... Diese beiden werden beauftragt, den Mord an einem reichen Kaufmann aufzuklären. Eigentlich erscheint alles ganz einfach: Der Diener, der mit dem Kaufmann Streit hatte und ihm als letztes lebend gesehen hat, hat Selbstmord begangen. Aber wie so häufig ist nicht alles so einfach wie es aussieht ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Emty über Die Gallerie der Nachtigallen / Harding, Paul 10. Januar 2001
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
durchschnittlich
Unterhaltungswert:
hoch
Spannung:
sehr spannend
Humor:
ziemlich humorvoll
Aufmachung:
ok
Pro:
Spannend, viele historischen Details
Kontra:
manchmal etwas zu ähnlich zu den Cadfael - Romanen von E . Peters
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Mit diesem Roman bekommt man einen sehr guten Krimi, der zusätzlich auch noch detailreich das London des 14.Jahunderts schildert.
„Galerie der Nachtigallen“ erzählt eine Geschichte von Sir John Cranston, dem Untersuchungsrichter des Königs und dem ihm zugewiesenen Schreiber, dem Mönch Athelstan. Diese beiden werden beauftragt, den Mord an einem reichen Kaufmann aufzuklären. Eigentlich erscheint alles ganz einfach: Der Diener, der mit dem Kaufmann Streit hatte und ihm als letztes lebend gesehen hat, hat Selbstmord begangen. Aber wie so häufig ist nicht alles so einfach wie es aussieht und es gibt auch noch reichlich Verwicklungen bis in die höchsten politischen Kreise.
Was mir an diesem Buch sehr gut gefallen hat, waren zum einen die plastische Darstellung der beiden Hauptfiguren und die Entwicklung der Beziehung zwischen dem auf den ersten Blick etwas grobschlächtigen, dicken, ständig saufend und fressenden Richter und dem nachdenklicheren, an Astronomie, Naturwissenschaften und Logik interessiertem Mönch, der eine der ärmsten Pfarrgemeinden Londons betreut. Im Laufe des Buchs erfährt man neben der Krimihandlung auch viel über die Vergangenheit dieser beiden und dies macht die fiktiven Charaktere noch wirklichkeitsgetreuerer (soweit man das als Leser für eine Szenerie im 14.Jahundert beurteilen kann). Nicht umsonst wird soviel Wert auf diese Rahmenhandlung gelegt, den dieser roman ist der Beginn einer ganzen, locker zusammenhängenden Serie von Krimis mit diesen beiden Hauptpersonen.
Auch die Schilderung des Londons des Jahres 1377 ist sehr ausführlich und mit vielen kleinen Details angereichert. Gerade wenn man sich im heutigen London etwas auskennt, kann man einiges noch viel besser genießen, da durchaus auch einige Spitzen eingebaut sind, z.B. im Bezug auf Westminster. Diese Detailtreue ist auch kein Wunder, da der Autor Paul Harding, der auch unter dem Namen P.C. Doherty schreibt und damit bekannter sein dürfte, promovierter Historiker mit Spezialgebiet ältere englische Geschichte ist.
Wobei ich dann doch ein kleines „Haar in der Suppe“ finde. Harding hat das Genre des Historienkrimis natürlich nicht erfunden. Und wer etwas mehr in diese Richtung liest, kommt an einer Serie von Krimis nicht vorbei: Die Bruder Cadfael-Serie von Ellis Peters. Und obwohl diese Geschichten etwa 200 Jahre früher und nicht in London spielen, kann man bei diesen vor Hardings Romanen geschriebenen Büchern vieles finden, was auch hier verwandt wird: Die Kombination eines Mönches, der aber auch den Krieg kennt, mit einem offiziellen Ermittlers oder die Einbindung in den historischen Kontext. Dabei sind die Cadfael-Bücher nach meiner Meinung noch etwas besser als die ziemlich sicher von ihnen beeinflußten Athelstan/Cranson-Bücher Hardings. Aber auch wenn es einen „Spitzenreiter“ gibt, heißt das ja noch lange nicht, daß der „Zweite“ schlecht sein muß.
Insgesamt gesehen hat man mit den 260 Seiten von „Galerie der Nachtigallen“, bei dem der Titel übrigens auf einen Flur, der Töne macht, anspielt, ein unterhaltsames, spannendes, mit vielen Details gespickten und wirklich gut zu lesenden Historienkrimi, bei dem man am liebsten sofort nach den Fortsetzungen greifen will.
Pro: spannend, lebendig und faszinierend Kontra: -
...Krimis einen ungeschönten Einblick in die damalige Welt, gleichzeitig erzählt er noch eine spannende und intelligent Geschichte mit eindrucksvoll herausgearbeiteten Charakteren.
Zu diesen gehört die Hauptfigur, Sir John Cranston, Coroner der Stadt London im Winter des Jahres 1379. Zuständig für Recht und Ordnung in diesem Moloch, muss er sich mit einem Mord beschäftigen: Der reiche Kaufmann und Vorsitzende einer Geheimgesellschaft wird vergiftet ... ...ihn bei seinen Nachforschungen. Die Nachforschungen gestalten sich schwierig, besonders nach einem weiteren Toten. Die Familie des Toten nimmt dn Coroner nicht ernst und auch die ihm Haus wohnenden Geschäftspartner bleiben sehr zugeknöpft. Doch nach weiteren Toten scheint Licht ins Duckel zu kommen, und die Spuren führen in mächtige Bereiche.....
Ob Sir John und Athelstan das Geheimnis lösen können wird hier natürlich nicht verraten. Beeindruckend ...
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Pro: spannung, schreibstil, charaktere Kontra: zu kurz
...Suche nach der Wahrheit um die Todesfälle im Hause eines einflußreichen Goldschmieds.
Fünf Leichen in einem Haushalt- Unfall? Selbstmord? oder doch unglückliche Zufälle?
Bruder Athelstan und Sir John Cranston geben sich mit diesen Erklärungen nicht zufrieden und dringen tief in die Machenschaften einflußreicher Personen Englands ein, und in die überaus sonderbaren Eigenarten der Toten und derer, die mit ihnen zu tun hatten.
Welche Rolle spielt ... ...Dachboden erhängen? Und wer war die rothaarige Hure, die zuletzt mit Vachey gesehen wurde?
So viele Fragen und scheinbar keine Antworten, doch der Coroner und sein geistlicher Assistent finden letztendlich doch noch durch Geschick und Intuition die alles aufklärende Lösung, die für alle Beteiligten eine große Überraschung ist.
Alles in allem ist dieser historische Roman( er spielt im Jahre 1324 in London) nur zu empfehlen; er ist leicht zu lesen ...
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Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
sehr hilfreich
18.04.2001
(24.04.2001)
Packend und lebhaft! Bewertung fürDie Gallerie der Nachtigallen / Harding, Paulvon
pschmidt
Pro: fesselnd, hintergründig, Hintergrund der Personen erscheint mit dem eigentlichen Fall gleichwertig und ebenso spannend Kontra:
...eine Schwäche für Kriminalfälle hatte, die absolut unmöglich scheinen und von solchen Romanhelden gelöst werden, bei deren Charaktere man sich irgendwie verbunden fühlt, MUSS unbedingt die Fälle von Bruder Athelstan und Sir Jack Cranston kennenlernen. Die Gallerie der Nachtigallen ist der erste Band einer Reihe von sogenannten locked mysteries, die alle im London des späten 14. Jahrhunderts spielen.
Der ewig saufende, lebenslustige Coroner Cranston ... ...selbst eingeschlossen hatte, das beschäftigt die beiden "Detektive" ebenfalls. Die Zahl der Verdächtigen ist groß, und daß sie fast alle Cranston und Athelstan nicht ernstnehmen, macht ihre Aufgabe nicht leichter.
Harding versteht es, nicht nur einen spannenden Fall zu entwickeln, er läßt wie nebenbei vor dem faszinierten und ohnehin gefesselten Auge des Lesers das Bild eines mittelalterlichen Londons entstehen mit seinen Bewohnern, deren Gefühlen, ...
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...zum König gekrönt zu werden. Die Macht liegt in den Händen des Regenten John von Gaunt. Der reiche Kaufmann Sir Thomas Springall wird des Morgens vergiftet in seinem Bett aufgefunden.
John von Gaunt beauftragt den Coroner Sir John Cranston mit den Ermittlungen Der cholerische Trinker Sir John macht sich mit seinem Schreiber, dem Dominikaner Bruder Aethelstan, auf den Weg zum Tatort. Hier erwarten sie eine Menge Zeugen, die aber nichts gesehen haben, ... ...Doch schon bald finden die beiden heraus, daß auch der Diener ermordet wurde. Und bei dem Versuch, einen unmöglichen Mordfall aufzuklären, verstricken sich die beiden in einem Netz aus Lügen und Intrigen wieder.
Harding, im bürgerlichem Leben Schulrektor, gelingt es, bis zum letzten Moment die Spannung aufrechtzuerhalten. Er charakterisiert nicht nur die handelnden Personen überzeugend, er schildert dabei auch das facettenreiche Leben der kleinen ...
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Pro: Eindrücke der Stadt London, Spannung bis zum Schluss... Kontra: nichts
...rülpst, furzt, trinkt, schreit herum, flucht... nicht sehr freundlich... aber mit der Zeit lernt man diesen Charakter näher kennen und man schließt Sir John Cranston in sein Herz.
Bruder Athelstan
Er ist ein junger, freundlicher Priester, der (so sieht es im ersten Moment aus) nichts besseres zu tun hat als nachts auf dem Kirchturm in Anwesenheit von seinem Kater Bonaventura die Sterne zu studieren. Doch hinter seinem Charakter versteckt sich mehr.
St. Erconwald ist eine Art Strafe für ihn. Ein dreckiges kleines Nest in London und Schreiber beim Coroner, wobei er nur Leichen und die bösen Herzen der Menschen sieht. Was hat er verbrochen? Das wird im ersten Buch von PaulHarding "Die Gallerie der Nachtigallen" aufgeklärt. Er brach damals sein Gelübde, schnappte sich seinen kleine Bruder Francis und zog mit einem Geschwader von mutigen...
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hilfreich 26.09.2002
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