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Deutschsprachige Veröffentlichungen:
„Das große Giggler-Geheimnis“ (übersetzt von Andreas Steinhöfel) [Kinderbuch]
„Rover rettet Weihnachten“ (übersetzt von Andreas Steinhöfel) [Kinderbuch]
„Die Frau, die gegen Türen rannte“
„Henry der Held“
„Ein Fest für Jimmy“
„The Snapper“
„Fish ... Bericht lesen
Orth-GuttmannBooker-Preisträger Roddy Doyle erzählt Paulas Geschichte. Es geht um ihre große Liebe, Charlo, um ihre Ehe mit diesem Mann, zu dem sie hä...
Jahre alt wurde. Und es ist nicht gut gelaufen für sie. Es hatte damit begonnen, daß sie in der Schule bei den schwächsten Schülern eingestuft wurde und richtig ...
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Pro: Die Schreibe von Doyle, der Aufbau der Handlung, die Charaktere, Umsetzung der Thematik Kontra: Manchmal bissel verworren, aber man gewöhnt sich schnell dran, die Thematik an sich
♦Der Autor
Der 1958 in Dublin geborene Roddy Doyle wird als einer der bekanntesten Vertreter der neuen irischen Literatur bezeichnet. Bevor er sich dem Schreiben zuwandte, arbeitete er als Lehrer. Mittlerweile ist er verheiratet, hat zwei Kinder un ...
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Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
01.10.2004
"Fragt mich!" (Paula) Bewertung für Die Frau, die gegen Türen rannte - Roman / Roddy Doylevon
steinil
Pro: emotionaler schreibstil, Idee des Szenenausfbaus ... Kontra: Umsetz.g des Szeneaufbaus
...Ich entdeckte dieses Buch in der Bibliothek, vor mir las es schon meine Schwester, bevor ich Zeit dazu fand. Aber jetzt habe ich es auch geschafft und schnell durchgelesen und möchte es euch ein bisschen näher bringen, auch besonders, weil die Thematik je ...
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Jahre alt wurde. Und es ist nicht gut gelaufen für sie. Es hatte damit begonnen, daß sie in der Schule bei den schwächsten Schülern eingestuft wurde und richtig mies lief alles, ab dem Tag, an dem sie Charlo kennenlernte. Er war ihre Jugendliebe und die beiden heirateten. Warum aus Paulas Traum vom Glück nichts wurde, weiß sie in der Erinnerung nicht mehr so richtig. Immer wieder hat sie darauf gehofft, daß alles so nett und freundlich wurde, wie sie es sich immer erträumte. Ihre Ehe endete in einer Katastrophe. Es dauert sehr lange, bis sie erzählt, daß sie von ihrem Ehemann, der jähzoring war, verprügelt wurde. Sie und ihre Kinder lebten in einer Welt aus Angst und Schrecken, denn je nach Laune Charlos, wurde es ein ruhiger Abend, wenn er nach der Arbeit heimkam, falls er überhaupt eine hatte, oder es wurde die Hölle. Paula flüchtet sich in den Alkohol und entkommt in eine Scheinwelt, wobei sie die Kinder, den Haushalt alles vernachlässigt. Doch immer wieder rappelt sie sich auf, um die Dinge aus eigener Kraft wieder in den Griff zu bekommen und immer wieder sitzt sie im Krankenhaus und erklärt, daß sie gegen eine Tür gelaufen ist, um den Ärzten die Verletzungen plausibel zu machen. Doch wen interessiert schon eine Alkoholikerin, die wahrscheinlich gestürzt ist. Da fragt niemand nach den nähren Umständen. Am Ende des Buches ist Charlo tot, und man wünscht Paula von ganzem Herzen, daß sie es schafft, alles noch einmal neu zu beginnen, wenn da nicht die Flasche wäre. Roddy Doyle hat mit seinem Roman Die Frau, die gegen Türen rannte, einen Roman geschrieben, der das Leben einer Frau aus der Unterschicht Dublins sehr präzise beschreibt. Er hat sich so mit seiner Figur identifiziert, daß an keiner Stelle des Buches der männliche Blickwinkel durchschimmert. Er erzählt ganz konsequent aus dem Leben dieser Frau, die in ihrer Kindheit und Jugend den Traum der heilen Welt hatte, der am Schluß des Romans in den Schmutz getreten wurde. Von Paula und ihren Sehnsüchten und Wünschen ist nichts übriggeblieben. Ihr gewalttätiger Ehemann hat sie und ihr Leben restlos zerstört. Doyle beschreibt die Situation seiner Hauptfigur so treffend, daß zwar die Frage "Warum um Gottes Willen läßt die Frau sich dies alles gefallen?" beim Lesen immer mitschwingt, doch ihre Handlungsweise ist verständlich und nachvollziehbar geschildert. Es sind bittere Wahrheiten, die Paula ihren Kindern mit auf den Weg gibt: Ich war ihre Zukunft. Die Zukunft, die sie immer vor Augen hatten. Die Welt der Erwachsenen, Gewalttätigkeit, ein leerer Kühlschrank, eine Flasche Gin, aber kein Fleisch, blaue Augen, ausgeschlagene Zähne, ein Häufchen Unglück in einer Ecke. Macht eure Hausaufgaben, betet schön, putzt euch die Zähne, sagt bitte und danke -- und es wird euch so gehen wie mir.--Manuela Haselberger
Jahre alt wurde. Und es ist nicht gut gelaufen für sie. Es hatte damit begonnen, daß sie in der Schule bei den schwächsten Schülern eingestuft wurde und richtig mies lief alles, ab dem Tag, an dem sie Charlo kennenlernte. Er war ihre Jugendliebe und die beiden heirateten. Warum aus Paulas Traum vom Glück nichts wurde, weiß sie in der Erinnerung nicht mehr so richtig. Immer wieder hat sie darauf gehofft, daß alles so nett und freundlich wurde, wie sie es sich immer erträumte. Ihre Ehe endete in einer Katastrophe. Es dauert sehr lange, bis sie erzählt, daß sie von ihrem Ehemann, der jähzoring war, verprügelt wurde. Sie und ihre Kinder lebten in einer Welt aus Angst und Schrecken, denn je nach Laune Charlos, wurde es ein ruhiger Abend, wenn er nach der Arbeit heimkam, falls er überhaupt eine hatte, oder es wurde die Hölle. Paula flüchtet sich in den Alkohol und entkommt in eine Scheinwelt, wobei sie die Kinder, den Haushalt alles vernachlässigt. Doch immer wieder rappelt sie sich auf, um die Dinge aus eigener Kraft wieder in den Griff zu bekommen und immer wieder sitzt sie im Krankenhaus und erklärt, daß sie gegen eine Tür gelaufen ist, um den Ärzten die Verletzungen plausibel zu machen. Doch wen interessiert schon eine Alkoholikerin, die wahrscheinlich gestürzt ist. Da fragt niemand nach den nähren Umständen. Am Ende des Buches ist Charlo tot, und man wünscht Paula von ganzem Herzen, daß sie es schafft, alles noch einmal neu zu beginnen, wenn da nicht die Flasche wäre. Roddy Doyle hat mit seinem Roman Die Frau, die gegen Türen rannte, einen Roman geschrieben, der das Leben einer Frau aus der Unterschicht Dublins sehr präzise beschreibt. Er hat sich so mit seiner Figur identifiziert, daß an keiner Stelle des Buches der männliche Blickwinkel durchschimmert. Er erzählt ganz konsequent aus dem Leben dieser Frau, die in ihrer Kindheit und Jugend den Traum der heilen Welt hatte, der am Schluß des Romans in den Schmutz getreten wurde. Von Paula und ihren Sehnsüchten und Wünschen ist nichts übriggeblieben. Ihr gewalttätiger Ehemann hat sie und ihr Leben restlos zerstört. Doyle beschreibt die Situation seiner Hauptfigur so treffend, daß zwar die Frage "Warum um Gottes Willen läßt die Frau sich dies alles gefallen?" beim Lesen immer mitschwingt, doch ihre Handlungsweise ist verständlich und nachvollziehbar geschildert. Es sind bittere Wahrheiten, die Paula ihren Kindern mit auf den Weg gibt: Ich war ihre Zukunft. Die Zukunft, die sie immer vor Augen hatten. Die Welt der Erwachsenen, Gewalttätigkeit, ein leerer Kühlschrank, eine Flasche Gin, aber kein Fleisch, blaue Augen, ausgeschlagene Zähne, ein Häufchen Unglück in einer Ecke. Macht eure Hausaufgaben, betet schön, putzt euch die Zähne, sagt bitte und danke -- und es wird euch so gehen wie mir.--Manuela Haselberger