Der lange Weg zur Krone war wohl doch viel kürzer.
16.05.2011
Pro:
Das wichtigste steht drin
Kontra:
Vieles wurde umgeändert
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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 Izzie89
Über sich:
Eine junge Dame, die sehr gerne einkauft. Ich hoffe meine Berichte helfen euch weiter und bitte ents...
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Heute berichte ich euch über ein Buch von Kea Kristina Röder: Der lange Weg zur KroneKurzinformationenPreis & Kaufort: 14,90€ bei Amazon Herstellung und Verlag: Books on Demand GmbH, NorderstedtSeitenanzahl: 237 ISBN: 3-8334-4823-7 Über Kea Kristina Röder habe ich im Buch leider nichts gefunden, online auch nicht wirklich, daher kann ich euch leider nichts über sie sagen.
Einführung Die junge Anne Boleyn gerät nach einer unbeschwerten Kindheit durch den Tod ihrer Mutter in das Intrigenspiel der adeligen Gesellschaft am Hofe Henry VIII. Bei ihrem Aufenthalt in Frankreich lernt sie am französischen Hof den englischen Adeligen Henry Percy kennen, der von ihrer Natürlichkeit und ihrem Charme entzückt ist. Doch auch Henry VIII interessiert sich für die Siebzehnjährige und vereitelt schliesslich ihre Heiratspläne. Annes Leben wird von nun an von Rachsucht bestimmt: die kluge und ehrgeizige junge Frau verschreibt sich mit Leib und Seele dem Ziel, den eigensüchtogen König zu Fall zu bringen und England selbst zu regieren. Doch sie hat mächtige Gegenspieler...HandlungDas Buch erzählt die Lebensgeschichte Anne Boleyns, die zweite Ehefrau Heinrich's VIII. Die Geschichte fangt ein paar Momente vor Anne's Geburt an und endet mit ihrem Tod (und ja, alles wissen wohl, dass sie am Ende gestorben ist also zählt das nicht als „Spoiler“). Sie ist das jüngste Kind der Boleyns, ihre zwei Geschwister sind George, der große Bruder der beiden Mädchen und Mary, ihre ältere Schwester.Anne ist das Lieblingskind ihrer Mutter und wird sehr verwöhnt, ihr Vater bekommt sie selten zu sehen, da er sehr oft und lange geschäftlich unterwegs ist. Als Anne schon 7 Jahre alt ist, stirbt ihre Mutter und die Kinder werden fortgeschickt. Anne landet in Frankreich, gemeinsam mit ihrer größeren Schwester, Mary, als Ehrenjunfern Mary's, der Schwester von Heinrich und zukünftigen Königin Frankreichs. Mary und Anne werden gute Freundinnen und so beichtet ihr Mary auch, dass sie eigentlich in Charles Brandon verliebt ist und ihn viel lieber heiraten würde als den alten König Frankreich's. Als der König dann, kurze Zeit nach der Heirat mit Mary, stirbt, heiratet sie Charles Brandon und macht ihren Bruder, König Heinrich, sehr wütend auf sie. Erstens, weil sie ohne seine Erlaubnis geheiratet hat, zweitens, weil sie seinen besten Freund geheiratet hat und drittens, weil sie so kurz nach dem Tod ihres ersten Mannes schon wieder geheiratet hat. Die beiden gehen weg von Frankreich, doch Anne und ihre Schwester dürfen weiterhin am französischen Hof bleiben. Mary, Annes Schwester, wird Mätresse des Königs, doch später sieht sie Henry und nimmt sie an seinem Hof als Mätresse und Anne bleibt zurück am französischen Hof, alleine. Jahre später, Anne ist schon eine junge Frau, verliebt sie sich in Henry Percy, der Sohn des Grafen von Northumberland, und hat vor ihn zu heiraten. Sein Vater ist mehr oder weniger mit der Heirat einverstanden, obwohl er sich für seinen Sohn eine bessere Frau gewünscht hätte, eine Frau mit Rang und keine gewöhnliche Bürgerliche. Als sie zurück in England sind, damit der König sein Einverständnis für die Ehe geben kann, verliebt sich der König in Anne und trennt sie von Henry. Da schwört Anne sich an den König zu rächen, dafür, dass er ihr Leben und ihre Chance glücklich zu sein ruiniert hat.Der König macht alles um ihre Liebe zu gewinnen, doch sie will nur rache. Da sie sich ihm sehr lange weigert und dieser von seiner Ehefrau enttäuscht ist, weil sie ihm keinen männlichen Thronerben schenken kann, schafft es Anne den König dazu zu bringen eine Scheidung von seiner Gemahlin in Erwägung zu ziehen, damit er Anne heiraten kann und sie ihm legitime Söhne schenken kann. Königin Katharina warnt Anne, zu der Zeit noch eine ihrer Ehrenjunfgern, dem König so schnell wie möglich einen Sohn zu gebären, sonst wird er sie auch im Stich lassen. Jahre nachdem sie von Henry Percy getrennt wurde und dieser eine andere geheiratet hatte, trifft Anne ihn wieder und schenkt ihm ihre Jungfräulichkeit. Als sie sich das zweite Mal treffen, einige Jahre danach, wird sie von ihm schwanger. Kurz nachdem sie erfahren hat, dass sie schwanger ist, schläft sie mit dem König um ihn glauben zu lassen er sei der Vater. Als sie ihm erzählt, sie ist schwanger und die Schwangerschaft sich nicht mehr verstecken lässt, heiraten sie auch. Sie gebärt ihm eine Tochter, Elisabeth, doch nur Anne und ihre beste Freundin, Joanna wissen, dass Elizabeth eigentlich die Tochter von Henry Percy ist.Von hier geht es schnell bergab. Der König ist mehr als enttäuscht, dass er noch immer keinen Sohn hat, inzwischen hat er auch schon neue Liebschaften gefunden. Dann findet er Jane Seymour und verliebt sich „untersterblich“ in sie. Diese, genau wie Anne, weigert sich ihm, doch aus anderen Gründen als Anne. Jane scheint genau das Gegenteil von der Königin zu sein: Schüchtern, bescheiden, introvertiert. Als Anne erneut schwanger wird und das Baby verliert ist der König fest entschlossen sie los zu werden. Da er sich nicht ein zweites Mal scheiden lassen kann, sucht er nach Gründe um sie wegen des Hochverrats beschuldigen zu können. Dies schafft er letztendlich auch und Anne wird zu Tode verurteilt. Bevor sie in den Tower geschickt wird, sieht sie Jane und sagt ihr dasselbe, was ihr Katharina Jahre zuvor gesagt hatte: Sie soll so schnell wie möglich einen männlichen Thronerben gebären.Kurz vor ihrem Tod besucht sie Henry Percy im Tower, wo sie gefangen gehalten wird und sie lieben sich ein letztes Mal. Bevor er geht, beichtet sie ihm, dass Elizabeth seine Tochter ist. Tage später wird sie hingerichtet. Schreibweise Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, alles ist mehr als verständlich. Die Sätze sind nicht zu kurz, auch nicht zu lang, mehr kann ich dazu auch nicht sagen.Wahre GeschichteDie mir bekannte wahre Geschichte war doch ein bisschen anders als das, was ich im Buch lesen konnte. Schon von Anfang an fand ich es seltsam, dass ihre Mutter im Buch schon so früh gestorben ist, denn in Wirklichkeit hat ihre Mutter sie um 2 Jahre überlebt. Auch könnte ich mir niemals vorstellen, dass Elizabeth tatsächlich nicht die Tochter von Henry ist. Eigentlich ist Anne zurück nach England gegangen, um ihren Cousin zu heiraten, James Butler, doch dies ist nicht passiert und erst dann wurde sie am englischen Hof, als Ehrenjungfer, aufgenommen.Meine MeinungDas Buch lässt sich flüssig lesen, dagegen kann ich nichts sagen. Trotzdem fand ich die Handlungen viel zu Knapp erzählt. Außerdem hat mir ganz wenig gefallen, wie der erste Teil, also bis zu der Vermählung, sehr lang erzählt wurde, verglichen zu der Zeit nach der Ehe, die viel zu knapp berichtet wurde, finde ich. Natürlich hat der Henry sehr lange gebraucht, bis er sie heiraten konnte, doch die Zeit danach hätte mich auch sehr viel mehr interessiert, als sie beschrieben wurde. Fazit Obwohl ich das Buch als Roman relativ unterhaltsam finde, empfehle ich es nur Menschen, die sich mit der wahren Geschichte Anne Boleyns wenig bis gar nicht außeinandergesetzt haben. Die falsche Handlung hat mich teilweise irritiert, weil es einfach nicht so gewesen sein kann. Letztendlich war das Buch aber keine richtige Biographie, sondern nur ein Roman, deswegen lasse ich die Ungereimtheiten durchgehen. Ich vergebe dem Buch 3 Sterne und...eine unsichere Kaufempfehlung.
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26.07.2011 09:52
danke für die beschreibung, kann ich mir also sparen :)
07.07.2011 07:27
Jedenfalls trage ich zur Krone auch ein BH bei ... :-)
06.07.2011 02:09
Nun ja, die echten Lebensgeschichten werden in der Regel ja als weniger spannend angesehen als die ausgeschmückten und veränderten, mögicherweise dramaturgischer gestalteten Romane. Es ist natürlich nur die Frage, worauf man in dem jeweiligen Fall mehr Wert legt. Am authentischsten sind Biografien wohl, wenn sie von der jeweiligen Person selbst geschrieben wurden. Ein Dritter kann ja niemals so viel Detailwissen über deren Leben erhalten und nur die offiziellen Fakten recherchieren. Insofern ist es kein Wunder, dass bei historischen Persönlichkeiten (zumal in der Romanform, wo solche künstlerischen Freiheiten erlaubt sind) einiges dazuerfunden werden muss, um eine vollständige Story zustandezubringen. LG Karin