Nun ist es also passiert! Wie angekündigt haben wir uns im Frühjahr 2011 den lang gehegten Wunsch nach einem eigenen Wohnwagen erfüllt und können nunmehr noch unabhängiger und komfortabler als bislang durch Deutschland und Europa touren. Diese Art des Urlaubmachens ist in unserer Familie bei Groß und Klein schon immer sehr beliebt, da die Kombination aus großer Flexibilität, Naturnähe und trotzdem die eigenen vier Wände immer dabei eine gar reizvolle ist. Wenn es sich dann noch um so eine noble 5-Sterne-Unterkunft handelt, dann sind die Voraussetzungen für einen begeisterten Erfahrungsbericht zu genüge erfüllt.
Wie ein Wohnwagen bzw. Caravan grundsätzlich aussieht, muss ich sicher keinem erklären. Auch unser Dethleffs CAMPER 430 DB ist so ein einachsiger Fahrzeuganhänger mit hüttenartigem Aufbau. Das klingt zwar andere als nach einer 5-Sterne-Behausung, aber lest weiter und lasst euch die Augen öffnen. 430 steht hierbei übrigens für die nutzbare Länge des Wohninnenraums, mit anderen Worten, das tägliche Leben spielt sich auf 4,30 x 2,20 Metern ab. 3 Menschen auf etwa 8 Quadratmetern, die Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad gleichzeitig bedeuten, geht denn das überhaupt?
Ja, das geht und zwar prima, jedenfalls viel besser als es sich die meisten Menschen vorstellen können, zumindest, wenn ich nach den Kommentaren meiner Kollegen gehe. Und da ich die in der Überschrift verkündete Einstufung unseres von nun an alljährlichen Urlaubsdomizils nicht als unbewiesene Behauptung einfach so im Raum stehen lassen möchte, schreite ich doch gleich zur Tat, um diese These mit einem Erfahrungsbericht zu stützen.
Ein echter Freund der Familie
So bewirbt Dethleffs seine Caravans unter dem Label CAMPER und weiter: "Wer mit Kindern auf Reisen geht, weiß worauf es ankommt: auf große Stauräume, eine stabile, pflegeleichte Inneneinrichtung und natürlich eine Küche, in der man schnell etwas für die hungrigen Mäuler zaubern kann. Auch wenn Ihre Familie nur zwei Köpfe zählt, werden sie vom CAMPER begeistert sein. Nicht umsonst ist er seit Jahren das meistverkaufte Dethleffs Modell."
Unter der Bezeichnung CAMPER firmieren eine ganze Anzahl unterschiedlichster Varianten, wobei unser 430 DB der schmächtigste von allen ist. Was uns letztlich bewogen hat, genau diesem Modell den Vorzug zu geben, zeigt sich beim genauen Studium des Grundrisses, nämlich das gleichzeitige Vorhandensein eines Doppelbettes (= das DB aus der Typenbezeichnung) und einer Rundsitzgruppe. Letzteres macht die ganze Inneneinrichtung mit einem Schlag gemütlicher, denn nur so können wir Drei uns zum Essen oder Spielen quasi im Kreis hinsetzen und uns dabei tief in die Augen schauen bzw. anlachen. Auch sonst erlaubt diese Ausführung das bequemere Hinflegeln gegenüber der weitaus häufigeren Variante mit gegenüberliegenden Sitzbänken, die vom Benutzer eine mehr oder weniger ordentliche Sitzhaltung einfordert.
1. Stern: "Himmelbett"
Der Vorteil eines Doppelbettes liegt bei einem Elternpaar in den sogenannten besten Jahren auf der Hand *hust* und bedarf wohl keiner weiteren Erläuterung. Dass sich dieses Bett im Heck des Wohnanhängers mittels einer stabilen Schiebetür aus Holz in ein Separee verwandeln lässt, unterstützt diesen positiven Effekt nur noch. Die Liegefläche von 201x140/135 cm ist dicke ausreichend, auch wenn man(n und frau) mal nicht so auf Tuchfühlung gehen möchten. :o)
Der Schlafkomfort ist übrigens dem in einem normalen Bett vollauf ebenbürtig, denn ein Lattenrost und eine dicke, qualitativ hochwertige Kaltschaummatratze lassen zumindest bei mir keine Wünsche offen. Natürlich sollte man sich als Campingfreund dessen gewahr sein, dass ein Wohnwagen nicht annähernd so gut gedämmt ist wie ein Haus und daher entsprechend wärmeres Bettzeug für kühle Nächte parat haben.
Die Liegefläche im Bug beträgt 201x142/110 cm und bietet noch mal bis zu zwei Mitreisenden Platz. Dazu wird die Sitzgruppe mit wenigen Handgriffen umgebaut: Der Tisch wird heruntergeklappt und dient neben den Sitzbänken als Unterlage für die zur Schlafmatratze umfunktionierten Sitzpolster. Nicht ganz so bequem wie das Hauptbett,
Bilder von Dethleffs Camper 430 DB
aber immer noch dicke ausreichend für einen erholsamen Schlaf, was ich mehrfach höchstpersönlich testen durfte, wenn mir wieder mal mein Kleiner in der Nacht den Platz im Elternbett streitig gemacht hat. Denn für 3 wird es dann doch ein wenig eng in einem Bett, so dass ich in diesem Fall doch lieber freiwillig den Rückzug antrete.
2. Stern: "GourmetCenter"
Auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirkte die Abdeckung von Kochfeld (vollständig) und Spülmulde (teilweise) mit drei einzelnen Glasplatten, die an Scharnieren befestigt sich unabhängig voneinander hochklappen lassen. Die Praxis zeigt aber, dass das ein wahrer Geniestreich der Konstrukteure war, denn so lässt sich trotz Abwasch oder Kochen auf z.B. nur einer Flamme immer die maximale Abstellfläche oder Arbeitsplatte zur Verfügung hat.
Der Küchenbereich nennt sich ziemlich hochtrabend Dethleffs GourmetCenter. Diese Bezeichnung hängt zwar eigentlich von den Künsten des jeweiligen Koches vom Dienst ab (bei Andrew gibt es meistens Nudeln mit Tomatensoße *lol*), aber die Einrichtung unterstützt den Chef de Cousine wirklich vorbildlich. Ein wirklich bemerkenswert geräumiger Kühlschrank (Volumen 86 Liter, davon 9 Liter separates Frostfach) nebst leicht erreichbarer Vorratsschublade bieten vielen Leckereien problemlos Unterschlupf, so dass man auch in südlichen Gefilden auf die Segnungen des deutschen Metzgereihandwerkes auch bei längeren Touren nicht verzichten muss. Eine sinnvolle Besonderheit des Kühlschranks aus dem Hause Dometic (ehemals Electrolux) ist die Möglichkeit, ihn mit 230 Volt Wechselstrom, mit 12 Volt Gleichstrom (über die Autobatterie) oder mit Campinggas betreiben zu können.
Ein edles, allerdings aufpreispflichtiges Detail sind die leuchtstarken Spotleuchten an der Unterseite der Geschirrschränke und unterm Küchenbaldachin. Apropos Geschirr: Der gewiefte Campingfan setzt ausschließlich auf Melamin-Produkte (ein besonders haltbarer Kunststoff), die inzwischen rein äußerlich kaum von Porzellan zu unterscheiden sind, dabei aber viel weniger Gewicht auf die Waage bringen.
3. Stern: "Model(l)maße"
Apropos Gewicht: Viele Kunstgriffe und Kompromisse bei der Materialwahl sind dem Umstand geschuldet, dass ein Wohnwagen möglichst wenig wiegen sollte, denn jedes Gramm mehr bedeutet mehr Anhängelast und muss ggf. von der armen geplagten Zugmaschine über Alpenpässe gezerrt werden. Laut
Hersteller beträgt die Masse in fahrbereitem Zustand 1010 kg. Das ergibt bei einer technisch zulässigen Gesamtmasse von 1200 kg knapp 200 kg mögliche Zuladung. Das klingt zwar nach nicht wenig, aber die Erfahrung lehrt, dass das kein Freibrief für mehrbändige Urlaubswälzer, 20 Paar Schuhe oder das heimische Hi-Fi-Equipment ist. Wer sich mit derlei Beschränkungen schwertut, kann seinen Caravan auch auf 1500 kg auflasten lassen. Damit erhöht sich mögliche Zuladung zwar um weitere 300 kg, aber dieser rein auf dem Papier vorgenommene Vorgang kostet nicht nur extra Gebühren (und das nicht zu knapp), auch das Gros der Mittelklasse-PKWs ist für diese Anhängelast nicht zugelassen.
Mit dem entsprechend "dickem" Automobil als Zugpferd sind derlei Überlegungen eher uninteressant, allerdings fährt das Klientel der Daimler-, BMW- oder Audi-Autohäuser normalerweise auch mit standesgemäßen Schlachtschiffen (manchmal eher Eigenheime auf Rädern) in den Urlaub und nicht mit so einer vergleichsweise Erbse wie unsereiner. :o)
Aber auch unsere "Erbse" weist eine Gesamtlänge von immerhin 6,43 Meter auf. Damit muss man erst mal durch die Sträßchen einer italienischen Hafenstadt rangieren können ohne anzuecken. Zum Glück sind die Campingplatzzufahrten meist nicht ganz so eng und inzwischen bewege ich unser Gespann doch schon souverän (sogar rückwärts!) auch durch kniffligere Stellen. Entgegen kommen meinen Fahrkünsten natürlich die recht übersichtliche Höhe von 2,59 Meter und vor allem die moderate Breite von 2,20 Meter. Damit ist unser Wohnwagen in seiner Klasse eines der hüftschlankesten Modelle auf dem Markt.
4. Stern: "Verkehrsprofi"
Unser Wohnwagen ist auf eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h zugelassen. Das ist aber eher ein akademischer Wert, denn in den meisten europäischen Ländern darf man mit einem Caravan "hintendran" nur maximal mit 80 km/h durch die Gegend schleichen. Zum Glück erfüllt unser Gespann die Voraussetzungen für die Erteilung eine Ausnahmegenehmigung für die Zulassung für höhere Geschwindigkeiten, sprich 100 km/h zumindest auf deutschen Straßen. So können wir zumindest mit dem LKW-Verkehr auf Autobahnen bequem mitschwimmen und werden nicht ausschließlich als Spaß- bzw. Verkehrsbremse wahrgenommen.
Dank AL-KO Fahrgestell und Antischlingerkupplung, speziellen Wohnwagenreifen und nicht zuletzt einer umsichtigen Fahrweise ist das Fahren mit diesem Wohnanhänger weitgehend stressfrei. Letztlich macht der Wohni genau das nach, was der PKW vormacht. Ein wenig ausholen sollte man bei engen Kurven zwar schon, aber ansonsten gibt es beim Vorwärtsfahren kaum Besonderheiten zu beachten. Eine Durchfahrtshöhe von 2,60 cm ist normalerweise immer gewährleistet.
Kritischer wird es, wenn an Engstellen - gerade in südlichen Ländern im Stadtverkehr sehr verbreitet - relevanten Gegenverkehr gibt, denn das Rückwärtsfahren mit einem Gespann gehört zu den großen Herausforderungen der heutigen Zeit für einen Otto-Normal-Autofahrer.
Ist der Wohnwagen erst mal abgeschnallt, kann er noch per Hand auf die ganz genau richtige Position gerollt werden. Trotz seiner über 1 Tonne Lebendgewicht gelingt das auf glattem, festen Boden spielend leicht. Bei aufgeweichtem Untergrund oder Absätzen ist dagegen jede Hilfe willkommen. Sich gegenseitig tatkräftig unter die Arme zu greifen gehört aber quasi zum Ehrencodex unter den Campern. Glücklicherweise sind die entsprechenden Haltegriffe am CAMPER sehr solide und robust und vertragen bislang jede Kraftanstrengung.
Ein richtiges Hochreck ist die sogenannte Serviceklappe. Über die kann man den großen Stauraum unter dem Doppelbett bequem von außen erreichen und hat so komfortablen Zugriff auf sperrige Sachen. Bei uns sind das Campingtisch nebst -stühle und die Schlafsäcke. Apropos Klappe - ein so richtig sinnloses Relikt aus alten Zeiten ist die Zweiteilung der Eingangstür. Das macht selbige instabiler und störanfälliger und es gibt für mich keinen ersichtlichen Grund, mal nur das Oberteil oder nur das Unterteil aufzuklappen. Wir haben unsere Eingangstür übrigens vom Werk aus mit einem separat vorzuschiebenden Fliegenschutzgitter aufwerten lassen. Eine äußerst sinnvolle Anschaffung, kann ich jedem Campingfreund zur Nachahmung empfehlen!
5. Stern: "All inclusive"
Damit so ein Wohnwagen mit den Annehmlichkeiten einer Ferienwohnung so richtig konkurrieren kann, sollten auch Wasser, elektrischer Strom und Heizung vorhanden sein. Die Wasserversorgung geschieht mit Hilfe eines fest eingebauten Frischwassertanks mit einer Kapazität von 38 Litern. Das Abwasser wird im Gegensatz zu Reisemobilen nicht in einem Tank gesammelt, sondern fließt ziemlich rustikal in einen untergestellten Eimer. Daraus folgt, dass man zu Beginn erst mal ein wenig Rennerei hat, um - recht komfortabel von außen über einen abschließbaren Einlaufstutzen - das Trinkwasser aufzufüllen (das funktioniert am besten mit einer handelsüblichen 10 Liter Plastikgießkanne) und während des Aufenthaltes bzw. am Ende das Abwasser im Eimer wegzuschaffen. Wer sich dafür zu fein ist, ist übrigens eh nicht als Campingurlauber zu gebrauchen. *lach*
Überhaupt nicht mehr missen möchte ich ein besonders wertvolles Upgrade des Wassersystems und zwar die Truma-Therme. Selbige stellt einen elektrischen Kleinboiler (Kapazität 5 Liter) zur Heißwasserbereitung dar. Damit lässt sich nicht nur eine optionale Dusche im Bad mit etwa 60 Grad heißem Wasser versorgen, sondern bietet auch ein entscheidendes Plus an Komfort in der Küche z.B. beim Geschirrspülen.
Um den Wohnanhänger winterfest zu machen (oder auch zwischendurch bei längeren Standzeiten ohne Benutzung, um Schimmelbildung zu vermeiden), ist es übrigens nötig das gesamte Wasser abzulassen. Das gestaltet sich jedes Mal ziemlich nervig, denn die zwei zu öffnenden Rücklaufventile und der Stöpsel des Wassertanks sind unter dem Lattenrost des Bettes versteckt und nur sehr mühselig zu erreichen.
Wie in 95% der Caravan besitzt auch unser Dethleffs CAMPER 430 DB eine Nasszelle mit Waschbecken und Kassettentoilette. Letztere benutze ich zwar aus Überzeugung selber nicht, trotzdem ist dies schon ein großer Vorteil bei schlechtem Wetter oder mitten in der Nacht erst in das Sanitärgebäude flitzen zu müssen, um ein wenig Pipi zu machen. Ausgesprochen hilfreich ist in diesem Zusammenhang eine Serviceklappe, über die sich der Abwassertank mit den Fäkalien von außen leicht entnehmen und zur Entsorgung wegschaffen lässt.
6. Stern: "Augenschmaus"
Aber damit erst mal genug zu diesen eher unappetitlichen Details und hin zu den optischen Highlights der Inneneinrichtung. Dazu gehört ohne Zweifel das Bad, welches sinnigerweise mit einer sogenannten Duschtasse als Nasszellenboden ausgestattet ist, so dass Wasserspritzer nicht den Wagenboden aufweichen können. Große Spiegel vermitteln in Zusammenspiel mit hübschen, leuchtkräftigen Spotlichtern eher den Eindruck einer edlen "Waschoper" anstatt des beengten Raumes, in dem man sich tatsächlich befindet. Jede Menge Stauraum auch hier, so dass das Bad wirklich als Augenschmaus einzuordnen ist.
Da ein Foto mehr sagt als 1.000 (oder wie in diesem Fall mehr als 2.500 Worte) sagt, empfehle ich Interessenten den Besuch der folgenden Webseite: http://www2.dethleffs.de/de/caravans_2012/05_camper_camper-style.php. Hier einfach bis zum Modell CAMPER 430 DB durchklicken und man wird mit zwei 360° Panoramen aus dem Inneren belohnt. Wir haben zwar ein anderes (schöneres!) Farbdesign der Bezugsstoffe gewählt, aber so sieht es im Prinzip auch bei uns drinnen aus. Für die Außenansicht habe ich hier auf Ciao zwei ganz aktuelle Fotos hochgeladen.
Der optisch positive Eindruck bestimmt das gesamte Innere des Wohnwagens. Die verwendeten Materialien und das Design sowie die Farbgestaltung (letztere kann man aus mindestens 8 Dekors wählen) sind einfach stimmig und vermitteln ein starkes Gefühl von Behaglichkeit. Dieses ist umso stärker ausgeprägt, je schlechter das Wetter da draußen ist, wobei sicherlich meine Vergangenheit als Zeltreisender (nicht etwa Zeit-!) eine Rolle spielt.
7. Stern: "Wetterfestigkeit"
In einem Zelt war ich früher dem Witterungsunbill doch wesentlich direkter ausgesetzt. Seine Wetterbeständigkeit durfte unser Wohni schon in seiner ersten Saison mehrfach unter Beweis stellen, denn während unseres 3wöchigen Urlaubs in den Dolomiten waren Regen und niedrige Temperaturen sehr häufig an der Tagesordnung. Übrigens wird jährlich beim Wohnwagen eine Dichtigkeitsüberprüfung vorgenommen, damit dieser Zustand auch lange erhalten bleibt.
Feuchtigkeit ist der Hauptfeind eines Caravans und so ist auch unser Dethleffs CAMPER 430 DB dahingehend optimiert, dass die Feuchtigkeit möglichst effektiv wegtransportiert wird. Obwohl eigentlich nicht fürs Wintercamping vorgesehen, besitzt er eine Warmluftanlage, die für eine gleichmäßige Temperaturverteilung sorgt. Außerdem verfügt er über Abstandhalter zwischen den Polstern der Sitzgruppe und den Außenwänden, um auch diesen Bereich durchgehend zu hinterlüften, damit hier Schwitzwasserbildung vermieden wird.
Zusätzlich zur Gasheizung, die übrigens unseren relativ kleinen Wohnwagen im Handumdrehen erwärmt haben wir uns eine elektrische Zusatzheizung gegönnt, die mit der Warmluftanlage der Gasheizung gekoppelt ist. Auf Campingplätzen mit Strompauschale ist es sehr angenehm, die eigenen Gasvorräte zu schonen, außerdem verursacht diese Art der Heizung keinerlei Geräusche.
Um elektrischen Strom in den Wohnwagen zu bekommen, ist es wichtig, über eine Kabeltrommel sowie über Adapter mit diesen blauen Eurosteckern zu verfügen. Das ist aber mittlerweile nahezu Standard, zumal bei neuen Caravans. Im Inneren sind insgesamt drei 230 V Steckdosen platziert. Das reicht, um Küchengeräte, Ladekabel und Laptop gleichzeitig zu betreiben. Schön wäre eine weitere Steckdose im "Schlafzimmer" gewesen, aber man kann nicht alles haben und was hat auch ein Laptop auf die Dauer im Bett verloren, oder? :o)
Langsam ist es Zeit, um mit diesem Bericht
Zum Ende (zu) kommen
Ich habe zwar noch kein Wort zu den Schränken, Dachschrankklappen, den genialen Fliegen- und Sonnenschutzrollos, den hübschen Hekis (= Dachfenster), den Gasflaschenkasten im Bug und was weiß ich verloren. Aber mir liest ja hier eh keiner mehr zu und so lass ich an dieser Stelle aus Bequemlichkeit einfach noch einmal den Hersteller zu Wort kommen:
"Denn auch in punkto Qualität weiß er zu überzeugen: Das fängt schon bei den massiven Qualitätsscharnieren an, welche die Dachschrankklappen besonders weit offen bzw. zuverlässig geschlossen halten. Die Sonnenschutzrollos besitzen eine Rückzugsdämpfung und sind so besonders langlebig. Und im Gaskasten stehen die Gasflaschen auf einem stabilen Riffelblechboden, der auch verhindert, dass etwas verloren geht."
Was aber noch fehlt für einen "runden" Erfahrungsbericht sind Kaufpreis und -ort.
Ein Schnäppchen
war und ist so ein Wohnwagenkauf sicherlich nie, wobei die thematisch ganz ähnlich gelagerten Wohnmobile preismäßig noch in einer ganz anderen Liga spielen. Da es sich um einen Neukauf handelte, machte es Sinn sich am recht gleichmäßig über Deutschland verteilten Händlernetz von Dethleffs zu orientieren. Wir haben daraufhin die vier nächstgelegenen Händler angefragt und nahezu identische Angebote erhalten. Der Grundpreis des Modells (ca. 14.000 Euro) plus die gewünschten Extras (Truma-Terme, zusätzliches Heki, Fliegengitter ...) abzüglich 7 bis 8 Prozent Rabatt für Sofortzahler, aus Sympathie, wegen schönem Wetter und überhaupt. Mehr war nicht drin. Unterschiede gab es dann nur in der B-Note, also Umfang der kostenlosen Erstausstattung und Gebühren und Umfang bei Übergabe und Ersteinweisung.
Angesichts des relativ geringen finanziellen Spielraums auf Angebotsseite haben wir uns dann doch recht schnell für Schaffer-Mobile in Dresden entschieden, einem renommierten, gut beleumundeten und für uns leicht erreichbaren Händler. Mehr Worte möchte ich dazu nicht verlieren. Abwicklung, Übergabe und andere organisatorische Details des Wohnwagenkaufes stehen hier ja nicht zur Debatte. Es hat in der Summe eigentlich alles soweit ganz prima geklappt.
Wen noch das eine oder andere Detail interessiert, kann sich gerne vertrauensvoll per Nachrichtenfunktion an mich wenden. Ich bin gerne zu weiteren Auskünften bereit. :o)
Euer Campingfan
Andrew
PS:
Upps, wer mitgezählt hat, stellt fest, dass im Bericht mehr Sterne verteilt wurden, als überhaupt zulässig. Naja macht nichts, besser zu viel als zu wenig, oder? :o)
06.02.2012 20:38
Gelbes Nummernschild ??? :-) PS:bh
28.01.2012 16:50
:-) auf diese Art bin ich noch nie gereist, bestimmt sehr praktisch, aber man braucht auch immer nen riesigen Parkplatz
30.11.2011 06:18
Wann hab ich das letzte Mal so ein Teil (natürlich nicht so ein tolles, ein ätzendes) von innen gesehen.... Muss an die 20 Hahre her sein.