Das Image der Deutschen Bank ist angestaubt. Um so mehr hat mich mein Praktikum überrascht. Ich war zehn Wochen im Corporate Investmentbanking tätig, welches sich mit Themen wie Börsengängen oder Fusionen beschäftigt. (Nicht zu verwechseln mit dem Trading, wo beispielsweise Aktien oder Derivate ... Bericht lesen
Das Image der Deutschen Bank ist angestaubt. Um so mehr hat mich mein Praktikum überrascht. Ich war zehn Wochen im Corporate Investmentbanking tätig, welches sich mit Themen wie Börsengängen oder Fusionen beschäftigt. (Nicht zu verwechseln mit dem Trading, wo beispielsweise Aktien oder Derivate gehandelt und verkauft werden.)
Die Aufgaben:
Die Aufgaben der Praktikanten im Corporate Investmentbanking der Deutschen Bank sind verhältnismäßig umfangreich. Einen großen Teil der Arbeit nimmt Recherche (Internet, Datenbanken, Broker Reports, Geschäftsberichte) ein. Oft müssen Unternehmensprofiele erstellt werden. Der zweite Haupt-Aufgabenblock umfasst alle möglichen Rechenmodelle, Charts und Unternehmensbewertungen. Aus zuvor zusammengestellten Daten müssen Graphiken erstellt oder Vergleichsrechnungen gemacht werden. Bisweilen durfte ich auch bei der Struktur von Kunden-Präsentationen mitarbeiten. Je nach Abteilung (Equity Capital markets, M&A, Industrie Gruppen) liegen die Schwerpunkte anders. Im ECM-Team müssen für IPOs beispielsweise oft Marktprognosen erstellt werden, wobei bei M&A Bewertungs-Fragen im Vordergrund stehen. Ich habe in einer der Industrie Gruppe gearbeitet, in der das Aufgabenfeld sehr gemischt war.
Der Tag:
Der Tagesablauf war wenig festgelegt. Angefangen hat unser Team von ca. zehn Leuten um neun Uhr (+/- 15 Minuten). Zwischen zwölf und halb zwei sind wir - meistens zusammen – in der Kantine Essen gegangen. Ein festes Ende des Arbeitstages gab es nicht. Je nachdem wie viel zu tun war, bin ich im zwischen neun und zwölf Uhr Abends nach Hause gegangen. Unfreiwillige Nachtschichten gab es kaum und auch am Wochenende war ich nie mehr als zehn Stunden im Büro.
Die Atmosphäre:
Die Atmosphäre war insgesamt sehr locker. Es war immer möglich sich mit Fragen an andere Team-Mitglieder zu wenden. Die Stimmung war auch in hektischen Zeiten durchweg gut, Frust ist nie aufgekommen. Durch den unbeschwerten Umgang miteinander war es für mich als Praktikant allerdings nicht ganz einfach, mich in die doch erhebliche Hierarchie nahtlos einzubinden. Der Erfolg- und Leistungsdruck war beständig vorhanden und wurde auch offen kommuniziert.
Die Betreuung:
Die Betreuung seitens des Praktikanten-Teams war mäßig. Außer einer einstündigen Veranstaltung am ersten Tag gab es keine weiteren Events. Einzige Ausnahme war der alljährliche Sommerausflug aller Praktikanten (abendliche Bootsfahrt auf dem Main), den ich aber leider verpasst habe. Zum von Praktikanten organisierten wöchentlichen Kneipenbummel konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht gehen. Im Team selber hatte ich einen festen Betreuer, mit dem ich allerdings vergleichsweise wenig gearbeitet habe. Alle Team-Mitglieder standen mir immer für Fragen offen und ich habe im Laufe des Praktikums mit jedem einzelnen zusammen gearbeitet. Zur Hälfte gab es ein Evaluierungs-Gespräch mit meinem Betreuer. Es ging darum, wie mich das Team sieht, welche Stärken ich habe und woran ich bis zum Ende des Praktikums noch arbeiten müsse. Für mich war das Gespräch sehr hilfreich.
Der passt:
Praktika bzw. Jobs im Corporate Investmentbanking eignen sich letztlich am besten für All-Rounder. Spezifisches Fach Wissen ist nützlich, nicht aber nötig. Für die wichtigsten Fähigkeiten halte ich: - Einsatzbereitschaft (Arbeitszeiten von 65-80+ Stunden die Woche) - Kommunikationsfähigkeit (viele Meetings) - Analytische Fähigkeiten (Recherche, Entwicklung von Modellen/Strategien) - Quantitative Fähigkeiten (Statistik, Bewertungsverfahren) - Computer Kenntnisse (Excel, Internet-Recherche)
Die Stadt:
Die Investmentbanking-Aktivitäten der Deutschen Bank sind hier zu Lande in Frankfurt konzentriert. Ich hatte mein Büro in einem der beiden Glastürme. Zur Stadt Frankfurt kann ich nur wenig sagen, da ich wegen der langen Arbeitszeiten nur wenig außerhalb des Praktikums gemacht habe. Im direkten Vergleich zu Köln – dort habe ich die Wochenenden verbracht – scheint Frankfurt allerdings in allen Belangen unterlegen.
Die Bewerbung:
Beworben habe ich mich auf Hinweis eines Freundes ca. sechs Wochen vor Praktikumsbeginn per Email. Das Gespräch war schon zwei Tage später. Da ich mich direkt in einer der Industrie Gruppen beworben hatte, wurde ich auch von meinen späteren Kollegen interviewt. Die Gespräche waren recht unterschiedlich. Eines war eher im Stiel von Unternehmensberatungen („Wie viele Friseurläden gibt es in Deutschland?“). Das andere war knall hart auf Finanzmarkt-spezifische Fragen getrimmt. Allerdings wurden keine Bewertungs-Modell abgefragt. Die Fragen mussten viel mehr durch eigenständiges Nachdenken gelöst werden. Die Interviews waren insgesamt anspruchsvoll. Ich hatte auf jeden Fall zunächst ein relativ schlechtes Gefühl.
Die Vorbereitung:
Eine gezielte Vorbereitung ist relativ schwierig. Grundsätzlich sollte aber auf jeden Fall ein Überblick über die jeweilige Abteilung (M&A, Industrie Gruppen, ...) bestehen, da mit Sicherheit über Fach-spezifische Themen gesprochen wird. Auf Praktikanten-Level sind detaillierte Modelle und Bewertungstheorien nicht gefragt, die Grundlagen müssen aber vorhanden sein. Genauso sollte man die Struktur der Investmentbanking-Aktivitäten vorher mal angeschaut haben.
Der Ansprechpartner:
Ansprechpartner für das Recruting ist Monika Lehnert (Tel. 069-910-35769, Email monika.lehnert@db.com). Bewerbungen könnten jederzeit eingereicht werden. Als Vorlaufzeit empfehle ich für den Sommer/Herbst mindestens sechs Monate. Zu anderen Jahreszeiten reicht auch weniger Vorlaufzeit. Ich hatte mich für einen kurzfristig frei gewordenen Slot beworben. In solchen Fällen kann es von Bewerbung bis Praktikumsantritt bisweilen nur wenige Wochen oder gar Tage dauern.
Fazit:
Das Praktikum bei der Deutschen Bank hat meine (eher moderaten) Erwartungen übertroffen. Das Team war außerordentlich nett und locker. Das angestaubte Image der Deutschen Bank ist auf den Bereich Investmentbanking in keiner Weise übertragbar. Die Aufgaben waren erstaunlich Abwechslungsreich, bei mittlerem bis hohem Anspruch. Praktika bei den großen US-Häusern sind so weit ich das gehört habe dagegen eher monoton. Die Bezahlung war mit 2.000 Euro pro Monat (Bonus gab es nicht) in Ordnung. Auf den brutto Stundenlohn von 11-13 Mark sollte man aber besser nicht schauen. Die Arbeitszeiten sind wie in der Branche üblich sehr lang, verglichen mit den US-Banken bin ich als Praktikant mit durchschnittlich 75 Stunden die Woche aber noch gut weg gekommen. Ein negativer Punkt war das Schulungsangebot, welches nicht vorhanden war. Nicht einmal für Excel-Fragen gab es einen ausgewiesenen Ansprechpartner, so dass man sich viele Dinge im do-it-yourselfe-Verfahren beibringen musste. Insgesamt will ich fest halten, dass die Zeit zwar anstrengend, dafür aber auch sehr lehrreich war. Ich hatte immer so viel Spaß, dass die langen Arbeitszeiten nur wenig ausgemacht haben. Ein gelungenes Praktikum.
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17.05.2000
Kurzbewertung zu Deutsche Bank AG (Praktikum) Bewertung für Deutsche Bank AG (Praktikum)von
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Hallo, das is mein errster erfahrungsbericht bei Ciao. hehe hoffe er gefällt euch!!!
also ich mache mein schülerbetriebs praktikum bei deutschen bank in essen (nrw). ich habe mich in vielen banken beworben aber daraus wurde nichts. nur die deutschen ba
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...außerschulische Aktivitäten/ Interessen, ein Passfoto (mit Anzug!!!), das letzte Schulzeugnis, Nachweise/Bescheinigungen über bereits absolvierte Praktika oder Kurse) an folgenden Anschrift schicken:
Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG
Personal
Service Center München
Ungererstr. 175
80805 München
Ich hatte bereits nach 2 (!!!) Tagen meine Einladung zum Einstellungstest im Briefkasten.
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2. Der Einstellungstest
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Wenn die Bewerbungsunterlagen zugesagt haben, dann geht es zum Einstellungstest. Fahrkosten werden nicht erstattet!
!!! Tipp: Der erste Eindruck zählt, daher bereits zum Test mit angemessener Kleidung (es stehen Namensschilder auf dem Tisch und der Testleiter macht sich Notizen!) !!!
Bei meinem Test waren ca. 50 Leidensgenossen.
Der Einstellungstest selber...
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