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Deutsche Schreibschrift - lesen und schreiben lernen / Harald Süß

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Deutsche Schreibschrift - lesen und schreiben lernen / Harald Süß

 

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°°Lesen und Schreiben lernen°°

5  16.07.2008

Pro:
interessant

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Haggia

Über sich:

Mitglied seit:22.07.2002

Erfahrungsberichte:161

Vertrauende:71

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 173 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich beschäftige mich nun schon seit einiger Zeit mit Ahnenforschung (Genealogie). Solange man Verwandte fragen kann und die "jüngere" Vergangenheit erforschen kann ist, das noch relativ einfach. Aber schon bald merkt man, dass man nur noch über schriftliche Aufzeichnungen weiter kommt. Da beginnt es dann relativ kompliziert zu werden, wenn man wie ich nur die lateinische Schrift beherrscht.

Um dennoch wenigstens etwas voran zu kommen habe ich mit das Buch - Deutsche Schreibschrift - von Harald Süß angeschafft und auch das dazugehörige Übungsbuch!

"Technische Daten"
****************

Erschienen ist das Buch 2004 im Knaur Ratgeber Verlag,
Druck Appl, Wemding
ISBN 3-426-66753-3
www.knaur.de
Es kostet 10,90 Euro.

Das Buch ist vorwiegend in weiß gehalten. Es hat einen festen Einband und ist etwas kleiner als DIN-A4. Auf der vorderen Seite ist in großen Buchstaben, in roter Farbe zu lesen -Deutsche Schreibschrift- und darunter -Lesen und Schreiben lernen-. Dann beginnt eigentlich schon das lernen, denn man findet einen kleinen Ausschnitt aus der Sütterlin Schrift.

Auf der Rückseite ist abermals ein Ausschnitt in Sütterlin, ein Rezept für Vanillebrot.

Klappentext:
----------------

Beim Stöbern in alten Archiven findet man sie noch, die fremd anmutenden, gestochen geschriebenen Handschriften und Briefe. Schön sehen sie aus, doch lesen oder gar schreiben können - das ist nicht drin. Hier gibt es einen Schatz zu heben: Wenn man die alten Kurrentschriften und die deutsche Sütterlinschrift näher kennen lernt, wird man vielleicht als Familien- und Ahnenforscher tätig werden, das alte, liebevoll handgeschriebene Kochbuch nach exotischen Rezepten durchstöbern und den Sinn alter Schriftstücke und Urkunden zu entziffern trachten.

Aufbau
*******

Das Buch ist unterteilt in:

Einführung

Geschichte der deutschen Schreibschrift

Schrifttafeln im Vergleich

Erster Teil: Das Lesen
Einleitung
Hinweise und Lesehilfen
Übungsbeispiele
Leseproben aus drei Jahrhunderten
Übertragungen (Auflösungen)

Zweiter Teil: Das Schreiben
Einleitung
Das Werkzeug des Schreibers
Die Offenbacher Schrift
Die Sütterlin-Schreibweise
Die Kurrent um 1900
Anwendungsmöglichkeiten

Literaturverzeichnis

Anschriftenverzeichnis

Die Einführung zu Beginn des Buches geht auf die Bedeutung der verschiedenen Schriften, bzw. darauf ein, wie wertvoll sie auch heute noch sein können. Sie ist fast eine Art Liebeserklärung des Autors. Die Geschichte der Schreibschrift will ich hier nicht wiederholen, es geht im Großen und Ganzen in diesem Kapitel um die verschiedenen Schriftarten und in welchen Teilen Deutschlands wann, welche Schriften gebraucht wurden.

Der interessantere Teil beginnt mit den Schrifttafeln. Hier sind die verschiedenen Schriften in den Einzelnen Buchstaben aufgeführt und auch nach Jahrhunderten unterteilt, denn in den verschiedenen Zeiten änderten sich auch die Schreibstile. Auch verschiedene Buchstabenkombinationen bei dessen Schreibweise sich die Buchstaben in ihrem Aussehen ändern sind angegeben.

In dem Kapitel über das Lesen der verschiedenen Schriften sind vor Allem Hinweise über die verschiedenen Schreibweisen zu finden und kleine "Tricks" wie man Buchstabenkombinationen auseinander halten kann, die sich ähneln. Auch die verschiedenen Schreibweisen der Buchstaben in den Wörtern findet man hier. Teilweise wurden die verschiedenen Schriften auch in den handschriftlichen Aufzeichnungen vermischt, das gilt es zu unterscheiden. Natürlich ist hier auch jede Menge Lesestoff zu finden mit dem man sich die Zeit vertreiben kann wozu auch die Leseproben in original Handschriften gehören. Damit man nicht zu frustriert ist gibt es dahinter die Auflösungen in lat. Schrift.

Das Kapitel über das Schreiben befasst sich erst mal mit den Schreibwerkzeugen um auch das entsprechende Schriftbild zu erhalten. Auch die Grundlagen, wie man sie auch heute noch in der ersten Klasse lernt sind hier noch mal nachzulesen. Es werden die verschiedenen Schreibrichtungen der einzelnen Schriften und auch die verschiedenen Schwünge und Zacken der Schriften erläutert. Macht euch mal Gedanken über Zackenform, Hakenform, Eierform, Schleifenform, Mandelform, Rollenform, Kernform Rucksackform, Fahnen, Häkchen usw. Dann geht es natürlich auch ans Üben und Beispiele, wo man diese Schriften auch heute noch einsetzten kann.

Fazit:
*****

Ich habe mir dieses Buch angeschafft, als es darum ging die ersten Urkunden in Altdeutscher Schrift zu entziffern. Das ist ja eigentlich noch nicht mal sooo schwer. Doch als ich dann in Kirchenbüchern suchen musste um bekannte Namen zu finden, war ich schnell mit meinem Latein am Ende. Allein die Zeit die man benötigt um manches zu entziffern ist enorm.

Letztendlich bleibt nicht viel übrig als zu mindest einigermaßen diese verschiedenen Schriften zu lernen. Wer also Interesse an Genealogie oder auch nur an den alten Schriften hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Man erhält einen schnellen Einblick in die Verschiedenheit der Schriften und sogar Abwandlungen werden erwähnt.

Die Erklärungen sind einfach zu verstehen und auch für Schnellleser und Überflieger ist einiges zu entdecken, bzw. wenigstens hat man immer einen Vergleich zu gerade gefundenen Aufzeichnungen zur Hand.

Auch Grußkartenhabe ich mittlerweile schon in Kurrent verschickt. Macht Spaß, wenn man weiß, dass auf das Verschicken einer Karte garantiert ein Anruf folgt.

Eine dicke Empfehlung von mir!

Grüßle

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Donline

Donline

06.12.2009 19:46

Meine Oma war die letzte in der Familie, die Sütterlin lesen und schreiben konnte. Leider hat es niemand von uns geschafft es auch zu lernen.

manuelmama

manuelmama

18.12.2008 13:40

Das ist ja echt interessant! LG Sabine

Der_Namenlose

Der_Namenlose

29.11.2008 12:24

Ich belege momentan ein Paläographie-Seminar und habe dort den Tipp bekommen, dass ich doch versuchen sollte Sütterlin aktiv zu lernen, dann würde's mit dem Lesen älterer Schriften auch besser klappen. Ich habe mir das Buch bestellt, mal schauen, was es nützt!

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