Deutsche Post Poststellen

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Begegnungen der anderen Art…

3  27.06.2002

Pro:
höfliches aber immer recht habendes Personal

Kontra:
Willkür am Schalter

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Service

Pünktlichkeit:

Zuverlässigkeit


schnuetchen

Über sich: Nächste Woche geht es nach New York und der perfekte Urlaub wurde inzwischen auch gesendet, einige h...

Mitglied seit:26.01.2001

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 147 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Allein bei dem Gedanken zur post gehen zu müssen, bekomme ich eine Gänsehaut.
Meist frage ich dann eines meiner Kinder ob sie nicht mal eben gehen könnten, aber inzwischen fallen sie nicht mehr darauf rein oder aber wenn mal wieder etwas Extremes war, bereitet es ihnen besonderes vergnügen dort hin zu gehen.

Die Post,
was ist das eigentlich?
Laut der Werbung überzeugt sie durch Leistung und Service weltweit in allen Bereichen.
Für den Otto Normal Verbraucher ist die Post eine Institution zum Erwerb von Briefmarken zum Versand von Briefen, eine Möglichkeit Pakete und Päckchen rund um den Globus zu schicken, Geldanlagen und Geldgeschäft zu tätigen. Dieses sind nur einige der Dinge die man bei einer Post-Filiale tun kann es gibt sicher noch vieles mehr, aber das würde mir zu weit gehen. Mir geht es in meinem Bericht um den Service der Filialen allgemein.

Vor einigen Jahren noch saßen hinter den Schaltern, richtige Postbeamte, heute da viele Postfilialen in Schreibwarengeschäften oder Otto-Filialen untergebracht sind sitzen dort speziell ausgebildete Kräfte für diese auch oft „ MC Paper“ genannten Shops.
Unsere Filiale heißt immer noch Post und ist auch noch nur eine Post. Anfangs hat man mal versucht Süßwaren, Zeitschriften und sonstiges zu verkaufen, aber das hat man rasch wieder eingestellt. Denn es ist doch so, wenn ich die Schlange, in der ich warte, verlasse um in den angebotenen Artikeln zu schnöseln, lässt mich garantiert keiner mehr zurück in die Schlange. Wenn ich mit meinen Erledigungen am Schalter fertig bin kann ich zwar noch schauen was es so gibt, aber zum bezahlen muss ich mich wieder anstellen und wer hat schon soviel Zeit.
Zeit, das ist so ein Punkt bei der Post, bedingt durch die neuen Öffnungszeiten: 9:00 bis 12:00 und 15:00 bis 17:00 muss man schon einiges an Zeit investieren wenn man dort hin geht. Ein Vorteil ist, hier bei uns wartet man schon nach dem amerikanischen Prinzip, eine Schlange für beide Schalter.

In letzter Zeit war ich durch Verkäufe bei Ebay des Öfteren auf die Post angewiesen, denn die Ware soll ja zum Kunden.
An meinem Schreibtisch liegt immer so ein schlaues Heftchen von der Post, in dem man nachlesen kann was ,was kostet, wie viel es wiegen darf und wie groß es sein darf.

1.Begegnung der anderen Art…
Gewogen, mit einem Lineal abgemessen und dem Kunden den Preis durchgegeben. Nach der Bezahlung auf zur Post….“ Nein das geht nicht, das ist nur als Päckchen oder Paket möglich“
Die Sendung hatte 32Gramm zuviel für eine Büchersendung. Zähneknirschend habe ich die Mehrkosten gezahlt.

2. Begegnung der anderen Art…
5 verschieden Umschlage gepackt im Format bis Dina 4, damit ich auch bloß keine falschen Angaben den Kunden mache, habe ich meinen Sohn zur Post geschickt um zu fragen was auf welchen Umschlag an Marken drauf geklebt werden muss. Die Frau am Schalter hat dann auf jeden Umschlag oben rechts in die Ecke den zu zahlenden Betrag geschrieben. Nach Eingang des Geldes brachte mein Sohn die Umschläge frankiert wieder zur Post.
„Also Junge, das nächste Mal sollte deine Mutter besser selber kommen, das ist ja alles falsch
frankiert. Hier ist zu wenig drauf und da zuviel. Nimm mal die Broschüre mit, da stehen alle Preise drin. Da hat deine Mutter beim errechnen des Portos sicher einen Fehler gemacht.“

3. Begegnung der anderen Art….
Da ich noch einige ehemals 3DM, jetzt 1,53€ Marken hatte und man die laut Aussagen der Postangestellten umgetauscht bekommt, habe ich meine Tochter zum Tauschen zur Post zur Post geschickt. Unverrichteter Dinge kam sie zurück und meinte „ Du musst da wohl etwas falsch verstanden haben, du sollst die erst mal aufbrauchen“ das war so um den 13 Juni herum.

4. Begegnung der anderen Art…
Ein Umschlag der abgewogen und abgemessen mit 2,25 frankiert werden müsste, habe ich schon mal mit einer der obigen alten 3,00DM beklebt, den Rest sollt die Dame auf der Post dazu kleben dachte ich aber auch nur.
Meine Tochter kam zurück mit einem Zettel und dem Umschlag „ Hier müssen noch 3,68 € dazugeklebt werden“. Ich bin fast vom Hocker gefallen, aber es war natürlich inzwischen 17:00 und die Post zu.
Eigentlich wollte ich direkt am nächsten Morgen in die Post stürmen, aber es war so voll das ich rückwärts wieder raus. Mittags als mein Sohn aus der Schule kam war dieser ganz heiß darauf das zu klären und er nahm genau einen Euro mit. Nach nur knapp 10 Minuten kam er pfeifend wieder, “ ha, ich habe genau 0,72€ bezahlt“ Er hatte auch den Zettel mit, aber der könnte nicht von denen stammen, bekam er zur Antwort.

5. Begegnung der anderen Art…
ein Umschlag im Dina 5 Format mit einer Pampas darin wurde von meiner Tochter weggebracht, natürlich hatte sie abgezähltes Geld bei, damit ihr nicht wieder jemand etwas anderes erzählt.
Kind und Umschlag kamen nach etwa 20 Minuten(es war kurz vor 17:00) wieder zurück.
„Mama die sagen der passt nicht durch den Rahmen und ist teurer.“ Für denjenigen hinter dem Schalter war es besser, dass ich es nicht mehr rechtzeitig vor Schalterschluss geschafft habe, denn ich war mehr als wütend.
Am nächsten Morgen bin ich dann selber hin, lege den Umschlag hin und soll 1,53€ bezahlen, genau den Preis hatte ich auch meiner Tochter gesagt. Da ich ja inzwischen wieder ruhiger war fragte ich warum meine Tochter gestern mehr zahlen sollte.“ Das kann nicht sein, das war dann sicher ein anderer Umschlag oder sie haben etwas heraus genommen.“ Der laden war natürlich wieder mal proppenvoll, und ich hatte am frühen Morgen keine Lust mich zu ärgern, deswegen habe ich nur gesagt „ Wenn sie meinen“ und bin gegangen. Lange danach habe ich die Post nicht mehr betreten.

6. Begegnung der anderen Art
Ein einfacher Brief frankiert von der Dame am Schalter höchst persönlich und auch abgestempelt landete nach knapp 24 Stunden in meinem eigenen Briefkasten wegen fehlendem Porto. Man sah anhand des Stempels dass da mal eine Mark geklebt hatte, aber scheinbar nicht jeder. Natürlich war ich sofort wieder am Schalter und die Dame war sehr unfreundlich, sie konnte sich nicht erinnern mir gestern die Marke aufgeklebt zu haben und den Stempel hätte sie auch nicht gemacht. Wir zankten uns eine Weile herum, ich musste aber um den Brief los zu werden erneut eine Marke aufkleben.

Es sind nur ein paar der Dinge die mir so passiert sind, bei der 6ten Begegnung der anderen Art habe ich bei der Post eine Beschwerde eingereicht. Es dauerte nur ein paar Tage da rief mich ein sehr höfflicher Mensch an entschuldigte sich bei mir für das Geschehene und wir haben uns recht lange über die neuen Zustände unterhalten. Er wusste dass es noch viele Defizite gab, aber man bemühe sich diesen entgegen zu wirken.
Dies Telefonat ist aber jetzt schon eine Weile her und ich kann nicht behaupten dass sich viel geändert hat. Doch man macht noch mehr Werbung für das Unternehmen im Fernsehen, die Schlangen werden noch länger, so hat man bei uns jetzt einen Tisch mit Büchern aufgebaut hat(zum Verkauf), direkt neben der Schlange damit sie keiner verlassen muss wenn er in eins der Bücher hineinschaut und so nicht merkt wie lange er schon wieder wartet.


Fazit

Leider bin ich auf die Post angewiesen, denn für einen Privathaushalt sind die anderen Anbieter zu teuer, das rechnet sich nur bei Firmen.
Also versuche ich weiter mit dem Gebührenheft zu arbeiten um mir dann sagen zu lassen, das wiedermal alles falsch ist. Wenn ich aber erst den gang zum Schalter mache kann das am nächsten, beim nächsten Angestellten auch schon wieder falsch sein.
Wie man es macht ist es verkehrt. Als es noch den guten alten Postbeamten gab, kann ich mich erinnern war das anders. Der hat auch mal ein Auge zugedrückt wegen ein paar Gramm, oder aus einem Umschlag die Luft herausgedrückt wenn es nötig war, aber einen nicht da stehen gelassen wie einen Depp.
Inzwischen habe ich es mir abgewöhnt mich zu ärgern, meinen Kindern macht es richtig Freude mit abgezähltem Geld hin zu gehen und dann gesagt zu bekommen „Das reicht aber nicht“, denn sie wissen genau das es stimmt und sie wehren sich inzwischen auch mit Erfolg.

Es geht mir hier rein um den Service am Schalter, denn der Service der Post als solches ist in Ordnung. Briefe und Pakete erreichen schnell ihr Ziel. Aber um es soweit kommen zu lassen muss man sich eben erst mal anstellen, und wer tut das schon gerne.
Ich nicht, denn Zeit ist Geld und da ich das eine nicht habe, habe ich auch das andere nicht. :o)
Diese Erfahrungen beziehen sich nicht auf jedes Postamt, es mag auch andere geben, aber hier bei uns ist es leider so.Also unten angegebene Kriterien beziehen sich nur auf unser Postamt.
Also wer heute noch zur Post will hat ab 15:00 noch zwei Stunden Zeit, auf die Plätze,
fertig los…

Euer schnuetchen


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ciao_sawey

ciao_sawey

02.05.2004 09:37

Genial und sehr aufschlußreich - so kennt man die Post!!!!

Macao

Macao

04.08.2003 00:36

exakt wie bei mir auch! die werden wohl mit absicht so ausgebildet, dass sie dem kunden den ganzen tag versauen. einmal bin ich wutschnaubend und "saftladen" rufend aus der post verschwunden. komischerweise gabs auffällig viele zustimmende blicke und nicker ...

ET

ET

24.06.2003 09:40

Bei uns ist das besonders witzig: Um gelagerte Post abzuholen (z.B. nach Urlaub) muss ich in die eine Filliale. Die Pakete wiederum bekomme ich in einer anderen Filliale. In beiden warteste aber im Durchschnitt 20-30 Minuten :-((

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