Produktbewertung des Autors:
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Ich möchte hier über Au-Pair-Aufendhalte aus der Sicht der Gasteltern sprechen.
Voraussetzungen,Kosten, Aufwendungen, Erfahrungen:
Wir selber benötigen ein Au-Pair-Mädchen, weil wir einen kranken Sohn (wir haben zwei Kinder 1 und 2Jahre) haben, der regelmäßig ins Krankenhaus muß.
Wir haben bisher leider mehr negative als positive Erfahrungen gemacht, aber dazu mehr zum Schluß.
Vorraussetzungen:
-eine Familie mit Kindern
-ein freies Zimmer
-eine positive Einstellung und die Bereitschaft mit einem völlig fremden Menschen eine Beziehung aufzubauen
-das Mädchen erhält 4 Wochen bezahlten Urlaub
-es darf 5 Stunden täglich arbeiten und sollte auch genügend Freizeit erhalten
-ein Tag in der Woche ist frei
Kosten:
-400 DM Taschengeld monatlich
-Vermittlungsgebühr von ca. 650 DM, einmalig
-Versicherungskosten von mtl. ca 70 DM
-kostenlose Unterkunft und Verpflegung
Aufwendungen:
-am besten nimmt man Kontakt mit einer seriösen Vermittlungsagetur auf
-nachdem man von der Ausländerbehörde angeschrieben wurde, muß man dort erscheinen und ein Formular unterschreiben, erforderlich sind Mietvertrag und Einkommensnachweise
-wenn das Visum genehmigt und das Mädchen angereist ist, muß man sich mit der Einwohnermeldestelle in Verbindung setzten
-mit einem Gesundheitszeugnis und der Arbeitsgenehmigung erhält das Mädchen den Eintrag ihres Visums für 1 Jahr
(Bundesland NRW)
Erfahrungen:
Wir warten gerade auf unser drittes Mädchen, das aus Marokko kommt.
Unser erstes Mädchen (aus Tschechien, 21 J.) war eigentlich super, sie kam hervorragend mit den Kindern zurecht und kümmerte sich auch so um alles zu unserer Zufriedenheit, als sie dann nach 3 Monaten heimreiste
um ihr Visum zu holen, kam sie einfach nicht wieder, sie schuldet uns bis heute noch 500 DM, wir haben sie von vorne herein voll in unsere Familie integriert und ihr voll vertraut, so erhielt sie von uns schon vor ihrem Arbeitsantritt mit Visum bezahlten Urlaub. Sie hat unser Vertrauen sehr ausgenutzt und uns auch sehr enttäuscht.
Das zweite Mädchen (Polin, 19 J.)war einfach noch zu jung und unreif, sie hatte angeblich 4 J.Deutsch gelernt, konnte aber kein Wort und sprach mit uns selbst nach 4 Wochen kein Wort deutsch. Sie hing noch zu sehr an Mutters Rockzipfel und hatte zu dolles Heimweh. Außerdem kam mein "großer" Sohn überhaupt nicht mit ihr zurecht und sie konzentrierte sich zu 99 % auf meinen kleinen Sohn, ließ den "großen" förmlich links liegen.
Alle guten Dinge sind drei und ich hoffe das es mit dem Mädchen aus Marokko klappen wird, sie hat mit uns schon telefoniert und macht so einen recht netten Eindruck.
In eigener Sache:
Ein Au-Pair-Mädchen sollte sich ihrer Aufgabe schon sehr bewußt sein, sie trägt viel Verantwortung für kleine Kinder und die meisten Familien die sich um ein Au-Pair -Mädchen bemühen, sind darauf angewiesen. Vor allem sollte ein überwiegendes Interesse vorhanden sein die Sprache zu lernen.
Es ist falsch zu denken, man mache in Dtl. Urlaub und wird dafür bezahlt, dieser Meinung war wohl unser zweites Mädchen, sie kam aus sehr ärmliches Verhältnissen und hatte hier absolut alles.
Als Gasteltern muß man bereit sein einem völlig fremden Menschen ´Vertrauen zu schenken, ein Au-Pair-Mädchen ist keine Putzhilfe, sie hilft zwar im Haushalt mit, ihr überwiegender Aufgabenbereich dreht sich aber um die Kinder.
Wir behandeln unsere Mädchen, als würden sie zur Familie gehören, zugegeben, wir sind vor allem durch das erste Mädchen sehr vorsichtig geworden, dennoch wir sind auf das Mädchen angewiesen und jedes Mädchen hat eine Chance verdient, man muß sich erst mal kennenlernen, alles andere kommt in der Regel von allein...
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13.11.2000
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20.09.2008
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