Über sich:Ich lese gerne und höre dabei auch noch eine Menge Musik.
Der Schwerpunkt in meinen Berichten l...
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Durch die DerClub-Mitgliedschaft meiner Freundin bin ich in die Lage gekommen, mir extrem günstig (sozusagen zum Nulltarif) den neuen Grisham zu bestellen. Hätte ich aber vorher gewußt was mich erwartet, hätte ich ein anderes Buch bestellt! Wieso? Das könnt ihr jetzt gerne nachlesen!
Handlung: Die Geschichte spielt sich im Sommer / Herbst des Jahres 1952 auf einer Baumwollplantage im nirgendwo von Arkansas ab. Der sieben Jahre alte Luke Chandler lebt dort mit seinen Eltern und Großeltern. Sein großer Bruder ist dieses Jahr nicht da, denn dieser kämpft im Koreakrieg. Für die bevorstehende Baumwollernte benötigt sein Vater Hilfe von außerhalb, wobei er dieses Jahr zuerst ein Familie aus den Bergen anheuert und nachher noch zusätzlich ein paar Mexikaner. Diese werden in der alten Scheune untergebracht, während die Spruills auf dem Hof campen. Dies ist absolut nicht nach Lukes Geschmack, denn dort befindet sich eigentlich sein Baseballfeld. Die Spruills sind eine komische Familie – auf der einen Seite gibt es dort Tally, in die sich Luke unsterblich verliebt und auf der anderen Seite ist dort auch noch Hank. Hank ist einer, der alleine durch seine Anwesenheit Streit auslösen kann und diesen gleich wieder mit roher Gewalt beenden würden....- also ein richtiger Sonnenschein. Bei den Mexikanern gibt es passend dazu auch so einen Sonnenschein. Cowboy ist sein Name und er schafft es ohne viele Worte das sich Luke in seiner Gegenwart nicht besonders wohl fühlt. Dieser gemischte Trupp macht sich nun daran die Baumwolle von den Feldern der Chandlers zu pflücken. Die Sache fängt an schief zu gehen als Hank sich in der Stadt in eine Schlägerei einmischt und dabei einen der Kontrahenten der Art mit einem Brett zusammenschlägt, daß dieser nachher im Krankenhaus seinen Verletzungen erliegt. Damit aber die Ernte nicht gefährdet wird, bestätigt Luke gegenüber dem Sheriff Hanks Aussage das es Notwehr gewesen ist. Das kann aber auch nicht verhindern das Hank mit Cowboy bei einem Baseballspiel aneinander geraten. Lukes Vater kann gerade noch verhindern, daß Cowboy mit einem Springmesser auf Hank losgeht, nachdem dieser ihm dieser durch einen geworfenen Ball die Rippen gebrochen hat. Wie die Story um Hank, Cowboy und Luke weitergeht solltet ihr, wenn ihr nach dieser Meinung noch Lust habt, selber nachlesen!
Wie man oben nachlesen kann ist es wirklich schwer eine einigermaßen interessante Inhaltsbeschreibung zu schreiben, wenn eigentlich nicht viel in einem Roman geschieht. Ich weiß zwar nicht inwieweit es zutrifft, aber ich glaube richtig zu liegen, wenn ich dem Buch leicht autobiografische Züge unterstelle, denn die Story spielt sich in der gleichen Gegend ab, in der auch John Grisham aufgewachsen ist. Nur zeitlich liegt das Geschehen ein paar Jahre daneben. Die Beschreibungen passen auf jeden Fall ganz gut zur Sichtweise eines sieben Jahre alten Jungen. Der letzten Grisham, den ich gelesen habe, war „Die Bruderschaft“ – dazu existiert auch eine entsprechende Meinung. War dieser Roman recht spannungslos und nicht besonders „prickelnd“, so hat es Grisham dieses Mal geschafft, das ganze noch um einiges zu unterbieten. Von Grisham ist man ja eher große Verschwörungen und kleine schmutzige Geheimnisse gewohnt, nur leider verzichtet er dieses Mal voll und ganz auf solche Sachen. Das Einzige was man vielleicht entfernt in diese Richtung deuten könnte, ist das Gefühlsleben von Luke, der all die kleinen Geheimnisse mit sich herumtragen muß und es niemanden erzählen kann. Wer King liest, kennt vielleicht die etwas ausufernden Beschreibung von ländlichen Einöden. In dem neuen Grisham ist es genauso, nur mit dem Unterschied, daß sich in den King-Romanen sich dann noch etwas interessanteres ereignet, während „Die Farm“ weiterhin in Langeweile versinkt. Der erste Mord (bzw. Körperverletzung mit Todesfolge?) paßt ganz gut in die Story rein und reißt niemanden vom Hocker. Den zweiten Mord erwartet man eigentlich schon etwas früher, aber scheinbar sollte der Roman nicht ganz so schnell zu Ende sein. Die ganze Geschichte plätschert einfach nur so vor sich her und beschreibt mehr oder weniger ausführlich das langweilige Leben von Farmern, die eh keine Hoffnung haben jemals mit ihrer Farm reich zu werden. Wer allerdings auf solche Landgeschichten steht oder sie ganz nett findet kann sich das Buch ohne weiteres kaufen, aber jeder andere der ein Buch wie die vorherigen erwartet, sollte sich woanders umschauen. Das Ende kommt dann recht unerwartet und läßt den Leser im Dunkeln wie sich das Ganze denn weiterentwickelt hat. Sollte John Grisham sich in dem kleinen Luke wiedergegeben haben, dann weiß man zwar, was aus ihm geworden ist, aber trotzdem wäre es irgendwie ganz nett gewesen, wenn man am Ende noch ein oder zwei Seiten darüber hätte lesen können! Das Buch hat ganze 460 Seiten – hört sich eigentlich nach viel an, ist es aber nicht! Mit einem recht großzügigen Druckbild kann man so ein Buch ohne weiter 60-80 Seiten dicker machen als es eigentlich sein müßte.......
Die Bewertung von einem Stern mag vielleicht etwas hart aussehen, aber schließlich erwarte ich von einem John Grisham wesentlich mehr als von einem unbekannten Schriftsteller! Ohne diesen Abzug würde es noch zu 2 Sterne reichen......
„ Die Farm“ bildet jedenfalls zur Zeit einen traurigen Tiefpunkt und ist für mich alles andere als ein Bestseller! Laßt also am besten die Finger davon und holt euch das wesentlich bessere „ Eine Billion Dollar“ von Andreas Eschbach.
Wer es doch haben will, muß sich noch gedulden, denn zur Zeit ist das Buch nur beim Bertelsmann erhältlich. Es soll aber noch dieses Jahr erscheinen! Bei Amazon und Bol sind zur Zeit nur Vorbestellungen möglich, wobei der Preis für die gebundene Fassung bei ungefähr 22 Euro liegen wird.
Deine Meinung ist sehr ausführlich, ich stimme aber überhaupt nicht zu. Für mich war das nach den schwachen Grishams der letzten Zeit mal wieder ein ganz starker Grisham, der mich sehr gefesselt hat. Mfg Björn.
den Baumwollfeldern: Auch der 7-jährige Luke, der mit seinen Eltern auf der Farm der Großeltern lebt, muss beim Pflücken helfen - zusammen mit Wanderarbeitern, einer G...
ig merkwürdig an, wenn alle Welt davon spricht, John Grisham würde mit dem vorliegenden Roman ein Risiko eingehen. Dennoch ist es erfreulich, dass ein Autor, der sich aussch...
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08.04.2009 13:01
ich verstehe jetzt diese schlechten Bewertungen einiger User nicht..... -LG Gisela-
11.05.2004 15:00
Schock! Also so schlecht ist das Buch doch auch wieder nicht.....? Und ein wh, bzw. ein nh hast du auch schon gleich gar net verdient...LG; Marion
10.06.2002 18:03
Deine Meinung ist sehr ausführlich, ich stimme aber überhaupt nicht zu. Für mich war das nach den schwachen Grishams der letzten Zeit mal wieder ein ganz starker Grisham, der mich sehr gefesselt hat. Mfg Björn.