Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
das muss jeder für sich wissen |
| Kontra: |
das ebenfalls |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Heute möchte ich euch mal über eine bestimmte Hunderasse erzählen und zwar ist das der deutsche Boxer.
Seit einiger Zeit bin ich stolzer Besitzer eines deutschen Boxers namens Ciara. Sie hat - für einen Boxer eine typische Farbe - braunes Fell mit einer weißen Blesse auf Brust und Gesicht und eine schwarzes Gesicht. Auch ihr Schwanzende und ihre vier Pfoten sind weiß als hätte man sie in Farbe getunkt ;o)
Weil in Deutschland das kupieren der Ohren und des Schwanzes zu Recht verboten wurden hat auch Ciara dieses Zeichen nicht.
---- Die Geschichte des Boxers ----
Die deutschen Boxer gehören zu den Begleit- Schutz und Gebrauchshunden. Der Vorfahre des Boxers wurde Bullenbeißer genannt. Dieser wurde damals von Jägern gezüchtet um bei der Jagd zu helfen. Die Aufgabe des Bullenbeißers war es, Tiere, die von Hetzhunden zuerst gehetzt wurden, zu packen und nicht mehr loszulassen, bis der Jäger die Beute erlegt hatte.
Deshalb musste der Bullenbeißer ein breites Maul mit einem breiten Zahnstand haben damit er sich gut an der Beute des Jägers festbeißen konnte.
---- Das Erscheinungsbild ----
Der deutsche Boxer zählt zu den mittelgroßen Hunden und hat glatte, kurze Haare. Der Körperbau ist quadratisch mit starker, plastisch hervortretender Muskulatur. Ein Zuchtfehler ist es, wenn der Boxer plump oder schwerfällig wirkt.
Die Farben des Boxers sind entweder gestromt ( das heißt, braun oder gelb mit sichtlich dunkleren Streifen wie bei einem Tiger) oder gelb mit schwarzer Maske. Auch weiße Abzeichen sind öfter zu sehen.
Die Größe und das Gewicht sind bei Rüden und Hündinnen unterschiedlich:
Rüden: 57 - 63 cm und 30 kg bei einer Widerristhöhe von 60 cm
Hündinnen: 53 - 59 cm und c.a. 25 kg bei einer Widerristhöhe von 56 cm
(Widerristhöhe ist bei Hunden die Schulterhöhe - vordere Läufe)
Vor einiger Zeit zählten zur Erscheinung des deutschen Boxers stets die kupierten Ohren und der kupierte Schwanz. Das ist glücklicherweise bereits verboten worden. Dafür gibt es mehrere Gründe. Der erste, am nahe liegendsten ist wohl der, dass der Hund dadurch unnötige Schmerzen erfahren muss. Dazu kommt noch, dass Hunde sich oft mit dem Schwanz verständigen, gehoben bedeutet er unter Hunden Dominanz, wedelnd bedeutet er Freunde usw. Der Hund drückt sich dadurch gegenüber seiner Umwelt aus. Kann er das nicht, kann es im Umgang mit anderen Hunden zu Missverständnissen kommen.
Ein Nachteil der kupierten Ohren liegt für den Hund ebenfalls in der Reduzierung seines Ausdrucksverhaltens und auch in einer teilweisen Einschränkung des Ortungsvermögens von Geräuschen, weil die Ohrmuschel ihre Aufgabe als Schalltrichter einbüßt.
---- Das Wesen des Boxers ----
Zu den wichtigen Eigenschaften zählen beim Boxer die Nervenstärke, das Selbstbewusstsein, die Ruhe und Ausgeglichenheit. Er ist sehr anhänglich und treu gegenüber seinem Herrchen oder Frauchen. Er ist Wachsam und unerschrocken. Als perfekter Familienhund ist er geduldig im Umgang mit Kindern, aber misstrauisch Fremden gegenüber. Der deutsche Boxer hat den Ruf, dass er leicht erziehbar ist weil er - im Gegenteil zu manchen anderen Hunderassen - bereit zur Unterordnung ist. Der Charakter dieses Hundes ist auch im hohen Alter ohne Hinterlist und Falschheit. Man sagt dem Boxer nach, das er von allen Hunden umfangreichste Mimik hat. Was nicht heißt, dass er seine Gestik nicht zur Sprache benutzt.
---- Kosten ----
Genaue Angaben über die Kosten eines deutschen Boxers kann man leider nicht machen. Schon allein ein Reinrassiger Boxerwelpe kann zwischen 300 und 1000 Euro kosten, wenn nicht noch mehr. Teuer sind die Boxer mit Ahnentafeln und Adeltiteln. Meiner allerdings hat 300 Euro von einem Hobbyzüchter gekostet und hat keinen adeligen Ahnen ;o)
Trotzdem ist er reinrassig, ich möchte schließlich nicht mit Ciara an Wettbewerben teilnehmen, solche machen ein Hundeleben - glaube ich - nicht sehr glücklich. Obwohl es bei Boxern heißt, dass sie es genießen und verstehen, wenn man sie bewundert.
Doch mit diesen Kosten ist es keinesfalls getan! Dazu kommen natürlich noch Tierarzt, Futter Spielzeug, vor allem im Welpenalter ist das eine Menge Geld!
Da kommen in den ersten Wochen die Entwurmungen und Impfungen, die Zerkauten Spielzeuge die man ersetzen muss. Welpen Futter, das möglichst Eiweißreduziert sein sollte, damit der Hund keine Gelenkprobleme o. ä. aus Wachstumsschüben bekommt. Körbchen, Leinen usw.
---- Krankheiten der Rasse ----
Man sollte beachten dass reinrassige Hunde oft auch für bestimmte Krankheiten anfällig sind. Als Hundehalter sollte man sich darüber umgehend informieren um im Ernstfall schnell handeln zu können. Beim Boxer gibt es da einige Krankheiten, die ich euch hier aufzählen möchte.
Spondylose
Ist eine Wirbelsäulenerkrankung. Eine hohe Zahl von Boxern leidet unter dieser Erkrankung die sich sehr langsam entwickelt.
Sie kann in schlimmen Fällen bis zur vollständigen Versteifung der Wirbelsäule führen.
Magendrehung
Weil der Boxer ein mittelgroßer Hund ist, kann auch er eine Magendrehung haben. Sie kann entstehen, wenn der Hund nach dem Fressen wild tobt, sich wälzt usw. Der Magen des Hundes kann sich dabei so drehen, dass der Magen Ein- und Ausgang blockiert. Man muss den Hund innerhalb von einer Std. zum Tierarzt bringen, um sein Leben zu retten.
HD (Hüftgelenksdysplasie)
Auch das ist eine Krankheit, von der mittelgroße bis große Hunde befallen werden. Man kann seinen Hund ein neues Hüftgelenk schenken, indem man ihn operieren lässt, denn mit dieser Krankheit geht es dem Hund der Schmerzen und Unbeweglichkeit wegen sehr schlecht.
Boxerulcus
Ist eine Erkrankung der Augen. Auch ein Hornhautgeschwür genannt, tränt das Auge des Boxers. Mit dem Mikroskop kann man den Hornhautdefekt erkennen. Man sollte es dringend vom Tierarzt behandeln lassen, weil dadurch die Sicht des Hundes behindert wird.
---- Meine Meinung ----
So nun komme ich mal zu meiner eigenen Meinung über den deutschen Boxer, nachdem ich so viele Fakten erzählt habe.
Ich würde mich selber nicht als "Boxerliebhaber" bezeichnen, das heißt es ist nicht so, dass ich mir nur Boxer sonst nichts zulegen würde. Aber ich mag stämmige Hunde wie Doggen, Boxer, Mastiffs usw.
Da der Boxer nur mittelgroß wird, ein stämmiger Hund ist, ein freundliches Wesen hat und sich gerne bewegt, was aber kein Muss ist, ist er der ideale Hund für mich.
In vielen Büchern kann man lesen, das der Boxer ein sehr aufgeschlossener, lernwilliger Hund ist, der keine Probleme damit hat, sich seinem Menschen unterzuordnen, trotz dieser Eigenschaften ist er ein sturer Hund.
An meiner Ciara habe ich gesehen, wie schnell dieser Hund lernt, jedoch fällt es dem Boxer nicht leicht, etwas zu akzeptieren, dass er vorher durfte und jetzt auf einmal nicht mehr, deshalb sollte man gerade bei dieser Rasse sehr konsequent ans Werk gehen.
In vielen Büchern habe ich gelesen, dass der deutsche Boxer dafür bekannt ist, sein Tun erst einmal in Frage zu stellen, daher auch die Sturheit, aber sobald er den Chef in seinem Rudel respektieren gelernt hat, ist er ein sehr ruhiger, gehorsamer und wachsamer Weggefährte.
Bei Ciara kann ich nur sagen, dass sie sehr aufgeschlossen Fremden gegenüber ist, sie weiß aber auch sofort, wen sie mag und wen nicht, wenn sie auch nicht sehr wählerisch ist fehlt ihr bei einigen Menschen einfach die Sympathie.
Boxer sind auch gute Gebrauchshunde, vom Apportieren der Zeitung oder Hausschuhe bis hin zum Spür- oder Wachhund sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, denn wie schon erwähnt sind diese Hunde sehrsehr lernfähig und -willig. Ohne Leckerli ist das am Anfang ziemlich schwierig, doch wenn erst mal gelernt, macht der Boxer das auch ohne.
Boxer sollte man aber mit viel Liebe erziehen, d. h. nicht wie machmal bei anderen Rassen mit Unterwerfung des Hundes o. ä. sondern eher spielerisch, so geht es am schnellsten.
Auch der Aussage, dass der Boxer eine umfangreiche Mimik hat, kann ich nur zustimmen. Von ängstlich über verdutzt bis herablassend sind fast alle menschlichen Gesichtsausdrücke enthalten. Das macht es dem Menschen einfach seinen Hund zu verstehen.
Obwohl diese Rasse auch viel Bewegung braucht, liegt Ciara am liebsten auf meinem Schoß, wenn sie auch nicht ganz drauf passt ;o), und lässt sich kraulen. Boxer brauchen sehr viel Zuwendung und Menschennähe denn sie sind sehr sensible Tiere.
---- Fazit ----
Natürlich kann ich da nur die volle Sternzahl geben. Ich liebe meinen Hund und er schläft sogar mit mir im Bett ;o)
Ein besonderes Fazit kann ich natürlich nicht schreiben, denn wie auch bei einem menschlichen Partner passt zu jedem Menschen ein anderer Typ Hund. Informieren kann man sich darüber im Internet und/oder in Büchern. Das sollte man aber auf jeden Fall machen, denn schließlich soll es dem Hund und dem Menschen miteinander gut gehen!
PS: auf www.pedigree.de kann man einen Test machen, welcher Hund am besten zu einem passt! Ist echt super, ziemlich interessant zu wissen, auch diesen Test habe ich gemacht bevor ich mir Ciara geholt habe. Zu mir passt zu 92 % ein deutscher Boxer.
Danke schon im Voraus fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren meines Berichtes. LG Nici
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sehr hilfreich
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sehr hilfreich
14.06.2000
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Nicolai111
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(31.07.2003)
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