Der mit dem Wolf tanzt

Der mit dem Wolf tanzt

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... Der mit dem Wolf tanzt (1990) spielt zur Zeit der amerikanischen Bürgerkriege. Costner verkörpert Lieutenant John G. Dunbar, der als gefeierter Kriegsheld zurückkehrt und den Wunsch äußert seinen weiteren militärischen Verpflichtungen an einem möglichst entlegenen Fort, mitten im „Wilden ... Bericht lesen





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1-6 von 66 Erfahrungsberichten    
> Alle 66 Der mit dem Wolf tanzt Erfahrungsberichte anzeigen
The wild, Wild West - Dances With Wolves
Erfahrungsbericht von JerryMaguire über Der mit dem Wolf tanzt
03.03.2003


Produktbewertung des Autors:   

Humor wenig humorvoll 
Anspruch anspruchsvoll 
Action: viel 
Romantik: viel 

Pro: ja
Kontra: nix

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Kevin Costner war Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre einer der größten Superstars, die Hollywood zu bieten hatte. Mit Rollen wie denen des Elliot Ness in „Die Unbestechlichen (1987) an der Seite von Sean Connery, als Rächer der Gerechten in „Robin Hood : König der Diebe“ (1991) und Verschwörungstheoretiker Jim Garrison in Oliver Stones „JFK : Tatort Dallas (1991) oder aber als warmherziger „Bodyguard“ (1992) von Whitney Houston, Costner hat seinen Platz in der jüngeren Geschichte Hollywoods gefunden.

Sein bei weitem größter, persönlicher Triumph sollte allerdings ein Film werden, der völlig gegen das kommerzielle Produktionsbewusstsein der Traumfabrik arbeitet und Regeln kalkulierter Star-Unterhaltung bewusst ignoriert. Dances With Wolves kommt von Herzen, ein Projekt, das Costners Leidenschaft für faszinierende Geschichten und die historische Vergangenheit der amerikanischen Ureinwohner dokumentiert. Zugleich belebt er ein längst totgesagtes Genre, das urplötzlich zu neuem Glanz erstrahlen sollte und den Cowboy wieder dahin zurückführt wo er hingehört, in den wilden Westen.

Der mit dem Wolf tanzt (1990) spielt zur Zeit der amerikanischen Bürgerkriege. Costner verkörpert Lieutenant John G. Dunbar, der als gefeierter Kriegsheld zurückkehrt und den Wunsch äußert seinen weiteren militärischen Verpflichtungen an einem möglichst entlegenen Fort, mitten im „Wilden Westen“, nachkommen zu dürfen. Angelangt am besagten Militärstützpunkt, irgendwo in der Prärie, verloren in der Weite Süd-Dakota, findet er jenes vollkommen verlassen und verwahrlost vor. Auf sich allein gestellt beginnt Dunbar mit Aufräumarbeiten und der Wiederherstellung des Postens, doch wird ihm schnell bewusst wie viel Arbeit vor ihm liegt. Dunbars Ankunft wird bereits kritisch von Kundschaftern des naheliegenden Sioux-Indianerstamms beäugt, doch zu einem Kontakt zwischen beiden Parteien kommt es lange Zeit nicht. Nur sehr langsam und beschwerlich kommen sich der verlassene Soldat, dessen einzige Begleiter sein Pferd und ein zutraulicher Wolf sind, und die misstrauischen Ureinwohner näher, die durch „Strampelnder Vogel“ (Graham Greene) und „Wind in seinen Haaren“ (Rodney A. Grant) vertreten werden. Auf beiden Seiten lässt sich eine gewisse Neugierde und Interesse für die fremde Kultur nicht leugnen, obwohl die Kontaktaufnahme mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist.

Die anfänglich auf irgendeiner Form von Zeichensprache und schneller Auffassungsgabe beruhende Kommunikation wird wesentlich erleichtert als Dunbar die Bekanntschaft von „Steht mit einer Faust“ (Mary McDonnell) macht, einer Hellhäutigen, die vom Indianerstamm als junges Mädchen aufgenommen wurde. Die englische Sprach ist ihr allerdings nur noch in Bruchstücken bekannt, doch es reicht um John die Verständigung mit den Sioux zu erleichtern. Es entwickelt sich mit der Zeit ein freundschaftliches, geradezu familiäres Verhältnis und Dunbar ist sehr froh über die Tatsache, dass er seiner Einsamkeit im Fort entfliehen kann und im Indianerdorf zum gern gesehenen Gast wird. Mit Hilfe von „Steht mit einer Faust“, in die er sich bald darauf verliebt, erlernt John ihre Sprache, übernimmt ihre Gebräuche und Kleidung und ist fasziniert von der indianischen Kultur, die er immer mehr zu seiner eigenen macht. Stück für Stück gibt er seine alte Identität auf, wird zum festen Mitglied des Stammes und erhält seinen indianischen Namen, „Der mit dem Wolf tanzt“.
Der Konflikt der Kulturen, den Dunbar für sich persönlich schon entschieden hat, holt ihn jedoch unversehens ein, denn seine kulturelle Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln. Für die Soldaten der Armee erklären ihn zum Vaterlandsverräter.

Unendlich lange, zudem wunderschöne Landschaftsaufnahmen schmücken das Werk von Kevin Costner, der bei diesem Film gleich drei Funktionen übernahm. Neben der Hauptrolle, ließ er es sich nicht nehmen auch gleich den Regiestuhl und den Part des Produzenten zu besetzen. Zu diesem Schritt, der mit viel Risiko und Arbeit verbunden ist, hat sich Costner wohl auch nur entschlossen, weil er von dem Projekt absolut überzeugt war und er enorm viel Leidenschaft in die Umsetzung des von Romancier und Drehbuchautor Michael Blake entwickelten Stoffes investiert hat. Auf der Leinwand sind der Einsatz und die Liebe zu diesem eigenwilligen Film zu sehen und letztlich sind sie die Garanten für dessen Erfolg. Dances With Wolves orientiert sich hauptsächlich an der historischen Realität und an der fiktiven Imagination, die Costner in seine elegische Liebesarbeit einfließen lässt. Es existiert weder der proklamierte Wunsch „Massenkompatibel“ zu sein oder sich in irgendeiner Form an Vorgaben der kommerziellen Industrie zu halten.

Tatsache ist, dass der Zuschauer 224 lange Minuten Untertitel lesen muss, temporeiche Spannung ebenso fehlt wie pompöse Schlachten, deren Anteil in Relation auf die Gesamtlänge des Films verschwindend klein wird. Zudem die erschlagende Länge, die für gewöhnlich abschreckend wirkt und nicht gerade unerhebliche Langeweile-Phasen nahezu garantiert. Doch dies ist nicht der Fall. Denn Dances With Wolves ist ein Film, der aus dem Herzen kommt und dem man die Begeisterung des Filmemachers Costner anmerkt. Alles passiert langsam, scheint endlos ausgedehnt zu sein und doch geschieht all dies in einem realistischen Kontext, der jegliche Ungeduld oder Langeweile vergessen macht. Das Eintauchen in eine völlig fremde Kultur aus einer längst vergangenen Zeit ist ebenso faszinierend wie handwerklich erstklassig inszeniert. Die zögerlichen Annäherungsversuche zweier unterschiedlicher, verfeindeter, auf lange Sicht gesehen jedoch unzweifelhaft aneinander gebundener Kulturen berührt. Eher dokumentarisch beschreibt der Film das Leben am Ende des Wilden Westen und porträtiert den schleichenden Untergang einer ehrwürdigen Gemeinschaft amerikanischer Ureinwohner, deren simplen Zauber sich kaum jemand entziehen kann.

Der hervorragenden Kameraführung von Dean Semler ist es zu verdanken, dass die porträtierten Landschaften Dakotas gemalten Bildern gleichen und ein Stück des amerikanischen Traums nach grenzenloser Freiheit in Form der Wild-West-Poesie beschreiben. Lässt man sich auf die langsame Gangart der Erzählung ein, helfen diese detailgetreuen Aufnahmen sich selbst in der Geschichte wiederzufinden und die Faszination der Hauptfigur Dunbars für Landschaft und die indianische Kultur zu verstehen. So sehr der Film einer Liebeserklärung an die Zeit des Wilden Westens ähnelt, so sehr verehrt er die Kultur der indianischen Ureinwohner, ohne sie in irgendeiner Weise zu glorifizieren. Das wichtigste Wort in diesem Zusammenhang ist möglicherweise Respekt, ein leeres Wort, das Costner durch seine Arbeit mit Inhalt füllt. Oft genug hat eine unsachgemäße oder einseitige Darstellung der Indianer zu falschen Schlussfolgerungen und einem insgesamt doch negativen Gesamtbild geführt, das der Filmemacher an dieser Stelle revidiert. Es findet keine Kategorisierung statt, es gibt nicht „die bösen Indianer“ oder „den bösen weißen Mann“, es geht vielmehr darum, dass es immer Menschen unterschiedlichen Charakters gibt. Doch letztendlich sind es immer Menschen.

Die Faszination für die fremde Kultur wird durch John Barrys einfühlsame musikalische Untermalung wunderbar transportiert, so dass die Musik zum Teil der Filmerfahrung wird. Die zum Teil unausgesprochenen Emotionen der Darsteller beschreibt der Score auf leise aber unverwechselbare Art, um letztendlich allen Sprachbarrieren die universellste Sprache überhaupt entgegenzusetzen. Resultat eines starken Schauspielerensembles und der Dreifachleistung von Kevin Costner sind zum einen zahlreiche Auszeichnungen, doch viel wichtiger die Erkenntnis, dass Kino mit Herz immer noch mehr Begeisterung entfachen kann als kalkulierte Unterhaltungsware.
   

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Nicht nur Winnetou hatte einen Blutsbruder
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt von nahue

Pro: wunderschöne Aufnahmen, möglichst realistische Darstellung
Kontra: manchmal Durststrecken, aber sinnvoll für eine Klopause *g*

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30.06.2001
Immer noch Einzigartig
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt von Raziel2901

Pro: Faszinierend und Wunderschön erzählt
Kontra: eigentlich gar nichts

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23.09.2001
Amerikas dunkle Geschichte ...
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt von emilia35

Pro: beeindruckendes Indianerepos
Kontra: stellenweise langatmig, hat enorme Überlänge

....im Umgang mit den Indianern wurde exzellent im Jahre 1990 von Kevin Costner verfilmt. Er hat den Film selber produziert (denn niemand hatte daran Interesse), führte Regie und spielte den Hauptdarsteller. Er riskierte damit sein ganzes Vermögen und ... Bericht lesen

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Humor
Anspruch
Action:
Romantik:
sehr hilfreich

19.10.2003
Der sich einen Wolf absitzt
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt von ellementz

Pro: schöne Bilder, tolle Story, Indianer sind "Helden", Kevin Costner
Kontra: Das Klischee vom "noblem Wilden", sehr lange

Der mit dem Wolf tanzt gilt mit einer Länge von 3 1/4 bis 3 1/2 Stunden, je nach Fassung als einer der längsten kommerziellen Filme im Fernsehen und erst recht zu den längsten Western überhaupt. Ist das schlimm? Nein, eigentlich ist das sogar gut. Denn da ... Bericht lesen

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Action:
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01.02.2009
(31.01.2009)
Mehr als nur ein Western
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt von Oceloty

Pro: ansruchsvoller Inhalt, wunderschöne Landschaftsaufnahmen
Kontra: ...

..."Der mit den Wolf tanzt" war der erste Film, in den ich mich mit 8 Jahren ins Kino geschummelt habe (der Film ist nämlich ab 12 Jahren), und er hat auch ziemlich großen Eindruck hinterlassen. Es ist einer dieser Filme, die man sich trotz der Überlange ( ... Bericht lesen

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Humor
Anspruch
Action:
Romantik:
sehr hilfreich

29.07.2001

Berichte die interessant sein könnten für Der mit dem Wolf tanzt    
Packend und interessant geschrieben
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt / Blake, Michael von  Miara

Pro: spannend und packend wie der Film, mehr Details, intensiveres Erlebnis
Kontra: nur 283 Seiten, sehr knappes Ende, man möchte mehr erfahren

...Das Buch "Der mit dem Wolf tanzt" von Michael Blake ist wahrscheinlich den meisten nicht so bekannt wie der gleichnamige Film mit und von Kevin Kostner. Heute möchte ich diesen hervorragenden Roman hier vorstellen. INHALT Leutnant John Dunbar bekommt wegen einer Heldentat im Krieg einen Versetzungsbescheid ins Nicht-Kriegsgebiet weit im Westen. Als er an dem Stützpunkt ankommt, an dem er sich melden soll, ist dort niemand. Der Stützpunkt wurde verlassen, da die Indianer hier das Leben der Soldaten zur Hölle machten. Das alles weiß John Dunbar nicht. Vollkommen allein gestellt, beschließt er, dazubleiben. Er richtet sich ein und wartet darauf, dass Verstärkung eintrifft. John Dunbar schließt Freundschaft mit einem einsamen Wolf, den er zwei Strümpfe nennt, und verläßt sich ansonsten nur auf sein Pferd, das ihm auch... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich

sehr hilfreich
01.01.1970
Das Leben der Indianer
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt / Blake, Michael von  moritzman

Pro: Eindrucksvoll, eindringlich, objektiv
Kontra: nicht bekannt

...Michael Blake's Bestseller "Der mit dem Wolf tanzt" ist eines der besten Bücher die ich je gelesen habe. Hier - und auch in der Thematik des Buches - werden Indianer noch als Indianer behandelt und nicht als wildes Pack, das zuviel Land beansprucht und demzufolge in seine Schranken verwiesen werden sollte und muß. Blake schildert in eindrucksvoller Weise, toller Atmosphäre und nicht ohne Witz das Leben des Lieutenant John Dunbar ( im Film gespielt von einem wieder mal überragenden Kevin Costner), der im Krieg verwundet und auf eigenen Wunsch nach Westen ins Grenzland zu den Indianern versetzt wird. "Nichts, was mir über diese Menschen erzählt wurde, ist richtig. Es sind keine Bettler und Diebe. Sie sind nicht die Ungeheuer, als die sie hingestellt werden. Im Gegenteil: Sie sind höfliche Besucher und besitzen einen Humor... Bericht lesen

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hilfreich
01.01.1970
Ich bin begeistert
Bewertung für Der mit dem Wolf tanzt - Longversion (DVD) von  Miara

Pro: durchgängig interessant und spannend, Widescreen und Dolby Digital 5.1 Qualität
Kontra: an manchen Stellen flimmert der Film, man sollte das Genre mögen

...Der mit dem Wolf tanzt ist einer der Filme, die ich wohl nicht alleine zu meinen Lieblingsfilmen zähle. Nachdem ich den Film schon von Kino, Video und Fernsehen her kannte, habe ich ihn mir doch jetzt auch zum Preis von 14,90 Euro im Saturn auf DVD geholt. Hier meine Meinung zu Der mit dem Wolf tanzt - als DVD Version. INHALT Kevin Costner spielt hier den jungen Lieutnant John Dunbar. Nachdem er wegen eines todesmutigen und selbstmörderischen Einsatzes im amerikenischen Bürgerkrieg seine Truppen zu einem Sieg brachte, wurde er dafür belohnt, in dem er sich aussuchen durfte, wo er weiterhin seinen Dienst in der Armee ausübt. Dunbar entschied sich für den Wilden Westen, da ihn das immer schon interessierte. Kurz bevor John Dunbar allerdings auf seinem neuen Posten erscheint, verläßt die Armee ziemlich ausgemürbt durch die Indianer... Bericht lesen

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hilfreich
01.01.1970

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