ringe und Wälder von Avalon. Inzwischen gibt es die Bücher auch als Paperback und damit viel günstiger als die gebundenen Ausgaben. Die ersten beiden Bände enden mit einem Happy End bei dem ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

12.07.2000
Kein wirkliches Happy End der Trilogie...
Bewertung für Der endlose Knoten / Lawhead, Stephen von McMaddog

Pro: Nie langweilig, spannend.
Kontra: -

...von einigen ähnlichen Büchern. Der 3. Teil der Fantasy Saga von Stephen Lawhead beendet die Geschichte mit einem mehr oder wenigen zufriedenstellenden Ergebnis für den Leser. Mich persönlich hat das Ende doch schon ein wenig mitgenommen, aber was wäre ein gutes Buch wenn es das nicht tuen würde. Der Autor macht nun wieder eine Art Stilsprung und wechselt die Perspektive wieder zu der von Llew, da er im 2. Teil zu der des Barden Tegid gewechselt ...
...Das Buch beginnt dort, wo der 2. Teil aufhörte, Meldron und Simon sind besiegt, Llew ist zum König Albions gekrönt. Der Wiederaufbau des zerstörten Landes beginnt, der König und einige seiner treuen Gefolgsleute unternehmen eine Reise durch die Lande um die frohe Botschaft zu verkünden. Llew hat inzwischen die Tochter der Kriegsherrin Scatha geheiratet und ist mit ihr praktisch glücklich. Doch noch ahnen sie nichts vom Verrat der in ihrer Mitte ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

12.06.2001
eine zu UNRECHT unbekannte Heldendsage
Bewertung für Der endlose Knoten / Lawhead, Stephen von hackbartab

Pro: schöner Schreibstil
Kontra: zu unrecht unbekannt

Wem sagt der Titel: Das Lied von Albion etwas? Na? Wenn ja, können sie ja zu "Wer wird Millionär" gehen. Wenn nicht, ist das nicht weiter schlimm, dann können sie jetzt ja weiterlesen. Das Lied von Albion im Grunde eine "ganz normale" Heldensaga. Ein Stadtmensch wird auf seltsame Vorfälle aufmerksam, gerät in eine Parallelwelt und erlebt dort Abenteuer.... Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Stephen Lawhead beschreibt die Sage in einer Triologie, ...
...ausfindig, und als Simon, (später der Böse) aufeinmal darin verschwindet, macht sich Lewis auf die Suche nach ihm. Der Erdhügel ist ein Übergang zu der paradiesichen Anderswelt... Wie Lewis dort König wird, Unheil durch seine Anwesenhreit stiftet und natürlich alles rettet, sollten sie besser selbst lesen: es lohnt sich wirklich: Die Bücher heissen -Krieg im Paradies +++++ -Rückkehr der Helden +++++ -Der endlose Knoten ++++ ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich

13.11.2000

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