... der ist was Unterstützung angeht beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sehr gut beraten. Vorweg sei gesagt, um eins der begehrten Stipendien zu erhaschen, sollten sich Glück und die eigenen Qualitäten zu je 50 % paaren, und wer beim ersten Versuch abgelehnt wird, der darf sich auf keine Fall entmutigen lassen, denn doppelt hält bekanntlich besser :-) (bei mir hat es auch erst beim 2. Versuch geklappt).
Was für Programme gibt es?
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Die Programme sind im Prinzip unterteilt in Studienaufenthalte, Forschungsaufenthalte und Praktika im Ausland. Da ich mich nur für ersteres beworben habe, kann ich zu den anderen beiden nicht viel sagen, aber die Modalitäten bei Bewerbung usw. dürften in etwa gleich sein.
Außerdem vermittelt der DAAD nicht nur Deutsche ins Ausland sondern als Gegenzug hilft er auch Ausländern in Deutschland. (meist gibt es dann Partnerprogramme zwischen einer deutschen und einer ausländischen Uni)
Wer wird eigentlich alles unterstützt?
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Wie der Name schon sagt, bewerben kann sich quasi jeder Akademiker, d.h. im einzelnen sind das Studenten, angehende Dissertationsschreiber, die ein Forschungssemester im Ausland durchführen wollen, oder Akademiker die bereits einen Abschluss haben und zu Weiterbildungszwecken oder Forschungsaufenthalten ins Ausland wollen, und ähnliche Gruppen. Für jedes Programm gibt es genaue Bestimmungen, denn auch das Alter ist wichtig (so darf man zum Beispiel bei den meisten Programmen für Studierende nicht älter als 25 sein). Genaue Infos zu den jeweiligen Programmen erhält man entweder auf der Homepage des DAAD oder beim Auslandsamt an der eigenen Uni.
Wie wird unterstützt?
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Was man auf keinen Fall erwarten darf, ist dass der DAAD alles für einen übernimmt und man sich dann nur noch ins Flugzeug setzen muss und seinen Spaß hat!
Die Betreuung ist allerdings sehr umfangreich, so dass ich es als selbstverständlich erachte, dass man eine gewisse Eigeninitiative ergreift. Die Unterstützung beginnt beim Ausfüllen aller Bewerbungsunterlagen für das Gastland; meist gibt es rechtzeitig vor dem Abreisetermin ein Vorbereitungsseminar in Bonn. Vor Ort im Gastland sind dann auch immer Außenstellen vorhanden und soweit ich weiß finden während des Auslandsaufenthaltes auch Treffen statt, so dass man also nicht mutterseelenallein im fremden Land festsitzt.
Was das finanzielle angeht, so ist die Unterstützung sehr unterschiedlich. In der Regel übernimmt der DAAD einen Teil der Studiengebühren im Ausland (wenn es ein Partnerprogramm mit der ausländischen Uni gibt, dann entfallen diese oft), und zahlt jeden Monat einen festgelegten Betrag für die Lebenshaltungskosten. Außerdem gibt es Zuzahlungen zu Krankenversicherung, Flug, Gepäckkosten, u.ä. Je nachdem wie hoch die Lebenshaltungskosten im Gastland sind, ist das dann alles ausreichend oder man muss eben selbst noch etwas beisteuern. Außerdem hängt die Größe der Zuzahlungen natürlich von der Bewerberzahl ab und davon, wie viele Zuschüsse der DAAD von den zuständigen Organisationen jedes Jahr bekommt.
Wie bewerbe ich mich?
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Wichtig ist: RECHTZEITIG bewerben. Bei Programmen für Studienaufenthalte in den USA liegt die Bewerbungsfrist zur Zeit im Sommer für den Herbst des darauffolgenden Jahres (also wenn man im Herbst 2004 in die USA will, muss man sich bis etwa Juni 2003 bewerben). Generell wird gesagt, dass man einen Auslandsaufenthalt ein Jahr vorher planen sollte, aber wie man an obigem Beispiel sieht, könnte das unter Unständen sogar zu knapp werden.
Die aktuellen Ausschreibungen finden sich aber wieder auf der Homepage und beim Auslandsamt der Universität kann man sich auch alle Unterlagen und Informationen holen.
Diese Formulare füllt man dann alle aus und schickt sie an den DAAD bzw. gibt sie im Auslandsamt ab. Der DAAD trifft dann normalerweise eine Vorauswahl, und lädt die übriggebliebenen Bewerber (meist die Hälfte) nach Bonn zu einem persönlichen Interview ein. Dort wird man dann in circa 20 Minuten von DAAD-Mitarbeitern, Uni-Professoren und ehemaligen Stipendiaten zum Studienvorhaben und auch zu fachlichen Dingen befragt. Es wird immer betont, dass dies kein Prüfungsgespräch ist, aber wenn man bei den Fachfragen nicht ins Stottern kommt, dann erhöht das natürlich die Chancen.
Nach dem Interview werden dann meist noch mal etwa die Hälfte der Bewerber ausgelesen und alle Übriggebliebenen dürfen sich etwa einen Monat nach dem Interview über einen schicken Brief mit der Stipendienzusage freuen.
Muss man besonders gute Noten haben, um genommen zu werden?
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Nein, ABER die Noten sollten mindestens eine 2 im Durchschnitt sein, oder man sollte außergewöhnliches außer-universitäres Engagement zeigen, um schlechte Noten zu kompensieren. Generell lässt sich aber nicht verallgemeinern, dass nur Einsenschüler genommen werden oder dass man in allen möglichen Organisationen freiwillig tätig sein muss, um Engagement zu beweisen.
Wozu verpflichtet mich das Studium?
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Offiziell zu nichts, aber man muss bei Annahme des Stipendiums unterschreiben, dass man ordnungsgemäß dem Studienvorhaben im Ausland nachgeht, und wenn der DAAD mitbekommt, dass dies nicht der Fall ist und man stattdessen nur auf Parties geht, dann läuft man natürlich Gefahr, das Stipendium wieder zu verlieren. Außerdem muss man sich bei längerer Abwesenheit vom ausländischen Studienort abmelden.
Wenn man aus selbstverschuldeten Gründen das Stipendium entzogen bekommt, dann muss man meistens auch für die Unkosten des DAAD aufkommen, was aber eigentlich selbstverständlich ist.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Betreuung vor der Abreise sehr gut ist, und eine Freundin ist bereits mit einem DAAD-Stipendium im Ausland und hat sich zumindest noch nicht beschwert. Deswegen mein Fazit: unbedingt die Chance ergreifen und bewerben!
Alle Infos auf der Homepage: www.daad.de
UPDATE:
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Also ich war dieses Wochenende bei einem Vorbereitungstreffen in Bonn für künftige USA-Stipendiaten und ich muss sagen, es war klasse. Für Unterkunft, Essen, Fahrtkosten usw. war prima gesorgt; es waren ne menge Ansprechpartner (sowohl DAAD-Leute als auch ehemalige Stipendiaten) da und die Stipendiaten selbst sind auch alle nett und man kommt sofort ins Gespräch. Also wer immer noch zögert: bewerbt euch!
12.01.2007 22:31
Ich habe mich auch für ein Stipendium beworben und lass mich jetzt mal überraschen, ob das klappt....
01.05.2003 03:56
Werde auch vom DAAD gefördert und kann deine Erfahrungen nur bestätigen! Gruß,Barbara
21.06.2002 22:55
Sehr gut beschrieben. Ich bin eine DAAD-Alumni, und kann nur zustimmen, daß es eine riesen Chance für junge Leute ist. Ich wünsche Dir einen unvergesslichen Aufenthalt in den Staaten, liebe Grüße, Gosita