... Diese beiden werden beauftragt, den Mord an einem reichen Kaufmann aufzuklären. Eigentlich erscheint alles ganz einfach: Der Diener, der mit dem Kaufmann Streit hatte und ihm als letztes lebend gesehen hat, hat Selbstmord begangen. Aber wie so häufig ist nicht alles so einfach wie es aussieht ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Emty über Die Gallerie der Nachtigallen / Paul Harding 11.01.2001
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
sehr spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
Spannend, viele historischen Details
Kontra:
manchmal etwas zu ähnlich zu den Cadfael - Romanen von E . Peters
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Mit diesem Roman bekommt man einen sehr guten Krimi, der zusätzlich auch noch detailreich das London des 14.Jahunderts schildert.
„Galerie der Nachtigallen“ erzählt eine Geschichte von Sir John Cranston, dem Untersuchungsrichter des Königs und dem ihm zugewiesenen Schreiber, dem Mönch Athelstan. Diese beiden werden beauftragt, den Mord an einem reichen Kaufmann aufzuklären. Eigentlich erscheint alles ganz einfach: Der Diener, der mit dem Kaufmann Streit hatte und ihm als letztes lebend gesehen hat, hat Selbstmord begangen. Aber wie so häufig ist nicht alles so einfach wie es aussieht und es gibt auch noch reichlich Verwicklungen bis in die höchsten politischen Kreise.
Was mir an diesem Buch sehr gut gefallen hat, waren zum einen die plastische Darstellung der beiden Hauptfiguren und die Entwicklung der Beziehung zwischen dem auf den ersten Blick etwas grobschlächtigen, dicken, ständig saufend und fressenden Richter und dem nachdenklicheren, an Astronomie, Naturwissenschaften und Logik interessiertem Mönch, der eine der ärmsten Pfarrgemeinden Londons betreut. Im Laufe des Buchs erfährt man neben der Krimihandlung auch viel über die Vergangenheit dieser beiden und dies macht die fiktiven Charaktere noch wirklichkeitsgetreuerer (soweit man das als Leser für eine Szenerie im 14.Jahundert beurteilen kann). Nicht umsonst wird soviel Wert auf diese Rahmenhandlung gelegt, den dieser roman ist der Beginn einer ganzen, locker zusammenhängenden Serie von Krimis mit diesen beiden Hauptpersonen.
Auch die Schilderung des Londons des Jahres 1377 ist sehr ausführlich und mit vielen kleinen Details angereichert. Gerade wenn man sich im heutigen London etwas auskennt, kann man einiges noch viel besser genießen, da durchaus auch einige Spitzen eingebaut sind, z.B. im Bezug auf Westminster. Diese Detailtreue ist auch kein Wunder, da der Autor Paul Harding, der auch unter dem Namen P.C. Doherty schreibt und damit bekannter sein dürfte, promovierter Historiker mit Spezialgebiet ältere englische Geschichte ist.
Wobei ich dann doch ein kleines „Haar in der Suppe“ finde. Harding hat das Genre des Historienkrimis natürlich nicht erfunden. Und wer etwas mehr in diese Richtung liest, kommt an einer Serie von Krimis nicht vorbei: Die Bruder Cadfael-Serie von Ellis Peters. Und obwohl diese Geschichten etwa 200 Jahre früher und nicht in London spielen, kann man bei diesen vor Hardings Romanen geschriebenen Büchern vieles finden, was auch hier verwandt wird: Die Kombination eines Mönches, der aber auch den Krieg kennt, mit einem offiziellen Ermittlers oder die Einbindung in den historischen Kontext. Dabei sind die Cadfael-Bücher nach meiner Meinung noch etwas besser als die ziemlich sicher von ihnen beeinflußten Athelstan/Cranson-Bücher Hardings. Aber auch wenn es einen „Spitzenreiter“ gibt, heißt das ja noch lange nicht, daß der „Zweite“ schlecht sein muß.
Insgesamt gesehen hat man mit den 260 Seiten von „Galerie der Nachtigallen“, bei dem der Titel übrigens auf einen Flur, der Töne macht, anspielt, ein unterhaltsames, spannendes, mit vielen Details gespickten und wirklich gut zu lesenden Historienkrimi, bei dem man am liebsten sofort nach den Fortsetzungen greifen will.
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Krimifans aufgepasst Bewertung für Die Gallerie der Nachtigallen / Paul Hardingvon
Tlaloc
Pro: spannend, lebendig und faszinierend Kontra: -
Kaum einem anderen Roman gelingt es derart vortrefflich, ein lebendiges und wirklichkeitsgetreues Abbild des mittelalterlichen Londons mit all seinen Lastern aufzuzeichnen wie diesem hier. Der Autor Paul Harding schafft mit seinen Krimis einen ungeschö ...
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Pro: spannung, schreibstil, charaktere Kontra: zu kurz
...Ein ungleiches Paar, ein verliebter, pflichtbewußter Benediktinermönch und ein trunksüchtiger, furzend und rülpsender Coroner auf der Suche nach der Wahrheit um die Todesfälle im Hause eines einflußreichen Goldschmieds.
Fünf Leichen in einem Haushalt- ...
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Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
18.04.2001
(24.04.2001)
Packend und lebhaft! Bewertung für Die Gallerie der Nachtigallen / Paul Hardingvon
pschmidt
Pro: fesselnd, hintergründig, Hintergrund der Personen erscheint mit dem eigentlichen Fall gleichwertig und ebenso spannend Kontra:
...Wer schon immer eine Schwäche für Kriminalfälle hatte, die absolut unmöglich scheinen und von solchen Romanhelden gelöst werden, bei deren Charaktere man sich irgendwie verbunden fühlt, MUSS unbedingt die Fälle von Bruder Athelstan und Sir Jack Cranston k ...
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...London im Jahr 1337. Der alte König ist tot, sein Neffe noch zu jung, um zum König gekrönt zu werden. Die Macht liegt in den Händen des Regenten John von Gaunt. Der reiche Kaufmann Sir Thomas Springall wird des Morgens vergiftet in seinem Bett aufgefu ...
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Pro: Eindrücke der Stadt London, Spannung bis zum Schluss... Kontra: nichts
...rülpst, furzt, trinkt, schreit herum, flucht... nicht sehr freundlich... aber mit der Zeit lernt man diesen Charakter näher kennen und man schließt Sir John Cranston in sein Herz.
Bruder Athelstan
Er ist ein junger, freundlicher Priester, der (so sieht es im ersten Moment aus) nichts besseres zu tun hat als nachts auf dem Kirchturm in Anwesenheit von seinem Kater Bonaventura die Sterne zu studieren. Doch hinter seinem Charakter versteckt sich mehr.
St. Erconwald ist eine Art Strafe für ihn. Ein dreckiges kleines Nest in London und Schreiber beim Coroner, wobei er nur Leichen und die bösen Herzen der Menschen sieht. Was hat er verbrochen? Das wird im ersten Buch von Paul Harding "Die Gallerie der Nachtigallen" aufgeklärt. Er brach damals sein Gelübde, schnappte sich seinen kleine Bruder Francis und zog mit einem Geschwader von mutigen...
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