Durch Zufall fiel mir vor einiger Zeit Uwe Timms Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" in die Hände, ich begann das Buch dann eher zufällig an einem Wochenende zu lesen und war sofort begeistert. So ist es nicht erstaunlich, dass ich meine Freundin, die das Buch nicht gelesen hatte, neulich ... Bericht lesen
Brücker den zum 'Endkampf an der Heimatfront' abkommandierten Marinesoldaten Hermann Bremer kennen. Nach einer Liebesnacht bietet Lena dem jungen Mann an, ihn in den letzten Kriegstagen in ihrer Wohnung zu verstecken. Damit beginnt für beide ein lebensgefährliches Liebesabenteuer, das sie vor dem Rest der Welt geheim halten müssen. Während Lena in den nächsten Wochen aufblüht, leidet Hermann unter seinem Eingesperrtsein und der ständigen Angst entdeckt zu werden. Trotzdem wird Lena ihrem Liebhaber nicht verraten, dass der Krieg aus ist, um noch so viele Tage wie möglich mit ihm auf ihrer gemeinsamen 'Matratzeninsel' zu verbringen, während sich draußen alles verändert.Sprache: DeutschRegie: Ulla Wagner. Nach e. Roman v. Uwe Timm; Mit Barbara Sukowa, Alexander Khuon, Wolfgang Böck u. a.
im Hamburg der letzten Kriegstage.In Erinnerung an seine Kindheit macht sich der Erzähler auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin einer Imbissbude am Hamburger Großneumarkt. Er findet die hochbetagte Lena Brücker in einem Altersheim und erfährt die Geschichte ihrer \"schönsten Jahre\"" und wie es zur Entdeckung der Currywurst kam. Der Bogen spannt sich weit zurück in die letzten Apriltage des Jahres 1945 ..."
v. Ulrike LadnarLiteratur der Gegenwart LiteraNova stellt mit abwechslungsreich gestalteten Unterrichtsmodellen wichtige Werke der deutschen Gegenwartsliteratur vor, bezieht aber auch Beispiele der internationalen Literatur ein. Die Hefte greifen Lektüre- und Aufgabenvorschläge der Lehrpläne auf und zeigen auf exemplarische Weise, wie sich zeitgenössische Literatur im Unterricht ab Klasse 10 vermitteln lässt.Unterrichtsmodelle für die Praxis Die LiteraNova -Hefte orientieren sich in Anlage und Aufbau an den Bedürfnissen der Unterrichtspraxis. In der Regel umfassen sie 6-8 thematische Sequenzen, die als Bausteine konzipiert sind und eine flexible Reihenplanung ermöglichen. Die Sequenzen sind nach dem Doppelseitenprinzip angelegt: auf der linken Seite Arbeitsblätter mit Text- und Bildmaterialien, Grafiken sowie Aufgabenvorschlägen für methodisch variablen Unterricht; auf der rechten Seite Lehrerkommentare mit didaktisch-methodischen Hinweisen sowie Lösungshilfen in Form von knappen Skizzen,T
Altersheim. Von ihr heißt es, sie habe die Currywurst erfunden.Der Erzähler dieser Novelle besucht sie, um Näheres zu erfahren. Lena Brück berichtet, zuerst von ganz alltägliche Dingen und dann von einer unerhörten Begebenheit:Kurz vor Kriegsende hat sie einen jungen Marinesoldaten in ihrer Hamburger Wohnung versteckt und ein Liebesverhältnis mit ihm angefangen. Da der Deserteur Frau und Kind besitzt, die er wiedersehen möchte, verschweigt sie ihm, daß die Stadt kapituliert hat. Sie hält ihn in ihrer Wohnung fest, versorgt ihn mit Geschichten und Gerichten, bereitet Wildgemüse, Eichelkaffee, falsche Krebssuppe - bis er den Geschmackssinn verliert.
DeutschAm Hamburger Großneumarkt stand einst die Imbissbude von Frau Brücker, die jedem, der es hören wollte, erzählte, sie habe kurz nach dem Krieg die Currywurst erfunden. Daran erinnert sich der Erzähler noch Jahre später als der Imbiss längst verschwunden ist. In einem Altenheim spürt er die über Achtzigjährige auf - doch anstatt ihr kulinarisches Geheimnis zu lüften, beginnt sie, eine Geschichte zu erzählen, die zurückführt in das Kriegsjahr 1945 ... Isabel Kreitz lässt Uwe Timms ebenso spannenden wie anrührenden Roman \"Die Entdeckung der Currywurst\"" in stimmungsvollen Zeichnungen lebendig werden. Dabei eröffnet die Comic-Zeichnerin (Die Woche) ein akribisch recherchiertes Bild des Kriegsendes im zerstörten Hamburg. Die hochwertige Neuausgabe beinhaltet zudem einen umfangreichen Anhang, der die dramatischen Ereignisse des Kriegsendes in Hamburg dokumentiert."
Kindheit macht sich der Erzähler auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin einer Imbissbude am Hamburger Großneumarkt. Er findet die hochbetagte Lena Brücker in einem Altersheim und erfährt die Geschichte ihrer »schönsten Jahre« und wie es zur Entdeckung der Currywurst kam. Der Bogen spannt sich weit zurück in die letzten Apriltage des Jahres 1945 ... »Uwe Timm gestaltet eine ebenso groteske wie rührende, phantastische wie im konkreten Alltag verwurzelte Liebesgeschichte ... Er schafft auf geradezu artistische Weise ein weitverzweigtes, raffiniert montiertes und außerordentlich vergnüglich zu lesendes literarisches Kunststück.« Detlef Grumbach in der >Woche
Alexander Khuon, Wolfgang Böck u. a.Frühjahr 1945: die Alliierten stehen vor Hamburg. Vor einem Kino lernt Lena Brücker den zum 'Endkampf an der Heimatfront' abkommandierten Marinesoldaten Hermann Bremer kennen. Nach einer Liebesnacht bietet Lena dem jungen Mann an, ihn in den letzten Kriegstagen in ihrer Wohnung zu verstecken. Damit beginnt für beide ein lebensgefährliches Liebesabenteuer, das sie vor dem Rest der Welt geheim halten müssen. Während Lena in den nächsten Wochen aufblüht, leidet Hermann unter seinem Eingesperrtsein und der ständigen Angst entdeckt zu werden. Trotzdem wird Lena ihrem Liebhaber nicht verraten, dass der Krieg aus ist, um noch so viele Tage wie möglich mit ihm auf ihrer gemeinsamen 'Matratzeninsel' zu verbringen, während sich draußen alles verändert.
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Erfahrungsbericht von herr_daniel_busch über Die Entdeckung der Currywurst 17.09.2008
Produktbewertung des Autors:
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Darsteller, Story, Länge
Kontra:
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Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Durch Zufall fiel mir vor einiger Zeit Uwe Timms Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" in die Hände, ich begann das Buch dann eher zufällig an einem Wochenende zu lesen und war sofort begeistert. So ist es nicht erstaunlich, dass ich meine Freundin, die das Buch nicht gelesen hatte, neulich ins Kino zur Verfilmung dieses Buches schleppte.
Die Story ist schnell und ohne zuviel zu verraten erzählt. Es geht um eine Frau mittleren Alters, Lena Brücker und einen jungen Marineangehörigen, Hermann Bremer, die sich zufällig in Hamburg im Jahre 1945 treffen. Damit muss zum zeitlichen Rahmen der Handlung auch nicht mehr viel erzählt werden. Es handelt sich um die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges, Hermann wurde gerade für den Endkampf aus dem Admiralsstab in Norwegen nach Hause zur Verteidigung des Vaterlands abkommandiert und hat einen Crash-Kurs mit der Panzerfaust absolviert. Lena hingegen arbeitet in der Lebensmittelbehörde und versucht dort, so gut wie möglich, Lebensmittel zu beschaffen. Was dort genau gemacht wird, wird weder in Buch noch Film erklärt, dargestellt wird die Behörde eher wie eine Mensa in einem Ministerium oder Ähnlichem.
Als Hermann seinen letzten Heimaturlaubsabend in Hamburg verbringt, zieht es ihn ebenso wie Lena, die seine Mutter sein könnte, ins Lichtspielhaus. Die Freude hält aber nicht lange an, denn schon nach der Wochenshow gibt es Fliegeralarm und die beiden finden sich in einem Luftschutzkeller wieder. Danach nimmt Lena den jungen Mann kurzerhand mit nach Hause - sie wohnt allein in einem Mehrfamilienhaus, da ihr Mann und Sohn ebenfalls im Krieg kämpfen. Von beiden hat sie lange nichts gehört und sie rechnet auch nicht mehr mit der Rückkehr ihres Mannes, der als Lebemann, Macho und untreu beschrieben wird. Die beiden verbringen also eine Liebesnacht. Am nächsten morgen schreckt Hermann auf, steigt in seine Uniform, doch hält inne, als er am Hafen die ersten Schüsse hört. Als Lena ihm anbietet, er könne bei ihr bleiben, bleibt Hermann, der den Eindruck macht, kein Kämpfer zu sein, Angst zu haben und bisher den Krieg relativ fernab der Kriegshandlungen erlebt zu haben, kurzerhand einfach da.
Durch diesen Entschluss setzen sich beide einer tödlichen Gefahr aus, was im Film auch an vielen Stellen deutlich wird, denn beide müssen sich mit einem fanatischen Nazi-Anhänger als Hauswart, der gerne spioniert, einer besonders aufmerksamen Nachbarin und den allgemeinen Kriegsproblemen - kein Strom, Fliegeralarm, auseinandersetzen. Während das Leben für Lena aber relativ geordnet weitergeht, ist Hermann in der kleinen Wohnung gefangen, die ihm langsam wohl oder übel auf den Kopf zu fallen beginnt. Beide sehnen sich eineutig nach Liebe und Zuneigung, doch haben beide auch Geheimnisse voreinander, was im Laufe der Handlung immer neue Spannungen aufbaut. An dieser Stelle möchte ich die Handlung aber nicht weiter schildern, um nichts vorwegzunehmen.
Man könnte sich nun fragen, was denn der Titel des Buches/Films mit der Handlung zu tun hat. Tja, die ersten Szenen des Filmes zeigen eine ältere Frau Brücker, die von einem kleinen Stand aus Currywurst verkauft. Der Stand ist beliebt und sie ist mit einem Jungen namens Paule befreundet, der im Film, aber vor allem im Buch eine größere Rolle spielt. Eines Tages wird sie von einem Kunden gefragt, ob das Gerücht, sie habe die Currywurst erfunden, denn stimme, aber sie verneint dieses, offenbar aber geistig abgelenkt von der Ankunft eines Mannes, der sich dann später als Hermann Bremer herausstellt, der nach viele Jahren wieder zu Lena zurückkommt. Das bedeutet aber wiederum, und soviel sei noch verraten, dass Hermann Lena irgendwann verlässt. Außerdem wird wirklich noch erklärt, wie die Currywurst entdeckt wurde. Ob diese Version wirklich stimmt, ist strittig und wird im Film nicht geklärt, im Buch allerdings sehr wohl.
Womit wir auch bei den Hauptunterschieden wären. Im Buch nimmt die Currywurst einen viel größeren Stellenwert ein. Paule, der als kleiner Junge im Haus von Frau Brücker lebt, kehrt dort nach vielen Jahren mal wieder nach Hamburg zurück und isst an der Bude von ihr eine Currywurst. Auch er kennt die Gerüchte um die Wurst und macht es sich zur Aufgabe, das Rätsel zu lösen und besucht Frau Brücker wieder sehr viel später im Altersheim, wo sie ihm die ganze Geschichte erzählt, allerdings nicht ohne den Umweg über die Zeit mit Hermann Bremer zu gehen. Diese Konstellation macht das Buch in sich schlüssiger, wäre aber für den Zuschauer sehr verwirrend, weshalb die Entscheidung, diese Ebene wegzulassen verständlich ist.
Der Film schafft es allerdings ausgesprochen gut, die Zeit einzufangen und bringt auch die Probleme authentisch rüber, sowohl in der Haupthandlung, als auch in Nebenplots. So wird Lena von der Gestapo zu einem 'Gespräch' eingeladen, in dem es um einen Arbeitskollegen geht, über den die Gestapo Informationen haben möchte, man sieht das Elend auf den Straßen, Verkrüppelte Soldaten verkaufen ihre Abzeichen, Schwarzmärkte und Prostitution, sowie Selbstmord sind an der Tagesordnung. Gleichzeitig gibt es da Charaktere, die bis zum Schluss fanatisch an das Reich glauben, auch Hermann ist nach Hitlers Tod und der Kapitulation, überzeugt, dass Deutschlands Truppen sich sammeln und mit den Briten und Amis gegen den Russen kämpfen. Faszinierend sind aber vor allem die Szenen unmittelbar nach der Kapitulation von Hamburgs Gauleiter: die Briten koexistieren mit den Deutschen und ein reges Tauschgeschäft stellt sich ein, und mittendrin ist unsere Lena. Außerdem kommt doch noch Nachricht von Lenas Familie, aber auch hier sei nicht zuviel verraten.
Zur schauspielerischen Leistung möchte ich jetzt nicht viel sagen, weil ich mir eine kompetente Bewertung nicht zutraue, aber soviel sei gesagt, die Besetzung wirkt auch auf einen Laien sinnvoll und gelungen. Die Hauptdarsteller bringen ihre Rollen, die kompetente, tolerante und anfassende Frau und der verstörte, verängstigte und später eingesperrte junge Mann bilden, auch dank der Darsteller Barbara Sukowa und Alexander Khuon, einen spannenden Gegensatz. Auch die Darsteller der Nebenrollen sind gelungen, besonders der Hauswart und der Arbeitskollege, sowie die neugierige Nachbarin sind sehr gut besetzt.
Ich kann den Film nur empfehlen und lege ihn jedem ans Herz. Er ist kurzweilig, behandelt ein Thema der deutschen Geschichte, ohne auf Schamgefühle anzuspielen und wirkt dennoch sehr authentisch. Ich denke, dass ich mir den Film nochmal mit meinen Großeltern, selber Kriegszeugen, ansehen werde, um deren Meinung einzuholen, ich bin jedenfals begeistert gewesen, auch wenn das Buch, wie so oft, besser als der Film ist. Der Film ist mal eine gelungene Abwechslung zum Mainstream-Kino, das momentan leider mal wieder von Multimillionen-Dollar-Hollywood-Comicverfilmungen und Fortsetzungen bestimmt ist. Viel Spaß.
Pro: spannende Geschichte, interessante Protagonistin Kontra: manchmal betont der Vorleser etwas seltsam - fällt aber nicht ins Gewicht
...und wichtig, aber Uwe Timm verfolgt eine andere Intention.) Trotzdem gibt er die Atmosphäre dieser Zeit meines Erachtens sehr gut wieder.
Mein besonderer Dank gebührt dem Leser (dem Autor) dafür, dass er darauf verzichtet, in der wörtlichen Rede die Stimme Kasperle-Theater-artig zu verstellen. Er verzichtet überhaupt auf Effekte. Ich finde seine Stimme angenehm.
Übrigens ist die eigentliche Erfindung der Currywurst in dieser Geschichte eigentlich nur eine kleine Annekdote. Allerdings spielt sie auch eine wichtige Rolle, weil es der älteren Dame mit der Behauptung, die Currywurst erfunden zu haben, gelingt, das Interesse des Erzählers zu erregen.
Ich empfehle dieses Hörbuch allen Leuten, die gerne einen aussergewöhnlichen Roman mögen....
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..., der 1998 bei Carlsen Comics erschienen ist.
DIE KÜNSTLERIN:
Isabel Kreitz wurde 1967 geboren und ist schon seit vielen Jahren in der deutschen Comic-Szene aktiv. Ihre erste Veröffentlichung bei Carlsen Comics, der Band ?Ohne Peilung? von 1995 war so eine Art Durchbruch für sie. Äußerst lesenswert finde ich ihre Comic-Bände, die vor historischer Kulisse spielen. Es folgte 1996 ?Die Entdeckung der Currywurst? nach der Novelle von Uwe Timm, bevor sie 1998 den vorliegenden Band ?Waffenhändler? vorlegte. Während die ersten Bände noch im altbekannten Carlsen Comics Softcover-Albumformat erschienen waren, wurden folgende Werke in kleinerem Format in Hardcover herausgebracht. Dies waren zunächst eine überarbeitete Neuausgabe der ?Entdeckung der Currywurst? (2005), danach die hervorragenden Bände ?Die Sache mit Sorge? (2008) und ?Haarmann? (2010...
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...gesetzt wurde dieser Band, der in Carlsens ?Graphic Novel?-Reihe erschienen ist, von Isabel Kreitz, Jahrgang 1967. Die Künstlerin ist mir seit ihrer ersten Carlsen-Veröffentlichung ?Ohne Peilung? von 1995 ein Begriff. Bereits im Jahr darauf erschien mit der Comic-Fassung von Uwe Timms Novelle ?Die Entdeckung der Currywurst? ein anspruchsvoller Band, der der Zeichnerin zu einem großen Bekanntheitsgrad verhalf. 1998 folgte ?Waffenhändler?, die Geschichte einer Frau, die sich im Nachkriegsdeutschland nach oben durchkämpft.
Zwischen 2000 und 2001 war Isabel Kreitz entscheidend an der Heftserie ?Mabuse? beteiligt, eine weiterer Rückgriff auf eine literarische Vorlage, hier natürlich die ?Mabuse?-Romane von Norbert Jacques.
In den letzten Jahren ist die Künstlerin offensichtlich sowohl von diesem Heftformat als auch von den altbekannten Carlsen...
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