Hallo zusammen,
nachdem ich mir die 14 Berichte zum Thema „Ausbildung in der Deutschen Bank AG“ gelesen habe, war ich doch ein wenig enttäuscht, dass seit 2001 keine neuen Berichte mehr dazukommen sind. Liegt es vielleicht daran, dass die derzeitige Bank- bzw. die Wirtschaftskrise einfach ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von bankerstrust über Deutsche Bank AG (Ausbildung) 14.04.2003
Produktbewertung des Autors:
Verdienst (Ausbildung):
EUR 500 - EUR 750
Qualität der Ausbildung:
sehr gut
Sozialleistungen:
sehr gut
Übernahmechancen:
durchschnittlich
Pro:
Gute Lehrschule, aufbauend auf ein Studium . . .
Kontra:
konservativ, zu vertriebsorientiert . . .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo zusammen,
nachdem ich mir die 14 Berichte zum Thema „Ausbildung in der Deutschen Bank AG“ gelesen habe, war ich doch ein wenig enttäuscht, dass seit 2001 keine neuen Berichte mehr dazukommen sind. Liegt es vielleicht daran, dass die derzeitige Bank- bzw. die Wirtschaftskrise einfach auch nur die Lust und Bereitschaft der Menschen hemmt, hier einen Bericht zu schreiben?
Was mich angeht, die 14 Berichte haben mir sehr geholfen, eine Entscheidung zu fallen. Deshalb werde ich ab diesem Sommer eine Ausbildung als Bankkaufmann in der neuen „Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG“ beginnen. =)
Ich hatte lange Zeit das Bedenken gehabt, mich für eine Ausbildung dieser Bank zu entscheiden. Der Grund hierfür war, dass ich schon im Frühjahr 2002 ein vierwöchiges Schülerpraktikum der ehemals „Deutschen Bak 24 AG“ absolviert hatte. Zwar konnte ich einiges lernen und es war auch sehr interessant, aber damals gab es auch das System der „2-Klassen-Ausbildung“, was mir offiziell nicht erwähnt wurde.
Die sogenannten „DB24“-Azubis lernten mehrheitlich nur den Bereich Personal Banking, also das sehr serviceorientierte und einfache Retail Banking, d. h. sehr viel am Schalter. Dort werden nur einfache Karten-, Anlage- und Finanzprodukte angeboten, wenn überhaupt. Dagegen lernten die sogenannten „Private Banking-Azubis“ die mehr wichtigeren und interessanten Bereiche wie „Private Banking“, „Immobilienwirtschaft“, „Unternehmensfinanzierung“ kennen. Sie betreuen auch vermögende Kunden, z. B. ab 50.000 Euro.
Von meine Klassenlehrerin konnte ich erfahren, dass sie früher eine Schülerin hatte, die bei der Deutschen Bank 24 AG angefangen hatte. Bei ein Seminar in Wuppertal wohnte sie nicht in einem 4-5 Sterne-Hotel, wie die Private-Banking-Azubis, sondern in ein 1-2 Sterne-Hotel. Okay, das ist jetzt für mich kein Grund zu sagen, das ich eine Ausbildung bei dieser Bank NICHT anfangen will. Nur bin ich ein Mensch, der von ein solches 2-Klassen-System nichts davon hält, auch wenn ich zu den Private-Banking-Leuten gezählt hätte. Denn das fördert nicht gerade Zusammenleben und Zusammenarbeit aller Kollegen!
Aber wie die meisten normalen, auch für Banken sich nicht interessierenden, Menschen wissen, dass die „Deutsche Bank 24 AG“ mittlerweile nicht mehr gibt, sondern ersetzt durch die „Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG“. Dadurch ändert sich natürlich auch das Ausbildungsystem. Es gilt nunmehr den betriebsinternen Grundsatz „One bank – one team“!
Eine Ausbildung bei der Deutschen Bank AG zu bekommen ist immens schwer. Ich kann dies mittlerweile nur durch offizielle Zahlen bestätigen, die ich auf ein sogenanntes „Azubi-welcome-Veranstaltung“ erfahren habe. Als Vergleichsmaßstab wurde die Zahlen für das Ausbildungsjahr 2002 herangezogen:
ca. 30000 Bewerbungen ca. 12000 Einstellungstests ca. 4000 Gruppengespräch ca. 890 Einstellungen
Rechnerisch gesehen, kamen weniger als 3% durch bzw. wurden angenommen! Ich glaube, das spricht für die Faszination dieser Bank!
Ich will letztendlich in diesem Bericht damit deutlich machen, dass eine Bankausbildung nie schaden kann, auch wenn man viele Menschen treffen wird, die auf mich zumindest einen sehr spießigen und konservativen Eindruck machen, so wie ich vor kurzem auf diesen Welcome-Azubi-Veranstaltung getroffen habe. Natürlich sollte man nie einen Menschen nur nach äußerlichen Eindrücken beurteilen, aber manche vertreten einfach auch nur den typischen Bankertyp bzw. -typin! Zumindest war das bei mir so nach den ersten Small-Talks...=(
Und vor allem: Eine Bankausbildung kommt auch einen selbst zugute, wie auch die anderen Ausbildungsberufe wie Versicherungskauffrau/-mann, Kauffrau/-mann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft und den natürlichen neuesten Beruf in der Finanzbranche: Investmentfondskauffrau/-mann!
Man ganz ehrlich, will ich mich ewig bescheißen lassen von irgendwelchen inkompeteten Möchtegerneberatern! Sorry für meine Wortwahl... Natürlich muss man sich auch dafür interessieren für solche Berufe in der Finanzwirtschaft!
Also wenn ihr euch bewerben wollt:
1. per Online-Bewerbung: www.deutsche-bank.de/karriere (unter „Schulabgänger“)
oder auf die klassische Art 2. per Post (würde ich raten bei eine Bank!)
Deutsche Bank AG HR Firm Germany Berufsausbildung Service Center München Ungererstraße 175 80805 München
Für Fragen: Leider kann man im Anschreiben sich auf eine Ansprechperson beziehen, weil alles im München zentral verwaltet und bearbeitet wird, dafür: HRdirect: 0180-1000 625 (zum Ortstarif) E-Mail: service-center.berufsausbildung@db.com
Die Bewerbungsmappe sollte enthalten: 1. Bewerbungschreiben 2. Deckblatt mit persönlichen Daten mit Lichtbild 3. Lebenslauf 4. Motivationsschreiben 5. letztes Schulzeugnis 6. Nachweise/Bescheinigungen/Zertifikate von Praktika, Fremdsprachen- oder PC-Kurse 7. eventuell Anlagenverzeichnis, wenn mehr als 8 Seiten! 8. ausfüllte Bewerbungsbogen (könnt ihr bestellen unter:) http://career.deutsche-bank.com/wms/dbhr/index.php3?ci=147&language=1
Ausbildungsvergütung: (Stand Juli 2002)
1. Ausbildungsjahr: 672,00 Euro (ab 01.01.04 = ca. 692,00 Euro) 2. Ausbildungsjahr: 726,00 Euro (ab 01.01.04 = ca. 748,00 Euro) 3. Ausbildungsjahr: 778,00 Euro (ab 01.01.04 = ca. 801,50 Euro) (Die Berechnungen beinhaltet schon die tariflichen Erhöhungen in der privaten Bankengewerbe, die jeweils um 2% am 30.6.2003 und um nochmals 1% am 01.01.2004 steigen werden.)
+ 2 freiwillige Ausbildungsvergütungen pro Jahr + 480,00 Euro vermögenswirksamen Leistungen pro Jahr (48 Euro pro Monat) + eventuell Urlaubs- und Weihnachtsgeld pro Jahr + Fahrtkostenzuschuss (richtet sich nach Kilometern zwischen Wohnort und Arbeitsplatz) pro Monat + Essenzuschuss (richtet sich nach der Filiale) pro Monat + zusätzliche betriebliche Altersvorsorge (Beiträge werden zu Hälfte von Arbeitnehmer als auch von Arbeitgeber getragen) pro Monat + Sterbekasse + 30 Arbeitstage Urlaub pro Jahr + 39 Arbeitstunden pro Woche, also 7,8 Stunden pro Tag, Pause beinhaltet!
Die Angaben zu Vergütung und sonstige Sozialleistungen kommt durch Berechnungen, Informationsmaterialien und vor allem durch Nachfragen zustande, also absolut UNVERBINDLICH!
1. Warum erzähle nur fast positives und kaum negatives über diese Bank? - Glaubt mir, wenn ich die Ausbildung erst einmal angefangen habe, dann wird ich schon genug Sch... erzählen müssen, als Frustabbau...;)
2. Und warum empfehle ich nicht die anderen Universalbanken wie Dresdner Bank, Commerbank oder HypoVereinsbank? - Weil die Dresder Bank übernommen wurde von der Allianz und irgendwann von diese altwürdiger und ehemals erfolgreicher Bank nicht mehr übrig bleiben wird. - Weil die Commerzbank ist und bleibt auch in nächster Zeit eine absolute Übernahmekandidat! - Weil die HypoVereinsbank war eigentlich neben der Deutschen Bank, der Citibank und der HSBS Trinkaus & Burkhardt die Wunschbanken für eine Ausbildung, aber da sie es seit 1998 gibt und ihr fehlt, meine Meinung, Tradition und das Flair von Internationalität, obwohl ich weiß, dass sie in Europa zu den Big Five der Bankgruppen gehören!
Ich hoffe, ihr werdet mit meinem Bericht Spass haben und dass es euch helfen werdet. Kritisiert mich nicht zu sehr, korrigiert mich bitte....=)
UPDATE:
Aufgrund Nachfragens eines Mitglieds möchte ich jetzt die Inhalte für die Ausbildung beschreiben:
Die Verordnung für die Berufsausbildung zum Bankkaufmann/Bankkauffrau wurde am 30. Dezember 1997 neu überarbeitet.
Das „Ausbildungberufsbild“ verlangt, dass die folgenden Kenntnisse in den 3 (2 oder 2 ½) Jahren vermittelt werden sollten.
1. Das ausbildende Unternehmen 1.1 Stellung, Rechtsform und Organisation 1.2 Personalwesen 1.3 Informations- und Kommunikationssyteme 1.4 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 1.5 Umweltschutz
2. Markt- und Kundenorientierung 2.1 kundenorientierte Kommunikation 2.2 Marketing 2.3 Verbraucher- und Datenschutz
Also insgesamt 12 Lernfelder verteilt auf 3 Jahren. Wie das in meinem Fall aussehen wird, weiß ich noch nicht! Wahrscheinlich wird das Ganze „komprimiert“!
Des Weiteren findet neben dem Praxis, also Arbeit im Betrieb, und der Berufsschule noch andere Schulungsmöglichkeiten: - Workshops (Planspiele, Projektarbeiten etc.) - Seminare (Präsentations-, Verkaufs-, Rhetorik-Training etc.) - Sprachkurse (entweder db-English-Certificate oder IHK-Kurs) - Studienbriefe (Handouts) - eventuell zusätzliches PC-Training - Computer Based Training Der Berufschulunterricht erfolgt in 4 bzw. 5 Blöcken (je nach Ausbildungsdauer) von jeweils 6-8 Wochen, also Blockunterricht.
Hier nochmals eine zeitliche Aufteilung der Ausbildung: 2,5 Jahre 2 Jahre
Ausbildung am Arbeitsplatz 14,5 Monate 11 Monate Berufsschulunterricht 7,5 Monate 6 Monate Urlaub 4 Monate 3 Monate Seminare 2 Monate 2 Monate Verlust durch vorgezogene Prüfung 2 Monate 2 Monate
Also Ich hoffe, ich habe euch hier mit Informationen bombardiert! =)
Pro: Englischunterricht, verschiedene Abteilungen, Seminare Kontra: man wird ins kalte Wasser geschmissen
Wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahre ansieht, stellt man fest, dass sich im Bereich Ausbildung einige Veränderungen ergeben haben.
War doch früher eine Ausbildung bei der Bank noch eine solide und ausbaufähige Sache. Das ist sie heute auch n ...
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Pro: gute Ausbildung Kontra: viel Streß, schlechte Übernahmechancen
Auch wenn ich vor kurzer Zeit schon einen allgemeinen Bericht über die Ausbildung zum Banker geschrieben habe, so hat mich doch der Bericht von bankertrust dazu bewogen, noch einmal auf meine Ausbildung bei der Deutschen Bank einzugehen.
Ich bin seit S ...
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Pro: Erstklassige Karriereaussichten, hohes Ansehen, hohe Akzeptanz Kontra: sehr hohe Nebenkosten, schlechtes Betriebsklima, teilweise sehr stressig, mittelmäßige Bezahlung
...Im August 2004 begann ich meine Berufsausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank Privat und Geschäftskunden AG (die ehemalige Deutsche Bank 24).
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Zu aller erst ...
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Auch ich habe seit August die Ehre eine Ausbildung bei der Deutschen Bank zu genießen. Wie großartig das ist mußte ich mir seit dem schon des öfteren anhören. Wieviel doch für uns getan wird und was das doch für eine tolle Ausbildung ist. Naja, wen etwas ...
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Die meisten stellen sich unter einem Bankkaufmann jemand vor, der an der Kasse sitzt und/oder Kunden berät.
Dabei gibt es nach beendeter Ausbildung fast unendlich viele Einsatzmöglichkeiten für Banker:
Erst mal die Kundenberatung, was eigentlich jeder k ...
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