Claras Parfum
29.06.2012
Pro:
spannend
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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 HEIDIZ
Über sich:
Bücher sind dickere Briefe an Freunde (Jean Paul) Wenn viele gute Menschen nichts tun, wächst das B...
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Hamburg im Jahr 1840 – Clara ist Parfumeurin und Tochter eines Kaufmannes. Schon früh war klar, dass sie mit einer besonders feinen Nase gesegnet ist. Sie entwickelte einen Duft, der jede Frau unwiderstehlich macht, aber nur, wenn sie eine halbe Tränen hinzuzusetzen versteht. Man kann sich vorstellen, dass die Frauen Schlange standen. Aber nicht alle gönnten ihr den Erfolg und so musste Clara bald um ihr Geschäft bangen. Es war Elisabeth, die Reederin, die Clara bei sich aufnahm, ihr Unterschlupf gewährte, als der Vater sie nach dem Tot der Mutter aus dem Haus warf. Bei ihr erfuhr Clara vom Geheimnis der Mutter, welches auch für ihr Leben wegbereitend sein sollte. La Fleur war ihr erstes Parfum. Dann ist da noch Paul, die Jugendliebe von Clara, aber der junge Mann ist verschwunden. Aber auch Friedrich, seines Zeichens Botaniker, spielt eine Rolle im Leben von Clara, er macht ihr den Hof, ist auch ganz nett und lieb, aber mehr auch nicht … Aber sie kann einfach Paul nicht vergessen …So kann man sehen, dass es eine Liebesgeschichte ist, die aber nicht kitschig ist, sondern auf Grund der Rahmenhandlung eingebetet in den historischen Stoff, sehr abwechslungsreich rüber kommt. Die Autorin: =========Brigitte Janson wurde 1957 in Lübeck geboren. Hamburg war lange Zeit ihre Wahlheimat. Sie war als Journalistin tätig. Heute lebt sie in Italien. Die Tortenbäckerin war ihr erster Roman. Daten zum Buch: ============= PREIS: 8,99 Euro• Taschenbuch: 448 Seiten • Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. April 2012) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3548284310 • ISBN-13: 978-3548284316 • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,4 cm kurze Leseprobe: ============»Die Mamsell bleibt in der Küche. Ich erwarte Gäste zum Mittagessen«, sagte er jetzt. Verzweifelt suchte Clara einen Ausweg. Im Geiste sah sie helle Flammen hochschießen. Heiß und hungrig sprangen sie aus dem Kamin und leckten an ihrem Rocksaum. »Gretchen kann …« Vogt stieß einen knurrenden Laut aus, der Clara Schlimmes erahnen ließ. »Ich habe Gretchen heute in der Früh entlassen. Sie taugt nichts.« Herr im Himmel!, dachte sie. Nicht auch noch Gretchen. Die junge, kräftige Vierländerin war ihr eine so wichtige Hilfe gewesen. Einst hatte es im Vogtschen Haushalt eine ganze Schar Dienstboten und Angestellte gegeben. Die Mamsell herrschte über zwei Küchenmädchen, im Kontor arbeiteten bis zu fünf Schreiber, auf den Etagen gab es ein Stubenmädchen, und zweimal in der Woche kamen die Waschfrauen für die große Wäsche. Das Buch beginnt mit einer doppelseitigen Karte von Hamburg um 1840. Es folgen 36 Kapitel und ein Epilog.Meine zusammenfassende Meinung: ========================== Ich finde die Idee und deren Umsetzung – die Liebesgeschichte und den historischen Hintergrund sehr spannend abgehandelt und die Charaktere sehr bildhaft und die Handlung sehr fesselnd aufgebaut. Die Handlung insgesamt ist auf Grund der Bildhaftigkeit sehr lebendig und authentisch und liest sich mehr als flüssig. Ich habe das Buch innerhalb kurzer Zeit gelesen, weil ich es einfach nicht aus den Händen legen konnte. Etwas – aber auch nur ein klein wenig – auf Grund des Stoffes - ähnelt der Roman dem Parfum von Patrick Süßkind. Aber vom Stil ist es etwas gänzlich anderes. Die Kombination ist es, die mich dazu veranlasst volle Punktzahl zu verleihen. Oft verwendet die Autorin die wörtliche Rede und ihr Schreibstil überhaupt passt vom Aufbau und der Art sehr gut für das Genre historischer Roman. Der Roman ist in der Vergangenheitsform geschrieben, als würde man von jemandem die Geschichte erzählt bekommen. Die Autorin spannt einen Bogen über die gesamte Handlung und gibt dieser somit einen ausschweifenden Spannungsbogen, den sie immer weiter ausbaut. Die bildhafte Schreibweise mit der Zuhilfenahme von zahlreichen Adjektiven trägt des weiteren dazu bei, dass mir dieses Buch ausnahmslos gut gefallen hat. Auch die Stadt Hamburg im Jahr 1840 kommt sehr bildhaft rüber. Man kann sich gleich von Beginn an in die Charaktere hinein versetzen und Gut und Böse verstehen. Die Herstellung von Parfum wird für meine Begriffe auch sehr schön und interessant dargestellt und auch der Mut von Clara, dieser jungen Frau, die so viel durchmachen musste, wird gut dargestellt. Erfolg und Misserfolg – Liebe und Hass – so nah liegt alles beieinander, das wir hier sehr deutlich, wie es im wahren Leben auch der Fall ist. Prädikat: LESENSWERT !!!
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29.06.2012 17:27
Nocht wirklich das, was mich anspricht :-(
29.06.2012 15:22
Ich musste auch gleich an "Das Parfum" denken, auch ein geniales Buch, wie ich finde. Schöner Bericht, liebe Grüße