Mittelmäßiges Design-Telefon
24.04.2012
Pro:
integrierter Anrufbeantworter, reduzierte Strahlung, gute Sprachqualität, beleuchtete Tastatur
Kontra:
pro Kontakt nur eine Nummer speicherbar, nicht beleuchtete Tasten an der Basis, Verarbeitung
Empfehlenswert:
Ja
 Qantas
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Wer ein Schnurlostelefon in den heimischen vier Wänden einsetzt, achtet in der Regel nicht nur auf Funktionalität, sondern immer häufiger auch auf Design. Diesen Trend haben auch die Hersteller von DECT-Telefonen erkannt und stellen mehr als langweilige Massenware her. Ein Beispiel dafür ist das Sinus A 605, das vom hongkonger Unternehmen VTech produziert und hierzulande von der Deutschen Telekom verkauft wird. Ich habe mir das Telefon mit integriertem Anrufbeantworter genauer angesehen. *** Lang und schmal ***
Auf den ersten Blick erinnert das schnurlose, 132 Gramm schwere Mobilteil an ein modernes Smartphone mit physischen Nummerntasten. In der Praxis wird aber schnell deutlich, dass das A 605 mit einem mobilen Handy der heutigen Zeit eigentlich nichts gleich hat. Zum einen ist es mit 159 Millimetern deutlich länger als ein Smartphone, darüber hinaus aber auch überaus schmal. In der Breite misst das Mobilteil nur 47 Millimeter, wodurch es insgesamt sehr gut in der Hand liegt. Hinzu kommt eine Tiefe von knapp 24 Millimetern. Wer häufig ein Smartphone mit Touchscreen benutzt, wird sich darüber hinaus daran gewöhnen müssen, dass der Bildschirm das A 605 eben nicht mit dem Finger bedient wird. Stattdessen erfolgt die Menünavigation über zwei so genannte Softkey-Menütasten und eine Vier-Wege-Wippe, die mittig unterhalb des Bildschirms zu finden ist. Jeweils eine Taste ist darüber hinaus für das Annehmen und Beenden eines Telefonats vorgesehen.
*** Display kann Farben darstellen *** Der Bildschirm kann eine Auflösung von 176x220 Pixeln vorweisen und bis zu 65.000 Farben darstellen. Datum und Uhrzeit werden dauerhaft angezeigt solange das Telefon im direkten Gebrauch ist. Im Standby schaltet sich das Display komplett aus – auch wenn es auf der Basisstation liegt. Wer ein grafisch hochwertiges Display erwartet, wird bei genauerer Betrachtung schnell enttäuscht. Zwar sind verschiedene Farbmuster möglich, insgesamt wirken die Hauptmenügrafiken aber sehr schemenhaft und wurden mit wenig Liebe zum Detail gestaltet. Das hat auch Auswirkungen auf das Gesamterscheinungsbild: es wirkt insgesamt weniger hochwertig.
Deutlich mehr gibt die weiß beleuchtete Tastatur her. Die einzelnen Zifferntasten sind erfreulich groß ausgefallen, was für einen sehr guten Druckpunkt sorgt. Aber: schnelles Tippen von auswendig gelernten Rufnummern führt trotzdem dazu, dass einzelne Ziffern vom Telefon nicht richtig erkannt werden und beim Eintippen quasi vergessen werden; Abzüge in der B-Note. Ein verpasster Anruf wird durch ein dezent rot blinkendes Telekom-Icon auf der Tastatur signalisiert. *** Einfaches Hauptmenü ***
Im Hauptmenü finden Nutzer sechs Unterpunkte: eine SMS-Funktion, ein Verweis auf Telekom-Dienste, wo zum Beispiel eine Anrufweiterleitung aktiviert oder eine Unterdrückung der eigenen Rufnummer festgelegt werden kann sowie einen Wecker. Ferner sind Audio-Einstellungen, generelle Telefon- und Anrufbeantworter-Einstellungen abrufbar. Der in die Basisstation integrierte digitale Anrufbeantworter (AB) lässt sich dementsprechend über das Mobilteil programmieren und abrufen. Bei der Menüsprache stehen neben Deutsch auch Englisch und Türkisch zur Auswahl bereit. Die Einrichtung des Anrufbeantworters geht über das übersichtliche Menü des Mobilteils sehr einfach von der Hand. Etwas weniger intuitiv ist die Bedienung über die Basisstation. Auch, weil die insgesamt acht Bedientasten dort ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen müssen. Werden Nachrichten auf dem AB hinterlassen, weist eine Digitalanzeige auf die Anzahl der neuen Sprachmitteilungen hin. Je nach individueller Einstellung stehen jedem Anrufer 30, 60 bzw. 120 Sekunden Sprechzeit zur Verfügung. Alternativ ist es auch möglich, Anrufern eine beliebig lange Zeit zur Verfügung zu stellen, um den digitalen Speicher mit einer Sprachnachricht zu füllen.
*** Klirrende Ruftöne *** Ein Graus sind wie so oft bei einem Festnetztelefon die eingespeicherten Klingeltöne. Wer hochwertige MP3-Qualität vom Handy gewohnt ist, wird beim Sinus A 605 radikal auf den Boden der technischen Einfachheit zurückgeholt. Neben fünf schrillen Standard-Tönen, können beim Mobilteil auch 25 polyphone Ruftöne ausgewählt werden. Auf Wunsch klingelt auch die Basisstation. Hier stehen aber nur zehn sehr einfache Klingeltöne zur Auswahl.
Pluspunkte sammelt das Sinus A 605 durch die einfach zu wechselnden Akkus (2x AAA), die integrierte Freisprecheinrichtung am Mobilteil sowie die ebenfalls zur Verfügung stehende Raumüberwachung (Baby-Monitor). Für letztgenannte Funktion ist aber ein zusätzliches Mobilteil oder die Einrichtung einer Anrufweiterleitung notwendig. Das Telefonbuch im Mobilteil bietet Platz für 250 Einträge. An der linken Seite des Mobilteils ist darüber hinaus der Anschluss eines Headsets möglich; vorausgesetzt, es handelt sich um ein Modell mit einem 2,5-Millimeter-Klinkenanschluss. Bluetooth unterstützt das Sinus A 605 nicht.
*** Fazit: ein solides Mittelklasse-Telefon *** Wer sich für das Telekom Sinus A 605 entscheidet, erhält ein schnurloses Mittelklasse-Telefon, das mit Standardfunktionen ausgestattet ist, die man heutzutage von einem Festnetztelefon erwartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Positiv hervorzuheben ist, dass das Gerät mit einem digitalen Anrufbeantworter ausgestattet wurde, was bei einem Preis von 79,99 Euro und dem eher überschaubaren Umfang an Telefonextras aber auch erwartet werden kann.
Erfreulich ist die recht lange Gesprächsdauer, die mit voll aufgeladenen Akkus möglich ist. Sie wird vom Hersteller mit bis zu 17,5 Stunden angegeben und in der Tat konnte ich im Test über mehrere Stunden ohne Unterbrechung telefonieren. Die Bereitschaftszeit liegt hingegen laut Hersteller erstaunlicherweise bei nur rund einer Woche. Die maximal mögliche Reichweite zwischen Basisstation und Mobilteil liegt bei bis zu 300 Metern, maximal können fünf Mobilteile an der Basisstation angemeldet werden. Automatisch stellt sich während des Betriebs die Sendeleistung von Basisstation und Mobilteils ein. In Abhängigkeit ihres Abstands zueinander fällt sie mal stärker, mal schwächer aus. Die Sendeleistung während eines Telefonats kann auf die halbe Reichweite reduziert werden, was circa 25 Prozent der Sendeleistung entspricht.
Hinweis: Dieser Testbericht ist unter meinem Namen auch unter www.onlinekosten.de zu finden.
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24.04.2012 14:57
bh
24.04.2012 12:47
Das sieht schick aus, wir haben bei unserem Kauf am meisten auf den Preis geachtet und dass ein AB dabei war. lg