Der mit dem Wolf tanzt gilt mit einer Länge von 3 1/4 bis 3 1/2 Stunden, je nach Fassung als einer der längsten kommerziellen Filme im Fernsehen und erst recht zu den längsten Western überhaupt. Ist das schlimm? Nein, eigentlich ist das sogar gut. Denn dadurch kann sich die Story "weiter ausbreiten" und die Charaktere dadurch mehr Tiefe entwickeln. Natürlich mögen manche es nicht, wenn es so lange dauert. Aber das ist Geschmackssache.
Die Story erzähle ich euch wieder lang und breit. Und weil der Film halt bis in die Puppen dauert, speichere ich erst einmal das "Grundgerüst" und erzähle die Story und das Resümee dann morgen. Fest steht aber, dass meine Bewertung relativ gut ausfallen wird.
Regie
Es gibt viele Schauspieler, die auch als Regisseur erfolgreich sind und sogar auch die Hauptrolle spielen. Neben Clint Eastwood und Jack Nicholson, um NOCH "größere" Hollywoodstars zu nennen ist Kevin Costner einer der wenigen, die diese "Doppelrolle" angenommen haben. Weitere bekannte Filme von und mit ihm sind das Endzeitepos "Waterworld", was trotz aufwendigster digitaler Effekte noch ganz viel Story hat und das mäßige "Postman", was vor allem durch seine Länge und weniger durch den Tiefgang der Handlung bekannt ist. Zuletzt hat Herr Costner noch die Quasi-Fortsetzung von "Der mit dem Wolf tanzt", "Open Range" gedreht. Und er hat natürlich auch die Hauptrolle gespielt.
Achtung: Kritik vorneweg
Warum steht dieser Film bei den besten Westernfilmen auf den 4. Platz, noch hinter einem ebenfalls sehr legendären US-Western; Die glorreichen Sieben? Denn die sind wiederum nur ein Remake eines (fast) noch besseren Films: Die Sieben Samurai des vor ca. 10 Jahren verstorbenen japanischen Regisseurs Akira Kurosawa. Gut, einmal ist es die ewige Länge von über 3 Stunden, was auch viele Lücken in der Story und im Schauspiel beinhaltet. Diese werden durch lange Kamerafahrten durch eine weitläufige, aber sehr öde Prärie ersetzt.
Und dann kommt noch was, was bei vielen aufstößt, die Soziologie oder Ethnologie studieren: Der "edle Wilde". Waren Indianer noch in früheren
Western wilde und brutale Krieger, die sich hinterhältig von einem Berg mit Kriegsgeheul selbst auf Westernhelden stürzten, bewundert Kevin C. die exotische "Stammeskultur" der "Native Americans" wie eine Touristenattraktion. Dabei haben viele "Indians" es satt, dass sie "aus Spaß" ihre Traditionen vorführen müssen. Egal ob für Filme oder für Touristen. Zumal ist den Indianern auch bis in die 70er hinein per Strafandrohung gesagt worden, sie sollen in ihren Reservaten bleiben, dort "vergammeln" und nach und nach ihre Traditionen aufgeben. Gut, die Traditionen werden auch noch heute gelebt. Aber seit 1980 leben "Weiße Brüder" und "Rothäute" besser zusammen als "African Americans" ans "White Guys". Das wollte ich nur mal so sagen. Aber dennoch gibt es 5 Sterne von mir.
Hauptdarsteller
Wie immer rede ich nicht über alle Darsteller, sondern über die 4 wichtigsten Darsteller. Mein Fokus liegt daher nicht auf dem "Brimborium drum herum", sondern auf den Darstellern.
Kevin Costner
Durch diesen Film ist der Mann weltbekannt geworden. Manche bezeichnen ihn als "Selbstdarsteller". Gut, es mag sein, dass die Filme mit und von ihm MINDESTENS 2 1/2 Stunden dauern, aber er möchte ja auch noch andere Schauspieler mitwirken lassen. Daher gibt es bei seinen Filmen natürlich auch Co-Regisseure. Okay, zumindest bei "Waterworld". Was gibt es außer ihm noch zu sagen? Ja gut,. Er zählt zu den Schauspielern, die in den 90ern zusammen mit Tom Hanks, Brad Pitt, Tom Cruise und Richard Gere dieses Jahrzehnt dominiert haben. Wie Tom Hanks ist sein Privatleben, selbst mit einer Scheidung von seiner Frau Cindy Silva nach 16 Jahren (Quelle: Wikipedia) eher unspektakulär Verlaufen. Und wie jeder dieser "Good Boys" hat er auch in diesem Jahrtausend angefangen, "Schurkenrollen" zu übernehmen. Und zwar in dem Film "Mr. Brooks, der Mörder in dir". Aber wer nimmt dem solche Rollen ab?
Mary McDonell
Nicht ganz so bekannt und fast ausschließlich mit diesem Film verbunden, ist diese Schauspielerin. Gut, sie soll noch in dem Blockbuster "Independence Day" mitgespielt haben, aber großartige Präsenz hatte sie weder auf der Leinwand noch im Fernsehen.
Graham Greene
Jetzt wird es wieder etwas "bekannter". Zumal Graham Greene auch einer der ältesten Schauspieler in diesem Western ist. Es ist aber relativ. Zumal - vorurteilsfrei - indianische Schauspieler IMMER etwas älter aussehen als sie sind. Er ist einer der wenigen "echten Indianer" in diesem Epos. (vielleicht kommt daher meine Kritik) Daher spielt er - wenn auch nicht immer mit Freuden - Indianer!
Rodney A. Grant
Rodney A. Grant ist der unbekannteste Schauspieler hier, der eine Hauptrolle ergattert hat. Er gehört zum sog. Stamm der Omaha, ein Indianerstamm, welcher vor allem in der Gegend um South Dakota lebt und früher in den "Indian States" South Dakota, Nebraska und Ohio verbreitet war. Inzwischen wurde der Stamm, weil ihm die "bösen Weißen" die Lebensgrundlage nahmen, in vereinzelte Reservate in diesen Bundesstaaten zurück gedrängt worden.
Die Sprachen
Warum rede ich über die Sprachen in diesem Film? Es ist doch ein Hollywood-Film und der ist ja englisch. Selbst bei der wohl erfolgreichsten Filmtrilogie aller Zeiten, "Herr der Ringe" (Wenn man "Fluch der Karibik" und "Spiderman" außen vor lässt.) sind die "Zweitsprachen Fantasiesprachen". Gut, bei Mel Gibsons "Heiliger Gewaltorgie" "Die Passion Christi" ist die Zweitsprache Aramäisch gewesen. Hier sind es die indianischen Sprachen Lakota und Pawnee.
Bei "Lakota" handelt es sich um eine sog. "Sioux-Sprache". Das ist die Sprache des wohl bekanntesten Indianerstamms der USA und auch der ganzen Welt. Obwohl das Englisch die wichtigste Sprache der USA ist und diese "alte Sprachen" längst weg gedrängt hat und beinahe aussterben lies, werden einige dieser Sprachen noch von Generation zu Generation weiter gegeben und werden somit "konserviert". Es gibt sogar ein Lakota-Forum, welches allerdings NUR von Lakotas besucht wird bzw. besucht werden sollte. Denn Rassismus zwischen "Bleichgesichtern" und "Rothäuten" gibt es leider immer noch. Auf anderen Websites könnt ihr diese Sprache lernen. Das Gleiche gilt für die Sprache "Pawnee"
Geschichte
Alles fängt damit an, dass John Dunbar, also die Figur, die Kevin Costner in diesem Film spielt im amerikanischen Bürgerkrieg, der um diese Zeit (Schlacht um Gettysburg 1865) seinen Höhepunkt erreichte, schwer verwundet wird. Er wird behandelt, aber er wird bei der Behandlung alleine gelassen. Also muss er sich helfen. Man sieht auf einem Schlachtfeld in Tennessee (US-Amerikanischer Bundesstaat) viele verwundete Soldaten. Der General kommt und macht eine "erste Bilanz".
Lt. Dunbar redet mit dem diensthabenden Sergeant über den bisherigen Verlauf des Krieges. Um zu zeigen, dass er als Held sterben möchte, reitet er über das Schlachtfeld, obwohl beide Parteien - Nord- und Südstaaten - sich mit Gewehren und Revolvern bekriegen.
Die Musik dabei ist ein übliches Western-Motiv mit immer heller werdenden Geigen. Die Landschaft ist fruchtbarer als ich erwartet habe, auch wenn es da oft "öde Landstriche" gibt.
Während die Soldaten eine Feuerpause einlegen, gehen diese alltäglichen Dingen nach. Lt. Dunbar geht zu Major Janebow. Der sagt ihm, er solle in der Nähe von Indianern im sog. "Grenzland" Cpt. Cargill helfen. Er sagt ihm auch, ein Bauer namens Lickwits soll ihm da hin bringen. Aber der Major sieht sich im Kampf gegen die Indianer, die die Expansion der "Kolonie der Bleichgesichter" blockieren verloren und erschießt sich. Natürlich gaffen Leute in das Fenster hinein.
Dunbar und der Farmer sitzen am Lagerfeuer in der Nähe des Grenzlandes. Der Lieutenant sieht, wie ein Skelett von einem Pfeil durchbohrt wurde. Die Route führt unter anderem am Grand Canyon vorbei.
Währenddessen gibt im Außenposten der Captain auf und ergibt sich sowohl den Südstaaten als auch den "Native Americans". (offenbar) Das führt dazu, dass Dunbar alleine gelassen wird, wäre noch sein "neuer" Freund, der Farmer am Leben.
Litwick gibt ihm das notwendige Proviant und auch noch die notwendige "Einrichtung", wie Kerzen, ein Wolldecke und eine Pritsche zum schlafen. Die Geschichte wird übrigens in Form eines Tagebuchs erzählt, dass John Dunbar nieder schreibt. Man hört das Geheul des Wolfes, der seit langer Zeit um das Lager herum streut.
Achtung: Jetzt wird es wissenschaftlich: Entgegen des dramatisierenden Filmmythos, ein Wolf würde nur DESWEGEN heulen, weil gerade Vollmond ist, sage ich: Ein Wolf heult auch so; zum Beispiel, wenn er Hunger hat.
Dunbar entdeckt ein totes Wapiti im Fluss und birgt es. Da erwacht sein "indianischer Geist" zum ersten Mal zum leben. Denn als er weitere Wapiti bzw. Hirsche birgt, philosophiert er darüber, welchen Zweck es gehabt hat, diese Tiere einfach zu töten, auch wenn die Verwendung "zwecklos" war.
Währenddessen halten Cree, die im Film als Pawnee dargestellt werden, Kriegsrat. Der Häuptling von ihnen greift den Bauern an (Ja, ja, das Klischee vom brutalen, hinterhältigen Skalpjäger. Hauptsache, der Skalp ist von einem Weißen) und tötet ihn.
Dunbar freundet sich mit dem Wolf an, da er neben seinem Pferd das einzige Tier ist. Ein Lakota namens "Wind in seinem Haar" taucht in seinem Lager auf und macht Drohgebärden, was bedeutet ein paar Minuten Ritt entfernt ist das Lager von diesen Indianern.
Der Dorfälteste, der auch der Häuptling ist, diskutiert mit seinem Sohn der Medizinmann ist über die Büffeljagd.
Es mag sein, dass die Namen "Weißer Bär" und "Strampelnder Vogel" alberne Indianerklischees sein müssen. Aber um 1865, als der Westen noch recht "wild" war, dürfte es so gewesen sein.
Es kommt zu einem Palaver um Mitternacht, in dem diskutiert wird, ob dem Lieutenant geholfen wird oder nicht oder ob er sogar getötet werden soll oder nicht. Es wird durch "Weißer Bär" entschieden, ihn zu unterstützen.
Am Morgengrauen wollen kleine Indianermädchen (könnten aber auch Indianerjungen sein) Dunbars Pferd stehlen. Natürlich geht das ganz gut, denn er pflegt sich. Als das Pferd die kleinen Indianer sieht, wird es unruhig und der Indianer "Wind in seinem Haar" kommt wieder und verspottet ihn, auch wenn er er (Lt.) einen Revolver trägt.
Natürlich gab es in den letzten "Monden" auch Tote, weswegen sie eine Begräbniszeremonie abhalten.
Dunbar wartet sehr lange und meint, den Indianern einen Besuch abzustatten und in friedlicher Absicht zu kommen.
Er trifft auf eine schwer verwundete Indianerfrau namens "Steht mit einer Faust". Er versorgt die Verletzungen und bringt sie ins Indianerlager. Nur "Wind in seinem Haar" hat was gegen Weiße und möchte, dass er verschwindet. Er sieht in ihm eine Bedrohung. Aber John Dunbar ist sehr neugierig und möchte wissen, wie Sioux bzw. Lakota sich so anhört. Im Gegenzug bringt er den Indianern bei, was es aus Europa für eine Kultur gibt.
Der Häuptlingssohn, also der Medizinmann möchte, dass "Steht mit einer Faust" Vertrauen zu dem "Weißen Mann" aufnimmt. Sie trägt ein Geheimnis, was sie schnell die "Sprache mit gespaltener Zunge" lernen lässt: Sie floh vor Pawnees, die ihren Bruder und ihre Eltern auf einer Farm töteten in das Lager der Lakota.
Wieder im Fort angekommen, nennt der Indianerfreund seinen Wolf "Socke". Am Abend wird die Friedenspfeife geraucht.
Sie stellen sich einander vor und "Steht mit einer Faust" erinnert sich so langsam an ihre "alte Sprache ihrer Väter und Mütter". Beinahe überfallen Cree das Lager.
Dem etwas später statt findenden Pow-Wow wohnt er auch bei.
Die Indianer wollen Büffel jagen. Aber als sie zur ersten Herde hin kommen, merken sie, dass diese schon von den Soldaten geschossen wurden, weil Indianer als "gemeinsamer Feind" betrachtet wurden, denen die Lebensgrundlage weg genommen werden muss. Ein neues Lager wird in der Nähe der Büffel aufgebaut und zur "Einweihung" ein weiteres Pow-Wow gefeiert.
Die anschließende Büffeljagd läuft so ab: Die Büffel werden eingekreist, damit sie nicht fliehen. Es werden aber auch nur die gejagt, die gejagt werden sollen. Vom "Tatanka" (das heißt Büffel bei den Sioux) wird das Herz als Trophäe und als Symbol für Stärke gegessen. Natürlich wird auch diese Jagd gefeiert.
Strampelnder Vogel tauscht das Totem mit dem Hut und Dunbar verabschiedet sich vorher von den Indianern. Er träumt am Abend ein Indianer zu sein und tanzt daher um das Lagerfeuer, das er selbst entzündet hat und in dem er seinen eigenen Vorräte bratet.
Später erhält Dunbar den Namen, der Titel des Films ist: "Der mit dem Wolf tanzt", denn die Indianer beobachten ihn, wie er immer wieder den Wolf "Socke" anfüttert.
Es wird Kriegsrat gehalten, denn die Pawnee rücken immer näher. "Steht mit einer Faust" bringt währenddessen "Der mit dem Wolf tanzt" ihre Sprache bei und die beiden kommen sich näher.
Da er inzwischen gut die Sprache spricht, kann er mit dem Häuptlingssohn über diese "Halbindianerin" reden.
Abends küssen sich der "Wolfs-Lieutenant" und die "Squaw".
Im Morgengrauen greifen Pawnee das Lager an und die Lakota sollen sich verteidigen, was dem Image als "sanftmütige, friedliche Indianer" gar nicht gut tut. Es kommt zur Schlacht, deren Sieg gefeiert wird und darüber philosophiert wird.
Am 5. Abend als "Indianer" werden natürlich auch die "Geschichten aus den alten Tagen" erzählt.
"Strampelnder Vogel" sagt zu "Steht mit einer Faust". - Sie heißt deswegen soll, weil sie von einer Indianerin arg misshandelt wurde und aus Rache ihr mit einer Faust ins Gesicht schlug . - sie solle aufhören um ihre alte Familie zu trauern und "Der mit dem Wolf tanzt" heiraten. Die Hochzeitszeremonie wird also von "Weißer Bär", der inzwischen "Zehn Bären" heißt, eingeläutet.
"Strampelnder Vogel" gibt dem "Indianer-Lieutenant" außerhalb des Lagers ein paar Ratschläge für die Ehe. Er befürchtet aber, die Weißen würden die Indianer verdrängen. Er habe es schon zu oft gesehen, wie Stämme von Unions- und/oder Konförderiertensoldaten nieder gemetzelt wurden.
Der Häuptling meint, das sei normal, dass sie schon seit über 300 Jahren von Weißen überfallen werden und es habe ihnen nichts ausgemacht. Als Beweis zeigt er einen Helm der spanischen Konquisidatoren.
Das Lager ist wieder mit neuen Soldaten besetzt, die aber sehen in Lt. Dunbar einen Verräter und Deserteur. Er erzählt ihnen, er habe ein Tagebuch, in dem drin steht, er habe sich als Indianer nur "getarnt", um sie auszuspähen. Aber leider finden die das Tagebuch nicht, weswegen der Sergeant ihn am liebsten gefoltert hätte. Es soll ihm die "indianische Kultur" aus seinem Leib "geprügelt" werden. Als er sich weigert zu kooperieren, wird er von einem Redneck, der "Obergefreiter" ist, schwer misshandelt und das Tagebuch von ihm als Toilettenpapier missbraucht. Dem Lieutenant, der jetzt keiner mehr ist, wird angedroht, wegen Hochverrats am nächsten Tag im Hauptlager am Galgen zu hängen.
Zuvor haben die Soldaten das Pferd erschossen und jetzt erschossen sie "Socke". Die anrückenden Indianer besiegen die Armee in einer Schlacht. Als der Sergeant das Indianermädchen / den Indianerjungen, der bei der Büffeljagd beinahe von einem Büffel aufgespießt wurde, wird dieser mit einem Tomahawk erschlagen.
Die Indianer haben ihr Sommerlager aufgegeben und sind ins Winterlager in die Berge gezogen. Der Lieutenant sagt: Es sei gut, dass sich gegen solche grausamen Leute sich entsprechend gerächt worden sein, aber sei nur ein "Pyrrhus-Sieg", denn diese Menschen "vermehren" sich schneller als die "Rothäute".
Er sagt den Indianer, sie sollen sich in die Berge zurück ziehen, als nach und nach die Truppen anrücken. "Wind in seinem Haar" verabschiedet sich.
Als die Soldaten ankommen, finden sie nur ein paar, sich ergebende Indianer, die dann gefangen genommen und - wenn sie Glück haben - auch zu Soldaten gedrillt werden.
Und fast schon symbolisch, heult ein anderer Wolf am Ende des Films.
Ich fasse den ganzen Kram mal kurz und bündig zusammen
Dieser Film ist für mich einer der grandiosesten Western überhaupt. Natürlich sind die Kulissen nicht so rottig und schäbig und damit authentisch wie in den Italo-Western von Sergio Leone. Es sind aber auch keinen staubig-kitschigen Westernstädtchen wie in John-Wayne-Filmen oder Filmen von John Ford allgemein. Es sind schöne Landschaften, öde Landschaften, vermischt mit kleinen Räumen, die mit Schauspiel und Handlung "ausgefüllt" werden. Die Indianer kommen hier sehr gut weg, wenn auch mit einem gewissen "positiven Rassismus". Gut, der Film ist sehr lange. Aber das stört nicht. Schließlich schaue ich gerne lange Filme, weil die trotz Effekte so etwas wie eine "intelligente Story" dahinter haben. Die Indianer werden als "nette Exoten" dargestellt OHNE ihre momentanen psychischen Probleme genauer zu beleuchten. Andererseits aber spielt dieser Film im Jahr 1875 und da WAREN die Indianer noch "Noble Savages". Man kann sich also darüber streiten.
Kevin Costner spielt einfach genial. Man merkt kaum, dass er auch noch Regie führt, auch wenn er bisher in einem "großen Film" noch nie mitgespielt hat. Vor allem, wie er die innere Zerrissenheit zwischen "Soldatenpflicht" und "Halbblut" meistert und sich dann auf die Seite der Indianer schlägt, finde ich einfach genial.
Genau so wie die Naturaufnahmen. Gut, über die Musik kann man sich streiten, da sie teilweise ZU "schnulzig" und "bombastisch" wirkt. Aber die ist ja nicht Streitthema.
Die Story ist dermaßen tief, dass ich nicht weiß, ob ich sie ganz hinein bringen werde oder "Längen" kürzen werde, denn es gab immer wieder Filme von dieser Länge (Herr-der-Ringe-Trilogie, Titanic, King Kong). Aber da bei diesen Filmen vor allem auf das "Machbare an digitalen Effekten" gelegt wurde als auf die Story ist deren Story trotz der ähnlichen Länge viel kürzer erzählt. Und das gefällt mir nicht an diesen Filmen. Wenn schon ein Filmen sehr lang sein soll, dann sollte man diese Längen auch mit einer guten Story anstatt mit "blassen Lückenfüller" zu stopfen.
12.02.2009 22:29
interessanter Film, neuerdings kann man auch in den wilden Ostgebieten mit Wölfen tanzen
01.02.2009 23:07
Ist ein sehr schöner Film.
01.02.2009 12:14
Wenn dieser Film in der Kategorie "Western" geführt wird, ist es in meinen Augen das beste, was in dieser Kategorie zu finden ist.