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Erpressung: Der Neue Weg zur Kundenbindung!!!

3  30.10.2010

Pro:
Leistung

Kontra:
Kundenumgang, Preise, Ausbau

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Erreichbarkeit:

Service

Qualität der Verbindung:


Compu_FREAK

Über sich: Qualität statt Quantität!!! - Mein Lieblingsfantast: wurde gelöscht *fg*

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Vertrauende:16

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 78 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

/_/_/ Das Unternehmen /_/_/
Die Deutsche Telekom AG hat ihren Sitz in Bonn ist das größte Telekommunikationsunternehmen Europas. Ihr derzeitiges Kerngeschäft wird durch die Telekom Deutschland GmbH, eine 100% Tochter, die aus T-Com, T-Mobile und T-Online entstanden ist, geführt. Zu den Kerngeschäften gehören Festnetz (ISDN/DSL), Mobilfunk (D1) und das Internet. 2010 arbeiteten für die Deutsche Telekom AG knapp eine Viertel Millionen Menschen weltweit.
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Gründung: 1995 (Privatisierung aus dem Telekommunikationsbereich der Deutschen Post)
Unternehmenssitz: Bonn
Vorstandsvorsitzender: René Obermann
Mitarbeiter: 251.258 (Stand: 30.06.2010)
Umsatz: 65 Mrd. Euro (2009)
Gewinn: 6 Mrd. Euro (2009)
Branche: Festnetztelefonie, Mobilfunk, Breitband-Internet, Internetdienste, IT, Netzwerkdienste etc.
Webseite: http://www.telekom.com


/_/_/ Bekanntheitsgrad und Werbung /_/_/

Durch diverse Öffentlichkeitsarbeiten kann das Unternehmen behaupten, nicht nur das größte Europas zu sein, sondern eines der bekanntesten. Zu Gründungszeiten kannten wir die einzelnen Segmente durch Sport und Fernsehen. So spiegelte ein sportliches Team, wie T-Mobile im Radsport, den Werdegang des Unternehmens selber wieder – Mitte der 90ziger war Dank großer Monopolstellung der Zuwachs an Kunden gewiss. Gleiches galt bei Radsport – durch unlautere Mittel war das Team erfolgreich.

Doch im Laufe der Zeit wuchsen die Konkurrenten in allen Sparten auch zu Konkurrenten an. Durch geschickte Werbezüge gleicht das Unternehmen das Ganze wieder aus und verspricht dem Kunden den Himmel auf Erden. In den Werbespots der letzten Jahre sind Künstler, wie Paul Potts oder auch Thomas D zu finden.

Was die Telekom beim Kunden direkt vergisst, investieren Sie in Werbung rund um Funk, Fernsehen und Sport. Mir persönlich wäre manchmal wohler, sie würden sich um die Stamm kümmern und nicht darum, dass es immer wieder neue Zweige gibt.

/_/_/ Leistungsangebot und Preise /_/_/

Alles für Zuhause – Entertain. Das neue Fernsehen, das alles möglich macht.

Derzeit bewirbt das Unternehmen eine Leistung, die nur ein Bruchteil der Bevölkerung nutzen kann. So kann man seit einiger Zeit das Produkt: Entertain Comfort bestellen. Doch was die Telekom hierbei vergessen hat zu erwähnen ist der Fakt, dass man für diese Nutzung eine V-DSL Leitung mit mindestens 16.000 Plus benötigt. Bei meinen 4 Telefonanschlüssen im Norden, sowie Südwesten Deutschland komme ich leider nicht in den Genuss, dieses Angebot zu nutzen.

Ich kann je nach Standort auf eine DSL-Leitung von 1000 bis 6000 an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, sowie 16.000 im Rhein-Neckar-Kreis zurückgreifen. Dies reicht leider nicht aus.

Preislich gesehen befindet sich dieses Angebot, dafür dass man neben DSL-und Telefon-Flat auch digitales Fernsehen mit Schnick-Schnack geboten bekommt, im grünen Bereich.
Die Preise der gängigen Angebote:
Entertain Pur – 27,95 € - VDSL 16+ bis VDSL50 (Telefonminutentarif – kein Internet)
Entertain Pur Flat – 39,95 € - VDSL 16+ bis VDSL50 (Telefonflat – kein Internet)
Entertain Comfort – 44,95 € - VDSL 16+ bis VDSL 50 (Telefon- und Internetflat)
Entertain Premium - 49,95 € - VDSL16+ bis VDSL 50 (Telefon- und Internetflat)


Internet & Telefon – Komplettpakete

Die meisten Deutschen direkt oder indirekt auf diese Angebote zurück – bei der Telekom heißen Sie Call & Surf Comfort und unterscheiden sich nur in der Nutzungsart. Ob es noch das kupferlastige A-DSL oder das LWL-Angebot V-DSL beinhalten soll – der Unterschied ist das vorhandene Kabelnetz. Die Deutsche Telekom scheint bemüht, mehr Bandbreite, als 16.000 zu bieten, jedoch ist der Ausbau in die Zukunft eher stockend, als flüssig.

Der Kunde, der kein Internet nutzen möchte kann auch die reine Telefonie bei der Telekom zurückgreifen. Auch hier gibt es diverse Tarife mit dem Namen: Call. Dem Kunden wird hier eine Palette zwischen Minutenabrechnung, Inklusivminuten und Flatrate geboten. Die Minutenpreise für die Telefongesprächen schwanken zwischen innerorts ab 1,6 Cent / Minute bis hin zu 12,6 Cent / Minute für Auslandsgespräche.

Die Preise der gängigen Angebote:
Call Start – 17,95 € (Minutentarif)
Call Plus – 18,95 € (Minutentarif)
Call Basic – 19,95 € (Inklusivminuten)
Call Comfort – 29,95 € (Flatrate)

Call & Surf Basic – 29,95 € – DSL 2000 (Internetflat – Telefonminutentarif)
Call & Surf Comfort - 39,95 € - DSL 6000 (Ineternt- und Telefonflat)
Call & Surf Comfort VDSL – 44,95 € - VDSL 50 (Internet – und Telefonflat)
Call & Surf Comfort Plus – 49,95 € - DSL 16.000 (Internet-, Telefon- und HotSpotflat)


Alles für Unterwegs – für jeden eine Lösung.

Egal was der Kunde wünscht, ob reine Telefonie mit einem normalen Handy, oder mobiles Zugreifen auf das Internet mit Online-Stick oder Netbook, bei der Telekom bekommt man entsprechende Angebote zu sehen. In wie weit diese immer marktrealistisch sind ist ein anderes Blatt Papier und muss jeder für sich ausmachen. Auch hier gilt wieder, die Leistung stimmt – der Preis eher weniger. In der heutigen Zeit kann die Telekom mehr oder weniger nur noch durch einen hohen Werbeaufwand neue Kunden gewinnen bzw. halten.

Bei der Telekom kann ich bereits bei 7,95 € (Max Flat XS) Grundgebühr und 29 Cent / Minute telefonieren, sowie SMS schreiben und eine Weekend-Flat genießen oder auch schnell mal 119,95 € (iPhone – Complete L) monatlich zahlen. Letzteres beinhaltet alle gängigen Flatrates zum Telefonieren in eigene und fremde Netze, sowie umfangreiche SMS-Volumen. Die Nutzung des mobilen Internets ist inklusive.

Fazit Leistung und Preise
Die Leistungen, die der Kunde erhält, sofern er sie technisch erhalten kann, sind solide und mit wenig Einschränkungen und Ausfällen begleitet, dies lässt sich die Telekom aber auch königlich vergüten. Die Preise für Angebote sind nicht wirklich Marktfähig im Vergleich zur Konkurrenz, doch die Telekom scheint Mittel und Wege gefunden zu haben, trotzdem neue Kunden zu binden und alte zum Verlängern zu bewegen. Ich für meinen Teil würde die Telekom für Stabilität und Ausfallsicherheit empfehlen, kann dies aber nicht mit den Preisen vereinen, somit kann ich hier nur ein „nicht empfehlenswert“ vergeben.


/_/_/ Der Kunde ist König – oder was ist das noch? /_/_/

Das größte Manko der Deutschen Telekom ist Ihre um Lichtjahre gesehene Entfernung zum Kunden. Die Telekom scheint immer noch nach der Divise zu handeln, dass wir auf Sie nur gewartet haben.

Bei der Telekom ist nicht der Kunde, sondern das Unternehmen – KÖNIG. Der Kunde ist der Bauer vor der Burg, der den dicken König noch dicker macht. Und wenn man das Unternehmen wechseln möchte, kann die Telekom auch bis hin zu Mitteln, wie Nötigung und Erpressung zurückgreifen.

Ich hatte bisher schon das ein oder andere Problem mit dem Unternehmen, doch habe ihm aus irgendwelchen Gründen, die ich nicht so nachvollziehen kann, die Treue gehalten – ich denke, die Erfahrung mit anderen Unternehmen dieser Branche war auch nicht viel besser.

Doch vor ein paar Monaten habe ich damit angefangen die Leistungen der Telekom mit Konkurrenten zu vergleichen und musste feststellen, dass es vergleichbare Angebote zu sehr viel kleineren Preisen gibt. Also habe ich die ersten beiden Anschlüsse in die Obhut eines anderen Telekommunikationsunternehmens gegeben, ohne zu ahnen, was da noch folgen würde.

Mein Büro wollte aus Kostengründen umziehen - vom 1.Stock ins Erdgeschoss. Um die Telefon- und Internetnutzung weiter zu gewährleisten, kontaktierten wir die Telekom, die sich doch bitte um das Um Klemmen im Verteilerschrank kümmern möchte. Technisch gesehen sehe ich hier kein Problem und auch im realen Leben sollte diese Arbeit in 15 Minuten erledigt sein. Adern durchmessen, umrangieren, fertig. Aber ich bin auch nur ein Kunde, der so denkt, wie die Telekom reagiert, hat mir jeden demokratischen Sinn genommen, den man haben kann.

1. Telefonat mit der Hotline in Mecklenburg-Vorpommern
Nach den üblichen Angaben zur Person, wurde das Problem geschildert – klar und deutlich. Der Mitarbeiter der Hotline holte mich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und teilte mir mit, dass die Telekom hier keinen Handlungsbedarf sieht, da ich ja eine Rufnummerportierung beantragt und den Vertrag zum 01.02.2011 gekündigt habe. Damit war das erste Gespräch beendet.

2. Telefonat mit der Hotline in Baden-Württemberg
Nach dem mein Büro also auf harte Mauern in Mecklenburg-Vorpommern gestoßen war, wollte ich es auch direkt mal versuchen, in der Hoffnung noch rechtzeitig im neuen Büro telefonieren zu können.
Eine nette Dame, die sich in Ruhe mein Problem anhörte und auch bemüht war etwas zu lösen, war meine Gesprächspartnerin für die folgenden 30 Minuten. Hier wurde ich von Ihr darauf aufmerksam gemacht, dass die Telekom gemäß Ihren AGBs handelt und nicht gezwungen sei , eine Leitung umzulegen, wenn der Kunde bereits gekündigt hat. Es tat Ihr leid, dass Sie mir nicht helfen konnte und man verabschiedete sich höfflich.

Eine Lösung des Problems wurde mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht angeboten. Also wandte ich mich jetzt an die Hotline in Bonn – und was dann kam, war der Hammer schlecht hin.

3. Telefonat mit dem Hauptsitz in Bonn
Der erste Eindruck dieser Hotline war genauso, als hätte ich mit einer anderen Hotline gesprochen. Alles was hier unterschiedlich ist, ist der Fakt das eine Telefonistin am Anfang steht und man auf den Computerlotzen verzichtet.

Mein Gesprächspartner, ein Mann gemäß Stimme zwischen 25 und 40 anzusiedeln, war die ganze Zeit höflich – trotz der knappen 60 Minuten, wo ich krampfhaft versucht habe, ihn von der Sinnigkeit der Aussagen der Telekom zu überzeugen. Doch dieses Unternehmen hat seine Linie und weicht nur sehr selten von dieser ab.

Man sagte mir, dass laut AGB die Telekom nicht dazu verpflichtet sei, einen Anschluss eines Kundens, der gekündigt hat, zu verlegen oder ähnliches. Sowie der Kunde kündigt, sieht die Telekom ihn anscheinend nicht mehr als Kunden an, auch wenn der Vertrag noch bis zu 14 Monate Laufzeit besitzt. Er sagte mir dann auch, dass es sich hier um einen Standortwechsel handelt – 20 cm Rangierdraht!!! So wechselt man den Standort bereits, wenn ein Telekom-Mitarbeiter am örtlichen Telefonverteiler eine Leitung von sage und schreibe 20 cm verändern muss. Die Folge dessen ist, dass mein alter Vertrag aus KULANZ storniert wird und ich dann direkt einen Neuanschluss erhalte, der eine Laufzeit von 24 Monaten hat! Ich habe mir die Mühe gemacht und den Kostenunterschied durch diese Nötigung ausgerechnet. Der Umstand das ich in reiner Luftlinie 4m umziehe kostet mich in den nächsten 24 Monaten um die 600 €. Geld, was ich sinnvoller investieren kann, doch bin ich auf die Telefonleitungen angewiesen.

Sein Lieblingswort war auch – ich sei ein guter Kunde, und nur deshalb, spricht er überhaupt mit mir und wollte mich die ganze Zeit davon zu überzeugen, dass die Telekom toll und eigentlich nur im rechten Sinne handelt. Als ich diese Handlung auf mein Unternehmen münzte und Ihm sagte, dass ich meinen Kunden auch nicht weitere 5 Jahre Wartungsvertrag aufbrummen kann, nur weil sie einen Wunsch äußern, etwas zu ändern. Ich sagte ihm, mit diesem Auftreten hätte ich keine Kunden mehr. Worauf er wieder meinte, dass beides nicht vergleichbar wäre. So ging das dann gute 60 Minuten – und wieder: keine Lösung des Problems – nur die Feststellung, ich möge die Portierung und Kündigung zurücknehmen, sonst würde die Telekom sich nicht bewegen. Respekt – so stell ich mir Demokratie vor.


/_/_/ Fazit /_/_/

In Zeiten, in denen man sich frei auf dem Markt bewegen sollte, sucht auch die Telekom immer Möglichkeiten die Kunden zu binden – in meinem Fall ist die Art und Weise mehr als nur fragwürdig – doch nicht einmal die Regulierungsbehörde greift in solchen Fällen ein.

Für mich hieß es jetzt: Stornierung des Auftrages beim neuen Unternehmen und weitere 24 Monate Knebelvertrag bei der Telekom. Erpresst mit der Tatsache, dass ich nicht 3 Monate auf meine Telefonnummern verzichten kann und somit schnell handeln musste. Das neue Unternehmen hätte mir eine Leitung besorgen können, dies jedoch auch erst in 2-3 Wochen – doch diese Zeit habe ich leider nicht.

Am Ende möchte ich sagen, dass man die Telekom vom reinen Leistungsfaktor sicher empfehlen kann, jedoch im Zusammenhang mit Kundenumgang und Preisverhalten keine Empfehlung ausgesprochen werden darf.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
roy.ly

roy.ly

12.01.2012 01:57

ich werd mal viel bzw. oft veröffentlichen, was mir mit der Telekom Deutschland GmbH passiert ist > www.ciao.de/Deutsche_Telekom_Kundenservice__Test_8786757 z.B. auch auf utopia.de und den vielen Blogs die zum Thema passen. Viel Glück allen, die von der Telekom Deutschland GmbH beschissen und verarscht und festgehalten werden. Die gehören überall angeprangert und...!!!

fredbaer

fredbaer

26.11.2010 10:34

Super Bericht. BH. Die Hotline-Mitarbeiter werden sicher alle eine Prämie erhalten, da sie die Direktiven des Unternehmens, strikt nach Vorgaben und Vorschrift, umgesetzt haben. Das der Kunde dabei auf das Abstellgleis geschoben wurde, scheint dort wohl nur wenig zu interessieren. Aus meiner Sicht kann ich dazu nur folgendes beipflichten. "Die Telekom ist eines der kundenunfreundlichsten und teuersten Kommunikationsdienstleister in Deutschland. Allerdings ist die technische Zuverlässigkeit sehr hoch".

immomaus65

immomaus65

02.11.2010 23:52

Ich kann bisher eigentlich nicht meckern - ich hatte aber auch noch keine Probleme! LG immomaus65

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