Der kleine Tiger braucht ein Fahrrad / Janosch

Erfahrungsbericht über

Der kleine Tiger braucht ein Fahrrad / Janosch

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Der kleine Tiger braucht ein Fahrrad / Janosch

 


Zeig uns wie es geht kleiner Tiger!

4  19.11.2002

Pro:
gut geschrieben, toll zum lernen

Kontra:
kein

Details:

Humor

Spannung

Niveau

Illustration / Fotos

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Einstein-Jan

Über sich:

Mitglied seit:28.10.2002

Erfahrungsberichte:17

Vertrauende:21

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Hallo ihr da draußen!


An unserer Schule wird es wieder turbulent. Nachdem wir im zweiten Schuljahr einen Fußgängerführerschein gemacht haben, folgt nun die Fahrradprüfung. Es laufen wieder viele Männer in grün auf-man nennt sie auch die Polizei. Sie wollen uns beibringen, wie wir am richtigsten Rad fahren.
Ich kann kein Fahrrad fahren. Ich weiß nicht, ob ich es jemals können werde. Aber dafür kann ich Bücher lesen.
Ein Buch von Janosch, das heisst:

DER KLEINE TIGER BRAUCHT EIN FAHRRAD!

Erklärt uns, wie die Regeln sind. Schön ist das Buch auch.

Erst ein paar Sachen über Janosch, der das Buch geschrieben hat:

Er ist 1931 in einer Stadt geboren, die ich nicht aussprechen kann. Geschrieben wird sie Zabre. Ich weiß, dass sie irgendwo in Polen liegt. Seine Eltern waren ganz arm. Sie hatten keine eigene Wohnung. Solange, bis sie eine Wohnung hatte, wohnte dieser Janosch bei seiner Oma und seinem Opa.
Als er 13 jahre alt war, fing er eine Ausbildung als Schlosser an.
Damals hat es ja Krieg gegeben. Als der zu ende war, ist er mit seiner Familie nach Oldenburg gegangen. Da hat Janosch als Arbeiter in einer Textilfabrik gearbeitet. Er war sogar auf einer Textilschule in Krefeld. 1953 ist Janosch nach München gegangen. Er wollte auf die Akademie der Künste. Das ist sowas, wie eine Universität für Künstler. Weil er aber die Probezeit nicht geschafft hat, wurde er da nicht genommen. Er arbeitete alleine.
1960 erschien sein erstes Kinderbuch. Ein Freund der Georg Lenz hiess, hatte einen eigenen Buchverlag. Da wurde das Buch auch veröffentlicht.
Es weiss, ausser vielleicht der Herr Lenz und die Eltern, kein Mensch wie er mit richtigem Namen angespochen wurde. Janosch ist sein Künstlername. Das hat er zusammen mit dem Herrn Lenz gemacht.
In den 10 Jahren darauf hat er ganz viele Kinderbücher geschrieben. Etwa über 100 Stück. Natürlich hat Janosch auch Preise bekommen. So hat er 1975 den Literaturpreis der Stadt München bekommen. 1979 bekam er den Jugendliteratur-Preis.
Seine Bücher sind in ungefähr 30 Fremdsprachen übersetzt worden.
Weil Janosch keine Ruhe mehr hatte, ist er ausgewandert. 1980 ist er zu einer Insel gezogen. Da lebt er bis heute. Aber da kennen ihn auch ein paar Leute und er hat Pech gehabt. Es ist aber nicht so schlimm wie hier.

Jetzt zu dem Buch:

Der kleine Tiger sagte zum kleinen Bären:

„ ICH BRAUCHE DRINGEND EIN FAHRRAD!“
„ Wozu brauchst Du ein Fahrrad“, fragte der kleine Bär.

Naja, der kleine Tiger wollte

1.) akrobatisch durch die Gegend kurven
2.) in die Ferne schweifen und fremde Völker und Sitten erforschen
3.) seine Braut besuchen. Die heißt Maja Papaya.

Der kleine Bär war aber gar nicht begeistert und hat den Wunsch total abgelehnt. Weil es viel zu gefährlich wäre. Denn der kleine Tiger wäre ein Tausendsassa und würde wie eine wilde Spaghettinudel durch die Gegend fahren.

Da war der kleine Tiger ganz traurig. Er hatte keine Lust mehr etwas zu essen. Er wollte auch nicht mehr leben.

Da hat sich der kleine Bär einen Rat vom großen Waldbären geholt.
Der hat die Ablehnung aufgehoben. Er sagte der kleine Tiger braucht dringend ein Fahrrad. Das ging unter der Bedingung, dass der kleine Tiger VORSICHTIG fährt.

Dann haben alle Geld zusammen gelegt. Der kleine und der große Bär und die Tante Gans auch.
Sie sind in die Stadt gefahren. Da gab es einen Fahrradverkäufer. Der hat sofort das picobello-Tiger-Bikel empfohlen.
Weil der kleine Bär immer noch Angst hatte, frug er noch einmal nach, ob denn da auch nichts passieren könne.
Der Verkäufer hat nein gesagt, wenn der kleine Tiger immer VORSICHTIG FÄHRT, dann kann gar nichts passieren.
Das Fahrrad hatte alles, was man braucht. Auch die Polizei kann nicht meckern. Das Fahrrad hatte Beleuchtung, Seitenstrahler, Rückstrahler, sogar richtige Bremsen mit Rücktritt und Handbremse.
Sie kauften das picobello-Tiger-Bikel.

Als der kleine Tiger das Fahrrad zum Geburtstag bekommen hat, war er superglücklich. Er wollte wieder essen. Er wollte sich auch sofort auf das Fahrrad setzen, aber halt:

ZUERST DEN FAHRRADHELM AUFSETZEN!

Denn der kleine Tiger ist 6 mal vom Rad gefallen. Aber es ist 6 mal nix passiert, weil er den Helm aufhatte. Das war ein Fahrradhelm der Marke picobello-Tiger-Bikle-Fahrradhelm.

Der kleine Tiger hat geübt. Schnell konnte er so gut Fahrradfahren. Als er meisterlich fahren konnte, wollte er aber unbedingt seine Braut besuchen. So machte er sich auf den Weg. Denn Maja Papaya lebte hinter dem Wald. Sie war die Tochter vom Oberförster.

Als Maja das Fahrrad gesehen hat, war sie noch verliebter als vorher. So ist das nun mal, wenn man sie Mädchen beeindrucken mag. Auch der Helm kam gut bei ihr an.

Der Oberförster Pribam hat vorgeschlagen, dass sich alle am nächsten Morgen um 8.00 Uhr vor dem Haus treffen. Der Oberförster wollte ihnen die Stadt zeigen.
Sie trafen sich und fuhren los.

IMMER AUF DEM RADWEG FAHREN!
Das war das erste, was sie beachtet haben. Sie fuhren auf dem Radweg. Man muß da aber auch aufpassen und darf keine Schlangenlinien fahren. Weil nämlich von hinten jemand kommen kann, der nicht klingelt, dann gibt es einen Crash. Das war auch so. Der Hund Bonzo Schmidtchen kam von hinten angefahren. Er hat nicht geklingelt und so ist er mit dem kleinen Tiger zusammen gestoßen. Beide lagen auf der Erde. Die Lenker waren verdreht und die Speichen verbogen. Der Oberförster hat die Räder wieder fertig gemacht. Aber Bonto hatte zwei Beulen am Kopf. Er hat keinen Fahrradhelm getragen. Also mußte er versprechen, beim nächsten mal
EINEN FAHHRADHELM zu tragen und zu KLINGELN, bevor er jemanden überholt und VORSICHTIG zu fahren.
Ausserdem wollte er nicht mehr seine hübsche Hundelady im Kopf haben. Er wollte sich auf die Fahrt in ein Cafe „Süsses Bienchen“ konzentrieren.

Das Versprechen, vorsichtig zu fahren, hielt nicht lange an. Bonzo fuhr als Erstes, die anderen hinten dran. Sie kamen an eine Kreuzung an. Hier gab es keine Ampel. Es gab nur ein Verkehrsschild. Da mussten sie aufpassen. Aber Bonzo hat nicht richtig geschaut. Er ist einfach gefahren. Dann musste ein Auto bremsen. Ein anderes Auto ist hinten reingefahren. Bonzo ist auf die Erde gefallen. Es hat Stau gegeben, weil kein Auto mehr fahren konnte. So war es ein großes Chaos. Bonzo hatte noch eine neue Beule am Kopf. Merke:

WENN MAN EINE STRASSE ÜBERQUERT DIE KEINE AMPEL HAT , MUSS MAN AUF DIE VERKEHRSSCHILDER ACHTEN!

Als nächstes kamen sie an eine neue Kreuzung. Da gab es eine Ampel. Die Fahrradfahrer hatten rot und die Tigermannschaft musste warten.
Denn wenn eine Ampel rot zeigt, darf man NIEMALS hinüberlaufen. Die Autos fahren zu schnell und man ist dann auch schnell tot.

Dann kam ein Weg. Dort gab es keinen Fahrradweg mehr. Also mussten sie den ganzen Weg rechts neben den Autos auf der Strasse fahren. An der Ampel überquerten sie die Straße. Sie mussten die Fahrräder hinüber schieben.

Hier bekam Oberförster Pribam sein Fett weg. Er wurde von einem Blumenhund gefragt, ob er denn nicht wisse, dass ein Erwachsener IMMER HINTER DEN KLEINEN FAHREN MUSS?
Naja, er hat eben mal nicht daran gedacht. Aber es darf auch kein Blumenhund oder sonst jemand mitten auf der Strasse stehen bleiben.

Sie mussten jetzt noch in eine Strasse einbiegen, bevor sie zu dem Cafe kamen. Das war aber eine Einbahnstrasse. Das erkennt man daran, dass es ein Verkehrsschild gab. Das zeigte, man konnte nur von einer Seite reinfahren. Sie mussten die Fahrräder also schieben.

Dann hatten sie endlich das Cafe erreicht. Da war es voll. Aber zum Glück haben sie doch noch einen freien Tisch gefunden. Sie bestellten sich ganz viele leckere Sachen. Als Bonzo seinen Hundekuchen gegessen hatte, ging er zu seiner Lady. Dann fiel ihm aber ein, er hatte keine Hose an. Das Geld hatte er auch vergessen. Ups, das war aber peinlich. Bonzo rannte ganz schnell weg und setzte sich auf sein Fahrrad. Er raste ganz schnell weg. Natürlich passierte etwas. Denn er stieß mit einem Fußgänger zusammen. Man, Bonzo ist aber auch dumm.
Man darf NICHT AUF DEM BÜRGERSTEIG FAHREN, wenn man über 8 Jahre alt ist. Und man darf AUF KEINEN FALL RASEN ODER ÄLTERE MENSCHEN ERSCHRECKEN!

Der Oberförster hat auch für Bonzo bezahlt, denn er hatte ja seine Hose an. Geld hatte er auch Dann hat er Verkehrsschilder gemalt und sie den anderen erklärt.

Weil der kleine Tiger so gut fahren konnte, durfte er jetzt immer zu seiner Braut. Die Zwei fuhren überall hin. Als sie sich mal verfahren haben, mussten sie die Polizei anrufen. Die bringen verlaufene nämlich wieder nach Hause. Das ist aber nicht oft passiert.

Dann sollte der kleine Bär auch ein Fahrrad bekommen, damit er mal mit fahren kann. Aber er wollte erst nur eine Klingel für sein Boot haben. Aber ein Jahr später hat er dann doch ein tolles Fahrrad der Marke Bären-Bike bekommen!

Meine Lehrerin findet die Geschichten von Janosch manchmal etwas langweilig. Sie ist ja auch schon groß. Ausserdem liest sie ja bestimmt andere Sachen zu Hause.
Ich fand das Buch schön. Es hat viele wichtige Informationen gegeben. Die braucht man, wenn man etwas lernen möchte. Wie wir zum Beispiel etwas für die Fahrradprüfung lernen müssen. Aber ich finde es macht viel mehr Spaß, wenn man ein Buch liest, das eine Geschichte erzählt. So wie das Buch von Janosch. Da macht das Lernen viel mehr Spaß. Es ist nicht so trocken, wie andere Bücher, die wir in der Schule haben. Hier wird eine tolle Geschichte erzählt. Und das finde ich gut. Ich behaupte aber trotzdem, meine Lehrerin hat ein bißchen recht. Denn ich finde, wir hätten das Buch im 2. Schuljahr lesen sollen. Das wäre wahrscheinlich besser gewesen.

Ach ja, das hatte ich vergessen. Das Buch ist ein Kinder-Taschenbuch mit etwas über 40 Seiten. Es sind viele Zeichungen drin. Bei uns in der Schule ist es ein wanderbuch. das ist so, es bekommt jeder einmal für einen Tag. Aber nur dann, wenn man es haben will. Dann muss man einen Teil lesen. Ich habe aber das ganze Buch gelesen, weil ich es heute abgeben musste. Aber ich will es auch kaufen. Bei uns geht das bei Baedecker. Das ist ein Buchladen. Aber in anderen bücherläden kriegt man das auch. Manchmal muß man es auch bestellen. Dafür ist die Nummer jetzt gedacht:

ISBN 3-257-25107-6
Diogenes-Kindertaschenbuch-Verlag

Die Schule hat damals den Preis bezahhlt, der hinten drauf steht. Das waren 6,00 Euro.

Euer Einstein-Jan!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Guwell

Guwell

10.12.2003 15:33

Radfahren lernen leicht gemacht.

Traumzauberfee

Traumzauberfee

26.06.2003 22:19

Das haben wir als Computerspiel. Das Buch kenne ich nicht. Hast es aber sehr gut beschrieben. LG Traumzauberfee

NixKoenner

NixKoenner

22.04.2003 23:53

Echt toller Bericht, aber ich habe dieses Buch leider noch nicht gelesen, ich lese auch nicht gerade viel. *MfG* NixKoenner

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