Deutsche Proventus AG

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Proventus AG = legaler Betrug!?!?

1  30.05.2002 (20.06.2002)

Pro:
gibt es nicht !

Kontra:
kein geschultes Personal, keine objektive Beratung

Empfehlenswert: Nein 

Lipser

Über sich:

Mitglied seit:29.05.2002

Erfahrungsberichte:6

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 43 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo allerseits,

ich möchte hier einmal meine Erfahrungen mit der Proventus AG niederschreiben um vielleicht auch ein wenig Aufklärung zu betreiben.
Denn Titel habe ich bewußt so provokant gewählt, weil meine nachfolgenden Ausführungen die Brisanz und den Balanceakt auf dem Grad der Legalität aufzeigen sollen.

Wer kennt Sie nicht, die Anzeigen in Tageszeitungen. Klein bis pompös werden kfm. Mitarbeiter für Bürotätigkeit und ähnliches gesucht. Immer sind die Anzeigen mit Telefonnummern bestückt und meistens anonym.

Nun, ich hatte mich einmal auf so eine Anzeige gemeldet, in meiner damaligen Not und bin doch glatt bei der Proventus AG gelandet.
Mein „Vorstellungsgespräch“ verlief positiv und so wurde mir erstmal „Honig ums Maul geschmiert“. Ich wurde zum Beispiel mit einem attraktivem Festgehalt gelockt und meine Tätigkeit wurde als Existenzgründerbetreuer betitelt. Damals war keine Rede von Versicherungen verkaufen oder ähnliches.

Nach kurzer Zeit war mir klar, dass hier legaler Betrug vorliegt. Die Leute „bescheißen“ nicht nur die Kunden, sie belügen auch noch ihre angeworbenen Strukki´s!

Nachdem ich also meine „Tätigkeit“ antrat, die übrigens den einen Monat über das Arbeitsamt finanziert wurde, war dann plötzlich nicht mehr die Rede von Festgehalt und dergleichen. Vielmehr wollte man mich jetzt zum Millionär machen!
Die Sache fing an interessant zu werden. So wurde uns eingetrichtert, dass man unseren Kunden zum Kauf von Telekom Aktien raten sollten, da diese nicht weiter fallen können. (Kurs damals um die 30 Euro!). Auf meine provokante Frage, woher man diese Weisheit nehme, wurde mir doch tatsächlich geantwortet, dass man mit n-tv in Verbindung stehen würde und man sich seiner Sache einfach sicher sei! * g *

Dann sollten wir zum Beispiel auch Fonds verkaufen, welche weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr (die Gesellschaft war, so glaube ich „Sun“). Jedenfalls waren diese Aktienfonds ein Knüller, denn nach ihren Aussagen konnten die gar nicht fallen! Nachdem ich einen Computerausdruck über die tatsächliche Performance dem „Dozenten“ vorlegte, makierte er einen fast senkrechten Strich auf dem Blatt und behauptete, dass wäre der Börsenverlauf und der Fond wäre im Gegensatz doch mehr als stabil!

Die Versicherungen, jeglicher Art, waren natürlich um einiges besser, als die der Konkurrenz.
Hier bedienen sich Versicherungsgesellschaften wie die Axa, Stuttgarter, Barmenia usw. solcher Vertriebsstrukturen um Ihre schlechten und teuren Produkte doch noch an den Mann zu bringen. Dies wurde natürlich in den Vorträgen ganz anders dargestellt!
Viele der Dienstleister und natürlich auch die Proventus AG werben auch mit Ihrer Unabhängigkeit. Fakt ist., dass die Axa Colonia mit 33,33% an der Proventus beteiligt ist!!!

Mit dem Datenschutz nimmt man es auch nicht sonderlich ernst. Wenn man als „Mandant“ dort einen Vertrag abschließt, ist man der Gefahr ausgesetzt, dass der Vertrag in Kopie und/oder auf Folie in den Unterlagen von neuen Repräsentanten auftaucht als sogenanntes Muster!

Ich könnte hier noch stundenlang schreiben, was für Müll dort abging.
Das Schlimme allerdings ist, dass die Leute, die sowas „fressen“ weil Sie es anders nicht kennen oder hinterfragen, damit auf Kundenfang gehen. Entweder geraten Sie an einen Wissenden und werden „zerfleischt“ oder sie geraten an einen Unwissenden und verkaufen diesen Mist auch noch. Womöglich ist der Unwissende so begeistert, dass er gleich mitmacht und noch mehr Unwissende ins Boot holt!
Daraus wird dann das sagenumworbene „Heer der Nieten“!

LIPSER

____________________________________

Update vom 20.06.2002 zum Kommentar von gerwolf wegen "VWL-Anlage in Fonds"

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Entscheidung seine VWL über einen Vermittler (wie auch der Proventus AG) in einen Fond anzulegen unattraktiv ist!
Bei dieser Anlagentscheidung muß man sich einfach folgende Fragen vor Augen halten.
Wie hoch sind Deine VWL-Leistungen die man erhält?
Wieviel Ausgabeaufschlag bezahlt man für den Fond?
Wie hoch ist die Managementgebühr beim Fond?
Wie hoch ist die Depotgebühr?
Womöglich wurde auch noch eine verdeckte Provision fällig!?

Wenn man all diese „verdeckten“ Kosten berücksichtigt, dann kommt meist nicht mehr viel dabei raus, vorallem weil es sich bei den VWL um geringe Einzahlungen handelt!
Über einen längeren Zeitraum kann dabei eine erschreckend niedrige Rendite herausspringen, trotz der Zuschüße! Der Gewinner ist dann eher die Bank, der Vermittler oder andere!

Die Gesellschaft „Sun“ existiert übrigens nicht mehr! Vielmehr wurde selbige jetzt von der Axa Colonia übernommen! Dies nochmal zur Unabhängigkeit, die ich in meinem ersten Bericht schon anzeigte. Die Proventus AG ist und bleibt ein verlängerter Arm der Axa!!!

Grüße

Lipser
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
der_freund_deiner_mutter

der_freund_deiner_mutter

10.07.2013 09:30

Naja, ich habe noch bis vor ein paar Jahren dort gearbeitet- viel geändert hat sich nicht.

engelchen1anklam

engelchen1anklam

27.06.2013 01:37

Ich denke,dass dieser Beitrag so alt wie er ist NICHT mehr Glaubhaft ist. Vielleicht gab es vor 10Jahren schwarze Schafe. Dies allerdings ist heutzutage anders. Alles was dort beschrieben ist,hat man mir als Mandantin nicht angeboten. Vielleicht sollte ich meine Beraterin mal darauf ansprechen.

Annakondablue

Annakondablue

27.10.2003 14:41

Hallo Lipser, vilen dank für deinen Bericht. Ich sollte als Datenerfasser dort anfangen, werde aber die Finger davon lassen. Lieber komme ich mit wenig Alhi über die Runden als ewig auf Geld warten zu müssen. Bei uns im Osten sollen noch Beratungsbüros entstehen. Vielen Dank für die Warnung.

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