Deutsche Dogge

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Der sanfte Riese kann gefährlich sein

4  17.08.2000

Pro:
stark, treu, lieb, sanft

Kontra:
Schizophrenie - Neigung

Empfehlenswert: Ja 

pweber

Über sich: Eigentlich bin ich für die meisten von Euch schon ein alter Mann. Ich habe zwei reizende, schon erwa...

Mitglied seit:17.08.2000

Erfahrungsberichte:30

Vertrauende:8

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 12 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Als langjähriger Obmann und Vorstandsmitglied von Tierschutzvereinen habe ich einige Erfahrungen mit Hunderassen gesammelt. "Gefährliche Hunderassen" im Sinne von Kampfhunden gibt es nicht. Gefährlich ist nur der Mensch, der Hunde zu Kampfhunden ausbildet und sie als solche mißbraucht.

Dennoch gibt es gefährliche Hunderassen und dazu gehört leider auch die deutsche Dogge.

Die deutsche Dogge ist gewöhnlich ein sehr wertvoller Hund: stark, treu, verschmust und leicht erziehbar. Leider aber neigen einige wenige zu einer sehr schweren, gefährlichen Krankheit, nämlich der Schizophrenie.

Diese Krankheit tritt meistens im Alter von zirka zwei Jahren auf. Von mehr als drei-jährigen Doggen ist mir so etwas nicht bekannt geworden.
Doggen, die von der Schizophrenie befallen sind, neigen dazu, ihre Frauerln, Herrln, Kinder und sonstige Personen zu beißen. Und wer kann sich schon gegen einen 75 kg - Hund wehren?

Meiner Erfahrung nach ist diese Krankheit vererblich. Man sollte daher, wenn man sich eine deutsche Dogge anschafft, genau prüfen, ob es in dieser Zucht bereits Fälle von Schizophrenie gegeben hat. Wenn ja, sollte man von der Anschaffung Abstand nehmen. Weiters gebe ich den Rat, den Hund in seinem zweiten und dritten Lebensjahr genau zu beobachten. Sollte er Auffälligkeiten in seinem Verhalten zeigen, wäre der Besuch bei einem Tierarzt, oder besser noch Tierpsychologen angezeigt. Ist eine Dogge von Schizophrenie befallen gibt es leider keinen anderen Ausweg mehr als die Einschläferung.

Bei Beachtung dieser Vorschläge kann ich jeden, der eine deutsche Dogge haben will, nur anraten, sie zu nehmen. Es sind wirklich nur wenige Exemplare, die unter dieser Krankheit leiden.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
zweihorn

zweihorn

24.11.2006 12:01

Das wußte ich bis jetzt noch nicht! Ich habe auch eine Dogge (siehe meinen Bericht) und bin total begeistert! liebe Grüße Miki

SusanneClaus

SusanneClaus

22.03.2001 21:32

Ein sehr nützlicher und informativer Bericht!Wir besitzen auch 2 Doggen, die sind aber nicht irgendwie krank!Viele liebe Grüße von SusanneClaus

heidisz

heidisz

16.11.2000 17:20

Es ist verpönt es zu tun - doch ich kann aufgrund Deines Satzes nicht anders - eine meiner Meinungen beginnt mit eben diesem Satz "Es gibt keine Kampfhunde" - stimmt - wenn ich will mache ich auch einen Bobtail oder Pudel zum Kampfhund - letzteres habe ich sogar schon selbst gesehen. Ich selbst ziehe einen Hund vor der ruhig ausgeglichen kinderlieb und mit einer sehr hohen Reizschwelle ausgestattet ist vor - allerdings muß es dann schon was größeres sein - z.B. ein Irish Wolfhound mit allen seinen Vor- und Nachteilen.

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